Asynchronmotor

 
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Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 06:58 Uhr  ·  #1
Guten Morgen,

ich habe da mal eine Frage da ich leider kein Elektrotechniker bin und nicht wirklich eine ahnung habe wollte ich mal die Spezialisten von euch um eure Hilfe bitten.

Da ich recht günstig zu alten Asynchronmotoren kommen könnte habe ich mir gedacht das ich diese in meine Anlagen verwenden könnte.

Nur da ich noch nie etwas mit solchen Motoren zutun gehabt habe wollte ich nun Fragen auf was ich achten muss.Sprich Umbau vorbereitung usw.

Vielen Dank für eure Hilfe.
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 07:21 Uhr  ·  #2
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 07:38 Uhr  ·  #3
Vielen dank werd mir das mal anschauen.
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 10:28 Uhr  ·  #4
Kurz gesagt handelt es sich bei Asynchronmotoren in der Regel um Kurzschluss/Käfigläufer. Diese können durch magnetisierung des Ankers als Generator btrieben werd und magnetiesieren sich in Zukunft selbst, solange der Generator nicht überlastet wird. Dabei kann man allerdings nict die angegebene Nennleistung erwarten.
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 12:59 Uhr  ·  #5
so viel ich das noch im kopf hab brauchts eine beschaltung mit kondensatoren. die kapazität ist abhängig von der belastung. ebenso wahrscheinlich von der drehzahl.
inwiefern das geeignet ist für den betrieb an einem windrad wo doch sehr wechselnde bedinungen vorherherschen ist fraglich.

kann aber auch sein dass ich hier mist rauslasse, ist das was ich noch im kopf hab. während der ausbildung zum elektrotechniker hat ein schulkollege eine arbeit zum thema asynchrongenerator gemacht. das ist aber schon ein paar jahre her...

gruss

peter
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 13:31 Uhr  ·  #6
Hallo zusammen,

soweit ich das weiß verhält es sich doch so, daß ein Asynchron Motor
einen gewissen Restmagnetismus im Käfig (Läufer) hat. Wird nun der
Läufer gedreht wird mit Hilfe dieses Magnetismus in den Statorspulen
eine minimale Spannung erzeugt.
Diese minimale Spg erzeugt ein minimal stärkeres Magnetfeld im Läufer.

Um diesen Anlaufvorgang zu beschleunigen, setzt man Kondensatoren
zwischen die Statoranschlüsse der Phasen.

Die Kondensatoren speichern jetzt diese minimale Spannung etwas
zwischen, sodaß der Vorgang etwas schneller aufschaukelt.
Ist der Magnetismus erst einmal aufgebaut, kann man die Kondensatoren
abschalten, sie beschneiden sonst im Normalbetrieb die erzeugte Leistung

Gruß
Günter
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 14:32 Uhr  ·  #7
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 17:47 Uhr  ·  #8
Hallo, mal ne bescheidene Frage...
Woran erkennt man einen Asynchron Motor? Habe verschiedene Motoren "rum liegen" z.B. 5,5Kw Kraftstrommotor mit 2800 u/min, oder 2Stück 220V 0,7Kw 2850 u/min mit Kondensator angebaut ( alte Elektrorasenmäher ). Habe aber nun überhaupt keine Ahnung um was für Motoren es sich handelt und ob man diese in irgendeiner Form gebrauchen kann ( ohne alles zu entkernen und nen neuen Motor bauen) .
Kann jemand bei den Angaben was zu sagen? Rein schauen würd ich ja auch mal, aber es würde mir nicht helfen....

Gruß Jörg :oops:
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 04.04.2008 - 21:04 Uhr  ·  #9
Moin!damit haben wir vor Jahren herumprobiert unter Mitwirkung eines E meisters -denn -Achtung , Lebensgefahr -auch durch die Kondensatoren und die hohen Spannungen -hier gehts Im Leerlauf munter mal an 500Volt..Meist geht es kaum ohne Getriebe. Ausnahmen zb. Bg 90 0.37 kw 8 pol. Aber letzlich halbe LEISTUNG IM Teillastbereich wie vergl. Permanentgeneratoren. Läuft bei uns mit 2 blatt Rotor und Trafo 's zum Batterieladen seit Jahren. Aber die Wirkungsgrade:-) und es gibt gute Angebote für Permanetmagnetgeneratoren.Wer es trotzdem ausprobieren will: Gute Anleitung auch bei Crome -Handbuch Windenergietechnik:.Mfg von Cerco
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 05.04.2008 - 17:53 Uhr  ·  #10
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 06.04.2008 - 06:35 Uhr  ·  #11
ok, danke. Das ist doch mal nen Punkt worauf man schonma achten kann. Hab gestern ENDLICH! das Heft Windkraft? Echt-Stark! bekommen. Hier werden ja meine Fragen erstma alle beantwortet. Werde denn erstma alles testen, was mir so zur Verfügung steht an Asym.
Gruß Jörg
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Gepostet: 11.04.2008 - 08:47 Uhr  ·  #12
Hallo,
habe jetzt mal erste Tests mit nem Asym (5,5kw bei 2850u/min) gemacht. Kondensatoren geschaltet nach "Christian Kuhtz" mit 40uF pro Kond. und habe den Asym. dann mit ner Bohrmaschine auf ca. 300u/min gebracht wo er dann auch gleich anfing sich zu magnetisieren und bei ca. 280V an den Kondensatoren auspendelte und natürlich schwerer lief. Nachdem nun Strom anlag, was man auch abwarten soll vor zuschaltung einer Last, habe ich dann mal eine bzw.Zwei Phasen mit einem Halogenstrahler belastet.
Ergebnis: Strahler leuchtet kurz hell auf und dann ist kein Strom mehr zu messen an den Kondensatoren oder sonstwo. Der Motor brummt dann auch einmal kräftig auf. Kann es daran liegen, das ich nicht alle Phasen gleichmäßig belastet habe? Habe gleichen Test auch mit nem Autoscheinwerfer 12v 45w gemacht mit gleichem ergebnis. Stimmen die größen der Kondensatoren nicht? Größer oder Kleiner?
Hintergrund ist, das ich bei ca. 300 u/min mindestens 50v unter Last erreichen möchte. Kann es sein, das wenn man nach zuschalten der Last einfach noch abwarten muß, bis sich der Strom dann richtig aufgebaut hat? Habe das Gefühl, das beim zuschalten nur die Ladung der Kondensatoren zur Geltung kommt. Habe aus Sicherheitsgründen die Last dann immer wieder weggeschaltet weil ich mir nicht sicher bin, ob es gut ist dann weiter zu machen....
Würde mich freuen, wenn jemand dazu ne Meinung oder Erfahrung damit hat.

Gruß Jörg
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 11.04.2008 - 12:42 Uhr  ·  #13
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 11.04.2008 - 12:44 Uhr  ·  #14
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 11.04.2008 - 17:13 Uhr  ·  #15
Hab jetzt 80uF Kondensatoren probiert und bei 300u/min unter Last einer 220v 40W!! Glühlampe ( keinen 500watt strahler mehr! ) eine Spannung von 90V messen können. Die Lampe hat ziemlich hell geleuchtet! Bei 500u/min hatte ich dann schon 120V. :lol:
Wie kann ich jetzt die eigentliche Leistung feststellen?
Ist es richtig, das wenn ich jetzt meine "Batteriebank" (mit 48V )nach einem Gleichrichter, daran anschließe, das sich die Spannung dann an den Batterien einpegelt? Die sollten ja max ca.56V kriegen.
Vielen Dank XXLRay für die guten und richtigen Tipps!! 😉

Gruß Jörg
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 11.04.2008 - 23:10 Uhr  ·  #16
Die Leistung stellst du fest, indem du Strom und Spannung am Verbraucher misst und diese miteinander multiplizierst.

Wenn du ganz einfach deine Akkubank als Verbraucher anschließt, sollte aufgrund des geringen Innenwiderstandes der Akkus der Strom so hoch sein, dass die Spannung, zumindest bis zum Erreichen der Ladeschlussspannung nicht übermäßig ansteigt.
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 12.04.2008 - 22:18 Uhr  ·  #17
Hallo Jörg,

Ein 5,5 Kw Motor/Generator wird einen maximalen Außenleiterstrom von etwa 8 bis 9 Ampere ziehen/liefern. Die Wicklung ist entsprechend ausgelegt.

Dein Motor läuft am 50 Hz Netz mit 2850 UpM unter einer Last von 5,5kW.
Das Blechpaket im Stator und der Rotor sind für diese 50 Hz ausgelegt.

Wenn du diesen gleichen Motor als Generator laufen läßt, mit nur 300 UpM, stellen sich ganz andere Verhältnisse ein (5 Herz !!!). Der diesem Generator entnehmbare Strom wird wohl keine 8 Ampere betragen :( .

Wenn der Motor mit Lüfter ausgestattet ist muss beachtet werden dass die Lüftung bei 300 UpM dramatisch weniger ist als bei 3000 UpM. Auch das mindert wieder den entnehmbaren Strom.

Meiner Meinung nach solltest du versuchen den Motor/Generator so nahe wie möglich an seinem vorgesehenen Arbeitsbereich zu betreiben (3000UpM) > Übersetzung erforderlich ? oder einen höherpoligen Motor nehmen.
Um jetzt auf die gewünschte Spannung (48Volt DC?) zu kommen müsste noch ein Trafo mit Gleichrichter nachgeschaltet werden.

mfG

Strawberry
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 13.04.2008 - 11:57 Uhr  ·  #18
Hallo zusammen,

außerdem gibt es doch folgendes zu bedenken, als erstes überhaupt:

Wenn man 5,5kW erzeugen will und man legt einen Gesamtwirkungsgrad
von 30% für diese Art der Spannungserzeugung zugrunde (In der Realität
wahrscheinlich wesentlich schlechter)
so müßten Deine Flügel einen ca. Durchmesser
von 10,5m-11m bei 7m/s haben,
von 8m-9m bei 9m/s haben,
von 5m bei 12m/s

Ist dies denn realisierbar?

Gruß
Günter
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 13.04.2008 - 16:52 Uhr  ·  #19
Hallo,
der 5,5KW Motor/Generator ist nur ein Testobjekt den ich gerade liegen hab. Das es unrealistisch und sowieso unrentabel vom Wirkungsgrad her ist, ist mir bewußt. Mir ging es darum, einmal auszuprobieren wie ein Asym als generator funktioniert, und ob es mir möglich ist dem Ding dann meine angestrebten ca. 60V zu entlocken. Wie schon mal erwähnt möchte ich erstmal alles ausschöpfen was ich da hab und nix kostet. Mich hat interessiert ob ich den Generator mit Hilfe der Kondensatoren meinen Gegebenheiten anpassen kann. Die volle Leistung will/kann ich nicht erreichen. Habe jetzt, resultierend aus meinen Erfahrungen, mich für einen kleineren Asym entschieden mit, ich denke 1500u/min Synchrondrehzahl ca. 1,5KW, ist leider kein Typenschild mehr dran. Hab ihn am Windrad montiert mit einer Übersetzung von 1/18 und warte jetzt auf Wind, wie so oft in den letzten Tagen nur 1-2m/s in Böen, um die Daten mal zu messen. Konnte leider vorher nicht Testen weil ein Getriebe mit Zahnkranz schon dran war.
Dank an alle die sich hier diesem Thema widmen.

Gruß Jörg
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Re: Asynchronmotor

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Gepostet: 22.04.2008 - 07:26 Uhr  ·  #20
Auch hier habe ich noch eine Frage:

Habe zuhause einen alten LAFERT Asynchronmotor liegen. Bei dem sind die Spulenenden nach aussen geführt und in Stern geschaltet. Wenn ich nun auf dem Läufer Neodymmagnete verbauen würde, müsste ich den doch auch als Generator betrieben können, oder?

Oder sind die Spulen bei einem Asynchronmotor anders beschaltet?
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