Investition bei "mowea"?

Expertenmeinung
 
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 01.07.2022 - 18:30 Uhr  ·  #21
Kann sein, aber da müsste man die Kalkulation kennen, bezüglich Verwendung der kWh, der Vergütung dafür (welcher Anteil Eigenverbrauch?)
Das ins Verhältnis gesetzt zu den Kosten und den Gehaltsvorstellungen der Mitglieder der Aktiengesellschaft.

Selbst dann noch ist nicht sicher, dass die Kunden kaufen. Ist doch die Windkraft auch in diesem Forum viel zu oft als quasi Scheiße eingestuft worden, zugunsten von PV und anderem.
Erdorf
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 01.07.2022 - 21:52 Uhr  ·  #22
Dein Ernst jetzt Che?

Du machst das Forum dafür verantwortlich das solche 'windigen' Geschäfte nicht funktionieren?
:D :D :D

Selbst wenn wir soviel Macht hätten, setzen sich immer funktionierende Anlagen,
die nachhaltig einen Mehrwert für den Kunden darstellen durch.
Und nur damit lassen sich langfristig funktionierende Geschäftsmodelle etablieren.

Grüße
Carl
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 02.07.2022 - 05:22 Uhr  ·  #23
Ohne die vielen "Fehlentwicklungen" hätte die Evolution keine Fortschritte gemacht!
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 02.07.2022 - 08:56 Uhr  ·  #24
Das hast Du aber überinterpretiert, Frank!
Aber hier ist oft zu lesen gewesen, dass es besser wäre, anstatt ein Windrad auf zu stellen, soundso viel PV mehr zu installieren.
Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass das hier zu einem PV, Batterie, Insel, Wasserkraftforum mutiert ist, mit Windkraft im schattigen Nebendasein.

Ob das von Mowea ein Windgeschäft wird oder nur ein windiges, ist derzeit garnicht sicher abzusehen.
Was ihnen zugute kommt, sie wollen hauptsächlich an die Industrie liefern. Z.B. bei der Bestromung von Funkmasten mit mischen. SUPERWIND z.B. Konkurenz machen. Letztere haben so hohe Preise, weil die in dem Marktsegment eben gezahlt werden.
Windbert
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 02.07.2022 - 11:01 Uhr  ·  #25
Zitat geschrieben von Che
Aber hier ist oft zu lesen gewesen, dass es besser wäre, anstatt ein Windrad auf zu stellen, soundso viel PV mehr zu installieren.
Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass das hier zu einem PV, Batterie, Insel, Wasserkraftforum mutiert ist, mit Windkraft im schattigen Nebendasein.
Da stimme ich dir absolut zu Che, versteh mich da bitte nicht falsch.

Aber Mowea wirbt hier um Kleinanleger-Kapital und hat laut deren Angabe auf der Website schon mehrere Millionen in den letzten Jahren eingesammelt. Jetzt sollen es nochmal zwei Millionen werden. Krasse Fehler wie unmögliche Wirkungsgrade nach so viel Geld und Jahren kann ich nicht einfach entschuldigen mit
Zitat geschrieben von Che
Sind nicht immer die absoluten Fachkräfte, welche solche Prospekte gestalten
... Aufgrund solcher Prospekte investieren da Leute gerade Hunderttausende Euro.

Wenn das Ding mit tausenden Kleinanlegern baden geht, wird das der ganzen Sache nochmal einen riesen Bärendienst erweisen und wir reden in Zukunft nochmehr über PV - und das obwohl es mit Superwind und Anderen durchaus gute Anlagen für die richtigen Standorte gäbe. Meinst du nicht?

Grüße, Der Windbert
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 02.07.2022 - 18:30 Uhr  ·  #26
Es gibt Reichtum von unsinniger Größe auf dieser Welt. Für solche Leute, würde ich denken, ist eine solche Beteiligung sinnvoll.
Wenn es klappt, haben sie einer Idee auf die Sprünge verholfen. Totalausfall - halb so schlimm.

Bei Kleinaktionären sieht die Sache schon anders aus. Vor allem bei mittleren, die zwischen 10.000 und 100.000 anlegen wollen. Geld, was bei Totalausfall richtig fehlt.

Ich denke nicht mal, dass die jetzt schon wissen, dass die Sache den Bach runter geht. Dass sie vorsätzlich Geld einsammeln, hauptsächlich um davon gut zu leben.
Nein, ich denke, die sind voll von ihrem Vorhaben überzeugt.

Wäre zu fragen, haben sie denn bei potentiellen Kunden schon angefragt, ob die sowas kaufen würden?
Bei Vodafone sind sie offensichtlich schon gelandet. Das wurde im Video deutlich.
Immerhin ist Superwind sehr teuer, Iqron will auch mit mischen.
Mowea könnte damit punkten, dass sie wesentlich preiswerter sind.

Wenn ich Geld übrig hätte müsste ich mir die Sache sehr genau ansehen.
Das ganze Aktienwesen bezeichne ich eh als höchst riskante Sache. Wenn alle ihr Geld auf einmal haben wollen, reicht es nur für 1/10 von ihnen. Alles nur virtuelle Werte.
Man kann über Karl Marx denken, was man will, aber mit der Voraussage der zyklischen Krisen des Kapitalismus hatte er voll Recht.

Zumindest die technische Machbarkeit der Vorhaben von Mowea sehe ich so kritisch nicht.
Und wenn dort angerufen wird, dass 500W bei 10 m/s nicht möglich sind, wird man vermutlich antworten, wir regeln ab bei 11 m/s. So einfach ist das "zu heilen".
Und wenn der Verkauf auch so läuft, warum müssen sie es dann zwingend ändern?
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 02.07.2022 - 21:29 Uhr  ·  #27
Nachtrag

Falls Du hin und her gerissen bist, Windbert:
Lehn Dich mal zurück und stelle Dir vor, wie Du mit so einer Investition in Zukunft leben könntest. Wenn schlaflose Nächte sich auftun würden, dann nicht! Gilt nicht nur für Investitionen.

Geld für unsichere Anlagen muss übrig sein. Quasi wie Spielgeld. Ist es ansich auch.
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:14 Uhr  ·  #28
Zitat geschrieben von Windvest58

Hallo liebes Forum,

da das mein erster Beitrag ist möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Manfred, ich bin 58 Jahre alt und ich bin über die Plattform Econeers auf euer Forum gekommen weil ich Expertenhilfe suche.

Falls ich hier den falschen Bereich erwische bitte ich um entschuldigung. Ich wusste nicht sorecht wo ich mit meiner Frage hin sollte.

Ich überlege die Chance zu nutzen und einen größeren Betrag bei der Firma mowea aus Berlin zu investieren. Dort läuft gerade eine Finanzierung: https://www.econeers.de/investmentchancen/mowea .

Mich hat die Idee total überzeugt da ich es einfach logisch finde den Wind auch auf Gebäuden zu nutzen, mit Solar ist das ja quasi standard.



Allerdings bin ich jetzt etwas verunsichert, da das Thema nicht so neu zu sein scheint wie gedacht. Die Verbraucherzentrale hat da eine recht eindeutige Warnung vor solchen Kleinanlagen online: https://www.verbraucherzentral…ssen-10857 . Dort heisst es: "Das eigene Dach ist windtechnisch ein ungünstiger und unkalkulierbarer Standort. Bei der Montage auf Gebäuden können störende Geräusche und Vibrationen übertragen werden."

Jetzt stelle ich mir vor, dass größere Gebäude eher noch größere Probleme machen könnten und wohl auch ein Brückenpfeiler oder Sendemast irgendwie problematisch sind? Da die Mowea-Anlage ja auch gerade erst das Geld für die Formen und den Bau sammeln will, denke ich dass da auch noch keine echten Praxiserfahrungen vorliegen können - oder gibt es da schon Erfahrungen?

Wie ist da eure Meinung? Ich finde die Idee wie gesagt total Klasse und würde das gern nach vorne bringen. Aber mit den Informationen bin ich unsicher ob das wirklich machbar ist und mein Geld am Ende nicht weg.

Liebe Grüße!



Hallo Windvest58,

vielen Dank für die kritische Hinterfragung. Gerne nehmen wir hierzu Stellung:
1. Zur Warnung der Verbraucherzentrale:
Die Anwendung von Kleinwindkraft für private Anwender, insbesondere auf Häuserdächern von Ein- oder Mehrfamilienhäusern (Zitat: eigene Dach), sehen wir auch als kritisch an. Um Windenergieanlagen wirtschaftlich betreiben zu können wird ausreichen Wind benötigt. Dies ist auf einer Höhe eines zwei- ggf. dreistöckigen Hauses aufgrund der Nachbarhäuser und der Bäume selten gegeben. Und ja, Windkraft macht Geräusche und verursacht Vibrationen. Auch ist die Akzeptanz bei privaten Anwendungen als Herausforderung zu sehen.
Die MOWEA GmbH konzentriert sich genau aus diesen Gründen auf industrielle und gewerbliche Anwendungen mit einem B2B Businessmodell. Geeignete Flachdächer sehen wir in Industriegebieten, produzierendes Gewerbe, Logistikhallen, Lagerhallen und Flughäfen. Immer dort, wo Markteintrittshürden gering sind, und ein skalierbarer Anwendungsfall vorliegt.
2. Große Gebäude:
Wir sehen kein Problem in der Größe eines Gebäudes. Das Gebäude soll vorrangig industriell/gewerblich genutzt sein und eine gewisse Höhe mit sich bringen.
3. Brückenpfeiler und Sendemasten:
Sind aus unserer Sicht prädestiniert für die Anwendung unseres Windenergiesystems, da wir an eine existierende Infrastruktur ansetzten, welche in großen Stückzahlen existieren und die benötigte Höhe mit sich bringen. Ein limitierender Faktor ist hier die Statik, welche zur Anbringung zur Verfügung steht. Hier bietet MOWEA aufgrund des modularen Systems unseren Kunden die benötigte Flexibilität.
4. Praxiserfahrung
Erfahrungen haben wir zusammen mit Vodafone und unseren Prototypen 2019 gesammelt. Unsere Technologie wurde erfolgreich validiert (das Video finden Sie auf Youtube MOWEA Vodafone). Anfang 2021 haben wir eine Nullserie gefertigt, welche im Aufbau und den verwendeten Materialien weitestgehend dem Serienprodukt entspricht. Diese Nullserien-Produkte finden seitdem u.a. Anwendung im Energieforschungspark Lichtenegg (Link), im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Fachhochschule HTWsaar in Saarbrücken im Rahmen der Technical Acceptance.


Viele Grüße,

Dr. Till Naumann
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Gepostet: 04.07.2022 - 11:40 Uhr  ·  #29
Zitat geschrieben von FamZim

Hallo

So wie die aussehen werden die nur bei Starkwind oder Sturm drehen, also kaum mal Strom erzeugen.

Gruß Aloys.



Hallo Aloys,

ich denke Sie meinen damit, dass wir nur zwei Rotorblätter anstatt drei oder mehr benutzen.
Gerne beantworte ich diese Frage:
In der Theorie zur Berechnung einer Rotorblattgeometrie wird erstmal keine Aussage über die Anzahl getroffen; nur über die benötigte Größe (Blatttiefe, Radius), welche sich in Abhängigkeit des verwendeten Profils bei der gewünschten Nennwindgeschwindigkeit ergibt.

Wichtig dabei ist, dass sich die Aerodynamik mit der Größe eines Rotorblattes verändert. Auftrieb und Widerstand verändern sich mit der Reynoldszahl. Um so kleiner das Rotorblatt, umso größer wird der in der Grenzschicht auftretende Widerstand. D.h. man sollte darauf achten, dass das Blatt so groß wie möglich (passend zur gewünschten Leistung und Betriebsführung) ausgeführt wird. Somit wäre ein Rotor mit nur einem Blatt das Optimum. Dieses würde allerdings ein Gegengewicht benötigen und optisch unrund laufen. Daher benutzt MOWEA einen Rotor mit zwei Blättern.
Unsere Anlaufwindgeschwindigkeit liegt bei 3,5 m/s.


Viele Grüße,

Dr. Till Naumann
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Gepostet: 04.07.2022 - 11:41 Uhr  ·  #30
Zitat geschrieben von Carl

"Das eigene Dach ist windtechnisch ein ungünstiger und unkalkulierbarer Standort. Bei der Montage auf Gebäuden können störende Geräusche und Vibrationen übertragen werden."

Eine korrekte Einschätzung, ganz klar!

Nicht jedes Dach ist von der Ausrichtung zum Wind und der Gebäudestatik für so etwas geeignet, hinzu kommt die Standortfrage: Wie sind dort die Windbedingungen wie die mittlere Windgeschwindigkeit über das Jahr und Windqualität hinsichtlich der in urbaner Umgebung sehr häufig auftretenden und dann die Leistung der meisten Bautypen minderndenTurbulenzen.

Es gibt zwar Turbinen die mit Turbulenzen extrem gut klarkommen, leider sind diese Bautypen grundsätzlich mit sehr viel geringeren Wirkungsgraden behaftet als der übliche Standard..

Ganz allgemein sind Kleinwindanlagen nur sehr selten eine Investition die sich schnell amortisiert schon deshalb weil an 80% der möglichen Standorte in Deutschland mit Schwachwindbedingungen in Bodennähe bis 10 m Höhe gerechnet werden muss.

Höhere Gebäude könnten zwar etwas günstiger diesbezüglich sein, jedoch sind diese meist in einem Umfeld mit anderen Hindernissen angesiedelt die dann eben leider oft störende Turbulenzen verursachen.

Wirklich Sinn macht eine Investition in Windkraft möglicherweise nur bei sehr großen Anlagen, sei es als Teilhaber einer einzelnen Anlage, als Aktionär eines Herstellers oder eines ganzen Windparks!



Hallo Carl,

Deine Einschätzung teile ich; bis auf den Hinweis, dass Investitionen nur in große Windkraftanlagen Sinn machen würden.
Die MOWEA GmbH konzentriert sich genau aus diesen Gründen auf industrielle und gewerbliche Anwendungen mit einem B2B Businessmodell. Geeignete Flachdächer sehen wir in Industriegebieten, produzierendes Gewerbe, Logistikhallen, Lagerhallen und Flughäfen.

Flughäfen stellen ein gutes Beispiel dar:
- Skalierbarer industrieller Anwendungsfall
- Große Flachdächer
- Keine Nutzung von solar PV erlaubt (Gefahr der Blendung beim Start- und Landevorgang)
- Gute Windverhältnisse (kaum Bewuchs, Start- und Landebahn)
- Kein Problem mit Schallimmission
- Kein Problem mit Vögel- oder Fledermäusen
- Flughäfen haben hohe und relativ konstante energetische Ganglinien


Viele Grüße,

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:43 Uhr  ·  #31
Zitat geschrieben von Erdorf

Hallo Manfred,

ich würde nicht investieren.

Die selbe Fläche kann man mit PV ausstatten, senkrecht bei Süd oder Ost/West (dann beidseitige PV).
Das bringt mehr im Jahresdurchschnitt.

Grüße



Hallo Erdorf,

wie Du beschreibst, ist die Energiegewinnung bei solar PV von der Ausrichtung und ggf. der Verschattung abhängig. Im Schnitt generiert ein kWp in Deutschland 1.000kWh. Diese Energiemenge erzeugen unsere Turbinen (zwei je 500W Nennleistung) ab einer mittleren Windgeschwindigkeit im Jahresmittel von ca. 4,5 m/s.
Wind- und Sonnenenergie sind weitestgehend zueinander komplementär und daher eine ideale Kombination als Hybridsystem. Nachts scheint bekannterweise keine Sonne und im Winter weht mehr Wind als im Sommer.
MOWEA konzentriert sich auf Stromeigennutzung. Ein Hybridsystem, welches aus zwei unabhängigen Quellen besteht, erhöht die Sicherheit und die Verfügbarkeit des Systems.


Viele Grüße,

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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:46 Uhr  ·  #32
Zitat geschrieben von Che

Montage wie gezeigt an der Dachkante ist nur geeignet für die Hauptwindrichtung.
Allerdings sind die Nebenrichtungen oft schwach ausgeprägt.
An Sendemasten und Brückenpfeilern sehe ich den Einsatz so kritisch nicht.
Was nachteilig bleibt ist aber die offenbar fehlende Drehbarkeit zum Wind hin. So zumindest mein Eindruck von der Investoren-Offerte. Kann mich aber auch irren.

2-Flügler werden wegen Mangel an Fläche spät anlaufen. Danach aber arbeiten auch die. Dass nur bei Starkwind bzw. Sturm, dem kann ich mich nicht anschließen. Außerdem wird die Strömung an der Hauskante verdichtet. Ein Übriges bringt der Gewinn an Höhe.

Allerdings laufen 2-Blattanlagen sehr schnell, hohe TSR. Da ist mit aerodynamischen Geräuschen zu rechnen.
Allerdings lassen sich bei Bürohochhäusern die Fenster oft nicht öffnen, da über Hauslüftungsanlage klimatisiert.

Körperschall über den Mast zum Dach kann man mit speziellen Einrichtungen leidlich gut unterbrechen.
Macht die Sache aber teurer.

Ein Ausschlusskriterium, dort zu investieren ist aus meiner Sicht, dass sie derzeit wohl nicht mal einen Prototypen vorzuweisen haben. Der vermessen ist, wo die Daten bekannt sind.



Hallo Che,

vielen Dank für Deinen Beitrag!

Praxiserfahrungen haben wir zusammen mit Vodafone und unseren Prototypen 2019 gesammelt. Unsere Technologie wurde erfolgreich validiert Video auf youtube MOWEA Vodafone). Anfang 2021 haben wir eine Nullserie gefertigt, welche im Aufbau und den verwendeten Materialien weitestgehend dem Serienprodukt entspricht. Diese Nullserien-Produkte finden seitdem u.a. Anwendung im Energieforschungspark Lichtenegg (Link), im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Fachhochschule HTWsaar in Saarbrücken im Rahmen der Technical Acceptance.

Brückenpfeiler und Sendemasten sind aus unserer Sicht prädestiniert für die Anwendung unseres Windenergiesystems, da wir an eine existierende Infrastruktur ansetzten, welche in großen Stückzahlen existieren und die benötigte Höhe mit sich bringen. Ein Limit ist hier die Statik, welche zur Anbringung zur Verfügung steht. Hier bietet MOWEA aufgrund des modularen Systems unseren Kunden die benötigte Flexibilität.

Jede Turbine kann sich um 360° drehen und dem Wind nachführen. Daher ist eine Ausrichtung in Hauptwindrichtung nicht zwingend notwendig, aber sicherlich sinnvoll.

Die Reduzierung der Blattanzahl auf nur zwei ist eine Aerodynamische Optimierung hinsichtlich der Effizienz kleiner Rotorblätter. Unsere Anlaufwindgeschwindigkeit beträgt 3,5 m/s.
Der Schalldruck erlaubt, unserem Business Case entsprechend, Anwendungen in industriellen und gewerblichen Gebieten. Körperschall reduzieren wir aktuell durch Dämpfung, bevor dieser in die Architektur gelangt. Sowohl direkt an der Turbine als auch an der Schnittstelle zum Dach.


Viele Grüße,

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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:51 Uhr  ·  #33
Zitat geschrieben von Windvest58

Ich wollte jetzt wirklich nicht das Investment da bewerben, ich dachte das wäre mit meiner kritischen Nachfrage klar?

Da hier ja ein Universitäts-Team unter Leitung eines Dr. Ing. arbeitet hatte ich unterstellt, dass die Leistung wohl korrekt sein wird. Die sollen sich ja in 4 - 6 Jahren amortisieren. Ich ging eigentlich eher davon aus, dass ich irgendwas falsch verstehe.

Etwas skeptisch werde ich jetzt wegen der Kommentare. Mowea schreibt einem anderen Interessenten in der Kampagne "Im Proof of Concept und der seinerzeit vom Germanischen LIoyd zertifizierten Leistungskurve, wurde eine bis zu 10 Prozentpunkte verbesserte Effizienz gegenüber vergleichbaren und zertifizierten Kleinwindanlagen bestätigt. Wichtig ist hier der Aspekt der Zertifizierung (IEC61400).".

Che schreibt, dass kein echter Prototyp mit Daten bekannt wäre. Ich habe da auch tatsächlich jetzt nichts gefunden... Die Anlagen auf den Fotos sehen ja irgendwie auch immer anders aus. Mal mit großer Leitfahne, mal mit kleiner, mal ganz ohne und manchmal in einem Drahtkasten. Da wird ja offensichtlich noch geändert.

Laut der Kampagne brauchen Sie das Geld ja auch um die Formen für Gussteile wie Generator und Rotor überhaupt erst herzustellen. Also gibt es doch noch gar keine Anlage die so wäre wie die Serie - Oder verstehe ich das falsch?

Weiß jemand ob die Anlage dann jetzt überhaupt nach IEC61400 zertifiziert ist - oder stimmt das gar nicht? Unterlagen dazu sind in der Kampagne jedenfalls keine zu finden.


Hallo Windvest58,

ich möchte hier gerne genauer auf die Leistungsvermessung unseres Proof of Concept eingehen:

Im Rahmen meiner Promotion an der TU Berlin war ich Teil einer F&E-Projektes, welches die Idee einer modularen Windenergieanlage experimentell validierte. Insbesondere hinsichtlich der Leistungsentfaltung.
 
[mmgr]

Wir haben damals 24 eigens entwickelte, hoch effizient Mikroturbinen zu einem System zusammengeschaltet und am Kaiser Wilhelm-Koog (Nordsee) auf dem Testgelände des Germanischen Lloydt (heute Gerrad Hassan) zertifiziert (IEC 61400) Leistungsvermessen lassen. Das Ergebnis (bis zu 10%-Punkte höhere Effizienz) motivierte mich, die MOWEA GmbH als Spinn-off der TU Berlin auszugründen.

Unsere Einzelturbine (MOWEA Core) durchlief in den letzten Jahren vom Prototyp, über die Nullserie bis hin zum Serienprodukt einige Änderungen.
Aktuell lassen wir dieses finale Design auf dem Testgelände des Technikums Wien im Energieforschungspark Lichtenegg von einer dritten Partei Leistungsvermessen.


Viele Grüße,

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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:53 Uhr  ·  #34
Zitat geschrieben von Menelaos

In,6 Jahren,armotisiert sich ganz sicher gar nichts. Geh mal eher von 30-40 Jshren aus,,alles andere ist schön gerechnet. Ich kann dir mehr oder weniger aus dem Stehgreif 10 quasi identische Konzepte aus den letzten 15 Jahren nennen. Nie ist daraus was geworden. Für mehr als schöne Bilder taugen solche Konzeptstudien nicht. Richtig lustig wirds dann aber beim Bauamt. Ich würde dringend dazu raten da nicht zu investieren. Die Warscheinlichkeit damit riesige Verluste einzufahren liegt bei wenig unter 100%.



Hallo Menelaos,

hier muss ich widersprechen.
Bei Deiner Angabe von 30-40 Jahren gehst Du wahrscheinlich von typischen privaten Nutzungen aus und einer Einspeisung in das Verbundnetz, also einer Vergütung nach dem EEG aus.
Wir haben erfolgreich die Amortisationszeit zusammen mit Vodafone an einer ersten Pilotinstallation validiert. Der erzeugte Strom wird direkt in das 48V-Netz des Telekommunikationsmastes gespeist und verringert somit die Bezugskosten aus dem Verbundnetz oder aus einem Dieselgenerator. Die Telekommunikationsmasten bringen die benötigte Höhe mit.
Wir konzentrieren uns auf Länder mit hohen industriellen Strompreisen und Länder, in denen es offgrid-Anwendungen gibt. Eine Kilowattstunde aus einem Dieselgenerator kostet mind. 0,6€. Die Angabe von 6 Jahren ist durchaus realistisch!

Viele Grüße,
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 11:54 Uhr  ·  #35
Zitat geschrieben von FamZim

Hallo

Eine Anlage die nur auf dem Papier besteht würde Ich nicht zertifizieren !
Die Position auf der Dachkante würde Ich nicht senkrecht sondern 30° nach vorne geneigt anordnen .
Die Strömung kommt schräg von unten.

Gruß Aloys.


Hallo Aloys,

Unser System existiert nicht nur auf dem Papier!

Die Entwicklung unserer Einzelturbine (MOWEA Core) durchlief in den letzten Jahren vom Prototyp, über die Nullserie bis hin zum Serienprodukt notwendige Iterationen einer Produktentwicklung.

Aktuell lassen wir dieses finale Design auf dem Testgelände des Technikums Wien im Energieforschungspark Lichtenegg von einer dritten Partei Leistungsvermessen.

Danke für den Hinweis der schrägen Anströmung. Das Produkt für den Bereich Real Estate befindet sich im Prototypenstadium. Wir werden dies mit in das Lastenheft aufnehmen.

Viele Grüße,

Dr. Till Naumann
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 12:03 Uhr  ·  #36
Zitat geschrieben von Windbert

Ich tue mir mit dieser Sache auch ganz schwer. So gerne ich endlich mal eine vernünftige Anlage sehen würde. Ich habe zum Beispiel den Prospekt für den Mowea-Generator, die "Core Unit" einmal rausgesucht. Wer diese Daten auf deren Website sucht wird erstaunlicherweise enttäuscht, denn vollständige technische Daten gibt es quasi nicht. Zum Glück haben einige Webseiten den Prospekt von vor der Finanzierung gespeichert und abrufbar. Auf Seite 3 wird das Datenblatt gelistet: https://docplayer.org/18007215…t-aus.html

Also:
Überstrichene Fläche: 1,8 m²
Nennleistung: 500 W
Nennwindgeschwindigkeit: 9 - 10 m/s

Und da bin ich ehrlich gesagt raus. Eine Nennwindgeschwindigkeit musse ein(!) Wert sein, sonst lässt sich das ja nie prüfen. Das ist in meinen Augen völlig unseriös. Wäre doch wie ein Auto mit 200 bis 225 PS - ja was denn nun?

Und nun bewerben die ja offen einen angeblich zertifiziert 10% besseren Wirkungsgrad als alle bisher zertifizierten Anlagen. Da bin ich wirklich skeptisch geworden und habe einfach mal eine einfache Prüfung gemacht:

Windleistung = 0,5 x Rho x Rotorfläche x Windgeschwindigkeit^3

Also:
0,5 x 1,225 kg/m³ x 1,8 m² x 9 m/s^3 = 804,00 Watt
0,5 x 1,225 kg/m³ x 1,8 m² x 10 m/s^3 = 1.102,50 Watt

Der maximale Wirkungsgrad nach Betz sind 16/27 bzw. 59%. Das heisst am Rotor ist maximal folgende Leistung abrufbar:
9 m/s: 804 x 0,59 = 474,36 W
10 m/s: 1102 x 0,59 = 650,18 W

Bei 9 m/s sind 500 Watt Ausgangsleistung also schon rein nach den Gesetzen der Physik unmöglich. Nehme ich trotzdem nochmal hervorragende 85% Wirkungsgrad für den Generator und 95% für den MPPT komme ich auf maximal:
9 m/s: 474,36 x 0,85 x 0,95 = 383,05 W
10 m/s: 650,18 x 0,85 x 0,95 = 525,02 W

Diese Anlage müsste für 500 Watt Leistung bei 9 m/s also sämtliche Limits der Physik sprengen! Selbst für 10 m/s müsste die Anlage die wohl effizienteste der Welt sein. Und ich habe hier offizielle Prospektangaben genommen. Das ist in meinen Augen völlig unseriös und dürfte einer Universitätsausgründung nie passieren.

Vielleicht habe ich ja irgendwas völlig übersehen und tue denen Unrecht, dann bitte gerne korrigieren...

Grüße, Der Windbert


Hallo Windbert,

Die Entwicklung unserer Einzelturbine (MOWEA Core) durchlief in den letzten Jahren vom Prototyp, über die Nullserie bis hin zum Serienprodukt notwendige Iterationen einer Produktentwicklung.

Der von Dir veröffentlichte Prospekt ist veraltet und fehlerhaft; keines der dort angegebenen Produkte verkaufen wir.

Bitte finde anbei das Datenblatt zu unserem Produkt MOWEA Core-Einzelturbine:
 

Auch sind alle Ihre Annahmen zur Leistungsberechnung vollkommen korrekt. Daher eine kurze Übersicht als Stellungnahme zu unserem Produkt MOWEA Core:
 


Viele Grüße,

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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 12:06 Uhr  ·  #37
Zitat geschrieben von Che

Schon richtig der Ansatz.
Der Grenzwert von Betz mit 0,59 wird aber nie erreicht, ist ein thoretischer grenzwert,
weil folgende Verluste noch garnicht eingeflossen sind:
- Profilverluste (Luftreibung)
- Randwirbelverluste an den Blattspitzen (induzierter Widerstand)
- Drallverluste (Rotation des Strahles im Nachlauf, hinter der WEA)

Groß-WEA mögen rein auerodynamisch 0,5 überschreiten und sich der 0,55 annähern.
Bei solchen kleinen würde ich höchstens mit 0,45 rein gehen in die Berechnung.
Dann kommen noch die elektrischen Verluste.
Das sieht in meinem Berechnungsschema dann so aus wie in den Anhängen.

Die 500W würden erst bei 11 m/s erreicht.
Viel wichtiger ist aber der Jahresertrag. Dafür habe ich EXCEL rückwärts rechnen lassen.
Bei 4 m/s Jahresmittelwind kommt es mit 370 kWh fast hin.
Bei 5 m/s sind sie mit ihren Erwartungen sogar drunter geblieben (650 von 744)
Wohl in Würdigung dessen, dass sie bei Montage an der Dachkante auf die Nutzung der Nebenwindrichtungen verzichten.

Nun beruhen meine Berechnungen auf Annahmen, realitätsnahen denk ich, aber eben Annahmen.
Bei der MOWEA aber auch.

Bei Manteltriebwerken gilt der Grenzwert von Betz übrigens nicht. Die haben wesentlich mehr Cp.
Die Umhausungen an der Dachkante aber als Ummantelung durchgehen zu lassen, diesen Gedanken bezeichne ich als zu kühn.

Werde mich weiter mit der Offerte von Mowea beschäftigen, bevor ich zu einem Schluss komme.

PS:
Gerade Eingebung gehabt, wie die auf 500W bei 10 m/s kommen können:
Haben offensichtlich mit Cp_arodyn = 0,59 gerechnet, also Grenzwert von Betz. Das aber geht nicht!
Würde den Lahresertrag auch wesentlich zu hoch ausweisen.

 



Hallo Che,

Die Entwicklung unserer Einzelturbine (MOWEA Core) durchlief in den letzten Jahren vom Prototyp, über die Nullserie bis hin zum Serienprodukt notwendige Iterationen einer Produktentwicklung.

Der von Ihnen veröffentlichte Prospekt ist veraltet und fehlerhaft; keines der dort angegebenen Produkte verkaufen wir. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Bitte finden Sie anbei das aktuelle Datenblatt zu unserem Produkt MOWEA Core-Einzeltubine:
 

Auch sind alle Ihre Annahmen zur Leistungsberechnung vollkommen korrekt. Daher eine kurze Übersicht als Stellungnahme zu unserem Produkt MOWEA Core:
 


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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 12:23 Uhr  ·  #38
Zitat geschrieben von Erdorf

Dein Ernst jetzt Che?

Du machst das Forum dafür verantwortlich das solche 'windigen' Geschäfte nicht funktionieren?
:D :D :D

Selbst wenn wir soviel Macht hätten, setzen sich immer funktionierende Anlagen,
die nachhaltig einen Mehrwert für den Kunden darstellen durch.
Und nur damit lassen sich langfristig funktionierende Geschäftsmodelle etablieren.

Grüße


Hallo,

die Gegenwart zeigt, dass in der Vergangenheit falsche Leistungsversprechen, schlechte Beratung in der Anwendung und mangelhafte Qualität der Produkte den Ruf der Kleinwindkraft nachhaltig geschadet hat.

Dies sieht MOWEA als große Chance!

Konservative Energieertragsprognosen basierend auf Installationshöhe, Topologie, Rauhigkeitslänge vor jeder Installation.
Den nur wo Wind weht, kann dieser geerntet werden:
Installationen an Standorten mit mittlere Jahreswindgeschwindigkeiten ab 4 m/s

Viele Grüße,
Till Naumann
Carl
*!*!*!*!*
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 13:03 Uhr  ·  #39
Darauf springe ich jetzt aber nicht an.

Derartige Wunschvorstellungen kenne ich aus eigenen Erfahrungen früherer Jahre ...

Kein Problem wenn man diese Erfahrungen auf eigene Kosten sammelt, schlimm wenn anderen die Kosten für das Lehrgeld aufzubürden versucht wird.

Kriminell ist so ein Versuch.
Windbert
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 13:53 Uhr  ·  #40
Also entschuldigung - was?!?
Zitat geschrieben von MOWEA GmbH
Der von Ihnen veröffentlichte Prospekt ist veraltet und fehlerhaft; keines der dort angegebenen Produkte verkaufen wir. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Also mal Klartext: Das ist Ihr Prospekt. Für ein Produkt das genau so heißt. Das Ganze ist veröffentlicht vor nichtmal zwei Jahren von der selben Firma die damals wie heute damit um Geld fremder Leute für dieses Produkt wirbt.

Also Che, bei dir muss ich mich wohl entschuldigen. Du hattest recht, man kann wohl wirklich einfach nur den Prospekt ändern.

Aus:
Früher: 500 W bei 9 m/s und 1,50m Durchmesser (1,8 m² Fläche)
sind durch magische Wege jetzt offenbar
NEU: 500 W bei 11 m/s bei 1,80m Durchmesser (2,27 m² Fläche)
geworden.

Danke Herr Dr. Naumann, dass Sie bestätigen dass meine Rechnung korrekt ist. Aber die gleiche "0,5 kW Core-Unit" haben Sie im gleichen Prospekt mit "Forschung und Entwicklung(F&E) an der Technischen Universität Berlin und Dissertation von Herrn Dr. Naumann" im Prospekt beworben. Die Anlage die dort im Prospekt von Ihrer Firma mit Ihrem Namen und Ihrer Promotion beworben wird, ist so physikalisch aber nicht möglich! Und an der krassen Änderung der technischen Daten merkt man, dass genau das auch irgendwann irgendwem aufgefallen ist. Oder wie wäre es sonst zu erklären, dass der Wirkungsgrad von 62% (500 W bei 9 m/s bei 1,8 m²) auf 27% eingebrochen ist (500 W bei 11 m/s bei 2,27 m²)? Wissen dass die Investoren die damals ihr Geld gaben? Wenn so ein Fehler nach Jahren der Forschung nicht bemerkt wird und es in den Prospekt schafft - was stimmt dann sonst?

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Zitat geschrieben von MOWEA GmbH
Praxiserfahrungen haben wir zusammen mit Vodafone und unseren Prototypen 2019 gesammelt. Unsere Technologie wurde erfolgreich validiert Video auf youtube MOWEA Vodafone)
. Die Anlage hat bei Vodafone also 62% Wirkungsgrad validiert? - Denn da stand wohl die Anlage aus dem Prospekt von 2019/20 (1,5m, 62%)?! Das würden wir glaube ich alle gerne sehen. Die Proof-of-Concept Anlage ist wohl noch einige Jahre älter - die hatte also auch schon Wirkungsgrade oberhalb von Betz bestätigt? Das glaube ich nicht.

Auch dass die Strömung an der Flachdachkante von unten kommt sollte doch heute keinen mehr überraschen. Erst recht nicht wenn man seit Jahren an soetwas entwickelt und gerade Investorengelder einsammelt um eine Anlage für genau diese Hausdächer zu vermarkten. Da jetzt aufgrund eines Forenbeitrags während der laufenden Kampagne noch etwas "ins Lastenheft aufzunehmen"... Kopfschüttel.

Ich stimme dir zu Carl, diese Antwort würde mich eher noch wesentlich vorsichtiger werden lassen.

Grüße, Der Windbert
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