Investition bei "mowea"?

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Menelaos
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 16:56 Uhr  ·  #41
"Die Anlage hat bei Vodafone also 62% Wirkungsgrad validiert? - Denn da stand wohl die Anlage aus dem Prospekt von 2019/20 (1,5m, 62%)?! Das würden wir glaube ich alle gerne sehen. Die Proof-of-Concept Anlage ist wohl noch einige Jahre älter - die hatte also auch schon Wirkungsgrade oberhalb von Betz bestätigt? Das glaube ich nicht."

nunja, ich will hier erstmal nichts unterstellen..!
Ggf. wurde anfangs mit noch nicht validierten Wunschdaten gerechnet. Immerhin ist das ganze jetzt technisch/physikalisch plausibel. Heißt aber noch nicht, dass es ein gutes Produkt ist, aber auch nicht, dass die eigentliche Anlage was taugt. Anlauf z.b. finde ich zu spät.

Letztlich muss man sich darüber in klarem sein, dass es sich hier um nichts weiter handelt als in Reihe aufgestellte Windanlagen mit nettem Dach darüber. mir ist aber unklar warum man dafür Millionen eintreiben muss. Es gibt genügend Anlagen in,der Größenordnung die bereits viele Jahre lang beweisen konnten dass sie was taugen. Warum muss alles immer neu erfunden und validiert werden?!
Ansonsten träfe alles hier geschriebene auch auf jede andere Windanlage mit Aufdachmontage zu. Egal obs ne Reihe an Blacks, Superwind, WSD oder sonstwas ist.
Bei WSD in gleucher Größenordnung wüsste man zumindest dass sie was leistet und wieviel.
Ich sehe nicht wo die Neuartigkeit ust, die beworben wird.

vg
Carl
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 04.07.2022 - 21:04 Uhr  ·  #42
Kleinwindanlagen haben sicherlich Anwendungsbereiche in denen sie als optimale Lösung gelten können, das sind aber immer eher Markt Nischen in denen man nicht mit Massenanfertigung die dicke Kohle verdienen wird. Das sieht dann bei den Großanlagen völlig anders aus weil es dort die besseren Voraussetzungen für Amortisatiom von Investitionen gibt.

Ansonsten ist Solarenergie die Lösung die bisher den Hauptanteil an häuslicher Energieversorgung gestellt hat und wahrscheinlich auch weiterhin so. Das kann von der Kleinwindenergie vielleicht noch in begrenztem Umfang ergänzt werden, eine Millionen Euro Marktlücke für Kleinwindanlagen ist uns hier im jahrelangen Informationsaustausch unseres Forums noch nicht begegnet.

Wohl aber kennen wir hier auch einige wirklich gute Entwicklungen die uns gefallen konnten und die dennoch nie das große Geld machten. Eher das Gegenteil!

Es fehlt einfach der größere Markt dafür, mit Marketing läßt sich daran auch nichts weltbewegendes ändern.
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 08.07.2022 - 17:29 Uhr  ·  #43
Was doch eine E-mail von mir bewirken kann: Während meiner Abwesenheit eine regelrechte Flut an Input.
Der konstruktiv sachliche Charakter ist lobenswert.
Bedanke mich auch für die Einschätzung:
"Auch sind alle Ihre Annahmen zur Leistungsberechnung vollkommen korrekt." Aber perfect is nobody!
Ist selten zu lesen gewesen. Eher: Der immer mit seinen Berechnungen...

Ist ansich so gekommen, wie ich vermutet habe.
Kommt die Nennleistung nicht bei 10 m/s dann eben bei 11. Das ist in sinnvollen Grenzen zulässig, wie Bild 21 zeigt in
http://www.geopolos.de/Entwick…c528057652.
Berlin war mit 4,1 m/s Mittelwind angegeben.

Zusätzlich hat Mowea auch noch den D erhöht.
Das sind jetzt sicher praktische Werte, gegen die keiner mehr was haben kann.

Bezüglich Akzeptanz aber, Herr Dr. Naumann, haben Sie dazu Sudien eingeholt?
Vodafone scheint mit im Boot zu sein. Wie sieht es mit anderen aus?
Ich weiß leider vom Inhaber von PGA (Kleinwindanlagen hat er schon nicht mehr im Programm), dass sie von einem Bauern lediglich den Stellplatz für ne Klein-WEA haben wollten.
Der hätte garnichts löhnen müssen, nur den Ertrag teilen.
Und was sagte das Bäuerlein? Nö.

Diese Anlagen sind augenscheinlich auf bestes Preis-Leistungsverhältnis ausgelegt.
Da können sich weitere Kundenkreise auf tun.
Ist nämlich nicht so, dass Pitchverstellung undbedingt sein muss (Superwind).
Auch darf an Funkmasten, auf Hochhäusern bei denen sich die Fenster eh nicht öffnen lassen, überall dort, wo größere Abstände zu Personen vorliegen,
die Geräuschemission etwas höher sein. Daher Zweiblattrotor mit TSR 7,5 aus meiner Sicht akzeptabel.
Auswuchtung aufwändiger als mit einem zusätzlichen Blatt. Geht aber. Das beweisen Flugmodelle und Sportflugzeuge, die nur ne "Latte" als Propeller haben.

@ Menelaos:
Anlauf bei 3,5 m/s erscheint deswegen akzeptabel, da sie weit höher als 10m über Grund betrieben werden sollen.
Verwendung von Black-Windrädern fällt schon mal weg, da sie nicht mehr gebaut werden.
Dass WSD tausende von Windrädern im Jahr liefern kann, ist gewiss illusorisch.
Und den Chinaschrott zu nehmen, bei denen oft nicht mal klar ist, welcher Windgeschwindigkeit sie die Nennspannung zugeordent haben, ist auch keine gute Idee.

Frage aber doch noch an den Dr. Naumann:
Bei Mobilfunk-Sendemasten ist einsichtig, dass es um Eigenverbrauch geht.
Allerdings genügt neben PV da möglicherweise 1 Windrad, evtl. ein paar wenige mehr.

Bei den Arrays von Anlagen, die wie ein Netz aufgespannt werden, was soll mit diesem Strom geschehen?
Hintergrund ist die geringe Einspeisevergütung.
Wie soll bei solcher ne Wirtschaftlichkeit entstehen, die nicht nur die Firma sondern auch noch die Aktionäre befriedigt?
Menelaos
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 09.07.2022 - 22:35 Uhr  ·  #44
Zur Black:
die kann man wieder neu auflegen, wurde mir vor zwei Jahren angeboten, hatte drüber nachgedacht, mich dann aber dagegen entschieden da ich anderweitig zu viel um die Ohren habe. Wer das wollte, könnte das recht schnell wieder aufleben lassen, allerdings wird erst ab großer Stückzahl wieder produziert, man müsste also für mindestens einige hundert Anlagen in Vorkasse gehen. Wer dazu bereit ist, der kann die Wiedervermsrktung wagen. Für Firmen wie hier vorgestellt ware dS ggf. was gewesen ohne selbst entwickeln zu "müssen".
vg
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 10.07.2022 - 16:25 Uhr  ·  #45
Interessant zu hören, das von den Black. Große Stückzahlen kämen Mowea entgegen. Derzeit aber vollkommen abhängig von China werden? Der Trend geht gerade davon weg.

Die Black 300 und 600 waren nur recht gut, nicht perfekt.

Die Black 300 hatte als Sturmsicherung nur Generatorkurzschluss, wohl schon bei 11 m/s.
Hatte den Bernd in einem bekannten anderen Forum dazu schreiben lassen, aus dem Gedächtnis: Immer wenn es ein bischen weht ist, schon wieder Schluss.

Ließe sich durch ne andere Steuerung vermutlich ändern, indem die Drehzahl gedeckelt wird, durch ne spezielle Übertragungskennlinie vom LR, oder durch Brems-Chopper. Nur muss irgendwann der Kurzschluss doch kommen,
sonst läuft die Leistung trotz Drehzahldeckelung hoch. Das aber verträgt der Generator nicht.

Die Generatoren sind (zumindest bei der Black 300 und 600) sog. Eisenlose.
Die schwächeln bei Überströmen und haben Nachteile beim Cp, einfach weil die Flussdichte im Spalt zwischen den Magneten eben nur um 0,7T ist und nicht gegen z.B. 1,2 geht.
Die quasi Freiheit von Rastmomenten käme den 2-Blättrigen von Mowea natürlich entgegen.
Ich schließe aber nicht aus, dass es auch in der Bauart mit Eisen in den Spulen gelingt, quasi ohne magnetisches Rastmoment
zu sein.

Die Black 600 erlaubt nur begrenzt Generatorkurzschluss. Zitat aus der Bed.-Anleitung:
"...darf der black, nicht aus vollerLeistung, in den Kurzschluss gefahren werden. Dies ist maximal bis zu einer Drehzahl von
100 Umdrehungen pro Minute noch zulässig. Bei höheren Drehzahlen, kann der Generator
zerstört werden, daher sollten wenn Bremsschalter gewünscht sind, diese in
Bremswiderstände schalten."

Ist vermutlich deshalb, weil der Generator vom Kaliber gleich dem der Black 300 ist, nur eben länger.
Dadurch würde die Spulenglocke bei zu hohem Kurzschlussmoment abgerissen oder zumindest unzulässig verformt.

Lobenswert bei der Black 600 ist, dass sie zur Abregelung ein Furl-System hat.

Allgemein sind die Blätter, zumindest von der Black 600 die ich habe, in der Exaktheit der Profile so perfekt nicht.
Kann aber sein, dass die bereits in verschlissenen Formen abgespritz wurden.

So geräuscharm wie wohl die Black 300 ist, ist die 600 nicht. Frequenzspektrum nicht unangenehm, aber
in 12m Entfernung möchte ich daneben nicht mit geöffnetem Fenster schlafen.

Letztendlich wären die Black für Mowea wohl zu aufwändig.
Verzichtet der Konzern doch auf Schleifringe (muss daher den Schwenkwinkel wohl auf unter 360° begrenzen),
hat mit TSR 7,5 und damit nur 2 Blättern weniger Aufwand beim Rotor,
wenn es "eine Latte" wird, keinerlei Sorgen mit den Fliehkräften.
PE anstatt PA als Blattmaterial ist auch nochmal preiswerter, jeweils faserverstärkt.
StephanWind
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Gepostet: 13.07.2022 - 14:40 Uhr  ·  #46
Windbert
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 13.07.2022 - 16:05 Uhr  ·  #47
Das ist ja nun sehr dünn, oder?

Einmal googeln und: Die Dinger bei Vodafone waren mit 400 W bei 13 m/s angegeben. Das waren Lee-Läufer mit 1,50 m Durchmesser. Sie sollten an einem Standort mit 3,2 m/s im Jahresmittel einen Ertrag von 800 kWh erzeugen. Also waren das erstens ganz andere Anlagen dort und zweitens bezweifle ich sehr stark, dass diese Ergebnisse erreicht werden konnten. Carl hat die Daten schneller zur Hand, aber in meinen Augen dürfte dieser Ertrag gar nicht erreichbar gewesen sein. ( https://docplayer.org/12390734…afone.html )

Interessant auch, dass, wenn ich mal nachgucke, ein Neuling diesen Beitrag hier im Forum keine Stunde nach der Veröffentlichung bereitstellt. Sieht für mich sehr so aus als hätte sich der Herr Jüttemann da wohl zu einem Werbebeitrag hinreißen lassen... Hoffe nur dass sich da keiner die Finger verbrennt, wenn hier jetzt schon Anlagewerbung für Nachrangdarlehen läuft...

Grüße, Der Windbert
StephanWind
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 13.07.2022 - 16:47 Uhr  ·  #48
Hallo,
damit Herr Jüttemann hier nicht in Misskredit gerät und zur Klarstellung, wollte ich darauf hinweisen, dass ich mit ihm in keinerlei Verbindung stehe.
Mir ging es lediglich darum innerhalb der Diskussion, eine weitere Information zur Verfügung zu stellen, die jeder so bewerten kann, wie er es will.
Wäre es mir um eine Werbung gegangen, was nicht meine Absicht war und ist, hätte ich den Post mit einer Bewertung versehen.

Liebe Grüße
Che
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Re: Investition bei "mowea"?

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Gepostet: 13.07.2022 - 20:50 Uhr  ·  #49
Ja, bei 800kWh 1,5mD und 3,2 m/s Mittelwind sind sie wohl noch bei den alten fälschlichen Berechnungen, für die der Dr. T sich entschuldigt hat. Ein recht ungewöhnlicher Vorgang für ein millionenschweres Unternehmen.

War aber wohl gut, dass hier auch Leute mit lesen, deren Gegen-Berechnungen "voll und ganz" bestätigt wurden.
Das Prospekt mit den falschen Zahlen ist seither nicht mehr im Netz.
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