Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

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Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

 ·  Gepostet: 20.04.2011 - 21:13 Uhr  ·  #20550
Hallo liebes Forum,
die Firma Eight-Wind hat in diesem Forum, so ich die bisherigen Themen überflogen habe, ja nicht unbedingt den besten Ruf. Da ich jmd kenne, der jmd kennt, (usw), der daran beteiligt ist, wollte ich irgendwie mal nachrechnen, ob die Angaben auf der Hestellerseite physikalisch ansatzweise Sinn machen, und wäre dankbar, ob mir jmd helfen könnte festzustellen, ob ich irgendeinen groben Fehler in meinen Gedanken habe.

Als Ausgangspunkt nehme ich die Anlage von 300kW-600kW mit einer Windlastfläche von 70m2
Bei Wikipedia kommt ich auf eine Leistung von
Leistung =Energie / Zeit
und Energie gleich Luftdichte/2 mal Fläche mal Geschwindigkeit hoch drei

Setze ich nun eine Luftdichte von 1,2041 kg/m³ ein usw
lande ich
bei 10 m/s bei 42kW
bei 15 m/s bei 141,8 kW
bei 20 m/s bei 316 kW
bei 25 m/s bei 656,3 kW
bei 30 m/s bei 1,134 MW
Leistung - ohne den Wirkungsgrad einzurechnen.

Laut Herstellerangaben soll aber die Nennleistung bereits bei unter 10m/s erreicht werden. Klingt mir irgendwie alles nicht so plausibel ?!?

Menelaos

Betreff:

Re: Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

 ·  Gepostet: 20.04.2011 - 21:19 Uhr  ·  #20551
Klingt nicht plausibel weil es nicht plausibel ist!!!

Absoluter Bescheißerladen ist das!

frank.e

Betreff:

eightwind

 ·  Gepostet: 31.08.2011 - 18:11 Uhr  ·  #23105
Hallo zusammen!

Vom Hersteller habe ich die Größenangaben der 300 kW Anlage bekommen.

8,5 * 10 m was für mich schon einmal 85 m² macht.
Bei einer 600 kW Anlage wären es sogar 17*10m = 170 m².

Weiterhin geht Deine Rechnung in keiner Weise auf das Bernoulli-Prinzip
ein, wie es auch bei einer Mantelturbine verwendet wird. Aufgrund der
seitlichen Abscherung des Windes wird ja eine wesentlich größere Fläche
beeinflusst und ausgenutzt. Zudem wurde aufgrund des außen liegenden
Flügelprofils der Wind wie bei einem Flugzeugflügel auch an der
Außenseite beschleunigt, so dass der Bernoulli-Effekt noch stärker zum
Tragen kommen sollte. Damit vergrößert sich diese Fläche also nochmals,
was ich jedoch nicht in konkrete Werte fassen kann.

Als Überschlagsrechnung daher einfach mal eine vorsichtige Schätzung das
insg. nur auf beiden Seiten 50 cm dazu kommen.

Damit wären wir bei 9,5 * 10 m = 95 m²

Wären wir bei Deinem sehr vereinfachten Plausibilisierungsansatz schon
einmal bei
10 m/s bei
1,2041 kg/m³ / 2 * 95 m² * 10 m/s Hoch 3 = 57 kW

Gut, das ist jetzt erst einmal die reine Energie, die der Wind auf
dieser Fläche hat.
Allerdings nutzt die Windkraftanlage nicht nur diese eine Fläche,
sondern ein Volumen. Nämlich den kleineren Kanal, in den der
Vertikalläufer hineinragt.
Zudem wird der Wind durch den Tragflächeneffekt, den Doppeldeckereffekt
und den Bernoulli-Effekt in diesem Kanal beschleunigt. Und mit der
Beschleunigung des Windes nimmt die Energie ja in dritter Potenz zu.

Doch der Kasten selbst erzeugt ja keine Energie. Die Energie für diese
Effekte muss ja irgendwo her kommen. Bei einer großen Mantelturbine aus
Neuseeland hatte ich gelesen, dass hinter der Turbine in einem sehr
großen Gebiet der Wind total verwirbelt und somit praktisch seiner
Energie beraubt ist. Genauso wie man nicht direkt hinter einem A380
fliegen sollte.

Ich muss an dieser Stelle also einfach mal feststellen, dass dieser
vereinfachte Ansatz nicht wirklich auf diese Anlage und die genutzten
Effekte anzuwenden ist, da hier das Volumen der Anlage sowie alle
weiteren Aerodynamischen Effekte nicht berücksichtig sind.

Oder anders ausgedrückt, würde man mit deinem Ansatz ein Flugzeug
beweisen wollen, dann können Flugzeuge auch auf gar keinen Fall fliegen.

Bitte um Antwort und wenn es geht etwas mehr als "Bescheißerladen". Thanks.

Menelaos

Betreff:

Re: Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

 ·  Gepostet: 01.09.2011 - 12:10 Uhr  ·  #23109

XXLRay

Betreff:

Re: Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

 ·  Gepostet: 01.09.2011 - 20:43 Uhr  ·  #23115
Mantelturbine funktioniert beim Windrad nicht (wie behauptet), weil der Wind einfach um das Windrad herum abfließt. Bei z.B. Talsperren ist das was anderes, weil das Wasser da keinen andere Weg als durch die Turbine nehmen kann. Andere Windanlagen nutzen auch ein Volumen. Ich wüsste nicht, was das hier für einen Unterschied machen soll. Es gibt einfach weder Formeln noch Messwerte, die die Angaben der Firama bisher bestätigen.

Menelaos

Betreff:

Re: Firma Eight-Wind - Rechenbeispiel und bitte um Hilfe beim Fehlerfinden

 ·  Gepostet: 02.09.2011 - 00:59 Uhr  ·  #23119
dafür aber haufenweise negative Erfahrungen von Kunden und Gerichtsverfahren und Klagen gegen die Firma......aber dennoch bin ich mir sicher dass die 8-WInd perfekt und genauso funktioniert wie es die Hersteller versprechen... ;-)

wind

Betreff:

Eight Wind...

 ·  Gepostet: 14.09.2011 - 15:19 Uhr  ·  #23346
das ist die Firma, bei der ich in früheren Prospekten Wirkungsgrade von 5550% errechnen konnte. Ein Perpetuum Mobile hat 100%. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen :D

Im Übrigen gilt noch immer das Prinzip des Energieselbsterhaltungssatzes. Das kann auch Eight Wind mit den "fliegenden Dixie-Klos" nicht ändern!