Die Energiewende und ihre Schattenseiten

Stargazer

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Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 03.06.2013 - 19:28 Uhr  ·  #35987

dig-it

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 03.06.2013 - 22:02 Uhr  ·  #35995
Leider kann ich das Video nicht öffnen. Aber die Kommentare zeigen mir, um was es geht. Und um das ging es hier schon oft...

Kleine Windanlagen sind, angesichts ihrer eher unberechenbaren Lebensdauer, ihrer in Deutschland in den allermeisten Fällen nicht günstigen Windverhältnisse, ihrer Anschaffungskosten, ihrer akustischen und anderer Belästigungen und, und und... kein wirklich nennenswerter Beitrag zur Energiewende. Sie sind - und auch das wurde hier schon oft gesagt - ein ökologisch angehauchtes Hobby, das einiges an Geld kostet. Das viel Spass macht, solange die Anlage über lange Zeit vernünftig läuft, was aber in der Mehrheit der Fälle leider nicht der Fall ist... Viele der angebotenen Anlagen erwirtschaften wahrscheinlich nicht einmal die Energie, die für ihre Herstellung und die Installation (inklusive Mast/Erdarbeiten) aufgewendet werden musste.

Für mich sind staatliche Subventionen in die Kleinwindbranche eher fragwürdig, Natürlich gibt es einen pädagogischen Effekt, über Erzeugung und Verbrauch von Energie nachzudenken. Aber in meinen Augen wäre es sehr viel sinnvoller, Steuergelder dort zu investieren, wo Kosten/Nutzen in einem sehr viel günstigeren Verhältnis stehen.

Wer sich dennoch, wie ich, eine etwas größere kleine Windanlage in den Garten stellt, sollte das tun. Wenn ich eine Firma wüsste, die es in zehn Jahren mit Sicherheit immer noch gibt, und die etwaige Garantien auch bedient, und danach auch noch den Service garantiert, würde ich es sogar wieder tun. Aber man sollte nicht verlangen, dass andere Stromverbraucher oder der Steuerzahler für mein Hobby bezahlen. Denn eines ist durch wissenschaftliche Studien und inzwischen die Praxis mehr als eindeutig belegt: Die Gestehungkosten einer kW/h mit einer kleinen Windenergie-Anlage liegen rund 10-20 mal über derjenigen, die bei einer Offshore-Windenergieanlage anfallen. Die Kosten für den Transport im Netz schon eingerechnet...

Ich würde mich ja auch freuen, wenn es anders wäre. Aber...

Greetz!

Dieter

...

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 04.06.2013 - 23:08 Uhr  ·  #36019
Moin, auf die Kuhweide, 10 M hoch, an den Wechselrichter noch 1000 Watt Photavoltaik., im Norden dann 600 kWh Wind und 900 Photavoltaik, immer im Wechsel.
Und das ins Hausnetz,oder Hausstromsteuerung wie bei uns.

Etwa 3600.- netto mit einfachem Mast.Vorteile für die Netze

Was kaputt geht sind Lager für 120.- in 5 Jahren..

Bringt bei hohem Verbrauch im Haus dann 1500mal 0,30 Cent..

dig-it

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 05.06.2013 - 21:51 Uhr  ·  #36047
Zitat

Etwa 3600.- netto


Was heißt netto? Plus Mehrwertsteuer, plus Fundament, plus Verkabelung mit entsprechenden Erdarbeiten... ? Und wie lange hält der Wechselrichter. Bei Solar rechnet man mit einem Austausch nach rund 10 Jahren (rund 1000 Euro). Außer den Lagern können bei KWA auch noch andere Teile kaputt gehen. Die wenigsten Anlagen erreichen ihre in Prospekten angepriesenen Laufzeiten. Ich hatte hier im Forum schon mehrfach nachgefragt, wer eine Anlage besitzt, die schon 10 Jahre läuft. Resultat: keine Antwort. Kapitalverzinsung müsste übrigens auch in die Rechnung eingehen... Deine Kuhweide im Norden ist außerdem ein Ausnahmestandort, der für die meisten KWA-Freunde ein unerfüllbarer Traum bleibt. Die von Dir genannten Vorteile für die Netze bestehen in meinen Augen nicht. Denn Du wie ich, wir möchten, wenn weder genug Wind noch Solarstrom zur Verfügung stehen, trotzdem unsere Stromversorgung gesichert haben. Darauf müssen die Stromversorger ihre Netzkapazität ausrichten. Jede weniger durchfließende kW/h verteuert den Preis für den Rest.

Wir betreiben ein Hobby, ein sehr interessantes in vielerlerlei Beziehung. Und wir tragen ein Stück zur Energiewende bei, weil wir sie öffentlich zum Thema machen. Nur was wir an Strom beisteuern, das bewegt sich im Promillebereich. Daran wird sich auch vermutlich nicht sehr viel ändern. Denn Windenergie folgt gewissen physikalischen Regeln. Die leider für die meisten von uns kein - wirtschaftlich - interessantes Resultat zulassen.

Aber unabhängig davon, der Anblick einer sich kraftvoll im Wind drehenden Turbine ist einfach unbezahlbar. Selbst wenn das nicht täglich stattfindet... ;-)

Greetz!

Dieter

helli

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 09.06.2013 - 13:03 Uhr  ·  #36082
Hallo zusammen,


Dieses war ein Bericht im Fernsehen wie viele andere Berichte auch.
Es gibt positive wie negative Erfahrungen es kommt darauf an was man senden will und was der Zuschauer sehen möchte.
Glaubt Ihr das alle Bauern in Deutschland ledig sind nee ganz bestimmt nicht aber glückliche Paare will keiner sehen daher also her mit den ledigen es muss ja Personen geben denen es schlechter geht wie die Mehrheit, das wollen alle sehen.
Genauso ist es mit der Berichterstattung von Regenerativen Energien.
Diese funktionieren und alles ist gut. Klar ist eine Kleinwindkraftanlage nicht so rentabel wie eine 200 m Enercon Anlage aber darum ging es ja auch nicht. Es ging um schwarze Schafe in den Bereichen nur von den guten funktionierenden Anlagen im Kleinwindbereich wurde kein Ton gesagt.
@ dig-it
es geht ja im übrigen auch nicht darum das andere für unser Hobby zahlen, nur eine Gleichberechtigung wäre doch das mindeste was man erwarten könnte.
Das Problem ist nur das unsere Lobby zu klein ist für die da ganz oben.
Zb. das „Fracking „ das ist doch wohl der größte Hohn schlecht hin keiner weis genau was passieren wird die Umweltfolgen sind nicht abzuschätzen und trotzdem soll es kommen.
Klar kann man ja auch mit Geld verdienen.
Dazu kommt noch das es Bundesländer gibt in denen das Fracking scheinbar kein Problem darstellt steht und Kleinwindanlagen nicht genehmigt werden.
Wo leben wir denn ?????
Für mich unbegreiflich.

Helli

...

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 09.06.2013 - 23:08 Uhr  ·  #36091
Moin,

die Dänen machen es uns vor: einfach alles einspeisen was kommt, für die Netzbetreiber gibt es präzise Vorhersagemodelle..

Meine Anlage geht ohne Lagerwechsel in das 7. Jahr. Die Lager kosten 10.- Euro, der Mast auf einem Nebengebäude 150.
Dann von da ein billiges Kabel vom Wechselrichter zur Verteilung.


Wer auf die Kuhweide baut, zahlt für das Kabel 4 mal 25 mm"etwa 4.- Euro..ein Masten ab 250.-
Die DMI werden kaum warm, sind lüfterlos, sehr gut verkapselt: ich kenne 20 Jahre alte Typen.

Unser Konzept eben; Windenergie und Photavoltaiok immer im Wechsel an einen sehr guten Wechselrichter: und das immer gegen den Verbrauch im eigenen Haus einspeisen.

Oder mit der Hausstromanlage den Drehstromzähler detektieren und den Verbrauch auf kleinste Werte einstellen, solange Wind und Sonne Energie liefern.

Das massenhaft installiert wäre ideal für Alle: kaum Kosten für den Netzausbau, nur das ohnehin längst abgeschriebene Netz wird Zug um Zug erneuert.

Es ist so einfach: jeder mit guter Photavoltaik kennt es , in unserem Konzept wird für die windstarken Zeiten einfach die Windenergie mit gewonnen.

Gemessen an den Milliarden für allerlei Zwischen- End und Übergangslager , dazu die Rückbaukosten...kleine Erträge, die aber ein Privathausbedarf decken können..

Bitte, nicht vergessen: grosse Steuervorteile sind im Bereich nicht regenerativer Energiegewinnung wie selbstverständlich abgerechnet und bilanziert worden: Über Jahrzehnte: Sowohl bei den Betreibern der atomaren Kraftwerke als auch den Netzbetreibern..DAS WIRD ERST NOCH TEUER.. bei Gas Kohle, und anderen fossilen Quellen schwappt die Welle des Hochwassers als Folge durch die Landschaft, als erster Anfang, wer bilanziert hier die Kosten ..? meint:

Cerco

farmoso

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 18:09 Uhr  ·  #36343
Hallo Andre.


Wollte mir gerade dein Video anschauen, aber bei mir geht es irgendwie nicht. Glaub ich zumindestens. Vielleicht mache ich auch wieder irgendwas falsch :-) Kannst Du es vielleicht noch einmal neu verlinken bzw hier posten? Es interessiert mich nämlich schon sehr.

Andy601

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 19:45 Uhr  ·  #36345
der Link geht noch

Ich habe auch mal gedacht, das Wind bei mir was bringen würde und Solar bringt nicht viel, aber probieren geht über studieren. So habe ich ein WFD300 und eine 350Wp Solaranlage hin gestellt um mal vergleichen zu können. Das Windrad hat jetzt in einem halben Jahr 23kWh erzeugt, die Solaranlage 49kWh. Das Windrad hat ca. 700€ gekostet, die Solaranlage ca.400€. Als das vor 3 Monaten absehbar war, das Solar die 4fache Rendite bringt, habe ich mir noch eine 1100Wp-Anlage hin gestellt, leider hatte ich da etwas Pech mit dem Wechselrichter aus China, der obwohl 1000W hatte, bei 500W brachte, jetzt hab ich noch mal 2 aus Deutschland gekauft und hab trotzdem schon 180kWh. Wenn das so weiter geht, sind die Solaranlagen in 4-5 Jahren abgezahlt.

doelle4

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 20:05 Uhr  ·  #36346
Das muss aber bei Solar vorher mächtig was schiefgelaufen sein, 350 WP Solar bringt zumindest 250 KW pro Jahr, normal eher 300-350 KW
China Grid Tie Wechselrichter (12,24 Volt) sind hier nicht zu empfehlen da die Verluste viel zu groß sind durch die niedrige Spannung wie auch den viel zu kleinen MPP Spannungsregelbereich.
Denke mit richtigen PV Wechselrichtern die du nun hast läufts nun.
Wichtig ist halt auch die richtige Auswahl der Module,Spannungsbereich des Inverters und max Stringspannung die So am besten am oberen Ende des Mpp Bereichs liegen soll.
Gruß Hans

PS: Die WFD dürfte auch nicht die beste Lage haben..

Andy601

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 20:21 Uhr  ·  #36347
die kleine Solaranlage hat leider nur max 6h Sonne und der Winter war auch sehr lang bei mir und Sommer gab es auch noch keinen ;)

Der China PV WR war einer 22-60V.

Das Windrad hat mit Verwirblungen auf dem Dach zu kämpfen. Ich hab schon einen Mast der 1m höher ist, vielleicht wird es etwas besser. Leider hat das Wetter noch nicht zugelassen, das ich aufs Dach konnte.

Andy601

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 20:26 Uhr  ·  #36348
@farmoso, habs mal auf einen anderen Server geschoben, vielleicht kannst du es da sehen

[ ACHTUNG: LINK gelöscht wegen Urheberrechtsverletzung ! Admin ]

dig-it

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 25.06.2013 - 21:28 Uhr  ·  #36350
Zitat

Das Windrad hat mit Verwirblungen auf dem Dach zu kämpfen. Ich hab schon einen Mast der 1m höher ist, vielleicht wird es etwas besser.


Das hatten wir Dir schon prophezeit. Und der Meter mehr wird daran vermutlich auch nicht sehr viel ändern. Theoretisch könnte er die Leistung sogar noch verringern...

Dieter

doelle4

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 26.06.2013 - 01:25 Uhr  ·  #36351
Der Videoclip [ ACHTUNG: LINK gelöscht wegen Urheberrechtsverletzung ! Admin ] ist gut und sollte von interessierten angesehen werden.
Sämtliche gezeigte Windanlagen (Negativ Beispiele) wurden hier im Forum erötert und freundlich umschrieben als sachlich als nichtplausibel eingestuft.
Wer also eine Anschaffung plant sollte sich hier voher etwas durchs Forum durchlesen.
Gruß Hans

Andy601

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Re: Die Energiewende und ihre Schattenseiten

 ·  Gepostet: 26.06.2013 - 15:57 Uhr  ·  #36358
Ineffektiv gänge ja noch, aber wenn die in 2 Jahren gerade mal 5kWh raus bekommen haben, dann stimmt aber vieles nicht. Dann waren auch die Käufer sehr blauäugig. Ich hab schon, wie schon beschrieben, einen schlechten Standort, aber 5kWh hab ich in einem Monat und das für keine 15t€. Deswegen hält sich mein Mitleid sehr in Grenzen. Ich kauf doch auch kein Auto, wo es nur Prospekte gibt ;)