Darrieus Rotor

Drehzahl; Leistung

Carl

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 24.07.2024 - 07:16 Uhr  ·  #74497
12 W bei 46 V und das mit 100 rpm ist doch schon sehr gut?

Realistisch wahrscheinlich wäre dass Du mit um die 60 RPM rechnen musst - meistens. Was bringt der Generator bei 60rpm und darunter??

ein 24 V Akku muss die Spannung nicht zwingend von 46 V down gesteppt bekommen solange er noch nicht die Lade Entspannung erreicht hat. Erst dann muss er vor Überladung geschützt werden.

Ich mache sowas ohne viel Aufwand einfach nur mit einem Kemo Batteriewächter, der öffnet und schließt einen Stromkreis zu einem Verbraucher der jeden Überschuss verbratet sobald eine einstellbare Akkuspannung erreicht ist. Beim Kemo kann das bis 26 V sein. Darunter schaltet sich der Verbraucher weg und nur der Akku wird weiter geladen bis 13 V wieder erreicht sind.

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 24.07.2024 - 09:29 Uhr  ·  #74499
Bei 70 RPM 15 W an Batterie 26,3V, langsamer konnte ich meinen Akkuschrauber nicht drehen lassen.

Carl

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 25.07.2024 - 07:41 Uhr  ·  #74504
Mit einem guten Savonius Rotor in der Größe Deines geplanten Darrieus könntest Du die 70 RPM auch bei einem Standort mit durch Hindernisse in der Umgebung turbulenter Strömung bei etwa 3,5 bis 4 m Windgeschwindigkeit erreichen während ein Darrieus bei solchen Windgeschwindigkeiten noch in der Anlaufphase sehr empfindlich auf Turbulenzen reagiert (nämlich unzulänglich).

Außerdem ist der Darrieus reaktionsträge in den Phasen an - und abschwellender Windgeschwindigkeiten was auch entscheidend den ansonst bei optimalen Windverhältnissen guten Wirkungsgrad einbrechen lässt.

Deshalb ist die Standortfrage mit seinen Windverhältnissen bei Dir so wichtig. Optimal wären Windgeschwindigkeiten über 5 m/sec und laminar einströmender Wind.

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 25.03.2026 - 21:32 Uhr  ·  #77052
Hallo muss mal diesen Beitrag wieder raus holen, habe ein Problem
Nachdem das ganze jetzt tatsächlich einiger masen gut funktionierte mach mir scheinbar der Generator einen Strich durch die Rechnung.
Bis Montag funktionierte noch alles, Dienstag war eigentlich kein Wind, Rotor drehte nur ganz langsam war auch nur 2er Wind, da fängt der Rotor langsam zu drehen an. Für heute sagte ja der Wetterbericht recht kräftigen Wind ,der auch da war, hätte der Rotor normalerweise 150 bis 200 Rpm machen sollen, aber er drehte sehr langsam vieleich 4 Rpm, Dachte zuerst mein Kurzschluß Schalter zum Stoppen des Systems mach Quatsch, ausgebaut selbe dreht nich hoch, mal einfach die drei Fasen abgeklemmt, dreht auch nicht hoch. Abends lies der Wind nach konnte mal zum Rotor, dachte das er evtl mechanischen Schaden hat ( Lagerung) aber konnte eigenlich nichts feststellen, lief mechanisch frei. Drehte auch leichter als wenn ich ihn kurz schliesen würde (da dreht er richtig schwer)
Drehte fast frei, aber halt nur fast, auf alle Fälle zu schwer als das er beschleunigen würde. Hab dann noch versucht Wiederstandsmessung zu machen konnte aber kein eindeutiges Ergebnis feststellen, die Werte schwankten von 80 bis 0 Ohm obwohl der Rotort Stand, nur gegen die 3 Fasen gemessen, also kein Regler dran.
Kam dann noch auf die Idee die Fasen mit einen Labornetzteil zu bestromen, sind ja auch nur Spulen, 5 V und max 0,9A eingestellt, zuert an einem Aussenläufer RC Modellmotor getestet, bekam 3 einigermasen gleiche A werte. Ok das selbe an dem Generator mal gemacht bei einer Fase gingen die A über die 0,9 eingestellten Wert und Netzteil begrenzte bei 2 Fasen kam ich auf 700mA.
Wie kann es sein das vermutlich 1 Fase beschädigt ist ohne Überlast. Und warum bekomme ich keine eindeutigen Widerstands Werte. Was ich noch nicht gemessen habe gegen Gehäuse ??
Kann mir hier mal jemand einen Tip geben wie ich eindeutig Fehler lokalisieren kann ??

Lg Kalle

FamZim

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 26.03.2026 - 09:38 Uhr  ·  #77053
Hallo Kalle

Mit Netzteil gemessen läst sich über Strom und Spannung direkt am G der genaue Ohmwert jeder Phase berechnen.
Die Phase mit den 0,9 A scheint einen Windungsschluß zu haben, was auch eine geringere Spannung beim messen ergibt.
Kurzschluß ist ja eine Vollbremsung auf der einen Phase.
Das behindert den Anlauf !
Da muß wohl mal die Spulenscheibe genauer untersucht werden !

Gruß Aloys.

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 27.03.2026 - 08:07 Uhr  ·  #77056
Sch.... habe tatsächlich sowas schon befürchtet, An Überlast kann er ja wohl nicht gestorben sein, ist ein 2000W Generator und hat max 80W gesehen und das nicht die letzten 3 Monate.

Lg Kalle

FamZim

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 27.03.2026 - 12:02 Uhr  ·  #77058
Hallo

Alle Phasenspulen haben ja den Anfang in der Mitte der Spule welcher dann nach Aussen gefürt werden muß.
Dadurch ist es dort dann auch dicker.
Wird diese stelle zu sehr gepresst auf ein festes Maß kann die Dradiso beschädigt werden.
Im allgemeinen kann die Iso das aber ab, und der Draht hat dort eine Beule , sind ja auch immer 2 Dräte betroffen.
Das kann ewig halten muß es aber nicht.
Eine einzelne Spule zu ersätzen halte Ich für möglich ist aber aufwändig.

Gruß Aloys.

Che

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 27.03.2026 - 17:44 Uhr  ·  #77059
Über welchen Generator reden wir, feldi? Den hier? Forum/cf3/topic.php?p=74381#real74381
Dann sollte Dir längst klar geworden sein, dass diese Leistungsangabe bei der Drehzahl zum permanenten Internetbetrug gehört.
Der mach vermutlich nicht mal 200W.

Dann hast Du aber wohl noch so einen Stator im Eigenbau Forum/cf3/topic.php?p=69784#real69784 Dabei hast Du Dir wohl so gar keinen Kopp gemacht darüber, dass 1 mm² Drahtquerschnitt höchsten 5A auf Dauer aushält. 1 mm² wäre aber schon mehr als 1,1mm D ! Und was hast Du da? Drähtchen?

Sollte nur ein Pressen die Ursache sein, wie Aloys beschrieben, dann wäre eine Spule wohl gut zu wechseln, da bei Dir nicht vergossen, oder?

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 28.03.2026 - 22:36 Uhr  ·  #77091
Es ist der wohl aus dem Internetbetrug, nicht mein Eigenbau.
Muß jetzt mal besseres Wetter abwarten damit ich das ganze mal abbauen kann. mal schauen wie es dann ausschaut.
lg Kalle

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 28.03.2026 - 22:42 Uhr  ·  #77093
Was mir jetzt im nach hinein noch eingefallen ist, Im Winter als es sehr kalt war ist er mal nicht gelaufen obwohl Wind da war, Mittags als es wieder wärmer war drehte er sich wieder ??? ist vieleicht irgendwie Wasser rein gekommen ????
lg Kalle

Che

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 30.03.2026 - 11:40 Uhr  ·  #77102
Gut möglich, denn es ist davon aus zu gehen, dass die beiden Scheibenhälften an der Trennstelle nicht mit einem Dichtmittel versehen wurden.

Wenn Du sie auseinander rückst beachte bitte dieses:

 

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 30.03.2026 - 21:41 Uhr  ·  #77112
puhh Danke für den Hinweis
Lg Kalle

feldi

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 09:17 Uhr  ·  #77115
Hallo Che kennst du zufällig den Aufbau dieses Generators ?? kann man in das Gehäuse keine Entwässerung einbringen, falls dies die Ursache ist. Kurioser weise ist er gestern um die Mittagszeit ca 1 Std gelaufen und hat auch produziert. Jetzt steht er wieder. ???
lg Kalle

Carl

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 12:35 Uhr  ·  #77118
Hallo Kalle,

Ein ähnlich rätselhaftes Verhalten konnte bei einem Besuch mit Prof.Dr. Friedrich Zastrow in der KD Maschinenbau Firma an dem 5 kw Darrieus Rotor dessen Projekt er dort betreute beobachtet werden:

Ähnlich wie bei Dir gab es zu dem Zeitpunkt nächtliche Temperaturen leicht unter Null die im Lauf des Tages minimal einige Grad über Null höher kletterten wobei das früh morgens bei moderatem Wind noch feststehende Windrad unter ähnlichen Windbedingungen gegen Mittag langsam zum Laufen kam.

Der Temperaturunterschied zwischen Nachts etwa 1° Grad minus und mittags war nicht sehr hoch, es waren mittags nur knapp 4° Grad plus -

so dass die Frage nach der Ursache nicht ohne genauere Prüfung durch gefrorenes Wasser im Generator geklärt werden konnte. hier insbesonders deshalb nicht weil das Generatorgehäuse seines H-Rotors durch das Überlappen der oberen Generatorgehäusehälfte über die untere durch eine Rinnenvertiefung vor eindringendem Regenwasser geschützt war und ist - abgesehen von einer möglicherweise dort vorhandenen Dichtung über die hierzu keine Aussage vorliegt, deren Vorhandensein dennoch angenommen werden kann da es hier um einen sehr professionell gebauten Scheibengenerator geht

Nun ist es zwar nicht abwegig dass vielleicht Wasser in Deinen Generator eingedrungen sein könnte, auch bei mit Dichtung hermetisch versiegelten Nabendynamos von Fahrrädern hat man das schon beobachtet - die Ursache ist dort dann meistens das jemand mit seinem Rad ein Stück weit in einen Teich oder Bach mit kaltem Wasser eingetaucht ist, tief genug um die vorhandene Luft im Dynamo relativ zur Aussenluft so weit abzukühlen die dann mit dem so entstehenden Vakuum Wasser auch durch Dichtungen hindurch in das Gehäuse einsaugen kann.

Eine feuchte tropfenreiche Oberfläche an Deinem Gehäuse könnte zwar genügen um auch hier bei Temperaturunterschieden den Luftdruck innen relativ zur Aussenluft so stark zu verändern das im Dynamo ein Vakuum entstehen kann.

An Deiner Stelle würde ich zunächst den Generator noch nicht ganz öffnen weil damit wohl auch ziemliche Risiken verbunden sind.

Vielleicht genügt schon eine winzige Bohrung an geeigneter Stelle die Du noch herausfinden müsstest und dieselbige man nach einer Prüfung sehr leicht wieder abdichten kann um zu prüfen ob denn wirklich Wasser im Gehäuse vorhanden ist.

Zu dem H-Rotor von Prof. Zastrow in Breitenworbis:

Dort war nicht Wasser die Ursache für das "rätselhafte" Anfahrverhalten sondern der Umstand dass in der sensiblen Anlaufphase in der die Anlaufhemmung (Losbrechpunkt) überwinden werden muss bei den zu dem Zeitpunkt vorherrschenden schwachen Windbedingungen in der Kälte der Nacht das Lagerfett in der Nachtkälte viskoser (zu steif) geworden und zu sehr ausgebremst hat und dann bei Temperaturanstieg tagsüber dieser Kipppunkt mit besserer Gleitfähigkeit (veränderliche Viskosität) durch das Windrad überwunden werden konnte.

Che

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 15:55 Uhr  ·  #77121
@ Feldi:

Innerer Aufbau etwa so:

 


Man sieht hier die obere Magnetscheibe. Die untere hat dort, wo die Achse durch kommt, eine Freimachung im Aluminium.

Wenn Wasser intern, dann wird es sich dort im Ring sammeln, wo der blaue Punkt ist, allerdings natürlich auf der Unterscheibe. Wenn Du da von Unten richtig triffst, könnte es ablaufen. Aber dick genug bohren! Mind. 4mm, und nicht in die magnetische Rückverbindung! (Stahlscheibe, welche sich unter den Magneten befindet)

Übrigens, das Weiße zwischen den Magneten ist Silikonkautschuk. Dürfte also eigentlich kein Wasser bis zum Lager kommen.


Um solche generatoren an der Trennebene dicht zu machen, sollte man vorsorglich mindestens eine Lage sog. selbstvulkanisierendes Isolierband über diese rundum kleben.
Alternativ geht auch ne Raupe aus Silikonkautschuk oder anderen Dichtmitteln. Aber vorher gut entfetten!

Carl

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 16:52 Uhr  ·  #77124
Ich verstehe nicht ganz warum eine Bohrung einen Mindestdurchmesser von 2 mm haben muß. Das wäre zwar nicht falsch - wenn man bedenkt dass man durch eine bedeutend kleinere Bohrung die Nadel einer Kanüle (Spritze) einführen kann und mit dem Kolben dann abpumpen geht es auch mit kleinerem Bohrloch.

Ist zwar eigentlich egal, beides könnte funktionieren, es wird eben so gemacht wie dann Feldi es am sinnvollsten hält.

Auf Wasser - falls überhaupt vorhanden - wirkt vielleicht kein erhöhter Innen Luftdruck der es herauspressen könnte und bei einem verschlossenen Gehäuse kann möglicherweise auch nicht alles Wasser von alleine einfach so herauslaufen, jedenfalls nicht restlos, schon wegen der wohlbekannten Oberflächenspannung auf Wasserflächen, Ansammlungen. Tropfen, etc.

Ich würde dann jedenfalls mit einer Kanüle mein Glück versuchen und auch ein wenig schütteln.

Frank2

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 17:05 Uhr  ·  #77125
Moin Moin
gibt es zufällig ein Foto wo der Generator verbaut ist? würde
mich interessieren wo da der weg des wassers vermutet wird.

Ich denke da an eine Antennenstange auf dem Dach, da läuft
das wasser ja auch dran runter, wäre es so gäbe es da
eine möglichkeit das abzustellen, sofern ein stück Welle frei
wäre.

Deswegen wäre ein Foto ganz gut.

LG.

Che

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 17:16 Uhr  ·  #77126
Der Carl kann ja nicht mal richtig zitieren. D 4mm hatte ich geschrieben. Hängt mit der Oberflächenspannung des Wassers zusammen.

Aber nach heuerlichem Nachdenken würde ich von Bohrungen abraten, zumindest bei verschraubtem Generator.
Beim Durchbruch kommt namlich schon in 1mm Abstand das Spulenpaket. Da ist Anbohren der Wicklungen vorprogrammiert.

Also doch Öffnen und nachsehen!
Oder Alles verschrotten. Ist es doch ein Täuschunsprodukt in jeder Weise.

Carl

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 18:11 Uhr  ·  #77127
Eine angebohrte Spule - das ist ein hohes Risiko.

im Zweifelsfall vorher dies noch prüfen:

ich hatte schon die Ursache des sonderbaren Anlaufsverhaltens vom 5 kw H-Rotor berichtet, zu steif gewordenes Lagerfett bei Nachtkälte was dann tagsüber bei höheren Temperaturen irgendwann gleitfähiger wurde und den Anlauf bei niedrigen Windgeschwindigkeiten dann doch schon ermöglichte.

Für ein Nachprüfen ob es bei Frank2 `s Generator dasselbe ist würde ein kleines Heizgebläse oder Föhn in niedrieger Heizstufe in den frühen noch kalten Morgenstunden vielleicht eine brauchbare Antwort geben können?

Frank2

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Re: Darrieus Rotor

 ·  Gepostet: 31.03.2026 - 18:41 Uhr  ·  #77128
Zitat geschrieben von Carl

Für ein Nachprüfen ob es bei Frank2 `s Generator dasselbe ist würde ein kleines Heizgebläse oder Föhn in niedrieger Heizstufe in den frühen noch kalten Morgenstunden vielleicht eine brauchbare Antwort geben können?


Nein ich hab so etwas nicht, ich wollte sehen wie es bei Kalle verbaut ist, ob
es möglich ist, das Wasser an der Welle herunterläuft und durch die Lager ins
Gehäuse. Dafür hätte ich dann, wenn genug Platz vorhanden eine
Abdichtungs-Möglichkeit.

Ich kenne steifes Lagerfett, aber in der Konstellation fällt es mir schwer daran
zu glauben, bin aber gespannt was dabei herauskommt.
LG.