Hallo Gerhard,
Das mit dem Preisgünstig ist immer so eine Sache die in der Regel auch einen Haken hat und man muss überdenken ob man den in Kauf nimmt oder sogar gerne in Kauf nehmen möchte...
Zuerst einmal solltest du nicht in Nennleistung rechnen sondern dich lieber auf einen Rotordurchmesser festlegen bzw. das ganze eingrenzen. Manche Firmen geben die Nennleistung bei 9 oder 10 m/s an, andere bei 12m/s. In der Praxis liegt zwischen diesen Werten ein Unterschied in der Rotorfläche von gut 100 %, entsprechend auch in etwa der Ertrag bei einer mittleren Windgeschwindigkeit X.
So kann eine 2 KW Anlage 4,5 m Durchmesser oder auch nur 2,5m haben...
Hier solltest du dir mit den Formeln aus dem Grundlagenbereich erstmal grob abstecken was möglich ist und mit deinen Windmessungen vor Ort entscheiden was deiner Meinung nach sinnvoll ist, dann wird sich schonmal einiges aufklären.
Hast du dich dann auf eine Rotorgröße ( und nicht auf irgendwelche Herstellerangaben für Windgechwindigkeiten die ohnehin nur 3 Mal im Jahr auftauchen ) festgelegt, kann man genauer überlegen was Sinn ergibt und welche Abstriche man beriet ist in Kauf zu nehmen.
So kann man dann beispielsweise ein recht teure Antrags / Heywindanlage von Braun bzw. Heyde erwerben oder aber auch ein Chinaprodukt ( und auch da gibts was die Qualität und vor allem auch Funktionalität angeht noch mal gewaltige Unterschiede ) wählen welches etwa 1/4 kostet.
Wählst du ersteres Produkt, erhälst du eine Gesamtlösung bzw. ein durchgeplantes Konzept, hast eine entsprechende Garantie und im Falle eines Problemes einen Ansprechpartner.
Gerade gesehen bei User Stargazer mit seiner Antarisanlage. Es gab ein Problem, die Anlage wollte nicht mehr anlaufen. Der Hersteller kam, untersuchte das Teil, fand ein defektes Bauteil, ersetze es und alles lief wieder- Sorglospaket.
Variante 2 ist beispielsweise ein GUTES Billigprodukt aus dem Land der Frühlingsrollen.
Du musst dann Arbeit investieren, den Rotor nachträglich auswuchten, die Lackierung überarbeiten, einen passenden Wechselrichter finden und ihn auch entsprechend programmieren können. Dazu musst du aber auch wissen was du denn programmieren musst und wie man das alles ausrechnet. Auf Anhieb wird das aber auch nicnt klappen- du wirst nachbessern müssen. Du brauchst eine Überlastschaltung, einen Überspannungsschutz, einen Dumpload. Garnatie aus China kannst du vergessen, fällt dir nach einer Woche die Gondel vom Mast hast du ein Problem...
OK, ich will dir keine Angst machen- aber darauf hinwiesen, dass man eben noch jede Menge Arbeit investieren muss wenn man kräftig sparen will...hat man dazu keine Lust oder es fehlt an entsprechenden Werkzeugen oder dem technischen Verständnis ist das eher nicht der richtige Weg.
Um eine ehrliche 2 KW Anlage ( das sind bei mir dann etwa 3,5m Durchmesser bei Netzeinspeisung, 4 m bei Batterieladung) zum laufen zu bringen, wirst du inkl. Mast, Fundament, Schutzmechanismen, Wechelrichter, Kabelkram und Anlage gute 4000 Euro investieren müssen...und da freden wir jetzt vom Chinaprodukt...
Drunter wird das nichts gescheites.
Mit dem Ginglong Wechselrichter machst du nichts falsch, ist es doch der einzige Wechselrichter neben dem Aeocon ( aber der fängt erst bei 3,5 KW an...) der überhaupt legal einspeisen darf da er die neuen Richtlinien erfüllt...
Da bist du für das kleine 1,5 KW Modell aber auch schon gut 900 Euro los...und so gehts dann eben weiter.
In jedem Fall mach dir das ganze zum Hobby, wenn du erwartest dass sich das ganze in absehbarer Zeit finanziell rechnet, dann kannst du im Prinzip schon wieder aufhören darüber nachzudenken...
Ich habe hier noch 2 Anlagen im Keller liegen, eine 4m und eine 5m Anlage. Das sind ( ordentliche ) Chinateile die auch gut laufen werden. Ich finde nicht die Zeit sie aufzubauen aber ich weiß auch was ich noch an zeit investieren müsste und das ist nicht wenig. Daher gebe ich sie nun ab an Leute mit mehr Freiraum
Wenn du genau weißt was du willst, ist es wesentlich einfacher dir konkrete Vorschläge zu machen und dir Produktempfehlungen zu geben...
Gruß
Max