Leider kann ich das Video nicht öffnen. Aber die Kommentare zeigen mir, um was es geht. Und um das ging es hier schon oft...
Kleine Windanlagen sind, angesichts ihrer eher unberechenbaren Lebensdauer, ihrer in Deutschland in den allermeisten Fällen nicht günstigen Windverhältnisse, ihrer Anschaffungskosten, ihrer akustischen und anderer Belästigungen und, und und... kein wirklich nennenswerter Beitrag zur Energiewende. Sie sind - und auch das wurde hier schon oft gesagt - ein ökologisch angehauchtes Hobby, das einiges an Geld kostet. Das viel Spass macht, solange die Anlage über lange Zeit vernünftig läuft, was aber in der Mehrheit der Fälle leider nicht der Fall ist... Viele der angebotenen Anlagen erwirtschaften wahrscheinlich nicht einmal die Energie, die für ihre Herstellung und die Installation (inklusive Mast/Erdarbeiten) aufgewendet werden musste.
Für mich sind staatliche Subventionen in die Kleinwindbranche eher fragwürdig, Natürlich gibt es einen pädagogischen Effekt, über Erzeugung und Verbrauch von Energie nachzudenken. Aber in meinen Augen wäre es sehr viel sinnvoller, Steuergelder dort zu investieren, wo Kosten/Nutzen in einem sehr viel günstigeren Verhältnis stehen.
Wer sich dennoch, wie ich, eine etwas größere kleine Windanlage in den Garten stellt, sollte das tun. Wenn ich eine Firma wüsste, die es in zehn Jahren mit Sicherheit immer noch gibt, und die etwaige Garantien auch bedient, und danach auch noch den Service garantiert, würde ich es sogar wieder tun. Aber man sollte nicht verlangen, dass andere Stromverbraucher oder der Steuerzahler für mein Hobby bezahlen. Denn eines ist durch wissenschaftliche Studien und inzwischen die Praxis mehr als eindeutig belegt: Die Gestehungkosten einer kW/h mit einer kleinen Windenergie-Anlage liegen rund 10-20 mal über derjenigen, die bei einer Offshore-Windenergieanlage anfallen. Die Kosten für den Transport im Netz schon eingerechnet...
Ich würde mich ja auch freuen, wenn es anders wäre. Aber...
Greetz!
Dieter
Schon der Weg ist ein Ziel...