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Was ist ein "Guter" Generator ?

Wie kann ich Generatoren Vergleichen? Worauf sollte ich achten?

Ralf B

Betreff:

Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 05.03.2014 - 08:26 Uhr  ·  #40094
Moin moin :-)

Im Laufe des letzten Jahres habe ich mich mit den Bau von Generatoren von "null auf jetzt" einiges angeeignet.
In der ganzen Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, was macht eigentlich einen Guten Geni aus, und wie kann man sie miteinander "vergleichen"?

Klar, letztendlich muss der Generator für meine Anwendung passen ( technischen Daten und auch ökonomisch [kosten!])!

Aber wie erkenne ich einen guten/ besseren Geni?

Nach meinen jetziger Wissenstand :

....bei einem Geni sind im Wesentlichen drei Faktoren für die Stromerzeugung ausschlaggebend!

Wicklung : Spulen Wicklungen, Menge an Kupfer im Magnetfeld Innenwiderstand!

Magnete /-feld : Stärke und Schnelligkeit der Änderung

Drehzahl: auch abhängig von Anzahl der Spulen und Magnetfelder!



Die Drehzahl eines Genis kann ich durch entsprechende Übersetzung anpassen . ( Zusatzkosten und Verluste durch Übersetzung natürlich!)
Allein an den Magneten und Spulen, kann ich es auch nicht richtig festmachen.....

Meiner Meinung nach macht ein "guter Geni" aus, wenn er bei niedriger Drehzahl die höchste Leistung ( im Vergleich zu anderen Genis ) bringt.


....und natürlich einen kleinen Innenwiderstand! ( ist wahrscheinlich "zwangsläufig" )

Oder wie sollte man einen Geni sonst "bewerten" können ?

Gruß Ralf

XXLRay

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 05.03.2014 - 18:10 Uhr  ·  #40101

Ralf B

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 05.03.2014 - 18:35 Uhr  ·  #40102
Hallo Ray
....Habe ich drin : "Klar, letztendlich muss der Generator für meine Anwendung passen ( technischen Daten und auch ökonomisch [bcolor=#800080][kosten!])! " ;-)[/bcolor]

Aber wenn sonst nix anzumerken ist...?.grins (,,,,,,,hab ich anscheinend doch was gelernt!) :-))

Gruß Ralf

Erdorf

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 05.03.2014 - 21:32 Uhr  ·  #40106
Hallo Ralf,

vielen Dank erst mal für die Bilder des neuen 'Genis'.

Zitat geschrieben von Ralf B

Meiner Meinung nach macht ein "guter Geni" aus,
wenn er bei niedriger Drehzahl die höchste Leistung ( im Vergleich zu anderen Genis ) bringt.


Hmm,
das ist sehr unpräzise ausgedrückt bzw. unvollständig und eigentlich falsch.

Ein Generator 'bringt' keine Leistung, er wandelt Leistung:
mechanische Leistung in nach elektrische Leistung.
Wobei er auch Gleichzeit, ohne Umschaltung (Stern/Dreieck, Phasen parallel in Reihe)
als einstufiges Getriebe mit festem Übersetzungsverhältnis angesehen werden kann.

Mechanisch ist die Leistung: Drehzahl * Drehmonent.
Elektrisch ist die Leistung: Spannung mal Strom.

Die Spannung ist proportional zur Drehzahl, der Strom proportional zum Drehmoment.

Bleibt die mechanische Leistung konstant (Das Produkt aus Drehzahl UND Drehmoment):
müsstest du den Punkt maximaler elektrischer Leistung ermitteln z.B.
indem du variable einen elektrischen Widerstand veränderst und jeweils Strom und Spannung misst.
Damit könntest du dann den Wirkungsgrad des Generators bestimmen.

Ich schätze du kann weder für eine konstante mechanische Leistung sorgen,
noch hast du hinreichend genau verschiedene, leistungsstarke Lastwiderstände
Wer hat das schon? Wer kann das schon?

Es ist nämlich so:
Wenn du einfach mit einer Bohrmaschine antreibst und
dann deinen Generator elektrisch stärker belastest (geringere Widerstand),
steigt die mechanische Leistung der Bohrmaschine!
Auch steigt die elektrisch aufgenommene Leistung der Bohrmaschine!

Vielleicht ist dass ein Hinweis für dich, eventuell kannst du die ein elektrisches
Leistungsmessgerät besorgen und so, für einigermaßen konstante mechanisch zugeführte Leistung sorgen.
Das ist zwar absolut gesehen nicht dasselbe aber zum eigenen Vergleichen kann das ausreichen.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig.

Und ja, es gibt viel Interesse an deiner Arbeit.

Grüße Frank

doelle4

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 05.03.2014 - 21:41 Uhr  ·  #40107
Naja ich würds einfacher sehen, der der mehr Watt bringt bei selber Drehzahl und weniger Rastmoment hat wie ein anderer der ist der bessere...
Natürlich bei selber Antriebsenergiemenge und selben Lastwiderstand.
Leichtgängikeit ist halt auch ein Faktor, den ein riesiger Servomotor an einem Repellerchen passt auch nicht.
Der Generator muss zum Repeller passt und umgekehrt.
Jede Repellerbauart und Größe hat eigene Ansprüche.

Ich würde es so sagen: Den besten Generator der für alle WKA gleich gut ist gibt es nicht, also bringt es nichts den fix bestimmen zu wollen.

Gruß Hans

Erdorf

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.03.2014 - 14:29 Uhr  ·  #40110
Hallo Hans,

Zitat
Naja ich würds einfacher sehen, der der mehr Watt bringt bei selber Drehzahl und weniger Rastmoment hat wie ein anderer der ist der bessere...
Natürlich bei selber Antriebsenergiemenge und selben Lastwiderstand.


Kann schon sein, dass das bei recht baugleichen Generatoren ausreicht.
Wenn man den Lastwiderstand nicht verändert und somit nicht manuell den PMax sucht (manuelles MPPT Verfahren),
kann man daneben liegen mit den Aussagen.
Besser wird solch ein Vergleich dann, wenn Ri des Generators gleich bleibt (auch unter Leistung und Temperatureinfluss).

Das wäre dann noch nicht zu verachtendes Kriterium: Wie gut leitet der Generator die Verlustwärme ab.
Das wiederum macht dann u.a. auch die maximale Leistung aus, die der Generator übertragen kann.

Grüße

Ralf B

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.03.2014 - 19:42 Uhr  ·  #40111
Hallo Erdorf

Das wäre dann noch nicht zu verachtendes Kriterium: Wie gut leitet der Generator die Verlustwärme ab.
Das wiederum macht dann u.a. auch die maximale Leistung aus, die der Generator übertragen kann.


Die Wärme, die dort im Geni entsteht hängt doch sehr vom Innenwiderstand und der Belastung des Genis ab...oder?
sprich ist der Innenwiderstand sehr klein ( oder kleiner als bei anderen Genis ..) entsteht doch wesentlich weniger Wärme in den Spulen bei gleicher Leistung, als bei einem mit höheren Innnenwiderstand ....?!?
Und nach den Energieerhaltungssatz , liefert der Geni mit kleinen Innenwiderstand auch mehr Leistung in Form von Strom......und hat somit auch den besseren Wirkungsgrad... ( wenn ich mich nicht nicht irre!) ;-)

Gruß Ralf

Erdorf

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.03.2014 - 20:14 Uhr  ·  #40113
Hallo Ralf,

Zitat geschrieben von Ralf B

Die Wärme, die dort im Geni entsteht hängt doch sehr vom Innenwiderstand und der Belastung des Genis ab...oder?
sprich ist der Innenwiderstand sehr klein ( oder kleiner als bei anderen Genis ..) entsteht doch wesentlich weniger Wärme in den Spulen bei gleicher Leistung, als bei einem mit höheren Innnenwiderstand ....?!?


Korrekt und zwar komplett :D

Das wäre dann die Wärme die entsteht. So wenig Wärme entstehen lassen, wie möglich.
Im nächsten Schritt muss die dann entstandene Wärme möglichst gut und flott abgeführt werden.
Hier geht es um Wärmeleitung (Kupfer ist nahezu ein idealer Wärmeleiter) und Austausch
mit der Umgebungsluft. Das kann gerade beim Windgenerator auch durch den Wind passieren.
Oft verwendet man auch Lüfter ähnliche Konstrukte mit auf dem Rotor.
Nachteil dann wieder, Außenluft ist auch immer feucht.
Alles nicht so einfach ...

Zitat
Und nach den Energieerhaltungssatz , liefert der Geni mit kleinen Innenwiderstand auch mehr Leistung in Form von Strom......und hat somit auch den besseren Wirkungsgrad... ( wenn ich mich nicht nicht irre!)


Ja, wobei, nen mich penible, aber der Generator wandelt dann mehr der zur Verfügung stehenden mechanischen Leistung
in elektrische Leistung :P und hat dann den besseren Wirkungsgrad.

Nur, kann ein Generator 'besser' sein mit schlechterem Wirkungsgrad wenn er dafür besser die Wärme abführt.
Dann ist die maximale Leistung die der Generator wandeln kann höher :fgrin:
Alles nicht so einfach ...

Grüße

doelle4

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.03.2014 - 20:41 Uhr  ·  #40114
Stimme dem vorigen voll zu aber er muss zum Repeller und dessen Eigenheiten passen sonst ist er nicht der richtige.
Gruß Hans

Erdorf

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.03.2014 - 22:04 Uhr  ·  #40115
Hallo Hans,

ja, das ist ja einer der Hauptvorteile, wenn man den Generator selber baut.
Wirkungsgrad ist eben nicht alles.

Wenn der Generator nicht zur Drehzahl und zum Drehmoment des Repellers passt,
nützt dann auch ein besserer Wirkungsgrad nicht.
Auch wenn der Generator nicht zum Lastwiederstand passt, das selbe Problem,
ist insbesondere ohne MPP Verfahren wie einfach Batterieladung wichtig.

Vermutlich sind noch zu weiteren Eigenschaften des Repellers wichtig
Hier kann ich aber nichts mehr dazu beitragen.

Grüße

Ralf B

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 08.03.2014 - 18:31 Uhr  ·  #40126
Hallo Frank
Ich habe mir das Alles noch mal durch den Kopf gehen lassen...
Ein Generator der viel mechanische Leistung in "viel " elektrische Leistung + WÄRME umsetzt ( und dann gut gekühlt werden muss!), ist meiner Meinung nach kein guter Geni.! "Wärme" ist immer ein ist für mich immer ein Indiz von "Verlust" ( Energie die auch elektrisch umgewandelt werden könnte im " Idealfall"!)

Klar müssen Drehzahl und Leistung/ Belastung aufeinander abgestimmt werden!
aber die Leistungskurven von einem Repeller und Geni "passen " nicht zusammen ( die eine ist eine Gerade, die andere eine Kurve...!)

Ein Geni der gekühlt werden muss ist für mich immer ein Geni mit zu "wenig" Leistung ( zu klein!) in den Drehzahlbereich!

Du hast Recht, wenn ich aus einem Geni ein Maximum an Leistung herausholen will. muß ich ihn anfangen zu kühlen, dann geht noch was ... ;-)

Aber worum es bei der "Energiegewinnung ( falsches Wort !) geht, ist doch möglichst viel der Primär Energie (Mechanische an der Welle ) "umzuwandeln" in Strom!
Ergo muss ich dann doch der Geni mit dm hoheren Wirkungsgrad den vorran geben! hoherer Wirkungsgrad, bei gleicher primärer mechanischer Leistung ---> mehr Leistung ( in Strom!) und weniger Wärme, .....

Nur wie müsste so ein Geni "aussehen" der über ein großen Drehzahlbereich/ Leistungsbereich "immer" einen "guten" Wirkungsgrad hat?

Doch nur ein Geni mit "viel " Leistung und niedrigen Innenwiderstand ( niedriger innenwiderstand = weniger Wärme = hoherer Wirkungsgrad ....!)
Viel Leistung kriegt er durch ein starkes Magnetfeld und entsprechend viele Spulen... ( schon bei niedrigeren Drehzahlen !?)

Unser Ziel ist unter anderen ein "steuerbaren Geni" zu bauen , dessen Leistungskurve auch eine Kurve ähnlich des Repellers ist...

Theoretisch müsste es einfach umzusetzen sein....( aber davon später...!)

Gruß Ralf

doelle4

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 08.03.2014 - 22:54 Uhr  ·  #40131
Klar kannst du einen Geni bauen der keine Kühlung braucht einfach alles x fach überdimensionieren sodass er das 10 fache kostet und dafür 5 % -10% mehr Ertrag bringt.
Ist ja alles ein Kompromiss wo aus guten Grund abgewogen wird.
Gruß Hans

Ralf B

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 09.03.2014 - 08:35 Uhr  ·  #40132
Hallo Hans

Es ist schon klar, das es eine sinnvolle "Grenze " gibt, wo dass Ganze ins Gegenteil kippt ( 80 / 20 ..oder 90/ 10 Regel !). Aber das ist denke ich mal allgemein logisch und überall der Fall! Zu Anfang habe ich das schon kurz angeschnitten. s.o. ;-)
Aber kleine Verbesserungen wie zum Beispiel bessere Ausnutzung der Ausgangsmittel ( Magneten und Spulen .....z. B ) müssen nicht immer zwangsläufig einen sooo großen Kostenanstieg verursachen, eventuell das Gegenteil ( wenn man zum Beispiel teure Magneten einsparen kann, was wir ja schon versuchen!?! oder Kupfer besser nutzen..etc!)
Manchmal ist auch der Einsatz eines Getriebes kostengünstiger....oder einfach nur den Repeller ein wenig großer machen, um die gleiche Leistung zu generieren.
Der Kostenpunkt spielt letztendlich IMMER eine Rolle ( außer für ein paar Menschen, die zu viel Geld haben ...natürlich nicht!) da hast Du vollkommen Recht!

Gruß Ralf

Erdorf

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 09.03.2014 - 16:01 Uhr  ·  #40135
Hallo Ralf,

Zitat geschrieben von Ralf B

Viel Leistung kriegt er durch ein starkes Magnetfeld und entsprechend viele Spulen... ( schon bei niedrigeren Drehzahlen !?)


Nein, durch ein starkes Magnetfeld steigt der Wirkungsgrad, weil weniger Kupfer (Innenwiederstand) eingesetzt werden muss.
Durch viele Spulen (in Reihe) steigt die Spannung und Innenwiderstand bei gleicher Drehzahl, Wirkungsgrad erhöht sich.
Durch viele Spulen (parallel) sinkt nur der Innenwiederstand bei gleicher Drehzahl, Wirkungsgrad erhöht sich.

Die "Leistung des Generators" meint jedenfalls was ganz anders.
Hier geht es um Belastbarkeit: Temperaturen, Wärmeleitung und das Abführen der Wärme.
Das ist eine wesentliche Eigenschaft des Generators, mindestens genauso wesentlich wie der Wirkungsgrad wenn nicht wichtiger.
Auch wichtig: maximale Drehzahl, das hängt u.A. von den Lagern/der Lagerung ab und von Unwuchten/Auswuchten des Rotors.
Betriebszeit, Haltbarkeit, ist auch noch wichtig.

Wie Dolle schon sagt das Ganze ist immer ein Kompromiss, mindestens wenn man Aufwand und Kosten berücksichtig.
Aber auch Technisch 'widersprechen' sich bestimmte Anforderungen und es sind Kompromisse zu finden.

Deswegen ist die Ursprungsfrage eigentlich gar nicht zu beantworten, bzw. es kommt immer auf den Anwendungsfall
und die Vorgaben an, die zu definieren wären.

Letztendlich definierst du alles und hast alles in der Hand.
Ein guter Generator ist somit ein Generator der deine Anforderungen erfüllt.
Ein guter Generator ist ein Generator der 'die gestellten Anforderungen' erfüllt.

Viele Grüße

Ralf B

Betreff:

Was ist ein guter, oder vielleicht besserer Generator? ! ;-)

 ·  Gepostet: 05.01.2017 - 02:34 Uhr  ·  #49988
... Ein guter oder auch besserer Generator , (Um es mal auf den Punkt zu bringen !)

einfach und platt ausgedrückt:
Derjenige, der die Mechanische "(Eingangs)-leistung " (an Welle von Rotor ! Drehzahl UND Drehmoment ) in mehr ( "mehr" im Sinne ,als der andere Geni aber niemals "mehr" als 100 % der Eingangansleistung !!) Elektrische Leistung ( Volt UND Ampere !) umsetzt / wandelt.

Ein gutes / akzeptables oder besseres Verhältnis hat, von dem was man "reinsteckt " und den was man "rauskriegt" !

Eigentlich logisch und sehr einfach! ;-)

Aber wenn das so einfach und logisch wäre, warum kommen dann immer wieder die Fragen : Welcher Generator....? ....ist dieser Generator geeignet ? ..ich habe hier einen Generator gefunden, kann ich den nehmen ?
....oder auch: "Ich bin der weltbeste Generatorbauer" meiner ist der BESTE... , alle Anderen sind dumm und haben ja keine Ahnung! ( ja , das ist O - Ton es gibt wirklich solche Dummschwätzer, traurig aber wahr :-( )

Weil wirklich viele nicht das Wissen/ Ahnung haben .
Ja warum auch ? Nicht jeder muß Geni- Experte sein, damit sich die Erde weiterdreht...! :-)

Mein persönlicher Eindruck ist : es gibt nicht viele, die wirklich darüber Bescheid wissen, um was es geht. ( Ich zähle mich auch noch nicht dazu!)

Nur wenn ich mich jetzt für einen Generator von zwei Generatoren entscheiden müßte würde ich die beiden Generatoren im vorraussichtlichen "Betriebsbereich"
( Drehzahlbereich und Drehmohmentsbereich ) miteinander vergleichen!

Sprich : bei gleicher Drehzahl und gleichen Drehmoment schauen/vergleichen, was an Strom/ Leistung rauskommt.( Das gilt für Generatoren mit und auch ohne Übersetzung!!)

Ansonsten kann man mit nur einem Generator eine Messreihe innerhalb des "Einsatzbereichs" machen und mit verschiedenen Drehzahl und Belastungen versuchen den Wirkungsgrad zu ermitteln ,um dann zu entscheiden ob er akzeptabel ist. ( auch Kosten nutzen Rechnung ...!)

Innenwiderstand ... Nenndrehzahl , Leistung eventuell Kurzschlußstrom ....etc sind erste Hinweise , mit denen "Experten" schon eine erste Einschätzung, ob gut oder eher nicht gut für den Rotor, geben können.

Soweit mein "momentaner Erkenntnisstand"..... ;-)

Gruß Ralf

XXLRay

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 06.01.2017 - 16:51 Uhr  ·  #49996

Wickler

Betreff:

Was ist ein guter Generator ?

 ·  Gepostet: 10.07.2017 - 13:51 Uhr  ·  #50697
Ein Hallo ins Forum.Bin neu hier und kann mich,wegen fehlender elektrotechnischer Ausbildung nur als interessierter Laie bezeichnen.Ich könnte mir vorstellen,bei Vielen hier ein Schmunzeln hervorzurufen,wenn ein Bastler meint,ohne Berechnung eine Wicklung mit Polrad zu bauen,oder Magnete aufzulöten,ohne sie zu zerstören. Es gibt da aber Tüftler in Deutschland,die sich solchen Aufgaben stellen.Sie sitzen irgendwo in ihrem Kämmerchen,nehmen Geld in die Hand,zeichnen Stator-bleche,lassen sie lasern,bewickeln Stator-Blöcke,vermessen und nehmen sie wieder auseinander.Immer wieder Statorblech ändern,ein,zwei Bleche mehr einbauen,zwei oder drei Cu-Drahtwindungen mehr oder weniger wickeln.Aufwickeln.abwickeln,bis die erforderlichen Repeller und Windwechselrichterdaten erreicht sind. Das Gleiche passiert mit dem Polrad.Nicht nur eine Magnet-stärke und eine Magnet-dicke.Kleinste Unterschiede können sooo überraschen.Ist dann so eine Ausarbeitung auf einen Prüfstand gebaut,die Temperatur ohne Kühlung nach mehrstündiger Laufzeit mit Nennleistung nicht dreistellig,so ist das für mich Laien auch ohne Berechnung ziemlich OK.Wissen,teuer erkauft,für einmaligen Gebrauch sicher zu schade,aber vielleicht kommt mal ein Zeitpunkt,wo jedes selbst erzeugte Watt mit Gold aufgewogen wird.

vsync

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 19.08.2017 - 12:16 Uhr  ·  #50957
Was sind die Charackteristika für einen Generator? Mir fällt folgendes ein:
1. Kennlinie Drehzahl gegen Spannung (sollte proportional sein mit einer bestimmten Steigung, die von den Spulenwicklungen abhängt)
2. Kennlinie Drehzahl gegen Ladestrom an einem 12V Akku: Die Kurve ist erstmal flach und bei 0, bis die Spannung die 12V erreicht und dann steigt der Strom linear an. Geht dann aber irgendwann in Sättigung.
3. Kennlinie Drehmoment gegen Drehzahl bei angeschlossener 12V Akkuladung. Dies ist sicher am schwersten zu messen.

Kriterien fur einen brauchbaren Generator waeren dann:
bei 1. Ein frühes erreichen der Systemspannung (12V) bei möglichst niedrigen Drehzahlen.
bei 2. Ein möglichst steiles Ansteigen des Stroms bei erreichen der 12V (kleiner Innenwiderstand) und erst spaet Sättigung (wenige Ummagnetisierungsverluste im Eisen).
bei 3. Möglichst kleiner Wert bei Spannungn kleiner 12V (Reibungsverluste, Rastmoment) und ein zum Rotor und WInd passender Wert, bei U>12V

Ralf B

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 20.08.2017 - 21:15 Uhr  ·  #50982
Du vergisst das Haltemoment beim Eisengeni! Ich hab schon ein paar "Windbremse" gesehen .... ;-)

FamZim

Betreff:

Re: Was ist ein "Guter" Generator ?

 ·  Gepostet: 21.08.2017 - 17:17 Uhr  ·  #51000
Hallo

Zu 1
Die Spannung bei Permanenterregung ist immer Linear, zb doppelte Drehzahl = doppelte Spannung.
Die Sättigung ist bei Stillstand am höchsten.
Bei Limas ist das anders, die sind Restmagnetismuß-Erregt, und die Spannung steigt erst wenn durch diese der Eregerstrom generiert werden kann.
Dann aber geht es quadratisch hoch bis die Regelung eingreift.
Die Sättigung ist bei erreichen der Abregelspannung am höchsten, nimmt aber dann wieder ab.
Der höhere Strom wirt durch die höhere Drehzahl erreicht und nicht durch ein stärkeres Feld.
Zu 2
Die Spannung steigt (Permanenterregung) linear mit der Drehzahl.
Ab da fließt dann Laststrom, und der baut ein Gegenmagnetfeld zu den Permanentmagneten auf.
Das Magnetfeld wirt schwächer.
Steigerung von Spannung und Ladestrom nur mit Drehzahlerhöhung.
Max Strom ist der Kurzschlußstrom, der das Feld so schwächt oder umleitet das nur noch eine Spannung generiert wirt, die diesen Kurzschlußstrom aufrecht hällt.
Von Sättigung ist da nicht mehr viel übrig.
Zu 3
Eine Kennlinie vom Drehmoment ist sehr schwierig, da vor erreichen der Startspannung schon Drehmoment gefordert wirt.
Das Moment für den Laststrom, der haubtsächlich das Drehmoment bestimmt, kommt dann noch dazu!
Das geht soweit bis zur max Belastung des Generators, das ist bei Eisengenis etwa 50 % der Drehzahlmässigen Lehrlaufspannung.
Danach sinkt die Spannung und nur der Stom steigt noch, aber nicht so viel wie die Spannung sinkt.
Darum ist das auch die max Leistung.
Bei weitere Stromerhöhung, mit sinkender Spannung, kippt auch das nötige Drehmoment dafür wieder ab.
Es fließt dann ein höherer Strom als gedacht.
Das ist dann wie bei einem Trafo mit niedrigerer Sekundärspannung.
Das wirt verursacht durch eine Feldschwächung und verschiebung des Magnetfeldes zur Seite zu den anderen unbelasteten Spulen.
Das ist schwierig zu erklären, hab Ich aber mehrfach selber gemessen, mit zusätzlichen Messspulen im Generator.

Zu den Kriterien
Zu 1
Alles richtig.
Zu 2
Steiles ansteigen des Stromes und niedriger Innenwiederstand ist richtig.
Die Sättigung- und Ummagnetisierverluste sind am Anfang des Ladestroms am grösten, und steigen nur bei Drehzahlerhöhung weiter.
Zu 3
Möglichst wenig Rastmoment und Reibungsverluste sind IMMER anzustreben, egal für welche Spannung der G gebaut ist.
Vor geschaltete Getriebe, zur erreichung der Spannung, erhöhen die Momente natürlich auch im Übersetzungsverhältniß.

Gruß Aloys.