3° Abweichung ist nicht viel und genügt um die schwerer gelegene Seite des Windrades zum dann tiefer gelegenen Schwerpunkt relativ zur oberen Azimuthebene auszulenken.
Sobald der Winddruck auf die Fahne - dieser Druck entsteht erst nach der Auslenkung durch die Schwerkraft und nimmt proportional mit dem sich steigernden Grad der Auslenkung zu - größer ist als die Zugkraft der überhängenden Windradseite wird der Rotor wieder in den Wind zurückwandern was er für die optimale Anströmung der aeronamischen Profile so auch braucht.
Falsche Anströmung der Blätter bedeutet Wirkungsgrad Verlust. Dafür genügen geringe Abweichungen.
Weil dann eben, sobald das Windrad wieder treu (oder je nach den unterschiedlichen durch die Windgeschwindigkeit, Fahnenfläche, Länge derselben und das Maße des Übergewichtes bedingte Parameter nur annähernd treu) im Wind steht kurzzeitig kein regelnder Winddruck zur Rückführung mehr anliegt.
Die Fahne ist in der optimalen Stellung zur Windrichtung kaum noch Winddruck ausgesetzt weshalb dann die Schwerkraft wieder stärker zum Tragen kommt und das Windrad erneut auszulenken versucht.
Es bei zunehmender Windgeschwindigkeit die spürbar über das was wir unter Schwachwind verstehen hinausgeht nehmen die Stellkräfte der Fahne durch entsprechenden Winddruck so zu dass die periodischen Auslenkungen weniger stark oder nicht mehr ins Gewicht fallen.
Unsere Standorte sind in der Regel Schwachwindstandorte, zu 80% der Orte wo man in Deutschland Kleinwindräder aufstellt ist das so.
Folglich bewirkt bei Schwachwind in dieser Stellung das Übergewicht der falsch tarierten schwereren Seite des Windrades mehr als die nicht mehr unter Winddruck stehende Windfahne und zieht durch sein Gewicht erneut das Windrad wieder zurück zum tiefst gelegenen Punkt.
Die Kräfte wirken nicht simultan gleichmäßig weshalb die jeweils stärker einwirkende Kraft - sei es der jeweils stärker oder schwächer einwirkende Winddruck oder die Schwerkraft in dynamischer Wechselwirkung die jeweilige Stellung bestimmt.
Für die Stellung des Mastes ist nicht der zufällige Winddruck von willkürlich genannten 1,5 m/s relevant sondern die Stellung die sich aus der längeren Einwirkung der unterschiedlichen Winddrücke - auch bei höheren Windgeschwindigkeiten aus dem Dehnungsverhalten der Stage und anderer Umstände ergeben können.
Man kennt im Übrigen den treffenden Begriff der Materialermüdung hierzu.
Es ist - wie Du sagst - schon richtig dass bei "wirklich Wind" die Stellkräfte der Fahne durch Winddruck eine derart überwiegende Qualität erreichen können dass die Schwerkraft im Kräfteverhältnis zum Winddruck den Kürzeren ziehen kann und das Windrad relativ ruhig im Wind halten kann.- eben nur dann und nicht bei Schwachwind - Verhältnissen.
Ob jemand genug die Geduld aufbringen möchte meine Beiträge sorgfältig zu lesen ist nicht meine Angelegenheit. Wer es nicht tut bekommt genau das mit was er möchte und wird von mir deshalb nicht persönlich belangt. Es ist seine Sache.