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Wie wichtig ist es wirklich, dass eine Klein-WEA über das Azimuth-Lager austariert ist?

Che

Betreff:

Wie wichtig ist es wirklich, dass eine Klein-WEA über das Azimuth-Lager austariert ist?

 ·  Gepostet: Gestern um 15:51 Uhr  ·  #77035
Da vom User Carl die Notwenigkeit immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird bin ich der Sache rechnerisch nachgegangen.

Im Anhang der Rechengang mit EXCEL.
Er basiert auf dem Schrägpendel. Einem Pendel, dessen Drehachse nicht waagerecht liegt, sondern schräg im Raum.
Bei 90° würde es den Dienst versagen. Wenn Alpha, die Mastabweichung von der Senkrechten, 90° erreicht, dann haben wir wieder die Werte des Normalpendels.

Als Beispiel dient ein Windrad der Black-600 Klasse mit 1,6m D und damit etwa 2m² Wirkfläche.
Nach Crome Annahme der Windfahne mit 10% Rotorfläche, also 0,2m².
Angenommenene Länge bis zum Schwerpunkt der Baugruppe Windfahne 1m.
Weitere Annahmen: Mehrmasse (oder auch Mindermasse) in diesem Schwerpunkt: 1 kG. Schrägstellung Mast 1°.

Hier die Ergebnisse:

 


Es brauchte also lediglich 11,1 Gramm auf die Windfahne, um sie bei diesen Vorgaben wieder in den Wind zu drehen.
Dazu genügen 0,86 m/s.
Selbst bei 3 Kg Massenunterschied am Schwerpunkt der Windfahne oder bei 3° Mastabweichung von der Senkrechten wäre es lediglich 1,49 m/s. Immer noch akzeptabel, wenn das Windrad erst bei 2 m/s anläuft, was mehr als genügt.

Fazit: Alles nicht so wild.

Zudem gibt es keinerlei "Hängen der Windfahne bei Windstille" mehr, wenn der Mast exakt senkrecht steht.
Das ist bei abgespannten Masten einfach zu erreichen. Ansonsten hilft eine Hilfsabspannung, hier zu sehen mit rotem Pfeil,

 
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Dateiname / Dateigröße: WEA Austarieren.xlsx (20.87 KB)
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