Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

heyens

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Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 01.01.2014 - 16:35 Uhr  ·  #38962
Hallo,

ich bräuchte einige Ratschläge, wie man am einfachsten eine Batteriebank 48V 420 Ah, welche normalerweiße von einer 7,7kwP PV-Anlage geladen wird, in den schlechten Sonnenmonaten mit einem oder evtl. mehrern kleinen Windrädern (ca. 100-400Watt) unterstützen kann. Die Anlage hängt am Netz, der Batteriewechselrichter ist ein Sunny Island 6.0H zur Eigenverbrauchsunterstützung. Die Erträge durch den Wind werden nicht riesig sein, da die Gegebenheiten nicht so toll sind, aber einiges müßte gehen, zumal im Sommer genügend Sonnenenergie da ist. Welcher Aufwand von der elektrischen Seite her ist der Minimalaufwand, um ein sicheres Funktionieren zu gewährleisten? Zu viel Strom werden ein oder mehrere Windräder sicher nicht produzieren, da immer ein Grundbedarf von ca. 300-800Watt vorherrscht, und außerdem die Batterie ca. 6-8kwh puffern kann.

Ich würde mich auf einige Ratschläge freuen.


M.f.G.

heyens

doelle4

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 01.01.2014 - 18:44 Uhr  ·  #38963
Ich würde eine WKA installieren die etwa 2,5-3 Meter Durchmesser hat statt mehreren kleinen, sonst macht sich die WKA im abzudeckenden Energietrag kaum bemerkbar.
Gruß Hans

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 01.01.2014 - 18:50 Uhr  ·  #38964
Hallo,

vielen Dank

wie müßte man die elektrische Seite bauen? Wie groß wäre in etwa ein entsprechendes Savonius-Windkraftwerk?

M.f.G.

XXLRay

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 02.01.2014 - 08:05 Uhr  ·  #38970

wieso

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 02.01.2014 - 09:04 Uhr  ·  #38971
Hallo , ich nehme an , das die PV via Netzwechselrichter durch den Sunny Island und dessen internes Ladeteil geladen wird , und somit wohl das interne Ladeteil des Sunny Island ausgelastet ist ....
Sonst haette ich Dir zu einer AC Kopplung geraten ,also Windturbine via Netzwechselrichter ins Haus einspeisen , so wird die Zusatz Windanlage wohl eher ueber Laderegler laufen muessen (auch wegen der Abrechnung und Zaehlerstruktur der Netzeinspeiseanlage )???

Wenn jedoch die Windverhaeltnisse bei Dir nicht sonderlich gut sind
Zitat
da die Gegebenheiten nicht so toll sind
, dann wuerde ich wahrscheinlich keinen Pfennig in Windkraft investieren und eher noch eiun paar PV Module an die Batterie haengen via Laderegler

Gruss

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 02.01.2014 - 17:44 Uhr  ·  #38978
Hallo,

zusätzliche PV-Module machen nur dann Energie, wenn ich über die PV-Anlage schon Strom bekomme. Mir geht es um die übrige Zeit. Herbst, Winter, nachts, schlechtes Wetter.
Ist es eigentlich möglich , mit einem 48Volt-Generator über einen Gleichrichter und Laderichter direkt in die 48V-Batteriebank zu laden? Wie schon erwähnt wird die Windkraft nie zu hoch sein. Die Batterie ist groß genug, Bedarf ist immer da. Wenn wirklich im Sommer mal die Sonne scheint und es windig genug ist zur Stromerzeugung, kann ich noch manuell eingreifen..

M.f.G.

Gleichstrom

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 02.01.2014 - 18:39 Uhr  ·  #38980
Hallo,
das kannst du genau so machen, wenn du die Anlage im Auge behälst. Dann auch ohne Laderegler. Du solltest allerdings für den Fall des Energie-Überschusses genug Verbraucher parat haben.
Gruß

wieso

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 02.01.2014 - 21:03 Uhr  ·  #38982
.... ich bin mir recht sicher dass der Sunny island auch via Aux Relais im "Notfall" (wenn batterie zu voll ) noch Ersatzlasten anschalten kann

doelle4

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 00:11 Uhr  ·  #38984
Ob er das kann oder nicht erscheint mir ziemlich zur Zeit egal, die paar Ampere versickern problemlos in den Akkus.
Solange nicht festeht wie groß de WKA wird erübrigt sich das. Ich nehme mal an das er unter 5m2 meint und kleiner.
Gruß Hans

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 09:42 Uhr  ·  #38988
Hallo,

ich nehme mal an, dass der direkte Weg vom Generator in die Batterie vom Wirkungsgrad her der Beste ist. Kann denn auf einen Laderegler verzichtet werden? Wie gesagt der Strom kann immer abgenommen werden, aber verändert sich nicht die Spannung bei bestimmten Ladezuständen der Batterien, sprich je voller die Batterien desto höher die Spannung?

wieso

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 09:50 Uhr  ·  #38989
Natuerlich ,hasst Recht Hans , wenn die Turbine sowieso nicht ueber die Float -Watt-Grenze der Batterie kommt , ists mit dem Laderegeln eher wurscht ....

Trozdem , noch ein kleiner Einwurf .... , da die BatterieSpannung durch die bestehende PV Anlage ,zumindest tagsueber , auf einer hohen Volt ist , braucht die Windturbine deshalb mehr Wind um ueber diese Voltgrenze zu klettern , zumindest ist dies meine Erfahrung .....

Deshalb , waere eine AC Kopplung via Netzwechselrichter , oder ein MPPT Laderegler hier wohl besser ...

Gruss

.....Oh , da heyens schneller

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 13:02 Uhr  ·  #38990
Hallo,

in den Wintermonaten sieht es so aus, das bei guter Sonneneinstrahlung die Batterie gegen 13.00 Uhr mehr oder weniger geladen ist und die Spannung bei ca. 58 Volt liegt. Ca. gegen 20.00 Uhr ist die Batterie wieder bei 50% Ladung. Die 50% sind wegen der Haltbarkeit der Batterien so am Sunny Island eingestellt, wobei ich wahrscheinlich noch auf 70 % Restladung hoch gehen werde. Die Spannung fällt entsprechend wieder ab auf ca. glaube ich 50 Volt. Wenn jetzt ein 48 Volt-Generator direkt in die Batterie lädt, würde sich dann eine brauchbare Spannung je nach Windaufkommen und Batterieentladung irgendwo treffen? Mit welcher Spannung kann denn ein 48-Volt-Generator direkt laden, nur mit 48V?

wieso

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d

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 15:28 Uhr  ·  #38991
Darf man fragen wass es fuer eine Batterie, ists Hoppecke oder Bae ?nehm ich an...und wie alt und warum so klein ...? Kapazitaet C100?
Wenn die Pv es schaft sie auch inder nicht so sonnigen
Zeit die Batterie zu laden,jedoch Ihr damit nicht durch die Nacht kommt, dann wuerde ich meinen ist die Anlage falsch geplant....eventuell Batterie verdoppeln oder wirklich tiefer entladen .....
Und spaeter durch eine groessere ersetzen mit aehnlichen Kosten nur groesser
Gruss

Oh.... da hat sich was ueberschnitten grade , wiedermal

Erdorf

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 15:56 Uhr  ·  #38992
Hallo zusammen,

Ich sehe das genau so wie Lars.

Wenn im Winter gegen 13:00, 58 Volt erreicht werden, dann ist der Akku voll und zwar schon um 13:00.
Hier werden, geschätzt, 4 Stunden PV Ladung verschenkt.

Grob sollte der Akku mindestens 3 mal so viel Kapazität haben wie man durchschnittlich täglich verbraucht.
So kommt man dann fast immer unter 30 % Entladung aus, in seltenen Fällen (schlechtes Wetter) dann 50%.

Wenn du den Akku noch mehr schonen möchtest bietet sich Elektrolyt Umwälzung an.
Das System ist simple: Mit einer einfachen Pumpe (ähnlich Aquarium bedarf) wird in die Akkus - Staub gefilterte -
Luft am Boden der Akkus gepumpt. Hierdurch wird das Elektrolyt (Die Säure) umgewälzt.
Im echten Zyklen Betrieb (Gabelstabler, wo dann sofort wieder, mit speziellen Ladegeräten aufgeladen werden muss)
sind so bis zu 80 % Entladung möglich.
Bei der Haus Versorgung erhöht das Verfahren die Stromaufnahme, Stromabgabe, Effizient und die Lebensdauer.
Zusätzlich kann man die maximale Akkuspannung senken auf Werte um die 56 V,
lädt dann immer noch voll und nochmal schonender.

Zitat
Wenn jetzt ein 48 Volt-Generator direkt in die Batterie lädt, würde sich dann eine brauchbare Spannung je nach Windaufkommen und Batterieentladung irgendwo treffen? Mit welcher Spannung kann denn ein 48-Volt-Generator direkt laden, nur mit 48V?


Ein 48 V Wind Generator liefert die 48 V bei Nenndrehzahl.
Ist die Akku Spannung höher fließt kein Strom in den Akku und der Wind Generator wird nicht belastet, dreht schneller und erzeugt mehr Spannung.
Ist die Akku Spannung kleiner fließt Strom in den Akku und der Wind Generator wird belastet, dreht langsamer und erzeugt weniger Spannung.

Ist genug Wind da stellt sich so ein Gleichgewicht zwischen der Spannung im Wind Generator und dem Akku ein,
wobei praktisch der Akku die Spannung vorgibt und seine Spannung nur sehr langsam ändert (Ist ja der Sinn des Akkus).

Wobei ich auch meine das in deinem Fall AC Kopplung über Einspeisewechselrichter in dein Inselnetz die besser Wahl ist.
Diese Variante hat Lars seit mehreren Jahren erfolgreich laufen.
Der Einspeisewechselrichter betreibt das Windrad im MPP und holt deutlich mehr Leistung heraus als eine einfache DC Kopplung ohne MPPT zum Akku.
DC Kopplung zum Akku mit MPPT ist deutlich teurer, wenn ich nicht irre.

Gruß Frank

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 17:17 Uhr  ·  #38997
Hallo,

vielen Dank erst mal für die rege Beteiligung.

Die Batteriebank besteht aus 8 BAE Blei-Gel-Blöcken zu je 6V 420A (C100). Daraus ergeben sich ca. 20kwh. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 12 Kwh, wobei aber Schwankungen von 8- 20 kwh/ Tag möglich sind. Eine Batterie, die den dreifachen Tagesbedarf abdeckt, braucht aber auch einer bestimmten Menge an Energie zum Frischhalten, besonders an sonnenarmen Tagen. Die Anlage ist übrigens Netzgekoppelt und keine Inselanlage. Der Sunny Island 6.0H ist für die Eigenbedarfserhöhung bestimmt.

Ein Problem hatte ich noch vergessen. Die Batterien sind neu und haben erst ca. 9 Voll-Zyklen hinter sich. Kann es sein, das die Batterien ihre volle Kapazität noch gar nicht voll ausschöpfen sondern erst ein paar Zyklen durchlebt haben müssen? Bei SMA auf dem Portal kann man immer sehen, wieviel kwh in die Batterien geflossen sind. Nach 5 kwh ist die Batterie bei 93%. Von da her ist z.Z. bei der Kapazität noch der Wurm drin.

Ich glaube schon, das die Batteriegröße ausreichend ist, wenn auch mal annähernd 10 kwh - Wirkungsgrad für Be- und Entladen genutzt werden können.

Nochmal zur 48V-Gleichstromvariante. Wenn dies so technisch möglich ist, ist der Aufwand geringer und der Wirkungsgrad besser als AC-gekoppelt?

wieso

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 17:46 Uhr  ·  #39000
Hallo , bei C10 (10 Stunden ) wird Deine Batterie etwa 15 kwh Kappa haben , also ca 7.5 kwh bei 50 %DOD

Das passt auch recht gut mit Deiner Aussage zusammen ...

Zitat
Nach 5 kwh ist die Batterie bei 93%. Von da her ist z.Z. bei der Kapazität noch der Wurm drin.


Bleibatterien sind sehr inefficient wenn es um die komplette Volladung geht .... besser gesagt grottenschlecht ist der Wirkungsgrad beim Laden um die letzten 10-20 % in die Batterie zu fuellen ....., bei halb leerer Batterie ists eher recht gut ....

Ich wuerde , unabhaennig von der Windturbinen Idee , sowieso mehr PV Module direkt via Laderegler (oder Diode) an die Batterie haengen , damit diese letzte Volladung nicht mit dem Strom , den du via Netzeinspeiseanlage verguetet bekommst , vergeutet wird ....

Weiterhin , sollte man Realist bleiben , wenn es um den Ertrag einer Windkraftanlage geht , dass ist schon sehr Standortabhaennig ......

Ich verstehe den Ansatz recht gut , auch in den Sonnen armen Stunden die Batterie auf "Trapp" zu halten (delhalb ists bei mir Sonne, Wind und Wasserkraft)

Nur , wie gesagt , muss der Standort passen fuer eine Windkraftanlage ....

Ist deine PV eher gegen Osten ausgerichtet ?

Gruss Lars

Erdorf

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 19:22 Uhr  ·  #39004
Hallo heyens,

Zitat
Eine Batterie, die den dreifachen Tagesbedarf abdeckt, braucht aber auch einer bestimmten Menge an Energie zum Frischhalten, besonders an sonnenarmen Tagen.


Du hast mich falsch verstanden:
Eine Batterie, die einen Tagesbedarf vollständig abdecken soll, wird mit einer Nennkapazität von
mindestens dem dreifachen durchschnittlichen Tagesbedarf dimensioniert.

Die Selbstentladung eines Akkus hängt von seinem Alter und dem Füllgrad ab, nicht von der Art der Ladung (nicht von der Sonne ...).
Klar hat ein größerer Akku auch eine größere Selbstentladung, diese liegt bei wenigen % pro Monat und pro Tag im Promille Bereich.
Kurz: Die Selbstentladung eines intakten Akkus ist zu vernachlässigen.

Zitat
Die Anlage ist übrigens Netzgekoppelt und keine Inselanlage. Der Sunny Island 6.0H ist für die Eigenbedarfserhöhung bestimmt.

Dafür reicht die Kapazität der Akkus ist halt die Frage wie viel Eigenverbrauch du so bekommst.
Ich würde mal schätzen du liegt bei 40 %, wie hoch ist denn dein Eigenverbrauch jetzt?
Ich finde Bleiakkus sind nicht besonders gut geeignet für eine Eigenbedarfserhöhung.
Bei der Eigenbedarfserhöhung will ich ja möglichst viel selbst verbrauchen, also einen leeren Akku erreichen.
Das widerspricht der Physik der Bleiakkus die am liebsten zu 100% voll sind.

Bei der Insellösung ist das anders, da will ich möglichst immer 100% volle Akkus (Reserve) haben,
was der Physik von blei Akkus entspricht.
Bitte berichte weiter, mich interessiert es wie sich so ein Blei Gel Akku in dieser Anwendung schlägt.
Normalerweise darf beim Blei Gel Akku die Spannung nicht über 55,2 V gehen, ist der Sunny Island korrekt eingestellt?

Zitat
Ein Problem hatte ich noch vergessen. Die Batterien sind neu und haben erst ca. 9 Voll-Zyklen hinter sich. Kann es sein, das die Batterien ihre volle Kapazität noch gar nicht voll ausschöpfen sondern erst ein paar Zyklen durchlebt haben müssen?

Nein, ist der Sunny Island korrekt für Blei Gel Akkus eingestellt?

Zitat
Ich glaube schon, das die Batteriegröße ausreichend ist, wenn auch mal annähernd 10 kwh - Wirkungsgrad für Be- und Entladen genutzt werden können.

Das kommt darauf an, wo man hin will, wie viel % Eigenbedarfsnutzung hast du denn jetzt ungefähr?
Jedenfalls je näher man an 100% will, desto teurer wird die Sache, zumindest in der reinen Insel.
Mit Netz kann man viel über die PV erreichen und den Überschuss im Sommer dann ans Netz verkaufen.

Zitat
Nochmal zur 48V-Gleichstromvariante. Wenn dies so technisch möglich ist, ist der Aufwand geringer und der Wirkungsgrad besser als AC-gekoppelt?

Bei AC Kopplung ist der Wirkungsgrad besser weil immer MPP verwendet wird.
Bei DC Kopplung kann man mit wenig Aufwand (quasi nur Gleichrichter) arbeiten aber der Wirkungsgrad ist dann deutlich (z.B. 30 % schlechter).

Bei AC Kopplung wird ein eventueller Überschuss (erst mal) nicht in den Akku geladen,
außer der Sunny Island biete eine einfache Möglichkeit sein internes Ladegerät dann zu triggern.
Soweit ich weiß muss das möglich sein, passiert eventuell sogar automatisch beim 'Sunny Island'.

DC Kopplung hätte den Vorteil bei Überschuss den Akku zu laden.
Weil dann aber deine Akkus leiden wenn die Akkus mal voll sind (viel Sonne, viel Wind),
reicht der einfache Gleichrichter nicht und es muss doch ein Laderegler her,
der den Windgenerator dann bremst, kontrolliert und den Akku schont.

Gruß Frank

heyens

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 21:13 Uhr  ·  #39009
Hallo,

gute Idee mit den zusätzlichen Modulen, leider ist die nutzbare Fläche vom Dach her beschränkt und die Vergütung für die Netzeinspeisung ist eh bescheiden, ca. 14,8 Cent/ kwh.

Das die Erträge mit Windkraft nicht sehr toll sein werden, befürchte ich auch aber Versuch macht klug. Die PV-Anlage ist -30 Grad, also wirklich etwas nach Osten.

Den Eigenverbrauch oder den Autarkiegrad mit Batterie kann ich noch nicht bestimmen, die Zeit ist noch zu kurz. Die PV-Anlage ging aber schon eher in Betrieb, und von den ersten 1000 kwh wurden nur 400 eingespeist, der Rest selber verbraucht. Das ist schon glaube ich recht gut, aber bei überwiegend schlechtem Wetter ist das auch einfacher als bei strahlendem Sonnenschein. Wieviel dazugekauft werden mußte, kann ich nicht sagen.

Der Sunny Island ist zumindest auf die richtige Art der Batterien eingestellt.

Die Vorteile und Nachteile von DC oder AC habe ich verstanden. Kann man pauschal sagen welche Bauteile man für DC oder AC benötigt oder vielleicht auch Bauteile von Herstellern benennen ( evtl. auch Aussagen über die Qualität)?

M.f.G.

Erdorf

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 03.01.2014 - 23:49 Uhr  ·  #39015
Hallo Heyens,

Zitat
Den Eigenverbrauch oder den Autarkiegrad mit Batterie kann ich noch nicht bestimmen


Danke für das für mich neue Wort 'Autarkiegrad'.
Bei den von mir genannten 40% meine ich nämlich den 'Autarkiegrad'.
Also das Verhältnis des selbst produzierten und verbrauchten Stromes zum gesamten Strom Verbrauch.
Deswegen mein Hinweis mit eventuell zusätzlicher PV und oder Akku erhöhen.

Ich bin mir nun unsicher worauf du nun genau hinaus willst.
Wenn du den 'Eigenverbrauchsanteil' erhöhen willst,
also mehr des selbst produzierten Stromes auch selber verbrauchen willst,
dann macht ein größerer Akku Sinn.

Wenn du den 'Autarkiegrad' erhöhen möchtest macht auch ein größerer Akku Sinn.
Oder mehr PV oder Wind (wenn die Verhältnisse stimmen).
Mehr PV oder Wind verringert dann gleichzeitig den 'Eigenverbrauchsanteil',
weil es noch öfter Situationen gibt wo ins Netz eingespeist wird.

AC Kopplung (Überschuss wird ins Netz verkauft):
Windrad -> Netzinverter -> Hausnetz (230 V)
[url=z.B. http://www.prevent-germany.com/de/ginlong-2:9wuaDYZD]Netzinverter[/url] 1.5 KW der die Deutschen Nomen erfüllt.

DC Kopplung (Überschuss wird in Akku geladen oder Windrad abgebremst):
Windrad -> Ladegerät -> Akku -> Sunny Island -> Hausnetz (230 V)
Ladegerät: üblicherweise ohne MPP finde ich auf die Schnelle gar nicht für 48 V DC.
[url=http://www.prevent-germany.com/de/laderegler-windgeneratoren-black-300600-mit-displayanzeige-vwg-2008#.Usc7Jvv4wVk]900W bei 24V DC[/url]
Mit MPP (dann fast gleichwertig in der Effizienz zur AC Kopplung)
wird oft dann das verwendet: http://www.midnitesolar.com (midnite classic + zusatz Box mit (Gleichrichter, Bremse, Dumpload)

Gruß Frank

wieso

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Re: Kleinwindkraftanlage zur Batterieunterstützung 48V

 ·  Gepostet: 04.01.2014 - 04:15 Uhr  ·  #39017
Zitat
Die Vorteile und Nachteile von DC oder AC habe ich verstanden. Kann man pauschal sagen welche Bauteile man für DC oder AC benötigt oder vielleicht auch Bauteile von Herstellern benennen ( evtl. auch Aussagen über die Qualität)?


Hallo , erstens muesste man wissen , wie die Windverhaeltnisse und der Aufstellungsort der Turbine sind
(tut mir leid wenn ich mich wiederhole , aber wenn dies nicht passt ist die Windkraftanlage .....rausgeschmissenes Geld , dann lieber 1-2 kw PV gen Sued-Westen in den Garten , oder Fassade , Carport , Hundehuette,Holzlege .... wenns geht)

Passt dies mit dem Standort mit Wind , dann waere neben dem tollen MPPT Lade-Regler von Frank (midnite ) auch noch Schams- Solar zu erwaehnen http://www.schams-solar.de/windmppt.html (gute Addresse auch mal zum telefonieren )

Ich hab ein wenig nachgedacht und denke in Deiner Situation (was ne gute ist <_< ) ist wohl eine Batterie Ladung der einfache und richtige Weg (denn eventuell wird die AC Kopplung zu kompliziert wegen Zaehler und Abrechnung , etc )

Hier mal eine Veranschaulichung des Sunny Island Eigenverbrauchs Idee mit "Saldierendem Zaehler " (kennst Du wahrscheinlich)

http://www.sma.de/produkte/bat…d-60h.html

Ich verstehe dies so , das der Sunny Island sowohl eine Phase bedient,wie aber auch einspeist zum saldierenden Zaehler der dann die anderen Phasen im Haus bedient ...
Also je laenger und mehr deine Batterie auf einem gewissen Ladezustand ist umso laenger verdraengt der Sunny Island auf allen 3 Phasen Netzbezug .....und je mehr "Fremdladung" direkt an der Batterie vorherscht umso mehr kwh kriegst Du via Einspeiseverguetung der "offiziellen" PV verguetet ......

Gruss

Ach nochwas ... ich wuerde wirklich die Batterieeinstellung bis auf 70-80% Entladung einstellen , es gibt sich nicht viel ....
Natuerlich haelt sie dann nicht so lange , aber hat mehr kwh Speicher in kuerzerer Zeit bereitgestellt .... und es gibt sehr viel guenstigere Batterien mit aehnlich guten Werten