Leben mit der Energiewende

 
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Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 08.12.2012 - 16:28 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

hier einmal ein Link zu einem YouTube Kanal von Herrn Farenski.

Der Film wird wohl sogar in den Kinos gezeigt. Ist aber Open Source.

Da wird endlich einmal die Wahrheit erzählt. Aber seht selbst...

Leben mit der Energiewende

Viele Grüße

André
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 08.12.2012 - 18:31 Uhr  ·  #2
Herzlichen Dank für diesen Link. Ich habe einen sehr angenehmen und informativen Moment verbracht. Ich finde, dass Dein Beitrag - sprich der Film - einen Platz ganz oben im Forum unter "Politik - und was ich dazu beitragen kann" verdient hätte. Vielleicht, wenn die Admins das auch so sehen, könnte man ihn dorthin verschieben.

Auf jeden Fall: Wasser auf unsere Mühlen!

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 08.12.2012 - 19:26 Uhr  ·  #3
der 2.Teil ist gut, den ersten Teil kann man vergessen. Da geht es nur um die Erhaltung vom EEG. Richtig ist aber, das Subventionen immer schlecht sind. Sie müssen irgendwann immer abgebaut werden und dann geht eine Branche über den Jordan, die sich nicht nach dem Weltmarkt richten musste. Das war in in letzten Jahrhundert die Steinkohle im Ruhrgebiet und jetzt ist es die Solarindustrie, irgendwann kommt die Landwirtschaft.
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 08.12.2012 - 20:35 Uhr  ·  #4
Zitat

den ersten Teil kann man vergessen


Im Sinne eines informativen Journalismus scheint es mir wichtig, dass man finanzielle Hintergründe aufdröselt. Denn dort liegt immer der Kern des Problems.

Zitat

Richtig ist aber, das Subventionen immer schlecht sind


Richtig ist, dass das nicht stimmt. Solange es Gesellschaften im modernen Sinn gibt - also etwa seit der griechischen Antike - haben diese Gesellschaften aus den verschiedensten Gründen bestimmte Dinge subventioniert. Mit den unterschiedlichsten Methoden. Die Chinesen tun das heute mit einem geradezu skandalös niedrigen Kurs ihrer Währung. Die Amerikaner mit immensen Einfuhrzöllen... Und die Atomindustrie wurde mit hunderten von Milliarden an Subventionen bedient, ohne die sie niemals wettbewerbsfähig gewesen wäre. Ohne Subventionen gäbe es keinen Spitzensport, kein Jazzfestival, kein Theater... Subventionen richtig gesteuert, sind der Anschub für viele wichtige Dinge. Im Übermaß drohen sie allerdings auch vieles zu ersticken. Der von Dir erwähnte Weltmarkt ist ein Musterbeispiel für Subventionen aller Art, manchmal bis zum Exzess betrieben. Wenn man den ersten Teil des Films richtig versteht, dann sind sich dort alle Beteiligten eigentlich einig, dass genau die EEG den Wandel ermöglicht hat. Den Wandel, den wir doch wollen. Oder...?

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 09.12.2012 - 08:47 Uhr  ·  #5
Der Ansatz ist aber der total falsche. Jetzt blutet der Kleine, weil große Investoren die Landschaft zu gepflastert haben, egal ob mit Wind oder Solar. Die auch noch eine Abnahmegarantie haben. Es hätte von Anfang an eine Stafflung geben müssen, um so größer, um so weniger Förderung. Die großen hätten dann auch den Preis für die Solarzellen gedrückt. Jetzt war es aber so, egal was die kosten, es wurde gekauft. Der Faktor war eher die Zeit, denn um so schneller die Anlagen ans Netz gingen, um so mehr Förderung gab es. So schnell konnten die kleinen das Geld garnicht auftreiben oder bekamen keine Zellen.
Ich hätte vielleicht auch eine (Straf-)Steuer für private Haushalte eingeführt. Jede Gemeinde muss zB. 2012 25% regenerative Energie, 2013 26% und so weiter. Vielleicht für jedes Prozent 1ct. Dann wäre die Akzeptanz noch höher und es gäbe nicht tausende Bürgerinitiativen gegen Windräder etc. Das aber nur auf Gemeindeebene für den privaten Verbrauch. Beim industriellen Verbrauch könnte man das auf Landesebene machen. Dann sieht jeder an seiner Stromrechnung, wie weit die Gemeinde bzw. Land mit der Energiewende ist. Bei der Autoversicherung gibt es auch Regionalklassen ;)
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 09.12.2012 - 08:57 Uhr  ·  #6
Hallo zusammen,

ich denke auch, das Teil eins für "Otto-Normalbürger" einen guten Einstieg in das Thema gibt. Denn wenn nicht beim Geld, wo dann, dass sich die Bürger aufregen.

Ich habe hier bei unserem Projekt dieses Jahr durch Zufall mitbekommen, eher über eine dritte Person, dass sich entfernte Nachbarn "beschwerten" es sei auch ihr Geld, welches in das Projekt mit einfließen würde, da sie es ja mit dem EEG mitfinanzierten. Ich sage nur, wer Geld hat und irgend etwas sein eigen nennt, sprich ein Haus, der kann sich doch selbst jederzeit etwas vom Kuchen abschneiden. Wenn ich die beiden Leute einmal treffe wird mal beiläufig erwähnt, das die Mimik doch etwas anders läuft als PV. Und genau da muss der Film ansetzen. Und das hat er sehr gut gemacht.

Durch das EEG kan man "Reize" setzen. Wie diese dann angenommen werden, das steht nunmal in den Sternen. Bei PV war das nunmal in letzter Zeit sehr schnell mit dem Zuwachs. Und da bin ich ich gnadenlos von der Regierung enttäuscht. Da müssen doch Köpfe sitzen, die auch mal alle Szenarien durchspielen. Das zweite Beispiel ist der Euro. Da haben die Leute in der Regierung auch da eine Pleite nie durchgespielt. Da bin ich mir sehr sicher. Und deshalb wird Griechenland mit unseren Geldern nun vollgepumpt. Sonst müsste sich die Regierung den Fehler eingestehen und wüsste nicht, was bei einer solchen Pleite alles auf die restlichen Eurostaaten zukommen würde. Welche Wellen das schlagen würde.

Viele Grüße

André

PS.: Schön das euch der Link gefallen hat :-)
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Beim Basteln mit Kleinwindkraft lernt man,

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Gepostet: 09.12.2012 - 09:56 Uhr  ·  #7
wie kraftaufwändig 1Kw erzeugt werden muß,da lernt man nach der Installation einer 30kwp Pv Anlage mit Eigenverbrauch,ja es rechnet sich auch bei 24,4Cent,die ich noch bekomme,es finanziert die Zinsen des Fremdkapitals,nicht viel mehr,und irgentwann in 11Jahren hat sie sich bezahlt,wieviel Leistung dann noch kommt ,vielleicht 85%;mit sinkender Tendenz,seis drum,Pv ist auch kein Überflieger!!
Es kann der Wechselrichter kaputtgehen,bei Schnee ,wird die mickrige Leistung in den Monaten Nov.Dez.Jan, noch mal erheblich dezimiert,das Dach muß alle paar Jahre mal speziell gereinigt werden,und,und,wenn man in Rente geht ist man außerdem in Höhe der Einkünfte sozialabgabenpflichtig,sprich Pflegekasse,Krankenkasse prozentual in Höhe der Pv Strom Einkünfte!

Als Geldanlage wird die pv Geschichte auch maßlos überschätzt,ich sehe es genauso wie Stargazer,der Staat,die Politiker sind dem Mainstream unterworfen,erst Gas geben,PV,dann bremsen,jetzt die Offshore Geschichte,und die Netzanbindungen ectr.,man hat sich verhoben,und die Opposition meckert rum,hätte aber auch Grund in sich zu kehren,siehe Rot-Grün.EEG;nachwachsende Rohstoffe,erst ins Leben rufen,und dann oh Gott,nur noch Mais in der Landschaft,das normale ldw. Betriebe kaum noch in Konkurrenz dazu die Landpachten aufbringen können,das interessiert den Politikern,die es verzapft haben ,kein Stück,obwohl Biogas Anlagen Vollastfähig sind,die Silagehaufen sind ein toller Speicher,immer schön die
Bakterien füttern,365tg,und wenn die Proßesswärme noch genutzt werden kann,dann ist es hochrentabel!
Leider steht nicht immer eine Schule oder Hallenbad daneben,soweit die Gedanken zum EEG;am heutigem 2Advent !
Mfg.Hermann Sch.
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 09.12.2012 - 21:25 Uhr  ·  #8
Vielleicht kann man die durchaus verständlichen gegensätzlichen Standpunkte dann doch auf einen - kleinen - gemeinsamen Nenner bringen...

Klar ist und bleibt, dass fossile Energieträger, zu denen auch die nuklearen gehören, kurz- bis mittelfristig ausgedient haben, weil sie einfach nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (werden). Knapperes Angebot ist stets gleichbedeutend mit steigenden Preisen. Jeder der Heizöl kauft, oder Gas oder wer sein Auto betankt, kann ein Lied davon singen. Über die Millionen Jahre lang anfallenden Kosten von Atommüll ganz zu schweigen...

Also müssen andere Energiequellen den Ersatz übernehmen. Diese müssen entwickelt werden. Das kostet Geld, viel Geld. So sind sie erst einmal preislich nicht konkurrenzfähig. Das heißt, man muss sie, wenn man sie denn wirklich haben möchte, erst einmal finanziell unterstützen. Das ist unter anderem mit der EEG geschehen (inklusive der Abnahmegarantie für den erzeugten Strom). Hätte es diese nicht gegeben, dann hätte es die Industrie, die heute eine Energiewende erst möglich macht, in dieser Form bis dato nicht gegeben. Womit man im Übrigen auch auf die Schaffung von gut 300 000 Arbeitsplätzen verzichtet hätte.

Dass bei den Förderunsprogrammen Unstimmigkeiten auftreten, scheint mir mehr als normal. Wer von sich behauptet, er könne ein extrem komplexes Projekt wie den kompletten Umbau eines Energisystems fehlerfrei bewerkstelligen, der sollte sich unverzüglich vom Vatikan heilig sprechen lassen. Politik ist, um es einmal mehr zu wiederholen, "das Bohren von sehr dicken Brettern". Tatsache ist jedenfalls, dass sich Deutschland mit dieser Politik einen Knowhow-Vorsprung in der Welt gesichert hat, der sich in der Zukunft extrem segensreich auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird. Wer, wie ich, außerhalb der deutschen Grenzen lebt, kann feststellen, wie sehr andere uns um das, was aktuell in Deutschland an Energiepolitik veranstaltet wird, beneiden. Besonders hier in Frankreich, wo das im Bau befindliche Kernkraftwerk der neusten (letzten?) Generation, der EPR im normannischen Flammanville, statt der geplanten 3,3 Milliarden Euro inzwischen 8,5 Milliarden kosten wird. Ende offen. Damit wird dessen Strom erheblich teurer werden, als der mit Windenergie produzierte...

Ich verstehe die Einwände, die gegen manches erhoben werden, was mit erneuerbarer Energie zu tun hat. Aber seid sicher, Deutschland ist in Sachen ernergetischer Zukunft dem Rest der Welt eine Nasenlänge oder mehr voraus. Und ich hoffe, dass man diesen Vorsprung nicht mit engstirniger Diskussion verspielt.

Genau deshalb hat der oben verlinkte Film seine besondere Bedeutung: Wer informiert ist, kann sein Verhalten - an der Wahlurne oder beim Energieverbrauch - entsprechend gestalten.

Also denn...

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 10.12.2012 - 07:53 Uhr  ·  #9
Subventionen sind dann richtig, wenn man sie zeitlich begrenzt und auf ein bezifferbares Ziel hin auslegt. Das Problem bei der Förderung der Erneuerbaren ist, dass man sich nicht vorher überlegt hat, wie man die Subventionen wieder auslaufen lassen kann und jettz ist das Geschrei natürlich groß.
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 10.12.2012 - 08:54 Uhr  ·  #10
Da muss ich XXLRay zustimmen, es hätte ein Plan dazu gehört, wie man die Subventionen wieder abbaut. Deswegen ist in Deutschland eine Überkapazität bei bei Solarfirmen entstanden. Die Chinesen konnten garnicht so schnell die Firmen aufbauen, wie hier. Da ja die Maschinen auch aus Deutschland kamen. Also worden die Panels hier gekauft und das zu jedem Preis. Es gab auch keine Innovationen. Die Solarzellen sehen immer noch aus, wie vor 20 Jahren, bringen vielleicht das doppelte an Leistung, aber was ist das in der Zeit. Jetzt fällt das der Solarbranche auf die Füsse. Denn die Chinesen stellen die gleichen Solarzellen für weniger Geld her. Wenn man mit dem Preis nicht mit halten kann, muss man das mit besserer Qualität bzw. Leistung, aber das ist durch die fehlenden Innovationen ja nicht der Fall.

Bei der Windenergie sieht es zZt. noch besser aus. Ich sehe dort nur ein Problem bei der Herstellung der Windräder (Mast, Flügel). Das wird nachlassen, da man das durch den schwierigen Transport, nicht weit verfrachten kann und wenn der Bau in Deutschland gesättigt ist, wird die Industrie zurück gehen. Bei Generatoren könnte man mit Qualität den Weltmarkt lange beherrschen.
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 11.12.2012 - 13:47 Uhr  ·  #11
Sind die großen Hersteller von WKAs nicht längst in einer Krise?

Ich erinnere mich an ein Gespräch auf der HusumWind mit einem Ingenieur, der zu berichten wusste, das es für "neue" Hersteller mit Großkonzernen im Rücken, wie zB Mitsubishi, Sinn macht 5 Jahre lang durch Preisdumping Verluste zu schreiben, weil sie dadurch andere Hersteller wie Vestas oder Enercon, welche nur im Windsektor tätig sind, vom Markt drängen können.

Hat hier jemand "Die Ökonomie von Gut und Böse" gelesen? Oder "Small is Beautiful"? Empfehlenswert!
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 21.12.2012 - 15:46 Uhr  ·  #12
Ohne jetzt auf oben genanntes Bezug zu nehme hier meine Meinung.
Die Energiewende ist ein seit über hundert Jahren fortlaufender Prozess.
Seien es Rohstoffe die weniger werden wie Kohle und Erze oder auch Elektrizität.
Früher waren es Dampfbetriebene Maschinen die ersetzt wurden und Elektrizität nun ist der Schwenk halt von Atomkraft /Thermische Anlagen zu alternativen und effizienterer Rohstoffverwendung.
Der Mensch hat immer einen Weg gefunden sei es durch Erfindergeist wie auch durch einen Wink der Natur das es so nicht weitergeht.
Endzeitstimmung gab es schon immer und liegt in der Natur des Menschen kurzfristig zu handeln und dann zu doof zu guckenn was dann geschehen soll.
So wie heute wieder mal die Welt untergegangen ist gehts auch wieder weiter.
Mühsam aber stetig wird der Mensch seinen Platz in der Natur finden auch wenn es oft unbequem ist.
Gruß Hans
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 21.12.2012 - 20:24 Uhr  ·  #13
Zitat

Mühsam aber stetig wird der Mensch seinen Platz in der Natur finden auch wenn es oft unbequem ist.


Daran sollten wir alle arbeiten. Denn anders, als in vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden nimmt nun die Menschheit massiv Einfluss auf die Biosphäre. Zuvor konnte jeder so blödsinnig handeln wie er wollte, mangels menschlicher Masse hatte das so gut wie keinen messbaren Einfluss auf das weltweite Geschehen. So war die Menschheit noch vor 300 Jahren vollkommen außerstande, durch eigenes Handeln Einfluss auf das Weltklima zu nehmen. Das ist heute anders und es geschieht - und zwar bisher praktisch ungezügelt. Wer da sagt, schön, dann können wir angesichts der Erwärmung abends länger im Biergarten sitzen, der wird möglicherweise angesichts eines Tornados ein wenig blasser werden...

Natürlich werden die Menschen sich auf veränderte Bedingungen einstellen können - allerdings auch nicht unbegrenzt. Aber es liegt mit in unserer Hand, wie schmerzhaft dieser Anpassungsprozess ausfallen wird...

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein besinnliches Weihnachtsfest und ein kreatives, glückliches neues Jahr!

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 26.12.2012 - 07:36 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von XXLRay

Subventionen sind dann richtig, wenn man sie zeitlich begrenzt und auf ein bezifferbares Ziel hin auslegt. Das Problem bei der Förderung der Erneuerbaren ist, dass man sich nicht vorher überlegt hat, wie man die Subventionen wieder auslaufen lassen kann und jettz ist das Geschrei natürlich groß.


Genau - soweit ich es mitbekommen habe, ist das "bezifferbare Ziel" in
der Solarenergie missachtet worden:
Da hat sich jeder nahe des Nordpols eine Solaranlage hingestellt und es
war für ihn finanziell effizient.
Die Subventionen waren aber für den Staat so teuer, dass sie sie von einem
auf den nächsten Tag streichen mussten.
Und das Resultat ist die inso der ganzen Solarfirmen.

Zur Vermeidung dieser Situalion hätte vermutlich eine simple einseitige
Excel-Tabelle und etwas gesunder Meschenverstand ausgereicht.
Wahrscheinlich war jedoch Roland Berger, Kienbaum, Booz, CMC, "Top Level
Consulting" oder ein ähnlicher Berater am Werk, die dann ein "Gutachten" über mehrere
hundert Seiten verfasst haben. Der kleine Kunde zahlt die Zeche- aber doppelt.
Sowohl die 200 Euro Stundenlohn dieser Konsorten (Plus 20% "Erfolgsprämie"- das kriegen die immer)
als auch das Ergebnis.

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Die Gefahr heutzutage liegt aber wo anders:
Vor 2 Tagen gab es einen Film "catch me if you can", der war autobiographisch, wo einer einfach nur mit beliebiger Dreistigkeit
zu Scheckbetrügereien in Millionenhöhe fähig war. DAmals war das noch Thema eines Films, heutzutage
hat faktisch jeder Manager dieses Verhalten, da kräht kein Hahn mehr danach, und Konsequenzen hat's sowieso keine.

Und wir haben eine Zeit, wo irgendein Unsinn mit Fachworten verbrämt wird- sei es nun "Whalepower", über das
ich mich nicht gerade positiv ausgelasssen habve ober nun gibt es neuerdings einen "Saphonian",
wo sogar im Patent drinsteht, dass Betz nicht gelten würde. Unglaublich.
Das kann kein normaler Mensch bewerten. Und es klingt gut.

Meine Meinung
Der Arminius

Was alles verkauft wird- beispielsweise das:
http://www.nucleostop.de/
3-stufiger Tachyonen-Detektor klingt doch toll...
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 26.12.2012 - 08:33 Uhr  ·  #15
Hallo zusammen,

Zitat
Die Gefahr heutzutage liegt aber wo anders:
Vor 2 Tagen gab es einen Film "catch me if you can", der war autobiographisch, wo einer einfach nur mit beliebiger Dreistigkeit
zu Scheckbetrügereien in Millionenhöhe fähig war. DAmals war das noch Thema eines Films, heutzutage
hat faktisch jeder Manager dieses Verhalten, da kräht kein Hahn mehr danach, und Konsequenzen hat's sowieso keine.


Und da müssen wir ganz streng an uns selber herunterschauen. Da heute in der schnelllebigen Zeit niemand mehr irgendetwas hinterfragt, können diese "Kameraden" ja auch walten wie sie wollen. Doch wenn da mehr Stimmen aus dem Volk kommen würden und die Lobby mal ein bisschen ins wanken bringen könnte, da hätten die Manager viel mehr Angst. Dann würde der Leistungssdruck nicht nur immer in die unteren Etagen fließen, sondern die müssten auch mehr um ihren Stuhl bangen. Es schaut ihnen aber so wie im Moment ja niemand auf die Finger.

Viele Grüße

André
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 11.01.2013 - 15:23 Uhr  ·  #16
Darf ich euch mal fragen, was ihr denkt: Ist die Energiewende ein deutsches Phänomen? Soviel ich weiß will selbst Schweden wieder Atommeiler bauen und Japan bereitet durch die neue Regierung auch wieder den Umschwung vor. Ich meine Man hört oft das Agument "einer muss voran gehen", aber wenn Länder wie China irgendwann die Führungsrolle in der Erzeugung von Alternativen Energien besitzen und trotzdem Atommeiler bauen, ist Deutschland nicht das beste Beispiel für andere..
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 11.01.2013 - 19:09 Uhr  ·  #17
Die einzige Energie, die langfristig sicher und zu kalkulierbaren Preisen zur Verfügung steht, ist diejenige, die man im eigenen Land produziert. Das ist nach Lage der Dinge in Deutschland weitgehend nur noch mit erneuerbaren Energiequellen möglich.

Die Länder, die etwa immer noch auf die Atom-Karte setzen, werden sich bald über ihren Nachschub an Uran Gedanken machen müssen. Denn die Hauptfördergebiete liegen zum einem in politisch hochgradig brisanten Regionen (etwa Mali, Niger...). Und zum anderen werden die Förderländer diesen Rohstoff in absehbarer Zeit auch nicht mehr "für'n Appel und 'nen Ei" hergeben, wie es im Augenblick noch der Fall ist. Vor allem werden sie auch damit aufhören, ihr Staatsgebiet durch die Uranminen in Mondlandschaften zu verwandeln

Wirtschaftlich spricht alles für den Umstieg auf Erneuerbare. Das Geld bleibt im Land, die Arbeit auch, das Knowhow ebenfalls... Es entstehen keine lebensgefährlichen Abfälle. Das Ganze ist klimaneutral. Pannen mutieren nicht zu Katastrophen...

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 17.01.2013 - 20:23 Uhr  ·  #18
Um das Voranstehende noch einmal etwas zu vertiefen: Nahezu 90% der weltweiten Uranförderung findet in Ländern statt, auf die man wirklich nicht zuverlässig bauen kann: Kasachstan, Niger, Namibia, Usbekistan... Und größere Teile der übrigen "klassischen" Energieträger, wie Öl und Gas, stammen aus höchst brisanten Regionen - wie es die aktuellen Ereignisse in Algerien gerade beweisen. Man könnte da auch an Iran und Irak denken oder die Golfstaaten, die sicherlich vor fundamentalen Umwälzungen stehen - was unsere Energieversorgung nachhaltig beeinflussen dürfte. Wir sind zur Zeit erpressbar und müssen nahezu jeden verlangten Preis für unsere Energieversorgung zahlen...

Deshalb ist jede, aber auch wirklich jede, heimisch gewonnene Kilowattstunde aus vor Ort verfügbaren Energiequellen eine (politische und finanzielle) Lebensversicherung. Schon allein deshalb macht die Energiewende Sinn. Ganz zu schweigen von den klimatischen Katastrophen, die sie hoffentlich vermeiden hilft und der Problematik langfristiger Folgeschäden.

Dieter
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 22.01.2013 - 14:10 Uhr  ·  #19
Hey, ich wollte mich mit meiner Diplomarbeit den Thema Leben mit der Energiewende zuwenden. Klar, da kann man sicherlich vieles drüber schreiben, Vorteile und Nachteile, und den Einfluss der Energiewende auf bereits bestehendes sowie natürlich auch die wahrscheinlich steigenden Kosten für die Bezieher der Energie. Aber so richtig mitreißende Themen oder Sätze, die man als Statement nutzen könnte,sind mir noch nicht eingefallen. Kurz pregnant und knackig. habt ihr da einige Stichpunkte? Oder über was würdet ihr gern mal was lesen? Ich habe schon gehört, dass man seine diplomarbeit ghostwriter schreiben lassen kann. Was haltet ihr davon?
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Re: Leben mit der Energiewende

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Gepostet: 22.01.2013 - 14:51 Uhr  ·  #20
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