Mast-Kosten Black 300

 
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Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 26.12.2014 - 12:56 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

im Rahmen einer Projektarbeit für die Uni Stuttgart muss ich zur Zeit eine Kleinwindanlage auslegen. Seit Wochen bin ich also schon fleissig am Surfen, Berechnen und so weiter. Bei der Anlage habe ich mich für die Black 300 entschieden wegen der geringen Anlaufgeschwindigkeit.

Im Moment sitze ich an der Kostenaufstellung. Hierfür würde ich gerne wissen, wieviel Euro ich etwa für einen 10m- und einen 20m-hohen Mast für die Black 300 veranschlagen muss? Es fällt mir sehr schwer, mich da wenigstens grob festzulegen, eine Orientierung wäre hilfreich. Der Mast soll nicht, wie ich häufig gesehen habe auf dem Dach, sondern auf dem Boden montiert werden.

Könnt ihr mir da vielleicht ein paar Zahlen nennen? Soweit ich weiß müsste es hier ja mehrere Besitzer dieser Anlage geben ;)

Viele Grüße
Julia
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 26.12.2014 - 14:20 Uhr  ·  #2
Wenn Du nen alsten Gittermast vom Stromversorger auftreiben kannst gehts zum Schrottpreis
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 26.12.2014 - 17:05 Uhr  ·  #3
Also, ein 20 m Mast ist für eine Anlage dieser Größe sicherlich übertrieben. Zwar ist Höhe immer nützlich, aber in Anbetracht des doch eher geringen Leistungsvermögens der Turbine nicht wirklich sinnvoll, da die Kosten für Mast und Fundament überproportional steigen. Außerdem wirst Du für einen derartigen Mast nur schwer eine Baugenehmigung bekommen. Denn der Eingriff ins Landschaftsbild mit einer so geringen Energieausbeute würde sicherlich nicht toleriert.

Bei 10 Metern Masthöhe wird ebenfalls ein Fundament erforderlich. Das kann relativ klein ausfallen, wenn der Mast an vier Seiten - am besten in zwei unterschiedlichen Höhen - abgespannt wird. Das kostet dann über den Daumen gepeilt unter 400 Euronen für Beton, Armierung, Stahlseile und Kleinteile wie Erdanker, Schrauben oder Gewindestangen. Hier findest Du das folgende Zitat http://www.mein-drehstrom.de/mast.html
"Wie und wo der Mast für das Windrad aufgestellt und befestigt wird, hängt sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Im einfachsten Fall werden die Black 300/600 Windräder einfach auf ein 1,5 " Stahl-Wasserrohr oder ein Gerüstrohr montiert. Der Innendurchmesser vom Rohr sollte im Idealfall 39,5 mm betragen. Ansonsten ist ein Adapter anzufertigen.
Bei freistehenden Masten sollte die obere Abspannung ca. 1m unterhalb vom Mastende beginnen.
Bei Masthöhen ab ca. 5m ist mind. in 2 Höhen abzuspannen."

Der von vitis oben erwähnte Gittermast käme natürlich auch in Frage. Aber bei der augenblicklichen Höhe der Preise für Eisen- und Stahlschrott ist das auch nicht gerade umsonst. Anschließend werden Transport und Fundament deutlich aufwändiger, die Baugenehmigung sicherlich auch. Und wenn man das Teil dann mal für reparaturen umlegen muss, ist schon einiger Aufwand gefordert.

Dieter
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 01.01.2015 - 15:07 Uhr  ·  #4
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 02.01.2015 - 21:53 Uhr  ·  #5
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 03.01.2015 - 12:56 Uhr  ·  #6
Vielen Dank für die Antworten. Das hilf mir auf jeden Fall weiter.

@Dieter: Dass ein 20m-Mast letztendlich nicht in Frage kommt sehe ich auch so. Jedoch ist die Auslegung ja letztendlich nur theoretisch, also sollen trotzdem verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Nach dem Motto: Wie hoch muss/kann ich bauen, damit der Energieertrag am Ende ausreicht.

Wie viel mehr würde wohl ein 20m-Mast kosten? Das doppelte? Oder schon 4-stellig?

Gruß, Julia
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 03.01.2015 - 14:04 Uhr  ·  #7
Zitat
Nach dem Motto: Wie hoch muss/kann ich bauen, damit der Energieertrag am Ende ausreicht.


Also eine Leistungsstärke (größere) WKA auf 10 Meter Mast erbringt bei selben Gesamtkosten meistens weit höhere Erträge.
Ist immer zum abwegungen und vom Aufstellungsort abhängig, der ist des wesentlichste Faktor.
Wenn der Mast mal die 5-10 fachen Kosten der WKA hat ist es weit vorbei an einem sinnvollen Gesamtergebniss.

Gruß Hans
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Re: Mast-Kosten Black 300

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Gepostet: 03.01.2015 - 14:33 Uhr  ·  #8
Zitat

Wie viel mehr würde wohl ein 20m-Mast kosten? Das doppelte? Oder schon 4-stellig?


Mit Sicherheit vierstellig. Ein freistehender Mast benötigte da schon ein recht aufwändiges Fundament, abgesehen von den deutlich höheren Materialkosten. Ein abgespannter Mast braucht viel Platz. Bei einer Abspannung in einem Winkel von 45 Grad liegst Du bei der oberen Abspannung schon bei 20 Metern nach allen vier Seiten. Da Du sicherlich viermal abspannen müsstest, hättest Du so eine Art Windharfe... ;-)

Anschließend müsstest Du die Geländerauhigkeit festlegen, die in Deiner Rechnung eingehen soll. Bei einer geringen Geländerauhigkeit (freies Feld, Wasser) bringt die Verdoppelung der Höhe nicht sehr viel. Die Annahme, dass sich die Erhöhung logarithmisch auf die Leistung auswirkt, ist nur eine sehr grobe Faustformel bei mittlerer Geländerauhigkeit. Wenn die Geländerauhigkeit hoch ist (Bäume oder Gebäude im Umfeld), dann bringt mehr Höhe mehr, vorrausgesetzt, man überragt damit die umgebenden Hindernisse deutlich.

In eine Berechnung der Effizienz müssen dann noch schwer quantifizierbare Kosten für Genehmigungsverfahren, Statik-Gutachten usw. einbezogen werden. Dazu kann man aber hier wohl kaum etwas sagen.

So was baut einfach keiner...

Dieter
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