Skandal in Niedersachsen

Bauämter mauern auf höhere Anweisung aus Hannover?
 
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Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 14.06.2018 - 09:33 Uhr  ·  #1
Moin Freunde,
fast jede Woche ,bei unseren Interessenten, immer wieder das gleiche in Niedersachsen:

Leute haben auf 150 m keine Nachbarn, Hochspannungsleitung in 80 m, Strasse:

ABER EINE 3 METER ANLAGE DARF NICHT ERRICHTET WERDEN!
Wohlgemerkt, mit Bescheinigung, dass die Vorgaben der TA Lärm eingehalten werden können.
Soeben war es mal wieder soweit, auf dem Bauamt in W. lehnt die Ma die Errichtung gleich mal mündlich vorab ab.Und das ist wirklich kein Einzelfall, Leute mit alter Maschinenhalle und freier Pläne bekommen negative Vorabinfo...usw. usw.
Dabei ist laut unserem Landesvater ja der Wind ein Kapital für Niedersachsen..
Nur eben nicht für kleine Leute, die sollen halt die grossen Turbinen finanzieren?
Oder wie darf man diese Anweisungen aus dem Sozialministerium an die unteren Behörden verstehen ?
Zumindest gab mir das ein Bauamtsmitarbeiter mal zu verstehen.Angst gegen interne Weisungen aus H zu verstossen ? Ist das schon wie in anderen Ländern hierzulande?
Sind da Beamte eingenordet worden, so dass nicht einmal eine Einzelfallprüfung erfolgt?
Allen voran, damals bei der alten rot-grünen Regierung der damalige Minister für Umwelt, Stefan Wenzel: Zitat , mir persönlich an den Kopf geworfen: " es gibt wichtigeres als Kleinwindanlagen..?"

Man man man.. man staunt.
Dumm nur, da Deutschland die Klimaziele nachweislich WEIT verfehlt..
ora
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 14.06.2018 - 13:34 Uhr  ·  #2
Der Landesvater Niedersachsens ist Herr Stephan Weil- Seines Zeichens Aufsichtsrat bei Volkswagen:
Erinnern wir uns: September 2015 kam die Sache ins Rollen (In USA), Dezember 2015 hat hat Herr Weil zum Besten gegeben:
"Ich habe keine Ahnung von Stickoxiden" (Zitat Ende. Das YT-Video gibt es leider nicht mehr).

Als Dank dafür, dass er den Milliardenbetrug durch m.E. Unterlassung, also eine Straftat,
kräftig unterstütrzt hat, wird er von den "Intelligenzbestien" Niedersachsens wiedergewählt.
Der Betrugsumfang der Fima VW beträgt in Summe geschätzte schlappe 25 Milliarden Euro -
Das ist mehr als der gesamte Haushalsüberschuss Deutschlands eines Jahres.
Gegen ihn ist Herr De Maiziere ein ehrenwerter Mensch.

Eiderdaus- und nun bemerkt man, dass er lügt wie gedruckt.

Die Internen Weisungen an die Beamten sind klar: "Wir brauchen die Einnahmen aus Benzin und Diesel- sonst sind wir Pleite".
Niedersachsen hält ja viele VW-Aktien. Wenn dieser Skandal RICHTIG aufgearbeitet worden wäre -
hätte Niedersachen vorsaussichtlich Inso anmelden müssen.
Und deshalb können da nur Leute sitzen, die lügen können, ohne rot zu werden.
die finden da nichts dabei.

Es soll ja sogar Leute geben, die ungesichert auf Steildächern rumrennen.
Sie finden dabei auch nichts...

ora
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 15.06.2018 - 22:19 Uhr  ·  #3
Hallo,

Zitat
Dumm nur, da Deutschland die Klimaziele nachweislich WEIT verfehlt..


... was auch für Luxemburg gilt.
Überhaupt gilt das oben geschriebene auch für Luxemburg.

Ein kleines Windrädchen aufstellen ist sehr schwierig bis unmöglich geworden. Das liegt daran dass es keine Lobby gibt für private Kleinwindkraft (gilt auch für PV!)

Einfacher wäre es das stärkste motorisierte Fahrzeug zu kaufen, damit morgens in der Rush Hour zur Arbeit fahren. Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 12 km/h. Niemand findet was dabei. Auf diese Weise verbrennt Luxemburg einen großen Teil der pro Tag nötigen 10 000 000 Liter Treibstoff um zu "funktionieren".
Die letzten Unwetter haben viele Straßen in Luxemburg weg gespült, ein Dorf ist praktisch auf dem Landweg nicht mehr erreichbar.

Wenn ich in meinem Hausgarten ein bisschen Kartoffellaub abbrenne kann es vorkommen dass der Helikopter (mit Doppelturbine) der Polizei nebenan landet um mir einen Strafzettel zu verpassen. Grund: Umweltschutz! Bitte mich nicht falsch verstehen. Ich verbrenne grundsätzlich nichts im Garten, ich zerkleinere alles und kompostiere. Ich wollte nur verdeutlichen was es bedeutet wenn die Lobby vorhanden ist... dann geht ALLES.

Vor über 20 Jahren habe ich mein erstes Windrad erbaut, PV-Anlagen errichtet. Es war sehr sehr sehr mühsam. Behinderungen überall. Heute ist es schlimmer geworden obwohl die Dringlichkeit der Probleme es gebieten würde den Weg zu ebnen für ein umfassendes Umdenken.

So aber werden weiter mehr Leute an den Abgasen sterben als durch Unfälle im Straßenverkehr ums Leben kommen. Damit ein jeder das auch zu jeder Zeit überprüfen kann braucht er nur die nigelnagelneue App "Meng Loft" der Umweltverwaltung auf sein nigelnagelneues Mobilgerät zu laden... und die Welt ist wieder in Ordnung. "Luxembourg goes DIGITAL!"

Fazit: Skandal in Luxemburg (oder sind es mehrere Skandale?)

In diesem Sinne: Es gibt noch viel zu tun, lassen wir 's sein.

mfG
strawberry
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 18.06.2018 - 06:08 Uhr  ·  #4
Hallo, ich habe dieses Jahr das erste Mal die Geräuschkulisse von den großen WKA bei direkten Anwohnern kennen gelernt.... Ich war doch sehr überrascht, wie laut das sein kann. Wenn ich meine Windräder höre, freue ich mich über den gewonnenen Strom, störe mich aber nicht an der Lautstärke. Für jemanden Unbeteiligtem, eventuell noch mit einer Ferienwohnung im Haus (hier in Meck-Pomm nicht unüblich), kann das schon zu einem großen Ärgernis werden.
Selbst Mitarbeiter im Gemeinderat wollen die Windräder nicht, können aber nichts dagegen tun, (ein Landwirt kann halt im Außenbereich ein großes Windrad aufstellen). Anscheinend sind die Gemeinden nicht glücklich darüber, gibt wohl jedes Mal ein riesen Theater der Anwohner aber ist ja so vom Gesetzgeber erlaubt.
Ich kann mir gut vorstellen das deshalb bei Kleinwindanlagen sofort abgewunken wird...

Meine Gedanken zum Thema...
Gruß von der Ostsee
Jörg
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 18.06.2018 - 20:48 Uhr  ·  #5
Hallo Leute, kleine Windanlagen können SEHR leise laufen.
Bitte: von den Rechteckprofilen Deiner Anlage , bis zu den ausgefeilten Profilen und vor allem auch Steuerungen langjährig optimierter Systeme ist es ein deutlichst hörbarer Unterschied. Das ganze haben wir überJahre systematisch durchgetestet hier- im Wohngebiet.
Der Körperschall des Generators kann auch prima gedämmt werden..
Jede Amsel, jedes Auto ist viel lauter, als eine gut abgestimmte Kleinwindanlage. Und dazu gibts auch Messprotokolle.
DER REST IST LOBBYPOLITIK...

Dazu eben viele Jahre systematiische Arbeit, und zwar von vielen Menschen.
Cerco
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 18.06.2018 - 22:24 Uhr  ·  #6
Hallo cerco,

Zitat
DER REST IST LOBBYPOLITIK...

genau meine Worte.

- viel befahrene Straße,
- landwirtschaftliche Aktivitäten,
- Einflugschneise inklusive Nachtflüge trotz Nachtflugverbot,
- private Aktivitäten im Garten wie Rasenmähen, Partys ...
- starke Bauaktivitäten, Luxemburg baut seit Jahren massiv zu, reicht aber nicht im Ansatz!
- ...
Inmitten dieses Gewusel würden einige KWA wohl eher nur 0,1 dB mehr Lärm machen. Nur, Lärm und Lärm ist nicht das gleiche!

Mich nicht falsch verstehen. Ich bin nicht gegen diese vom Menschen gemachte Aktivitäten. Ich verstehe nur nicht warum gerade die Kleinwindkraft so stark bekämpft wird, seit Jahrzehnten! Es ist ein Treten auf der Stelle. Es könnten längst sehr sehr viele Anlagen laufen und einen erkläglichen Beitrag leisten.

... die Mobilfunkmasten wachsen besser... liegt wohl an der Lobby.

Nur den Mut nicht verlieren :(

strawberry
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 19.06.2018 - 07:01 Uhr  ·  #7
Hallo cerco, das es richtig leise Klein WKA gibt ist mir durchaus bewusst, habe ich auch nicht in Frage gestellt.
Ich bin lediglich der Meinung, das durch den Stress mit den großen WKA der kleine Mann mit der kleinen Anlage schneller Abgewimmelt wird.

Jörg
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 20.06.2018 - 14:58 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Levcuso

Hallo, ich habe dieses Jahr das erste Mal die Geräuschkulisse von den großen WKA bei direkten Anwohnern kennen gelernt.... Ich war doch sehr überrascht, wie laut das sein kann.


Was für eine Anlage war denn das, die so laut war?
----------

Ist klar, was Cerco sagt: Der Lärm geht mit der 3. bis zur 5. Potenz der Anströmgeschwindigkeit ein.
Solange es nicht pfeift und so eine Maschine sich nur mit 65m/s Spitzengeschwindigkeit dreht, ist sie leise.

Ein Riesenproblem haben große Direct-Drive-Maschinen: Aus Kostengründen müssen sie so schnell wie möglich drehen.
Nicht umsonst hat Enercon die Blattspitzengeschwindigkeiten vor ca. 5 Jahren (Ist nur mir aufgefallen) irgendwie von 79m/s auf 78m/s abgesenkt- warum machen sie das? Lärm vermutlich.

Bei Niedrigwindanlagen (<220 W/m^2) macht es eh Sinn, die max. Blattspitzengeschwindigkeit runter zu nehmen. Da braucht man ein Getriebe, das gering mehr Drehmoment aufnimmt, aber dafür kann man Rated Power absenken- braucht man eh nie.
Das ist dann auch praktisch, da bspw. Vögel weniger gefährdet werden.

ora
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 21.06.2018 - 07:29 Uhr  ·  #9
Anlagen Typ kenne ich nicht, habe keine Ahnung von den großen WKA. Laut war es wenn ein Flügel am Mast vorbei lief.. Die Anlage steht auch ziemlich weit weg von dem Grundstück.

Gruß Jörg
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Re: Skandal in Niedersachsen

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Gepostet: 20.07.2018 - 04:45 Uhr  ·  #10
 

Auf dem Windrad steht e.n.o. Mehr konnte ich nicht herausfinden
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