Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

 
ora
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 17.03.2019 - 21:19 Uhr  ·  #21
Also groß-Windanlagen Regeln erst bei einer gewissen Abweichung von der Regelgröße nach.
Sonst würde der yaw-motor permanent laufen und wäre schnell hin.
Die Größenordnung der Regelabweichungen beträgt so etwa 7° soweit ich weiß. Ob das Sinn macht, hier eine elektrische Yaw-nachführung zu bauen bei kleinen Anlagen kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Allerdings würde ich die yaw- Bewegung ein bisschen dämpfen und das am besten induktiv-also Magnete in einer Aluminium-Dose.

Ora
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 19.03.2019 - 09:05 Uhr  ·  #22
Zitat geschrieben von ora
Allerdings würde ich die yaw- Bewegung ein bisschen dämpfen und das am besten induktiv-also Magnete in einer Aluminium-Dose.


Interessant ! Da kannst Du gerne Links posten. Zum Nachrüsten wäre das geschickter.
Mein Windrad braucht ja schon so 1-2 Sekunden um auf Touren zu kommen. Wenn das Windrad aus dem Wind gedreht wird, verliere ich die Energie im Windrad weil es sofort unter die 24V Ladespannung kommt, und wenn es dann wieder in den Wind rein dreht gehen auch die Beschleunigungsenergie fort weil erst die Ladespannung wieder erreicht werden muss. Wenn dann auf meinem Dach das Windrad alle 10 Sekunden verdreht gehen vielleicht gar 20-30% flöten.

Ja ich hab Fliehkraftbremse, drum komme ich nicht weit über die 600 Watt hinaus. Aber auch bei diesen 600 Watt hat das Windrad schon "enorme" Windwiderstandsfläche, so dass eine 100 kmh Böe wohl Schaden anrichten könnte.
Drum schließe ich von Hand die 20m 5mm² Stromkabel kurz und dann rotiert das Windrad nur noch mit 1-2 Hz. Dann ist der Windwiderstand deutlich deutlich niedriger und die 100 kmh Böe lässt das Windrad nur hin und her taumeln.

Nein ich halte das wohl weiterhin für sicherer als mechaniche Furling/Heli Sicherung.
Lebe ja schon 15 Jahre auf Bayerns Strassen.. und hab auch schon ein paar Stürme draußen miterlebt. Zur Zeit fahre ich ja mit meinem 6kmh Solarmobil durchs nördliche Bayern und seh immer mal wieder ein kleines Waldstück wo der Sturm fast alle Bäume geknickt hat.
Meiner Meinung nach sind das immer nur lokale Windturbulenzen.
Also die Sturmgeschwindigkeit aus der Hauptwindrichtung richtet keinen Schaden an. Man muss einfach Pech haben und eine sehr unwahrscheinliche Verkettung von Turbulenzen haut einem dann den Baum, das Solarmobil oder das Windrad um.
Und das geht dann so schnell, da zerlegt es auch das Furling. Zumal ja gerade durch das Rausdrehen-in-letzter-Sekunde durch die hier oben angesprochenen senkrechten Drehmomente zusätzliche Belastung auf die Windflügel knallen.

Ich hatte zu Anfang ja auch Angst, das Windrad sich selber zu überlassen und habe es ja 2 Monate nach Süden angebunden. Aber da musste ich auch die Flügel mechanisch blockieren und hatte dann mehr Angst dass sich die Windräder dauerhaft verbiegen und die Anlage danach nicht mehr rund läuft.

Und jetz bei 95 kmh Böen hab ich erlebt wie schön das Windrad bei 1-2 Hz einfach frei aus den Böen raus taumelt.

Also gerade bei so turbulenten Standorten wie meinen halte ich es für besser das Windrad nur zu bremsen (mechanisch oder elektrisch) und es sich selbst zu überlassen. Wenn gebremmst, wirken die drei Rotorblätter ja auch wie Windfahnen, welche die ursprüngliche Windfahen hinten übertreffen. Drum taumelt es dort hin wo es ihm am besten gefällt.
Mit Furling dreht man das Windrad ja auch in eine aufgezwungene Richtung. Und wenn die tödliche Böe als Windhose um mein Haus dreht, dann dreht das Furling am Ende noch verkehrt.

das Roland
der kleine Physiker
Diplomarbeit war allerdings theoretische Physik ;-)

Wie hoch ist übrigens der Kurzschlußstrom bei 600 Watt ? Gibt immer kleinen Lichtbogen wenn ich die Kabel abtrenne und großen Funken wenn ich sie kurz schließe.
Hab mir 10x IRFB7430 MOSFET, N-CH, 40V, 409A, 375W geholt, mit welchen ich das Windrad von meiner Überwachung aus per Internet kurz schließen will.
Wird da einer reichen ? Der maximale Pulsstrom liegt bei 1524 A. Die 409A beziehen sich auf Dauerstrom bei 10V . Vor dem Kurzschließen läge ich ja bei bis zu 30 Volt.

20 Meter 5mm² Kupfer haben 0,0684 Ohm, was das 68,4 fache von dem Widerstand des Mosfet ist :-)
Bei 30 Volt ergebe sich ein Kurzschlussstrom von I = U/R = 438 A
Der Innenwiderstand vom Windrad noch gar nicht mit betrachtet.
Ich denke da sollte ein einziger Mosfet reichen :-)
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 19.03.2019 - 09:50 Uhr  ·  #23
Hallo

Jeder Generator hat ja nicht nur den CU Wiederstand der die Spannung senkt, sondern ein Magnetsystem welches sich unter Belastung abschwächt.
Wen der G bei 25 A seine Nennlastbringt, wirt der Kurzschlussstrom eher nur 100 A erreichen, dann ist das Drehmoment ja schon auf das 4 fache gestiegen und an den Flügeln macht sich starker Strömungsabriss breit.
Dann geht die Drehzahl runter und das wars dann auch schon.
Das Anlaufmoment was das Windrad unter diesen Umständen bringt erzeugt nur noch ein geringeres Drehmoment.
Im Generator feändern siech die Verhältnisse sehr, das kann man kaum berechnen.
Eine Kurzschlussstrommessung ist da einfacher um klarheit zu schaffen.

Gruß Aloys.
ora
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 20.03.2019 - 18:09 Uhr  ·  #24
Franken ist doch nicht Bayern - eieieieieieiei....

Einfach eine Aludose oder einen Aluring oder eine Aluplatte und da direkt dran einen vernünftigen Magneten anordnen.
Oder wie war das mit dem Link gemeint?
Che
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 16.06.2019 - 16:30 Uhr  ·  #25
Hallo Verlierer, da PN nicht abgeholt, hier noch einmal:

1. Das Haus hat ein Satteldach? Dann ist die Firstrichtung suboptimal zu den Hauptwindrichtungen, falls Wind im Video aus solch einer gekommen ist.
90° gedreht würde schon eher ein Schuh draus. So wie hier: http://www.geopolos.de/Entwick…c528057653 , farbiges Bild.
Bei Dir ist die Anlage immer in den Leewirbeln vom Giebel.

2. Wenn tatsächlich Rad-Effekt, dann Mast 1, 2 m höher. Oder noch mehr, um Gesamtsituation versuchen zu retten, wenn es Dein Dachgebälk denn mit macht.

3. Elektromotorische Nachführung sogar recht einfach, aber vermutlich vergeblich. Sensorik jedenfalls (Hilfswindfahne und Schaltanschläge) aber sinnigerweise auf der Gondel, wie bei den Großen.
Selbst am Ort Deines Flatterbandes, auch an der Windfahne hinten, herrschen zumindest bei Dir schon andere Windverhältnisse als am Rotor.
Anmerkung: Was hättest Du davon, die Mühle nach dem globalen Wind ruhig zu stellen, wenn der tatsächliche Wind am Ort ständig oder oft aus der falschen Richtung zum Rotor kommt?

4. Fliehkraftbremse zur Drehzahl-Deckelung garnicht so dumm, wenn sie thermisch stabil ist und auch noch nach vielen Jahren funktioniert. Besser jedenfalls als Bremschopper, wenn der Generator es nicht verträgt, und akustisch ein lästiges Knattern zu vernehmen ist.
Auch wenn bei einer Simulation von einem 2,7m - Windrad Begrenzung von Leistung und Gondelschub bis zu 30 m/s nicht vollständig gelungen ist (daher hat die Anlage auch ein Furl-System), kann man den Chinesen bei der SWP600 unterstellen, dass sie sog. Stall-Profile verwendet haben. Die Fliehkraftbremse alleine die Anlage also sturmsicher macht.
Kurzschluss ist nur das letzte Mittel der Schadensabwehr, und bei hohen V_w eingeleitet, durchaus Stress für die Komponenten.

5. Gegen die Funken an den Zuleitungen bei Klemmarbeiten unter Spannung besorg Dir mal einen anständigen Kurzschlussschalter.
Muss nicht mal teuer sein: https://www.elektromax24.de/Doepke-Hauptschalter-RH-063-300#
Oder sogar abschließbar, dann etwas teurer: https://www.elektromax24.de/Sc…hliessbar# Für Hutschienen-Montage wieder billiger. Porto jeweils ca. 5 EUR.
Beschaltung nicht als Trenner, sondern zum Phasenkurzschluss in Stern-Schaltung.
Wenn dieser eingeleitet, kannst Du angstfrei und sicher weitere Schaltarbeiten erledigen.

Gruß vom Che
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 16.06.2019 - 21:26 Uhr  ·  #26
Also ich muss auch nochmal meinen Senf dazugeben...

Was würde eigentlich eine derartige elktronisch gestützte Getrieberegelung - was weiß ich - für den Generator kosten? Der, nebenbei bemerkt, wie jeder andere Generator auch, für deinen Standort absolut ungeeignet ist. Nichts für ungut! Es ist hochinteressant, was du da alles so schreibst. Aber ich glaube, das Geld kannst du dir sparen.

Bei Günther Hacker gab´s mal einen Lee-Läufer mit speziell geformten Blättern. Die würden vielleicht eher noch was holen bei dir.

NACHTRAG: MKM / Flip, wobei der Flip ein LUV-Läufer ist.
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Re: Elektrische Nachführung gar besser als Flügel am Heck ?

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Gepostet: 17.06.2019 - 01:48 Uhr  ·  #27
Hast du schon mal darüber nachgedacht, deine Windmühle mit einer Nitinoldrahtautomatik zu beglücken? Dem Einfallsreichtum und der Genialität eines kleinen Physikers sind hier keine Grenzen gesetzt. Setze einfach mal deine Denkwarze ein. Strom um den Draht zu erwärmen hast du ja genug. Damit könntest du beispielsweise einen Schalter am Ende deines Kurzschlusskabels elektromechanisch schalten, statt das immer mit der Hand zu machen. Es ist auch möglich eine Scheibenbremse damit zu bedienen. Mehr verrate ich dir jetzt nicht. Ich bin aber gespannt ob du da was daraus hinkriegst.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nitinol
Viele Grüße illiat
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