Wer hat eine funktionierende DIY Vertikal Anlage am Dach

Coronabedingt habe ich zuviel zeit und viel Liebe für Windkraft
 
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Wer hat eine funktionierende DIY Vertikal Anlage am Dach

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Gepostet: 21.01.2021 - 12:32 Uhr  ·  #1
Hallo,
ich wohne in einem Vorort von Linz (OÖ) und wir haben wenig Wind (Jahresschnitt: 3,5m/s...ermittelt mit Wetterstation am Kaminkopf) EFH.
Trotzdem würde ich mir gerne eine Vert. Anlage basteln und die auf meinem 2.ten (überflüssigen) Kaminkopf montieren.

Wer hat so etwas schon realisiert und kann mir Daten zur Verfügung stellen. Wenn ich nur 10kWh pro Jahr rausbekomme ist das schon ok-weniger aber ein no go.

Danke im voraus für Eure Tipps

Norman
Che
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Re: Wer hat eine funktionierende DIY Vertikal Anlage am Dach

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Gepostet: 21.01.2021 - 14:28 Uhr  ·  #2
10 kWh wären in D ungefähr 3 EUR. Oh jeh.
Händler
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Re: Wer hat eine funktionierende DIY Vertikal Anlage am Dach

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Gepostet: 21.01.2021 - 17:10 Uhr  ·  #3
Buch :
"Der Savonius Rotor_..

Pläne für Weiterentwicklung zum Durchström Rotor
Und ...ein Bekannter hatte einen Verikalen Rotor mit aktiver Blattwinkelverstellung gebaut, auch die Hochschule Bremerhaven.
In Amberg in der Stadt auf der HS steht so einer .also ein Durchström Rotor.
Da steigt der Aufwand , aber auch der Wirkungsgrad..
Wirkungsgrad, DAS ist das Problem, wenn's nur 3.5 m/sec sind,
Anlaufen muss es nämlich auch erstmal.
Evtl Eisenlosen Gen nehmen..
oder mit guten Tips hier selber bauen !
Oder wie User Fam Zim, den fragen..
Achtung mit Dröhnen vom Generator an das Mauerwerk!!
Wenn man drunter wohnt , VORHER Schallentkopplung drunter .

Achtung mit der Windlast am alten Schornstein, mal erst einen Maurer schauen lassen..
Mfg.

Cerco
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Re: Wer hat eine funktionierende DIY Vertikal Anlage am Dach

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Gepostet: 22.01.2021 - 06:03 Uhr  ·  #4
Man hört es ja immer wieder das Leute sich ein Windrad aufs Dach pflanzen wollen.

Ich hatte vorgestern ein mit 24 k vergoldetes horizontales Windrad mit 6 Ultraleicht Flügeln nach dem Vorbild von Illiat gebaut an einem Maststummel über einer halbierten Tanne zum Probelauf montiert.

Für Neugierige: Das ist ein Auftrag eines Nachbarn der damit die Tauben von seinem Dach verscheuchen will die ihm dort die Solarpanele vollkacken. Vogelscheuchen als Windrad sind sehr beliebt obwohl die Vögel sich schnell dran gewöhnen.

Das war jedenfalls nicht mein erster Auftrag dieser Art.

Die Windfahne ist hierbei ein herabstürzender Falke mit gespreizten Krallen und stoßbereitem Schnabel, auch echtvergoldet,
blitzt in der Sonne wie die Konkurrenz auf dem Kirchturm.

Es gibt eben noch Liebhaber für Luxuswaren.

Das ist aber nicht der Punkt. Das Windrad sehr stabil gebaut, Nabe ein Eishockey - Puk. Achse kugelgelagert und sonst alles Alu und Kohlefaser weil ein leichtes Windrad welches auf einem Dach montiert ist weniger Schaden anrichten kann.

So dachte ich jedenfalls...

Die Achse für das Azimuthlager in einer Buchse zwischen Fahne und Rotor bestand aus 6 mm VA4 Stahl, wie ich glaubte - mehr als ausreichend um den Windruck abzufangen.

Wir hatten es etwas windig in der folgenden Nacht und am nächsten Morgen als mein erster Gang im Garten der zum Windrad war war dieses verschwunden. Einfach weg.

Ich dachte schon an geklaut aber nachdem ich die Leiter an die Tanne gestellt hatte und oben das Windrad neben dem Maststummel im Geäst verkeilt fand konnte man das abhaken. Zum Glück muss nur ein bisschen nach vergoldet werden, ein paar Kratzer, sonst war das Prunkstück noch heile.

Die 6 mm VA4 Achse des Azimuthlagers war glatt unter der Lagerbuchse abgebrochen.

Mach das mal mit einem 6 mm VA4 Rundstab mit der Hand! Bieg ihn solange bis es einen Ermüdungsbruch gibt und dann weißt Du

(a) was für Kräfte auch bei einem mickrigen kleinen Windrad mit nur 1/2 m Rotordurchmesser allein durch Winddruck auftreten
können - Fliehkräfte vernachlässigt weil Leichtbau und genauestens austariert gegen Unwuchten auch sicher.

und (b) dass steter Tropfen auch den Stein höhlt. Bei meiner "Vogelscheuche" hat nur eine einzige Nacht mit dem Wetter welches vorgestern war, moderater Sturm, genügt, auf einem Dach können es Tage, Monate oder Jahre sein bis was passieren kann.

Jeder kann machen was er will, ich halte niemanden davon ab ein Windrad auf Giebeldächer mit Dachpfannen und Schornsteinen zu pfflanzen - Personenschaden mal ausgeklammert - nur eben es kann gesagt sein wenn was schiefgeht ist das Windrad selbst meistens noch der geringste aller Schäden.

Langzeit - Erschütterungen, Vibrationen und die Hebelwirkung die der Mast durch Winddruck auf die Befestigungspunkte ausüben kann haben es in sich und können auf lange Zeit die Armierung mürbe machen.
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