Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

Was passiert wenn das Ladegrät für mehr Ah Leistung ausgelegt ist als der Inselinverter liefern kann
 
Carl
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Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 14:23 Uhr  ·  #1
Frage:

Kann man mit einem Wechselrichter der weniger Leistung schafft einen Akku mit einem Ladegeräd aufladen welches für höhere Leistung ausgelegt ist?

Also beispielsweise mit einem Wechselrichter für 24 V der 220 v mit 500W abgeben kann ein Ladegerät betreiben welches dafür ausgelegt ist mit 24 V und deutlich mehr als 500 W zu laden?

Passt sich das Ladegerät an oder zieht es Überlast aus dem Inverter? Geht der Inverter dabei kaputt oder bestenfalls nur in Abschaltung?

Mir ist mal ein Inverter durchgegangen weil er längere Zeit an einem etwas zu starken Verbraucher hing, trotz Überlast Sicherung.
Levcuso
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 17:22 Uhr  ·  #2
Mit einem zu starken Ladegerät habe ich soweit nur an einem Notstromaggregat die Erfahrung gemacht, das der Notstromer dann überlastet wird, ich habe das zu große Ladegerät dann so eingestellt, daß es nicht zuviel zieht.
Ich würde sagen das in deinem Fall der Wechselrichter sich eigentlich abschalten sollte bei Überlastung. Das Ladegerät drosseln wenn möglich.
Gruß Jörg
Che
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 18:14 Uhr  ·  #3
Widerstand in die Ladeleitung! Wenig Ohm aber für ausreichend Strom.
An 0,5 Ohm z.B. fallen bei 20A 5V ab. Könnte sogar auf 0,25 Ohm hinaus laufen.
Carl
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 18:21 Uhr  ·  #4
:-) Danke an Levcuso & Che!

Leider geht es nicht das Ladegerät drosseln und der Inverter ist auch fest figuriert 24 V auf Umwandlung zu 220 V mit 500 W. max Leistung.
Ich muss mir was einfallen lassen, ein kleineres 24 V Ladegerät wohl. Kommt bei mir nicht drauf an besonders schnell zu laden und dem Akku wird`s egal sein wie lange geladen wird bis er voll ist.

oder ein bißchen mit dem Widerstand experimentieren, 0,5 Ohm oder 0,25 Ohm. Zwischen Inverter und Ladegerät oder zwischen Ladegerät und Akku?
Che
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 18:46 Uhr  ·  #5
"Zwischen Inverter und Ladegerät?" Da ginge es auch. Müsste aber der Widerstand hoch gerechnet werden. Ist aber Hochspannungsseite, daher lass mal lieber!
Ich hatte geschrieben "Ladeleitung" also zwischen Ladegerät und Akku.
Carl
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 18:58 Uhr  ·  #6
"Ich hatte geschrieben "Ladeleitung" also zwischen Ladegerät und Akku."

Also dann würde das Ladegerät nicht den hohen Strom ziehen mit dem es eigentlich laden könnte ? (Also gesetzt wenn der Inverter das schaffen würde)

Das Ladegerät belastet dann den Inverter nicht so hoch? Ist das so?
Che
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: 07.02.2026 - 23:22 Uhr  ·  #7
Genau.
Erdorf
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 13:58 Uhr  ·  #8
Hallo Carl,
Hallo zusammen,

Danke an Che für die Abschätzung mit 0,25 Ohm als Vorwiderstand.

Das Problem ist das ein Vorwiderstand hier, mächtig Verlustleistung abbekommt und vertragen muss.
Und der Akkuwiderstand quasi vernachlässigbar klein ist.
Das wird flott recht teuer. Ich habe dann mal ein wenig gerechnet.

LiFePO₄-Spannung: 24 V (wir nehmen SOC ≥ 10 %)

Gewünschte Ladeleistung: 200 W -> 8,33 A
Annahme 30 V Ladegerät und 6 Volt Spannungsabfall am Vorwiderstand.
Vorwiderstand = 0,72 Ω und 50 Watt Verlustleistung
DC Belastung 250 Watt

Gewünschte Ladeleistung: 300 W -> 12,5 A
Annahme 30 V Ladegerät und 6 Volt Spannungsabfall am Vorwiderstand.
Vorwiderstand = 0,48 Ω und 75 Watt Verlustleistung
DC Belastung 375 Watt

In der Praxis wird es etwas weniger sein, weil der Akku doch einen kleinen Widerstand hat.
Dennoch die Verlustleistung am Widerstand, ist sehr hoch und das kann teuer werden.
Beispiel 0,47 Ohm, 11 Watt, a 75 ct:
https://www.reichelt.de/de/de/…10_-110688
Das geht nicht, weil 11 Watt nicht ausreichen.

Also 10 Stück 4,7 Ohm, 17 Watt parallel?
https://www.reichelt.de/de/de/…m_10_-1654

Besser wäre wohl 10 * 3,3 Ohm, 17 Watt zu bestellen:
https://www.reichelt.de/de/de/…m_10_-1648
Und dann durch Parallelschaltung solange den Strom zu steigern bis es für einen passt.

Final würde ich das alles lackieren und mit Zementmörtel in eine Dose gießen.

Was meint ihr? Mache ich Fehler in der Berechnung/Abschätzung?
Ich bin für 0,47 Ohm bis 0,25 Ohm.
Ich empfehle nicht die maximale Ladeleistung auszureizen, sprich im Widerstand eher höher zu bleiben.

Grüße
Carl
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 14:23 Uhr  ·  #9
Hallo Frank,

danke für den Vorschlag den ich ggf. gerne probiere.

der Akku der in den Inverter einspeist wird allerdings ständig von einem Solarpanel mit Solarregler aufgeladen und steht die meiste Zeit auf Standby im Schuppen auf meiner kleinen 24 V selbstgebauten Gartenkarre die nur selten benutzt wird.

Insofern - es spielt kaum eine Rolle wenn da die von Dir genannten Verluste auftreten. Nämlich der Akku der vom Inverter plus Ladegerät dann geladen wird soll auch nur im Standby und/oder Ladeerhaltung dranhängen.

Und zwar in einem.weiteren kleinen 24 V E-Fahrzeug in dem der Akku größer ist als der von der Gartenkarre. Sonst könnte ich es ja einfacher machen und beide Akkus parallel direkt mit dem Solarkontroller laden.

Geht auch deshalb nicht weil beides (unterschiedliche) LIFEPO4 Akkus sind, man kann solche nur dann parallel verschalten wenn sie vom gleichen Hersteller, gleich alt bzw gleiche Restkapazität und mögklichst auch von der gleichen Serie sind.
Levcuso
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 14:59 Uhr  ·  #10
Kannst du dann nicht den zweiten Akku auf den Lastausgang des Solar Laderegler hängen? Ist doch dann einstellbar, ab welchem Ladezustand der Lastausgang geschaltet wird. Oder hat dein Regler das nicht?
Che
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 16:47 Uhr  ·  #11
Beziehe mich jetzt nicht auf das was Levusco geschrieben hat sondern auf das von Erdorf.

Diese verlinkten Widerstände vertragen offensichtlich die angegebenen Leistungen leidlich, obwohl sie dann sehr heiß werden würden. Daher keinesfalls in Beton vergießen! Sondern in genügend Abstand gut belüftet installieren.

Wäre noch die Möglichkeit der Leistungswiderstande im Al-Gehäuse, aber die haben erst auf Kühlkörper nahezu Nennleistung.
Da bei Aliexpress preiswert zu haben im Anhang mal noch Datenblätter zum Vergleich.
Da sieht man: Selbst einer mit Bezeichnung 200W ohne Kühlkörper (heat sink) nur 50W! Standard-Kühlblech für Vollast etwa 0,6m x 0,6m 3mm Alu!
Hast Du ne Platten-Heizung, grins. Wenn Ventilator drauf gerichtet kann des Blech auch kleiner sein. Oder in Kühlwasser-Schale gestellt (Kontakte müssen trocken bleiben) Dann passen vielleicht auch 2 soche R drauf.

Ich würde 2 davon bei Aliexpress bestellen mit 0,25Ohm. Die haben je bei 20A 5V Spannungsfall und dann 100W Verlustleistung.
Genügt 1 Widerstand nicht, kann man entweder 2 in Reihe oder parallel schalten und ist damit flexibel.

Ich würde die beide auf ein Blech 0,5x0,5m schrauben. Besser noch 0,25x1m, quer! Schön verteilt, und notfalls in eine Wasserschale stellen, alternativ Ventilator.
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Carl
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 16:54 Uhr  ·  #12
:-) danke, vielleicht probiere ich alle Vorschläge nacheinander durch, so teuer wird das ja nicht.

nett dass Ihr Euch so professionel um mein kleines Problem gekümmert hat, nochmals danke allerseits! ^_^
Erdorf
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 17:07 Uhr  ·  #13
Hallo Che,
Hallo Carl.

Zementwiederstande kann man natürlich mit Mörtel vergießen.
Der Mörtel nimmt die Wärme auf und gibt diese dann bei größerer Oberfläche ab.

Alu Widerstände würde ich auch auf eine Metallplatte setzen oder besser auf einen Kühlkörper.
Die Quelle für die Aluwiderstände ist jedenfalls sehr günstig.

Egal ob Zement- oder Alu Widerstände, es wird warm bis heiß und das muss man berücksichtigen.
Deswegen tendiere ich eher zu 0.5 Ohm oder noch höher, bei dann geringerer Lade- und Verlustleistung,
bzw. zu einer anderen Lösung wie von Levcuso angedeutet.

Ich würde mir ein kleineres 10 A Ladegerät kaufen und gut ist.
Was spricht dagegen?

Grüße
Carl
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 18:09 Uhr  ·  #14
:-) Ich würde mir ein kleineres 10 A Ladegerät kaufen und gut ist.
Was spricht dagegen? :-)

Da spricht garnichts dagegen, es ist auch die professionelste Lösung.

Ich muß mich für den Aufwand entschuldigen, den ich durch meine Fragen verursacht habe und bedanke mich artig!

Eigentlich wollte ich ja nur wissen ob das für den Inverter zu starke Ladegerät einfach so wie es ist gegangen wäre, Antwort: nein, besser nicht.

Dennoch geht der Threat nicht verloren, es bereichert den Themenbereich mit den Ansätzen die geboten wurden und hilft sicherlich wenn hier von interessierten Besuchern nochmal dazu gestöbert wird. O)
Che
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 22:55 Uhr  ·  #15
Schon recht.
Bei so einer Aussage aber schüttele ich nur mit dem Kopf: "Der Mörtel nimmt die Wärme auf und gibt diese dann bei größerer Oberfläche ab." Als ob Mörtel ein guter Wärmeleiter wäre.
Erdorf
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Re: Ladegerät zum Akkuladen zu kleinem Insel Inverter

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Gepostet: Gestern um 23:22 Uhr  ·  #16
Hallo Che,

Du brauchst nicht alles zu verstehen. Es sind Zementwiderstände.

Grüße
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