Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

Scheibengenerator oder eine andere Bauform?
 
nullWind
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Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

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Gepostet: Gestern um 13:27 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

ich will KEIN Windrad bauen, daher auch mein Benutzername "nullWind".
Was ich basteln möchte: einen Handkurbelgenerator, um z.B. ein Smartphone aufzuladen.
Ideal wäre es, wenn der Generator 12 - 15 V bei 1 A erreichen könnte.

Und bevor Einwände kommen:
- Zwischen Generator und Smartphone muss noch eine Baugruppe, die mit
dem Smartphone per Quickcharge oder PowerDelivery eine höhere Spannung aushandelt.
- Die mechanische Leistung, die ich hineinstecken muss, muss der abgegebenen elektrischen
Leistung plus Verluste entsprechen. Und ich habe aktuell keine Ahnung, welche Leistung
ich für einen längeren Zeitraum mit dem Arm erzeugen kann, bevor er ermüdet.
- Vermutlich muss zwischen Kurbel und Generator ein Getriebe z.b. mit Zahnriemenantrieb.

Ein Scheibengenrator scheint eine kompakte Bauform für diesen Zweck zu sein.

Was ich bisher aus div. Beiträgen herauslesen konnte:
1. Ein Verhältnis Magnete zu Spulen 4:3 scheint sinnvoll, aber nicht zwingend zu sein.
2. Die innere Spulenfläche soll mind. so groß wie der Magnet sein.
3. Nur in den seitlichen Teilen einer Spule wird Spannung induziert.
4. Der seitliche Abstand zwischen 2 Magneten soll mind. der doppelten Magnethöhe sein.
5. Die seitliche Spulenbreite (Schenkelbreite) soll max. halb so breit wie die Magnete sein.
6. Ein möglichst geringer Abstand Stator - Rotor wäre wünschenwert (Bauteiletoleranzen)

Nun gibt es die Möglichkeiten:
a) ein Stator in der Mitte, zwei Rotoren außen (dann Magnete auf Stahlplatten)
b) ein Rotor in der Mitte, zwei Statoren außen

An der Stelle schon mal eine Detailfrage: Wie dick sollen die Stahlplatten bei der Variante a sein?

Oder bin ich mit einem Scheibengenerator komplett auf dem Holzweg?

Gruß, Jürgen
Carl
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Re: Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

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Gepostet: Heute um 08:36 Uhr  ·  #2
Hallo Juergen, der erste April ist noch nicht, also scheinst Du es mit Deiner Frage ernst gemeint zu haben.

Für Dein Projekt kommen sehr viele Loesungen in Frage, ob Die von Dir hier angesprochene mit Scheibengenerator die beste ist kann Dir wahrscheinlich niemand im Windkraftforum beantworten.

Wenn Deins eine Aufgabe sein sollte, die Dir im Unterricht gestellt wurde, dann löse sie bitte selber so wie sie gestellt wurde und schau in den Themenbereich Generatoren hier bei uns falls Du wirklich einen SCHEIBENGENERATOR bauen musst , da findest Du vielleicht was.

Ansonsten ginge am einfachsten jeder einfache selbsterregte 12 V Motor (mit Magneten) mit der Wattleistung mehr oder weniger 12 Watt Nennleistung (Typenschild oder Beschreibung) was gleich 1 A Leistung bei 12 V ist.

Es gibt da entsprechende im Kfz Bereich als Lueftermotoren oder auch als Stellmotoren (Stepper) die passen koennten. Was an Strom rauskommt muss dann evtl. für Deinen Bedarf? noch umgewandelt werden mit Gleichrichter in Gleichstrom.
nullWind
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Re: Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

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Gepostet: Heute um 09:08 Uhr  ·  #3
Hallo Carl,

ich bin 67 Jahre und bereits im Ruhestand. Also nein, es geht nicht um eine Schularbeit und mein Posting ist auch nicht als Aprilscherz gedacht.

Gruß, Jürgen
Carl
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Re: Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

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Gepostet: Heute um 09:52 Uhr  ·  #4
OK, dann brauchst Du einen selbsterregten Motor (einer mit Magneten der eine Nennleistung (Datenblatt, Beschreibung oder Typenschild) von mindest 12 Watt (1A) und Nennspannung von 12 V aufweist. Dann benotigst Du einen Brückengleichrichter zum Gleichrichten des Ausgangsstroms vom Generator und ein kleines Step Up Modul ( kostet nur sehr wenig) mit dem Du einstellbar auf die nötige Spannung hoch kommst für Dein Handy.

Wenn Du tatsächlich lieber alles selber bauen willst - natürlich geht das, macht viel Spass - nur dafür fühle ich mich zeitlich etwas überfordert um mich dahinein zu steigern.

Hoffe, Dir geholfen zu haben!
Che
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Re: Bauformen, Grundlagen, Dimensionierung usw.

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Gepostet: Heute um 11:13 Uhr  ·  #5
Zunächst mal:
1. Die eine Li-Ionen Akkuzelle im Smardphone lässt sich bereits mit 5V (USB-Spannung) laden.
2. Moderne Smardphones haben Akkus mit um die 4 Ah. Selbst wenn nur 3 aufzuladen wären,
willst Du bei 1 A 3 Stunden leiern? Und selbst bei 3A wäre es noch 1h.
3. Die Abschaltung bei Ladungsende wird das eingebaute BMS machen, aber auch die Begrenzung
gegen Überstrom?
So ein Smardphone kostet doch mindestens 200EUR. Ist es das Risiko wert?

Warum begnügst Du Dich nicht, wenn es eng wird, mit dem Stromsparmodus im Smardphone?
Oder Ultra-Sparmodus, bei dem die Rest-Laufzeit etwa die 3-fache ist?

Außerdem gibts noch Power-Bänke.

Was Du Dir über Scheibengeneratoren angelesen hast bezeichne ich als mehrheitlich falsch.
Eine gute Zuordnung nach meinem Verständnis ist im Anhang zu sehen, größere Ausführung.

Bei dem Verhältnis 4 zu 3 sollte es bleiben.

Der Magnetfluss im Stator muss dem entsprechen:

 


Also Stator dazwischen.

Bei Ferrit-Magneten, welche hier genügen sollten, werden die Stahlscheiben nur 2 höchstens 3 mm dick werden müssen.


Wenn Du mich überzeugen kannst, dass das ein lohnendes Objekt ist, berechne ich Dir das mit dem Generator-Tool. Aber nur dann!

Zitat geschrieben von nullWind

Hallo zusammen,

ich will KEIN Windrad bauen, daher auch mein Benutzername "nullWind".
Was ich basteln möchte: einen Handkurbelgenerator, um z.B. ein Smartphone aufzuladen.
Ideal wäre es, wenn der Generator 12 - 15 V bei 1 A erreichen könnte.

Und bevor Einwände kommen:
- Zwischen Generator und Smartphone muss noch eine Baugruppe, die mit
dem Smartphone per Quickcharge oder PowerDelivery eine höhere Spannung aushandelt.
- Die mechanische Leistung, die ich hineinstecken muss, muss der abgegebenen elektrischen
Leistung plus Verluste entsprechen. Und ich habe aktuell keine Ahnung, welche Leistung
ich für einen längeren Zeitraum mit dem Arm erzeugen kann, bevor er ermüdet.
- Vermutlich muss zwischen Kurbel und Generator ein Getriebe z.b. mit Zahnriemenantrieb.

Was ich bisher aus div. Beiträgen herauslesen konnte:
1. Ein Verhältnis Magnete zu Spulen 4:3 scheint sinnvoll, aber nicht zwingend zu sein.
2. Die innere Spulenfläche soll mind. so groß wie der Magnet sein.
3. Nur in den seitlichen Teilen einer Spule wird Spannung induziert.
4. Der seitliche Abstand zwischen 2 Magneten soll mind. der doppelten Magnethöhe sein.
5. Die seitliche Spulenbreite (Schenkelbreite) soll max. halb so breit wie die Magnete sein.
6. Ein möglichst geringer Abstand Stator - Rotor wäre wünschenwert (Bauteiletoleranzen)

Nun gibt es die Möglichkeiten:
a) ein Stator in der Mitte, zwei Rotoren außen (dann Magnete auf Stahlplatten)
b) ein Rotor in der Mitte, zwei Statoren außen

An der Stelle schon mal eine Detailfrage: Wie dick sollen die Stahlplatten bei der Variante a sein?

Oder bin ich mit einem Scheibengenerator komplett auf dem Holzweg?

Gruß, Jürgen
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Gepostet: Heute um 12:33 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von nullWind

Hallo zusammen,

ich will KEIN Windrad bauen, daher auch mein Benutzername "nullWind".
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Ideal wäre es, wenn der Generator 12 - 15 V bei 1 A erreichen könnte.

Gruß, Jürgen


Willst Du Dir das wirklich antun? Und ohne deinen Enthusiasmus zu enttäuschen:
Bei Amazon gibt es so ein Gerät bereits für € 28,00 und dann hast Du Taschenlampe und Radio gleich dabei!
https://www.amazon.de/s?k=kurb…0229012359
Carl
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Gepostet: Heute um 14:05 Uhr  ·  #7
Das war mir eigentlich auch so in den Sinn gekommen - da scheint jemand gerne zu basteln :-) und dann noch mit selbstgebauten Scheibengenie!
Frank2
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Gepostet: Heute um 14:53 Uhr  ·  #8
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Willst Du Dir das wirklich antun? Und ohne deinen Enthusiasmus zu enttäuschen:
Bei Amazon gibt es so ein Gerät bereits für € 28,00 und dann hast Du Taschenlampe und Radio gleich dabei!
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Moin Moin
aber das dient auch der weiteren Verbreitung von Chinamüll, man kann sich immer wieder
an etwas selbst gebautem erfreuen, Reparaturen sind auch kein Problem.
LG.
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