Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

 
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 12.03.2013 - 23:40 Uhr  ·  #21
Zitat

ch tippe weithin auf Frost und Eisnasen der die Aerodynamik verhunzt


Das würde ich eigentlich definitiv ausschließen. Es gab keinen, mit dem Fernglas aus 15 Metern Entfernung sichtbaren, Eisansatz - die Repeller waren blitzeblank. Es gab sicherlich absolut nichts Äußerliches, das die Effizienz der Turbine um mehr als 90% herabsetzen könnte. Bisher hat SouthwestWindpower noch nicht geantwortet. Meine Vermutung tendiert mehr und mehr in die Richtung, dass innerhalb der Turbine Kondenswasser entsteht und dann durch dessen Vereisung irgendetwas passiert. Was genau, kann ich nur vermuten. Möglicherweise gibt es eine Eisschicht auf den Schleifkontakten, wodurch der erzeugte Strom nicht mehr vollständig abgeleitet wird, so dass die Elektronik ähnlich reagiert, wie bei zu hohem Wind, und die Anlage abbremst. Oder dass Eis Elemente der Steuerung in ihrer normalen Funktion stört.

Eine mechanische Hemmung ist auszuschließen, denn da würden, wie Hans zutreffend sagt, erhebliche Temperaturen entstehen, die ich durch das Mess-System sehen würde. Außerdem würde eine etwaige Materialverformung bei Temperaturunterschieden von 2,5 Grad Celsius sicherlich keine solchen gravierenden Effekte haben. Das Abbremsen kann in meinen Augen nur durch die elektronische Stall-Regulierung erfolgen. Aber warum...

Dieter
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 00:11 Uhr  ·  #22
Auf die Frage warumm liegt mir auf der Zunge zum Schutz der Anrainer...
Ich kann mir zwar nicht vorstellen das einfachere Anlagen sowas haben aber wenn deine elektronisch Stall reguliert wird und viel Schnickschnack hat ist viel möglich.
Ein fast 4 Meter Rotor ist bei knapp unter Grad und feuchten Wetter eine schöne Eisschleuder, das wär zumindest meine Logik.
Glauben tu ichs nicht ganz aber möglich ist alles.
An Kohlebürsten Eisansatz denk ich auch weniger denn diese sind am/im Generatorgehäuse das ja Verluststrombeheizt um einige Grad wärmer ist ;-) (Windabhängig)
Wie gesagt, das Frühjahr kommt. In einigen Wochen denkt hoffentlich keiner mehr drann für lange Zeit.

Gruß Hans
dig-it
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 08:45 Uhr  ·  #23
Zitat

Ein fast 4 Meter Rotor ist bei knapp unter Grad und feuchten Wetter eine schöne Eisschleuder, das wär zumindest meine Logik


Das ist wahr, aber die Skystream 3.7 hat wohl keine automatische Eisbremse, denn das Handbuch empfiehlt, im Fall von möglichem Eisansatz die Anlage von Hand abzuschalten. Zu den Daten, die die Turbine in Echtzeit auf meinen PC überträgt, gehört die Temperatur im Innern der Turbine. Ich weiß jetzt nicht, wo der Fühler sitzt, aber da der Innenraum nicht sehr groß ist, befindet er sich sicherlich nicht sehr weit von den Kontakten. Im Betrieb liegt die Innentemperatur ungefähr zwischen 1-5 Grad über der Umgebungstemperatur, Bei dem vorhanden starken Wind in Verbindung mit sehr viel Schnee wurde die Anlage aber praktisch auf die Außentemperatur abgekühlt. So herrschten dann bis zu 2,5 Grad minus im Innern, Das dürfte ausreichen, um etwaiges Kondenswasser gefrieren zu lassen.

Warten wir einmal ab, ob sich SouthwestWindpower zu dem Thema äußert...

Dieter
XXLRay
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 11:36 Uhr  ·  #24
Hat die Anlage ne mechanisch Bremse, die sich bei Kälte evtl verzieht?

Zitat geschrieben von doelle4
Also Schmiermittel schließe ich aus da anliegende Energie nicht verlorengeht (Physikgrundsatz).

Aber wenn die Anlage durch zähes, und damit bremsendes, Schmiermittel nicht im optimalen Arbeitsbereich läuft, wird auch weniger energie umggesetzt.
kredo01
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 12:00 Uhr  ·  #25
Zitat geschrieben von XXLRay

Zitat geschrieben von doelle4
Also Schmiermittel schließe ich aus da anliegende Energie nicht verlorengeht (Physikgrundsatz).

Aber wenn die Anlage durch zähes, und damit bremsendes, Schmiermittel nicht im optimalen Arbeitsbereich läuft, wird auch weniger energie umggesetzt.


Aber (ich glaub das wurd bereits geschrieben) die Viskosität wird sich innerhalb von 2,5°C nicht nennenswert ändern.
doelle4
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 13:28 Uhr  ·  #26
"Aber wenn die Anlage durch zähes, und damit bremsendes, Schmiermittel nicht im optimalen Arbeitsbereich läuft, wird auch weniger energie umggesetzt."
Es wird immer die anliegende Energie umgesetzt z.b. 100 Watt Leistung, 3 Watt in Reibungswärme bleiben 97 Watt an der Welle
Darumm haben Autos mit 100 KW nie 100 KW am Rollprüfstand sondern bei Vollast ein warmes Getriebe und Gelenke und z.b. 93 KW an den Rädern

Schmiermittel bei WKAs können schon zäh sein aber wenn das zähe Schiermittel z.b 10 Watt abzieht bedeutet es das es sich auch mit dieser Leistung erwärmt wird was die Schmierfähigkeit wieder herstellt. Ist bei kleinen Leistungen ein Faktor wenns um wenige Watt geht aber wenn hunderte Watt fehlen dann würde das Lagerfett und die WKA zu brennen beginnen.
Gruß Hans
Ede
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 14:21 Uhr  ·  #27
Moin zusammen, eine Idee von mir:

Drehzahl x Drehmoment ergibt ja bekanntlich die Leistung.

-> Wenn die Lager nun schwergänig sind kommt der Rotor ja nicht auf Drehzahl.
-> da der Rotor nun mit einer zu geringen TSR Zahl dreht, erzeugt das Blattprofil ja abseits vom Optimum auch nicht das volle Drehmoment.

-> somit ist die Rotor-Leistung evtl. nur ein Bruchteil von dem was unter optimalen Bedingungen möglich ist?

-> und wo keine Leistung vom Rotor kommt, wird auch nicht viel in Wärme umgesetzt werden.

(evtl. auch noch verschärft duch Eisansatz an den Blättern. Denn ich glaube nicht, das man eine dünne klare Eisschicht auf dem Profil nur mit dem Blick von unten zu 100% auszuschließen kann?
Wenn die Blätter unsymetrisch vereisen, dann gibts Unwuchten. Das macht den Rotorlauf auch nicht besser...
Und wenn Vereisung auftritt, dann auch nur bei diesen Temperaturen um 0 Grad, das Problem gibts bei den großen WKA genauso.)


-> Resultat ist die geringe Generator-Leistung?


Evtl. bin ich aber auch auf dem Holzweg?
Gruß Ede
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 13.03.2013 - 16:00 Uhr  ·  #28
Windfried
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Profilverschmutzungen

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Gepostet: 14.03.2013 - 20:49 Uhr  ·  #29
@ all:

Selbst wenn ich hier wieder den Onkel Wichtig gebe,
so ist Blattverschmutzung, und dazu zählt aerodyn. ne Eisregen-Schicht auf jeden Fall, nicht ohne,
wie der Anhang illustriert.

Gleitzahl ist Ca/Cw

Ist auch profilabhängig.
NACA 4415 könnte in Frage kommen: Gerade Unterseite, 4% Wölbung.
Das LS-1 wird nicht verbaut worden sein, leider, denn das eignet sich eher bei Anlagen mit Pitchverstellung. (Zu wenig Wölbung, fast symmetrisch).
Verschmutzung kann schon bedeuten; Reste von zerdonnerten Insekten oder anhaftender Saharastaub, wie zuweilen auf den Kanaren.
Da ist Eisbelag oder Raureif schon eher starke Verschmutzung. Nicht umsonst werden Flugzeuge enteist.

Woran es bei Euch wirklich liegt, weiß ich natürlich nicht.

Gruß, W.
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 14.03.2013 - 23:02 Uhr  ·  #30
Danke für Eure Erklärungsversuche. Aber eine signifikante Änderung des Profils durch Eis lag nicht vor. Ich habe in Momenten des Langsamlaufes/Stillstandes der Turbine aus 12 Meter Entfernung die Repeller mit dem Fernglas untersucht, Da kann man noch Fliegenbeine erkennen. Es gab kein Eis. Und selbst wenn es welches gegeben hätte, dann wäre es sicherlich einigermaßen gleichmäßig verteilt gewesen und hätte das Profil nicht derartig verändert, dass 90% an Leistung verloren gegangen wären.

Außerdem macht die Turbine selbst bei nur 100 Watt Leistung rund 150 Umdrehungen pro Minute. Da kann infolge der Fliehkraft kaum Eis hängen bleiben. Bei der Enteisung von Flugzeugen werden hauptsächlich die Flächen für den Start enteist.Wahrend des Fluges sind sie dann beheizt. Propeller haben das wegen der Fliehkraft nicht nötig. Wenn das anders wäre, würde jede Propellermaschine bei Minusgraden abstürzen.

An das Versteifen des Schmierfettes mag ich auch nicht wirklich glauben. Hochwertige Fette - und nach Herstellerangaben handelt es sich hier um Fette aus der Luft- und Raumfahrt - behalten ihre Eigenschaften auch weit in den Minusgradbereich hinein. Minus 200 sind da eigentlich problemlos machbar. Und bei mir waren wir bei knapp unter Null.

Bisher hat der Hersteller noch nicht auf meine Anfrage geantwortet...

Dieter
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 08:30 Uhr  ·  #31
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 09:32 Uhr  ·  #32
Hallo zusammen,

seit gestern weiß ich, wie verschneite und vereiste Repellerblätter aussehen.
Das Paradoxe daran war, das die Anlage bei unter 3 m/s anlief ?
Darum schließe ich Repellerprobleme definitiv aus. Ich habe die Bilder
noch Zuhause auf dem PC. Falls interesse besteht, kann ich die nochmal
hier hochladen.

Viele Grüße

André
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 14:32 Uhr  ·  #33
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 14:37 Uhr  ·  #34
Vielleicht kannst Du uns auch erklären, ob sich das Eis im Stand oder beim Laufen gebildet hat... Bei uns herrschen inzwischen wieder positive Temperaturen und 30-40 km/h Wind. Das Leben ist schön! :-)

Dieter
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 16:26 Uhr  ·  #35
Hallo in die Runde,

hier nun die versprochenen Bilder.
Die Qualität leidet natürlich unter dem Uploadlimit. Ist aber damit Modemfreundlich.. :D

Der Repeller hat definitiv die ganze Zeit gestanden, als er vereiste. Windchill gemessen
in 21m Höhe am Masten : ca. -3 - -8 °C. Am Tag zuvor war er nicht vereist.

Hier nun die Bilder:









Da kann man schön erkennen, das die Blattkanten schön frei geblieben sind. Gestern hat die Sonne die Blätter ebenfalls von der Rückseite bestrahlt. Heute ist alles wieder weg und der Rotor ist frei.

Viele Grüße

André
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 21:22 Uhr  ·  #36
Hallo Andre,
bei solchen Bildern wunderst Du Dich aber nicht wirkich, dass die Mühle verzögert anläuft, oder?
Beim Start hast Du ja nur bischen Unterseitenauftrieb, genau über die Fächen, die hier mit Schnee verkrustet sind.

Dass, wenn bei Betrieb plötzlich Nasschnee einsetzt und die Nasenkante besetzt, die Profile nicht mehr das sind, was sie mal waren, mag auch klar sein.

Habe aber noch einen ganz anderen Verdacht:
Da ist ein Ringspalt zwischen Spinner und Gehäuse. Irgend sowas zwischen Nabe und Generator wird es bei jeder HAWT geben.
Wenn sich da natürlich über Nacht Schnee oder Rauhreif abgesetzt hat, so dass sich die Komponenten berühren,
wenn das bei Minusgraden dann auch noch zusammen sintert.....Gedankengang klar?

@ Dieter:
Zitat
Bei der Enteisung von Flugzeugen werden hauptsächlich die Flächen für den Start enteist.Wahrend des Fluges sind sie dann beheizt. Propeller haben das wegen der Fliehkraft nicht nötig. Wenn das anders wäre, würde jede Propellermaschine bei Minusgraden abstürzen.

Mag sein, dass Flügel beheizbar sind. Brauchen die aber vermutlich selten. Warum?
Luftreibung heizt sie auf.
Bevor einer denkt, jetzt spinnt er aber: Über die Concorde weiß ich, dass sich die Außenhaut im Flug auf bis zu 110°C aufgeheizt hat.
Dazu folgendes Zitat: Aufgrund der enormen Reibungshitze verlängert sich die Concorde beim Mach-Flug um zirka 14 Zentimeter. Im Cockpit, zwischen den Instrumententafeln des Flugingenieurs, gab es zum Beispiel während eines Mach-Fluges einen fingerbreiten Spalt, der nach der Landung nicht mehr vorhanden war.
Wer Zeit übrig hat, kann ja mal nachrechnen. Außenhaut AL-Leg, Längenausd.-Koeffizient sicher zu finden, ca. 60m Rumpflänge.
Mein Kommentar: Erstaunlich, aber irgendwas muss mit der Menge an Antriebsleistung ja geschehen.

Erwärmung durch Luftreibung gilt mit Sicherheit auch für Propeller (und reduziert für Repeller) nur müssen sich letztere erst mal drehen.
Bei Temperaturen um 0° Feuchtigkeitsauscheidung und auch Vereisung auf der Saugseite größer, da Unterdruck und Verdunstungskälte.
Bei richtigen Minusgraden ist Luft zu trocken. Da klebt auch keine Schneeflocke an der Autoscheibe.

Dass es für Wälzlager wesentliche Einlaufzeiten gibt, wäre mir neu.
Normalfett im Sinne von Lithiumseifen-Fett ist gewiss bei -20° auch brauchbar, s. Auto. Steifer wird es aber.
Mag welche geben, die geschmeidiger bleiben. Wenn Kalkseifenfett benutz wird, dann gute Nacht.
Ob "der chinesische Hersteller" das reinrührt, was der "dt. Produzent" seinen Kunden erzählt, ist eine ganz andere Frage.
Bei den ruinösen Preisvorstellungen der "1.Welt" auch kein Wunder.

Aber, wie ich höre, kam Wärme kam Happyness.

Gruß, W.
Windfried
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Noch ne Idee

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Gepostet: 15.03.2013 - 21:27 Uhr  ·  #37
Was ist das für ne blaue Lufthutze am Gehäuse? Kühlluftführung für Generator?
Kam da was rein, was gefrieren konnte?

Gruß, W.
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 22:13 Uhr  ·  #38
Hallo Windfried,

das die Mühle mit solch vereisten Blättern keine richtige Aerodynamik mehr aufweist, ist klar.
Nur die Tage davor, wo es akut war, waren die Blätter alle Tip-Top in Schuß !

Ich kann mir nur noch die Lager erklären. Das Fett wird da wohl etwas übler mitgespielt haben. Es war, auch durch den Wind-Chill, ja doch sehr kalt und hat die Metallteile ordentlich durchgekühlt.
Die blauen Elemente an der Hutze sind Kühlhutzen für den Generator.

Viele Grüße

André

PS.: Morgen früh wird sie sich wohl wieder ordentlich drehen... ;-)
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 15.03.2013 - 22:55 Uhr  ·  #39
Zitat

Mag sein, dass Flügel beheizbar sind. Brauchen die aber vermutlich selten. Warum?
Luftreibung heizt sie auf.


Das ist leider nur sehr, sehr bedingt richtig oder eher falsch. Das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig könnte Dir Dutzende von Flugzeugabstürzen nennen, bei denen Vereisung eine Ursache war. In der Fliegerliteratur findest Du hunderte anderer Beispiele von Beschreibungen von Vereisungen. Eine Mach-2-Maschine, wie die Concorde, kann in Sachen Temperatur nun wirklich nicht als Beispiel dienen. Im übrigen hatte der Vogel so viele technische Mängel, dass man ihm aus heutiger Sicht mit Sicherheit nicht die Flugtauglichkeit bescheinigen würde.

Einen kleinen Einblick ins Thema findest Du hier: http://www.cosmiq.de/qa/show/2…erhindern/
Wenn Du einmal unter "Flugzeugabsturz durch Vereisung" googelst, findest Du reichlich Stoff.

Propeller vereisen wegen der enormen Fliehkraft im Betrieb praktisch nicht. Schnelllaufende KWA Repeller in meinen Augen auch nicht. Bei André ist die Vereisung im Stillstand entstanden. Und, so wie es auf dem Foto scheint, ist das auch weniger eine Vereisung, die auf den Repellern infolge der Luftfeuchtigkeit "gewachsen" ist, sondern eher Flugschnee, der dort haften geblieben und dann durch den kalten Luftzug veharscht ist.

Die Probleme, die den Ausgangspunkt für diesen Thread bilden, entstanden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht aus aerodynamischen Gründen. Selbst Lagerprobleme möchte ich eigentlich ausschließen. Meines Erachtens nach liegt die Ursache im Elektro- oder Software-Bereich...

Dieter
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Re: Antaris KWEA - Wann sind die Lager eingelaufen ?

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Gepostet: 16.03.2013 - 01:20 Uhr  ·  #40
Eigentlich ist für mich eine Nebensache da ich nicht betroffen war aber mich interessiert spitzfindiges.
Lager schließe ich aus vorher von mir genannten Gründen aus denn wenn 3 Grad soviel ausmachen ist wäre der Rotor bei -5 oder -10 komplett verriegelt. Da müsste schon Teer (Bitumen) in den Lagern verfüllt sein ;-)
Aerodynamik unter gewissen Umständen möglich aber das müsste schon optisch ersichtlich sein.
Bei Stargazer tippe ich eher auf eine ungünstige Strömung die von Baum /Gebäude oder sonst was verwirbelt war da er meinte Ostwind und es klang so wie wenn dies bei ihm selten auftritt und die WKA da keinen guten linearen Wind Durchzug hatte.
Bei Dieter nehme ich auch eher irgendwas in der Regelung an. Der Hersteller wird wohl eher den Frühling kommen lassen damit wieder Ruhe einkehrt als eine Schwäche des Produkts offenzulegen.

Mir erscheints so als ob das ganze unter "Bermuda Syndrom" läuft, jahrelang ok und dann läuft bei einem was nicht optimal und jeder guckt und denkt sich bei mir auch und wusch kommt alles in den selben Topf was verschiedene Umstände hat.
Wenn von 50 Usern 3 schreiben bei mir auch ist schon ein Hype im Gange. (Pferdefleisch war ja ehrlicherweise auch eher eine Bereicherung zu den sonstigen Schlachtabfällen...)
Soviel zu Wka´s die bei 1 Grad gut laufen und nur bei bei 2-3 Grad weniger nicht.

Das mit der Concorde ist für mich geschichtlich interessant, das wars dann von meiner Seite..

Gruß Hans
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