Wieder ein Laderegler

 
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Wieder ein Laderegler

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Gepostet: 09.11.2007 - 18:27 Uhr  ·  #1
Hallo liebes Forum.

Ich bin auf der Suche nach einem Laderegler für ein Windrad bie 1KW, den ich selbst ohne viel Elektro-Technik Wissen zusammenbauen kann.

Die Anforderungen:






          Es können auch gerne zwei unterschiedliche Schaltungen sein.

          Ich hab mittlerweile 3 Schaltungen zu Auswahl:







                Welche der oben gennanten Schaltungen erfüllt am Besten meine Ansprüche?

                Vielen Dank Herti
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                ????

                 · 
                Gepostet: 09.11.2007 - 22:22 Uhr  ·  #2
                Hallo Herti, deine Fragestellung ist noch unklar


                gruss ,...
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 10.11.2007 - 10:59 Uhr  ·  #3
                Ok, die Frage ist welcher der oben aufgeführten Laderegler erfüllt am Betsen folgende Anforderungen:

                - Einfache konstruktion mit Materialien, die es in jedem defekten TV oder Radio gibt

                - Muß ich bestimmte Teile kaufen, so soll es die auch in einem Entwicklungsland zu Verfügung stehen (also keine IC o.ä.)

                - Der Eigenverbrauch sollte so minimal wie möglich sein

                - Die Bedienung sollte ohne Vorkenntnisse erfolgen können
                *!*!*!*!*
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 10.11.2007 - 12:08 Uhr  ·  #4
                Hallo zusammen,
                @ Herti,

                Die von Dir im Bild aufgezeigten Schaltungen würden für Deine
                angestrebten Ziele vollkommen ausreichen.

                Ich bin auf der Suche nach einem Laderegler für ein Windrad bie
                1KW, den ich selbst ohne viel Elektro-Technik Wissen zusammenbauen
                kann.

                Um das vor Ort umzusetzen, also Beschaffung der Teile aus dem Schrott,
                dazu wirst Du jemanden brauchen, der eine entsprechende Ausbildung
                hat.
                Er müßte in der Lage sein baugleiche oder ähnliche Teile zu bestimmen
                und entsprechend einzusetzen. Er müßte also eine Art "Vergleichsliste"
                haben, um solche Bestimmungen vornehmen zu können.


                Wäre es nicht einfacher, solche Teile, die es ja bei uns im Überfluß
                gibt, vorsortiert in größeren Mengen an den Empfänger vor Ort zu
                verschicken?

                Hast Du allerdings vor Ort einen entsprechend ausgebildeten Mann
                (Elektroniker o.ä.) mit Zugang zu solchem Elektronik-Schrott, dürfte dies
                ebenfalls machbar sein. Ohne eine solche Kraft halte ich es für
                problematisch im DIY-Verfahren solche Schaltungen vor Ort zu bauen.

                Ein anderer Weg wäre gangbar, wenn es kein Problem wäre ein paar
                Batterien zu besorgen.
                Jetzt wird bestimmt ein Aufschrei durch die Reihen unserer Elektronik
                Spezis gehen :lol: , aber es geht zur Not auch ohne solche Regelungen.
                Wenn man eine kleinere Mühle hat, dann muß die Batterie eben
                in bestimmtem Rythmus (der es einem eben unmöglich macht die Batterie
                zu überladen) gewechselt werden, dies kostet etwas Zeit und
                Aufmerksamkeit, wäre aber machbar und funktioniert prima!

                Gruß
                Günter
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 10.11.2007 - 17:26 Uhr  ·  #5
                Sollte sich keine Möglichkeit finden einen solchen Regler zu bauen, werden die Batterien wirklich "per Hand" überprüft. Nur ist die Frage, ob wir den Leuten ein solches Wissen aneignen können.

                Vom Import solcher Teile möchte ich, soweit es mir möglich ist Abstand nehmen. Da wir wahrscheinlich mit den MAgneten schon genug Probleme gibt. Außerdem soll der Hauptanteil der Wertschöpfung eines solchen Windrades im Land selbst verbleiben.

                So wie ich das sehe, wird es das größte Probelme sein, gleiche oder ähnliche Teile für die beiden Transistorentypen zu finden.

                Ich würde gern mal die Schaltung ausprobieren, scheitere aber schon an einer Materialliste für Conrad. DOrt gibt es je 3 verschiedene BD 140 oder BC 148...
                *****
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 15.11.2007 - 08:55 Uhr  ·  #6
                Hallo Herti,


                Zu dem abgebildeten einfachen Überladeschutz kannst Du als Schalttransistor für das Relais den BD 140 ohne die Endung 10 bzw.16 nehmen. Best.Nr.: 155406-F0 bei Conrad zu 0,45€ (80V, 1,5A)
                Für den BC 148 (ist irgendwie nicht mehr zu finden) ist ein BC 107 (auch schon ein alter Universaltyp) einsetzbar. Ein ähnlicher NPN Transistor mit 50V, 0,1A / 0,3W ist auch verwendbar.


                Gruß
                Harald
                *****
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 15.11.2007 - 11:55 Uhr  ·  #7
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 09:18 Uhr  ·  #8
                Vielen Dank noch mal für die Hilfe, die Ihr bisher gegeben habt.
                Nach längerer Versuchs- und Frustrationsphase habe ich endlich einen brauchbaren Prototypen für die Schaltung gebastelt.
                War alles andere als einfach für mich, und ging auch nur mit Unterstützung eines Elektroingenieurs. Ich werde also noch etwas Nachhilfe in Bezug auf E-technik nehmen müssen.

                Die Schaltung sieht wie folgt aus:

                Ich hab mir ein lineares Labornetzgerät gekauft, mit dem ich die obere Spannung auf ca 14,1V einstellen konnte und die Einschaltspannung bei 13,6V. Alles wunderbar hat funktioniert. Der Elektroningenieur empfahl mir aber den Ladestrom nicht direkt über die Schaltung fließen zu lassen, sondern vielmehr die Schaltung wie ein Voltmeter an die Batterie zu klemmen:

                So hab ich das gemacht, bis auf die Tatsache, dass ich keine geeignete Schottydiode hatte, die ich dazwischen klemmen konnte.

                Leider kam es so wie ich es befürchtet hab. Nachdem ich die Schaltung angeschlossen habe, hat das Windrad hochgedreht und 120Watt gebracht. Obwohl die Batterie eine Spannung von 13,00Volt hatte löste die Schaltung aus und ging erst wieder aus, als das Windrad fast stand…. Als Verbraucher hab ich eine 55W Autohalogenlampe eingehängt.

                Jetzt hab ich die Schaltung so eingestellt, dass das Relais den Zusatzverbraucher schon bei ca. 13,8V zuschaltet. Jetzt hat das Relais gerattert. Bei ca 30-40Watt Leistung hat es bestimmt 1Hz gemacht… Die Lampe ging an und aus und meine Stimmung in den Keller. Bei höherer Leistung (die ich jetzt mal mit Spannung gleichsetzte) hat die Lampe ohne an und auszuschalten geleuchtet. Das ist zwar nett, aber meine Batterie wird davon leider nicht voll.

                Das Problem ist einfach, dass die Spannung, die an der Batterie anliegt wenn das Windrad volle Leistung bringt manchmal bis zu 15-16Volt beträgt. Da kann die Schaltung ja nur auslösen.

                Ich bin wirklich am verzweifeln. Einmal, weil ich durch meine amateurhafte E-technik Erfahrung einfach selbst keine Lösung finde und dann weil dies Schaltung doch funktionieren muß…..

                Liegt es tatsächlich an der fehlenden Diode? Darf die Ladespanung eigentlich über 14Volt liegen? Wie übergehe ich das Problem und messe wirklich nur die Batteriespannung? Wie machen das die Hightechladeregler????

                In einem der „Einfälle statt Abfälle“ Bücher hab ich zu dieser Schaltung noch gelesen, dass die Größe des Glättkondensators größer sein muß, je kleiner der Zusatzverbraucher ist, da das Relais sonst eben rattert. Liegt es also daran, dass die 55Watt Birne für meinen 4700uF Kondensator zu klein ist???? Ich versteh die Welt nicht mehr..

                Vielen Dank für Eure Hilfe!!!!
                Moderator
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 09:47 Uhr  ·  #9
                Wenn du die Elektronik so verwenden willst, solltest du zum zu und Abschalten eine Hysterese verwenden. Das bedeutet grob gesagt, dass die Schaltung bei absinkender Spannung bei einer niedrigeren Spannung ausgeschaltet wird, als die, bei der sie eingeschaltet wurde. Dafür bietet sich ein Schmitt-Trigger an. Ein Rattern des Relais wird so verhindert.

                Unter Umständen solltest du statt des Relais auch einen Leisuntstransistor verwenden.
                Ich werde denmnächst auch eine Schaltung zusammenlöten. Ich verwende einen BTS432, aber auch ein IRFZ44 oder ein BUZ11 sind ganz gut geeignet. Am besten wäre aber, wenn du irgendwoher einen SUP 85N06-05 bekommen kannst.
                *****
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 10:04 Uhr  ·  #10
                Hallo Herti,


                Die Schottky- Diode muss unbedingt eingeschleift werden.

                Ohne diese Diode wird die Schaltung je nach Laststrom und Generatorspannung schwingen!

                Der Generatorstrom soll ja nur quasi (fast) kurzgeschlossen werde und nicht die Batterie.
                Ohne Diode misst die Schaltung den Spannungsabfall beim Einschalten der Last und kommt so in das von Dir beschriebene Schwingen, bzw. Rattern des Relais. Schalte eine Diode wie im Schaltplan zu sehen ist dazwischen! Die Leitungsquerschnitte (Regler zur Batterie) sollten recht groß sein um eine sehr starre Verbindung ohne Spannungsabfall zur Batterie herzustellen.
                Gebe mir Deine Adresse bekannt um Dir eine geeignete Diode als Wahrensendung zusenden.

                Gruß
                Harald
                *****
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 10:59 Uhr  ·  #11
                Hallo XXLRay,

                Abgesehen von diesem von Herti nach gebauten Überladeschutz gibt es noch eine Vielzahl von ähnlichen Schaltungen.
                Da währe noch die von Alfred und in Elektor erwähnte Schaltung. Alfred erzeugt in einem Eigenbau "Heizziegel" noch Wärme von dem Überschuss an Energie. Ich selbst werde die Elektorschaltung mit dem Powermosfet als Schalter nachbauen und den Überschuss zum anheben der Temperatur meiner kleinen Batteriebank verwenden. Vor einigen tagen hatte der Kelleraum nur 8 Grad C. Eine passende Platine wird mir von einem lieben User zur Verfügung gestellt.

                Die Schaltung die Herti aufgebaut hat besitzt Trimmer für die Ein- und Ausschaltspannung, somit ist je nach Einstellung eine Hysteres, also eine Spannungsdifferenz vorhanden. Das Rattern erfolgt durch die nicht eingebaute Diode, siehe mein Bericht.
                Mit deiner Meinung einen Leistungstransistor oder Mosfet als Schalter zu verwenden bin ich einverstanden. Diese Powermosfets sind mittlerweile billiger als ein Lastrelais und haben auch keinen Kontaktverschleiß.
                Habe mir bei Ness.. den SUP 85N06-05 für 1,95€ geordert.
                Da mein Laderegler nur Max 20 A Last schalten kann und ich noch Erweiterungen mit größerer Last an meine Anlage anhängen will, werde ich noch eine Zusatzschaltung mit besagtem Powermosfet bauen. Bei 10V Gatespannung hat dieser laut Datenblatt nur 5 mOhm Widerstand. Die Ansteuerung erfolgt mit der Plusspannung der Anlage. So ist gewährleistet, dass wenn der Tiefentladeschutz des Laderegler anspricht auch die Spannung am Gate des Mosfet auf Null sinkt und die zusätzliche Anlagenerweiterung abschaltet. Um meine komplette 12 V Anlage abzuschalten habe ich in der Nähe in einer Unterverteilung einen Lasttrennschalter eingebaut um die komplette Spannung aller Verbraucher abzuschalten. Eine zusätzliche Batterie versorgt dann noch die Alarmanlage.
                Wenn jemand die kleine Zusatzschaltung als Schaltplan benötigt, einfach ein Mail zusenden!

                Gruß
                Harald
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 11:49 Uhr  ·  #12
                Mit Hysterese war nicht der Abstand zwischen ein und Ausschaltspannung gemeint. Stellen wir uns mal vor, die Batterie wird durch einen Verbraucher mehr belastet, als das Windrad nachladen kann. irgendwann ist dann die Abschaltspannung erreicht und der Verbraucher wird von der Batterie getrennt. Das Windrad läd aber weiter und so ist innerhalb von wenigern Augenblicken schon wieder die Einschaltspannung erreicht und der Verbraucher wird zugeschaltet. Kurz darauf ist wieder die Abschaltspannung erreicht und der Verbraucher wird getrennt und so weiter und so fort. Als Folge rattert das Relais.
                (In diesem Fall dürfte aber wirklich die von dir beschriebene fehlende Diode der Grund für das Rattern sein)

                Hysterese bedeutet nun, dass Ab- und Zuschaltspannung unterschiedlich sind.
                Nehmen wir das oben genannte Beispiel:
                Die Abschaltspannung von 13,6V wird erreicht. Wenn eine Hysterese einstellbar ist, wird der Akku nun z.B. erst auf 13,7V geladen, bevor der Verbraucher zugeschaltet wird. Dieser kann nun für einen längeren Zeitraum (bis die Spannung wieder auf 13,6V abgesunken ist) die Batterie belasten. So wird ein Rattern in den Grenzbereichen vermieden.
                Ähnlich Verhält es sich z.B. wenn Die Batterie geladen ist und der Verbraucher keine große Leistung umsetzt. Irgendwann ist die Ladeschlussspannung von 14,1V erreicht und der Ladekreis wird abgeschaltet. Der Verbraucher lässt die Spannung absinken und der Ladekreis wird sofort wieder zugeschaltet. Die Folge ist wieder ein Rattern des Relais.
                Über eine Hysterese könnte man aber folgendes erreichen. Die Ladeschlussspannung von 14,1V wird erreicht und der Ladekreis wie vorher abgeschaltet. Allerdings sinkt die Spannung nun zunächst bis auf z.B. 14,0V, bevor der Ladekreis wieder zugeschaltet wird. Somit wird auch hier ein Rattern vermieden.

                Ich kenne die Schaltung aus dem Einfälle statt Abfälle-Heft und bin mir ziemlich sicher, dass eine solche Hysterese eben nicht einstellbar ist.
                *!*!*!*!*
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 21.01.2008 - 17:01 Uhr  ·  #13
                Hallo zusammen,

                ich glaube ich werde doch langsam zu alt um hier noch mitzuhalten bzw.
                hierzu eine Beurteilung abzugeben.
                Wenn ich mir die Schaltung von Herti (Blockschaltbild) anschaue, dann
                gehe ich davon aus, daß der Plus des Generators zum Laden an den Plus
                der Batterie geht. Die Richtung der Strompfeile müßte also rechts herum
                gehen. Hier liegt nun die Diode in Sperrrichtung, für mich ist hier
                überhaupt keine Ladung möglich. Falsch eingezeichnet? :lol:

                @ Herti
                Um die Schaltung zu beurteilen wäre es besser den kpl. Schaltplan zu
                sehen, dann kann man auch den Einsatz der Potis besser beurteilen.
                Ich entnehme Deinem Wortlaut:

                Bei höherer Leistung (die ich jetzt mal mit Spannung gleichsetzte)
                hat die Lampe ohne an und auszuschalten geleuchtet. Das ist zwar nett,
                aber meine Batterie wird davon leider nicht voll.


                daß Du befürchtest, beim Ansprechen des Relais würde die Batterie nun
                nicht mehr geladen.
                Ganz so ist das nicht, so wie man das dem Blockschaltbild entnehmen
                kann wird der zusätzliche Verbraucher parallel zugeschaltet. Hierdurch
                wird die Spannung je nach Verbraucherleistung abgesenkt, aber die
                Batterie wird nicht "abgeschaltet". Es sei denn dies wäre aus dem
                Blockschaltbild nicht zu ersehen.

                Windkraft ja bitte Art? Hast Du den genau nachgebaut?
                Sieht aus wie der Solarregler von Seite 90 (Solarstrom in 12V Anlagen)
                Da schreibt der Christian Kuhtz ja gleich dazu, daß bei Einsatz eines
                "nicht zu starken" Verbrauchers die Gefahr des Ratterns besteht.
                deshalb hat er den Glättungskondensator "G" parallel zum Relais
                angehängt.
                Seine Schaltung war aber glaube ich in erster Linie dazu gedacht, bei
                zu hoher Ladespannung eine zweite Batterie parallel zuzuschalten.

                Ich denke die Schaltung tut hier genau das was sie soll, sie überwacht
                die Ladespannung, damit die max. zulässige Ladespannung nicht
                überschritten wird. Wobei die Überwachungsschaltung in einfacher
                Ausführung nicht unterscheiden kann, ob die "Klemmenspannung" der
                Batterie jetzt 13,8V als stabiler Ladezustand oder als Folge einer
                momentanen Höchstleistung des Generators entspringt.
                Bei Einsatz einer zweiten Batterie als "Verbraucher" würdest Du hier auch
                die erzeugte Energie speichern und nicht "verbraten".

                Eine andere einfache Art die Spannung nicht so sporadisch ansteigen zu
                lassen, ist es gleich eine Batteriebank aufzubauen. Hier ist es nicht so
                einfach für die Generator -Ladespannung so hoch ansteigen zu können.
                Vor allen Dingen,wenn Du einen leistungsstarken Generator besitzt.
                @Harald
                @XXLRay
                Der Einsatz von Leistungselektronik bei leistungsstarken
                Scheibengeneratoren ist problematisch wie ich selbst erfahren mußte.
                Diese Generatoren sind in der Lage Spitzenströme in stürmischen Boen
                bis zu 60-80A zu erzeugen, je nach Bauart noch mehr. Wird die Batterie
                abgeschaltet und alles über den Shunt verbraten weil die Batterie
                tatsächlich voll ist, ist es besser gleich alles mit 200% Sicherheit
                auszulegen.z.B. mehrere Endstufen mit Kühlung parallel.


                Gruß
                Günter
                Westerwald
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 09:13 Uhr  ·  #14
                An alle User,

                Damit wir nicht aneinander vorbeireden, hier meine Ansicht über die Funktion des Überladeschutz, etwas genauer beschrieben.

                Laut Duden: Was ist eine Hysterese

                [gr.]: Das Zurückbleiben einer Wirkung hinter dem jeweiligen Stand der sie bedingenden veränderlichen Kraft.
                Fachbegriff Physik: Verzögerte Wirkungsänderung nach Änderung der Ursache.

                Die in der Plusleitung eingezeichnete Schottky- Diode ist als Ventil anzusehen. Die vom Windrad erzeugte Spannung treibt einen Strom durch die Diode zum Akku. Ein zurück zum Windrad und der angeschlossenen, über Relaiskontakt, gesteuerten Last ist nicht möglich.
                Die Diode verhindert somit, dass der Akku nicht mit der Last z.B. Heizung oder andere Überlastverbraucher belastet wird.
                Das ist auch der Grund warum die Schaltung ohne Diode sich in einen "Blinker" verwandelt hat.
                Die Schaltung soll um die exakte Spannung am Akku zu messen über entsprechende kurze und große Querschnitte an den beiden Pole angeschlossen werden.
                Um schnelle Spannungsänderungen zu kompensieren ist der 5000yF Elko vorhanden. Sind eventuell noch Störspitzen im 12 Volt Anlagen Netz vorhanden sollte noch ein oder mehrere Keramik Kondensatoren parallel zum Elko gelötet werden um zu verhindern, dass die Transistoren diese Störungen nicht als Einschaltimpuls werten.
                Die Beiden auf der Platine durchgehenden Plus- und Minusleitungen sollten mindestens mit einem 2,5 mm² Massiven Kupferdraht hergestellt werde, besser noch zweifach 2,5 mm². Hier darf so gut wie keine Spannung, auch nicht im mV Bereich abfallen.
                Verbraucher wie Licht, TV, Pumpen und Wandler müssen separat an die Akkupole angeschlossen werden. Die Verbraucher dürfen diese Schaltung nicht belasten, sonst kommt es auch zur Schwingneigung der Schaltung und zum "Blinker" Effekt.
                Die mit mindestens 2,5 mm² vom Relaiskontakt herausgeführten beiden Leitungen wie in der Schaltung zu sehen können oder sollen so nahe wie möglich in Richtung zu der Ankommenden Leitung des Windgenerators angeschlossen werden.

                Beispiel ohne Verbraucher wie Licht usw.:

                Einschaltspannung ist auf 14,1 V, Abschaltspannung auf 13 Volt an den Trimmer eingestellt.
                Bei ca. 14,1 Volt zieht das Relais dann an und dessen Kontakt wird geschlossen. Um diesen Vorgang einzuleiten muss natürlich der Generator genügend Spannung erzeugen 14,1 plus 0,5 V Abfall an der Diode gleich 14,6 Volt oder höher. Die Schaltung richtet sich wenn sie starr ohne große Übergangswiderstände an den Akku angeschlossen ist, immer an dessen Spannung und nicht an der zur Zeit erzeugten Generatorspannung.
                Die bei genügend Wind weiter erzeugte Spannung mit entsprechendem Stromfluss fließt über den Relaiskontakt und den Überlastverbraucher in dem dieser dann in Folge von Wärme verbraten wird.
                Dieser Zustand, geschlossener Relaiskotakt, bleibt solange bestehen bis die Akkuspannung auf den unteren eingestellten Wert sinkt.
                Ist dieser Zeitpunkt gekommen, öffnet der Relaiskontakt und bei genügend erzeugter Generatorspannung wird der Akku wieder bis 14, 1 Volt aufgeladen.
                Dieser Vorgang wiederholt sich, wenn richtig gearbeitet wurde, nicht in rascher Folge um einen "Blinker" Effekt zu erzeugen.
                Wird bei vollem Akku jetzt ein Verbraucher zugeschaltet, fällt die Akkuspannung natürlich bei wenig Wind schneller auf 13 Volt ab und die Schaltung lässt das Relais abfallen. Bis die 14,1 Volt wieder erreicht sind.
                Ich möchte noch einmal betonen, dass sich die Schaltung nur nach der Batteriespannung richtet und danach schaltet!
                Ich bin kein großer Schreiber, hoffe aber hiermit doch ein paar Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt zu haben. Bin für jede Berichtigung dankbar.
                Gruß
                Harald
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                Betreff:

                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 09:45 Uhr  ·  #15
                Hallo Günter,

                im Blockschaltbild von Herti sind die Polaritätszeichen am Akku natürlich vertaucht, war mir auf den ersten Blick nicht einmal aufgefallen. Bist halt ein Fuchs!

                Bei bis zu 80A erzeugtem Generatorstrom ist beim Einsatz von Leistungselektronik eine gute Kühlung erforderlich. Am besten mit Zusatzlüfter und entsprechendem NTC als Schalter für den Lüfter.
                Auch die Gleichrichterdioden müssen bei diesem hohen Strom gekühlt werden. Der Originale PWG Laderegler besitzt auch einen zusätzlichen Lüfter, der bei x Grad C einschaltet und die Gleichrichterdioden usw. kühlt. Gute Powerfets als Schalter können schon einiges an Temperatur verkraften. Je nach Typ bis 125 Grad C.
                Bei der Verwendung von Lastrelais sind auch entsprechende mit kräftigen Schaltkontakten erforderlich. Im Handel sind Typen für so um die 70 A zu finden. KFZ Relais können in der Regel 30-40 A. verkraften, wobei die Schaltfolge noch zu berücksichtigen ist.

                Gruß
                Harald
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 10:18 Uhr  ·  #16
                Hallo Harald,

                Du schriebst:

                Die Schaltung richtet sich wenn sie starr ohne große
                Übergangswiderstände an den Akku angeschlossen ist, immer an dessen
                Spannung und nicht an der zur Zeit erzeugten Generatorspannung.


                Nach meinem Dafürhalten gibt es drei unterschiedliche Begriffe für die
                Spg. die hier auftreten.

                1.) Leerlaufspannung ist die eigentliche erzeugte "Generatorspannung"
                2.) Batteriepolklemmenspg. ist die eigentliche Batteriespg. die Auskunft
                über den Ladezustand gibt.(ohne Gen. Anschluß)
                3.) Ladespannung, diese Spannung liegt während der Ladung an den
                Polen an und ihre Höhe stellt sich ein abhängig von der erzeugten
                Gen.Leerlaufspannung und der Batterieklemmenspg.

                Könntest Du dem so zustimmen?

                Der Überladeschutz soll verhindern, daß je nach Einstellung der Potis
                eine max. Klemmenspannung(also die Spg. die den tatsächlichen
                Ladezustand darstellt) von z.B. 14,1V nicht überschritten werden soll.

                Um dies zu beurteilen, müßte (wie es in den Beschreibungen mancher
                Hersteller zu lesen ist) der Überladeschutz in der Lage sein, die Lade-
                spannung kurz abzuschalten um die tatsächliche Klemmenspannung zu
                messen.

                Diese Spannung liegt aber nur an dem Einschaltspannungsteiler an,
                wenn der Generator keine Ladespannung liefert.

                Sobald der Generator. Spg. erzeugt liegt hier dann die sich jeweils
                einstellende Ladespannung an, die je nach Höhe der erzeugten Gen.Spg.
                bis zu 2V oder 3V höher sein kann als die zu kontrollierende
                Batterie Klemmenspannung.

                Dieser einfache Regler sorgt nur dafür, daß die Batterieladespannung
                die voreingestellten 14,1V nicht überschreitet.
                Der Nachteil ist, wie Herti das auch sieht, daß diese
                Ladespannungsbegrenzung auch greift, wenn die Batterie noch leer ist
                und die verbratene Leistung doch bitter benötigen würde.

                Ich möchte noch einmal betonen, dass sich die Schaltung nur nach
                der Batteriespannung richtet und danach schaltet!


                Eben dieses würde ich so nicht unterschreiben.
                Aber dies ist nur meine Meinung und die muß ja nicht die richtige sein :lol: .


                Gruß
                Günter
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                Betreff:

                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 11:16 Uhr  ·  #17
                Hallo Günter,

                Zu 1),2) und 3):

                Stimme ich voll zu!

                Der Überlastregler sieht nur die Batteriepolklemmenspannung, die sich natürlich je nach genügender Generatorladung nach oben ändert.
                Die Ladespannung wird bei Teilentladung der Batterie bei genügender Generatorspannung natürlich erhöhen, und die eventuell bis auf 14,1 Volt ansteigt und die "Überlastschaltung" einschalten lässt. Diese Schaltung berücksichtigt diesen Fall nicht!
                Ein verzögertes ansprechen der Reglung währe hier angebracht um von Zeit zu Zeit die Batteriepolspannung ohne die beaufschlagte Generatorspannung zu messen.
                Diesen Fall hat wohl auch XXRay gemeint und ich habe es nicht verstanden.
                Dieser Faktor ist mir glatt durch die Lappen gegangen.
                Ein Optimales Laden ist mit dieser Schaltung dann nicht zu erreichen wenn ein Generator mit großer Leistung zum Einsatz kommt und die Batteriekapazität nicht so groß ist. Dann werden wohl schnell über 15 V Ladespannung an den Batteriepolen anstehen und das Relais schaltet öfter. Einem Elektronischen Schalter würde das zwar nichts ausmachen, den Relaiskontakten aber umso mehr.

                Gruß
                Harald
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                Betreff:

                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 11:55 Uhr  ·  #18
                Zitat geschrieben von Harald
                Ein verzögertes ansprechen der Reglung währe hier angebracht um von Zeit zu Zeit die Batteriepolspannung ohne die beaufschlagte Generatorspannung zu messen.
                Diesen Fall hat wohl auch XXRay gemeint und ich habe es nicht verstanden.
                Nein, ich meinte nicht, dass die Batteriespannung ohne anliegenden Ladegenerator gemesser werden soll (was aber durchaus sinnvoll wäre), ich meinte tatsächlich, dass die Schaltspannungen eine Hysterese aufweisen sollen. Also dass sich der Einschaltpunkt für den Verbraucher bei ansteigender Spannung vom Abschaltpunkt bei sinkender Spannung unterscheidet. Genau so ein verhalten zeigt z.B. ein Schmitt-Trigger.
                Vielleicht erklärt es der Wikipediaartikel besser, auch wenn sich dort auf magnetische Hysterese bezogen wird:
                http://de.wikipedia.org/wiki/Hysterese
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                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 12:00 Uhr  ·  #19
                Hallo Harald,

                Du schriebst:

                Ein Optimales Laden ist mit dieser Schaltung dann nicht zu erreichen
                wenn ein Generator mit großer Leistung zum Einsatz kommt und die
                Batteriekapazität nicht so groß ist.


                Das ist genau der Punkt, für kleinere Generatoren wird mit hohem Ri
                wird sich kaum eine so hohe Ladespannung einstellen.

                Gruß
                Günter
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                Betreff:

                Re: Wieder ein Laderegler

                 · 
                Gepostet: 22.01.2008 - 12:28 Uhr  ·  #20
                An alle,

                und wie kommen wir jetzt weiter mit unserer Schaltung?

                @XXRay, hat Du eventuell da etwas passendes in der Schublade liegen in Form eines von dir erwähnten Schmitt Trigger der zusätzlich in die Schaltung einzubauen währe?

                @ Günter, bin durch unsere Diskussionen zu dieser Materie mit Hintergrundwissen bereichert worden.
                Es macht mir richtigen Spaß in der Runde. Ohne dieses Bord würde ich in Sachen Windenergie Dumm da stehen.
                Habe in anderer Sache "Englische Roadster" (MGB ) auch so manches Positive in besagtem Bord einbringen können. Nur so am Rande.

                Gruß
                Harald
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