Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

 
agrosse
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Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 19.02.2008 - 10:00 Uhr  ·  #1
Hallo Windradgemeinde,

sitze in der Eifel, also Wind satt. Besitze eine 10qm Solaranlage für die Unterstützung der Ölheizung und zur Warmwasserspeicherung (Duschen etc.). Für die Speicherung der Solarenergie ist ein 500l Wasserspeicher vorhanden. Nun zu meiner Idee. Wenn die Sonne nicht scheint sitze ich natürlich energiemäßig auf dem Trockenen, aber meistens gibt es dafür viel Wind. Wie kann ich die Energie eines Windrades so verwenden, dass er mir den Solarspeicher aufheizt? Was hält ihr von einem Tauchsiederprinzip? Muß ich immer noch eine Batterie als Zwischenpuffer verwenden? Wie groß müsste die Windradleistung sein um ca. 250l von 20grad auf 50grad Celsius über 12 Stunden aufzuheizen?
Würde mich auf eure Antworten freuen!
XXLRay
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 19.02.2008 - 15:02 Uhr  ·  #2
Um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen benötigt man 1,16111 Wh. Du willst 250 Liter um 30 Grad erwärmen, wofür du folglich 250*30*1,16111 Wh = 8708,325 Wh benötigst. So, ich hoffe, jetzt irre ich mich nicht...
Da du zwölf Stunden Zeit hast, teilen wir das ganze durch zwölf, was dann ca. 726 Wh sind. Du benötigst also ein Windrad, das dir über einen Zeitraum von einer Stunde im Schnitt 726 Watt liefert. Wenn man mit einer Windgeschwindigkeit von 5m/s bei einem Wirkungsgrad von 35% rechnet, kommt man auf eine Windradfläche von 726/(5x5x5x0,35) = 16,6 m²
Das ergibt einen Radius von sqrt(16,6/PI) = 2,3m, was ein Durchmesser von 4,6m wäre.
WWWFREAK
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 19.02.2008 - 17:53 Uhr  ·  #3
Hallo zusammen,
rein rechnerisch passt die Überlegung von XXLRay, aber in der Praxis hast
Du selbst bei boeigem Wind keinen Schnitt über 12Std. gesehen von
5m/s Windstärke. Ich habe vor kurzem eine Meßdatenaufzeichnung aus
USA gesehen, über einen Tag verteilt waren hier Spitzen bis 12m/s
aufgezeichnet und der Gesamtdurchschnitt lag bei ca. 3,7m/s, kaum zu
glauben. Warmwassererwärmung ist eine mühselige Sache, man braucht
einen starken Generator (so um die 800 -1000Watt) die an den
Verbraucher gebracht werden können. Keine Batterie dazwischen (bringt
doch nur unnötige Verluste), eventuell direkt mit höherer
Wechselspannung arbeiten, der Verlust in den Zuleitungen wird hier nicht
so hoch, aber wenn das Ergebnis nicht zu frustrierend ausfallen soll,
gilt meiner Meinung nach immer: je größer je besser!
In meinen Augen stellt das Zuschalten der Heizspiralen ebenfalls ein
großes Problem dar, ich weiß wovon ich da rede, hier braucht man eine
vernünftige Regelung sonst paßt die Anpassung der Heizstäbe nicht an
das jeweilige Leistungsangebot des Generators.

Hier darfst Du nicht kleckern 😉

Gruß
Günter
Westerwald
agrosse
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 20.02.2008 - 09:57 Uhr  ·  #4
Vielen Dank für Eure Meinungen,
ein 5m Meter Windrad kann ich mir leider nicht im Garten hinstellen.
WWWFREAK: Ich lese, dass ein Vorschaltgerät notwendig ist, um die Spannung der Heizpatrone zu begrenzen (siehe Heyde-Windtechnik VHZ1500). Ist auf jeden FAll eine teure Sache! Kann denn die Generatornennspannung (z.B. 24V) höher sein , auch wenn eine Last dranhängt? Verstehe die Notwendigkeit dieser Regelung nicht ganz. Wenn die Energie der Windanlage nicht ausreicht um die Heizpatrone zu betreiben, was solls.

Gruß aus der Eifel

Andre
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 20.02.2008 - 13:38 Uhr  ·  #5
Moin - mit den Fragen haben wir uns auch ausführlich beschäftigt..
Das wichtigste - bevor der Preisvergleich verschiedener Anbieter losgeht - ist aber doch die Frage nach Deinem Standort ! Viel Wind - das kann auch viel Wind mit Wirbeln drin heißen... Da spielt die sog. Rauhigkeitsklasse des Geländes und natürlich der Standort mit Nabenhöhe und der direkten Umgebung des geplanten Windrades eine Rolle. Hier gibt es dann gewaltige Unterschiede im möglichen Ertrag ! Bei unseren Anlagen gibt es welche mit einer PWM Regelung der 1400 Watt
Einschraubheizpatrone , und welche mit einer 24Volt Regelung und Pufferakkus : hier wird bei schwachem bis mäßigem Wind über einen automatisch geschalteten WR ein gut auszuwählender Teil des eigenen Hausnetzes versorgt. Erst wenn bei Windstärken von ab 5 bis 6-7 das Heizen auch bei kleinen (2 Meter Durchmesser ) Anlagen lohnt , werden die 3 Elemente der Heizpatrone nacheinander geschaltet. Das ganze ist preiswerter , allerdings auch nicht ganz so elegant wie die Einspeisung /Netzkopplung durch DMI ,SMA, MASTERVOLT und Co..mfg.Cerco
WWWFREAK
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 20.02.2008 - 14:47 Uhr  ·  #6
Hallo zusammen,
Hallo Andre,
was dies "Vorschaltgerät" von Heyde jetzt genau macht, kann man aus
dieser Beschreibung nicht ersehen. Ich vermute mal, daß es die
Heizpatrone erst bei Erreichen einer Mindestspannung zuschaltet.

Wäre die Heizpatrone direkt angeschlossen (mit z.B.300Watt) so würde
die Leistung des Windrades beim Anlaufen unter Umständen nicht
ausreichen und der Rotor würde in seiner Umdrehungszahl "abgewürgt".
Erreicht Dein Windrad aber bei Starkwind dann vielleicht 600-800Watt,
dann kann es sein, daß Dein 300Watt Heizstab unterdimensioniert ist, Dein
Rad läuft auf Grund der geringen Belastung schneller als erwünscht,
erzeugt somit Höhere Spannung und Dein Heizstab kann dann defekt
gehen.
Genau dies ist der Grund für mich, schon seit ein paar Monaten an einer
echten Regelung zu stricken, die mir je nach erbrachter Drehzahl
(Leistung) meine Heizleistung angepasst zuschaltet oder bei Bedarf wieder
abschaltet.

Forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1458

Gruß
Günter
Westerwald
Kuddel
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Heizwindmühle Antaris

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Gepostet: 29.02.2008 - 17:01 Uhr  ·  #7
Hallo, ich bin neu in diesem Forum und suche Leute, die bereits mit Kleinwindanlagen heizen bzw. Erfahrungen gesammelt haben. Wir haben bis jetzt die Antaris 3,5 kw Heizwindmühle mit 6,5 kw Heizstab in die engere Auswahl gezogen. Diese dann mit Helikoptersicherung, Spannungsüberwachung, Schaltschrank und Softumschaltung zum Netzparallelbetrieb bei Erreichen der Kesseltemperatur bzw. im Sommerbetrieb mit Netzwechselrichter Windy Boy 1700. Was haltet ihr davon ? Ist so etwas möglich bzw. wie groß dimensioniert sollte dann der Pufferspeicher sein ? Klar ist Strom erzeugen zum Heizen für viele hier im Forum sozusagen "rausgeschmissene Energie" aber Heizöl ist ja nun auch nicht mehr zum Schnäppchenpreis zu erhalten, daher meine Überlegung, denn Wind haben wir in Brokdorf/Unterelbe in Schleswig-Holstein satt und reichlich. Auf die vorsichtige Anfrage zur Baugenehmigung erhielt ich beim Kreisbauamt nur die Gegenfrage "Was ist denn eine Kleinwindanlage ?". Wer viel fragt bekommt auch viele negative oder merkwürdige Antworten. ??? Wäre nett wenn es Leute gibt die ähnliche Ideen haben oder hatten oder schon durchführen, die uns Erfahrungen mitteilen können.
Menelaos
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 29.02.2008 - 20:26 Uhr  ·  #8
Hallo!
Hier bei uns in Elsfleth gibt es auch eine Heizmühle in der Größenordnung 4m. Der Mensch heizt damit sein Badewasser, indem er die Mühle mit seiner Haustherme gekoppelt hat. Ich habe mir das mal angesehen und war hin und weg. Wenn gut Wind ist, sind die 100 Liter in ein paar STunden warm...wenn....

Bei Warmwasserbereitung braucht er nach eigenen Aussagen im Jahresschnitt etwa 30 Prozent weniger Energie.
Das kann sich schon sehen lassen wobei es wohl mehr der STolz ist der den Erbauer freut als die paar Euro Ersparnis pro Jahr :D
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Re: Windrad zum Aufheizen des Solarwassertanks

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Gepostet: 01.03.2008 - 15:29 Uhr  ·  #9
Moin@all -in unserem Wohngebiet läuft nun schon seit Jahren ein kleiner Windpark(:-))mit 3 anlagen. Hier sind ganz erhebliche Ertrags -Unterschiede einzelner TYPEN zu messen. Heut war die Spitzenboen vor dem einsetzen der Sturmsicherung für 46 Ampere an 31 Volt gut. Damit lässt sich auch mit einem 2 meter rad zuheizen:-) aber besser ist die netzeinspeisung:-) leider auch teuerer..ps.@menelaus-bin leider schon wieder unterwegs:. Bei Interesse am Montag mal ein Auge werfen?(natürlich nur im ü - sinn) mfg. Cerco
Kuddel
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Heizen mit Windkraft

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Gepostet: 02.03.2008 - 11:22 Uhr  ·  #10
Moin allerseits, ich habe zwar die Adressen (keine Namen) von einigen Betreibern von KWAs der Marke Antaris, aber bevor ich jetzt wild durch die Gegend fahre und Leute nerve, vielleicht ist ja der eine oder andere hier im Forum, der mir auch Auskunft geben kann.In Nenndorf / Ostfriesland steht eine Heizwindmühle mit 3,5 kw, das entspricht genau meiner Idee, da würde mich die Ausbeute / Einsparung interessieren bzw. Erfahrungswerte. Bzw. in Aventoft steht eine Anlage mit 3 KW Netzeinspeisung, da wäre ein Meinungsaustausch auch interessant.

Hallo Cerco, wo ist denn das Wohngebiet mit den drei Anlagen, um sich mal schlau zu machen ? Um was für Anlagen handelt es sich denn ?
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