Wasserstoff als Akku

 
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 27.01.2021 - 18:21 Uhr  ·  #61
wie gesagt , ich hab es mal durchgerechnet , irgendwann "Damals hinterm Mond" und bin auf ca 6 euro cent pro gespeicherter kWh gekommen inclusive Ladeverluste ( natürlich eher für Bastler ) war diese Rechnung , jedoch immer noch ein lach ich den teuren Speichern ins Gesicht) , unmöglich was einem manchmal verkauft werden soll !!
Erdorf
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 28.01.2021 - 09:36 Uhr  ·  #62
Aktuell liegen wir bei 46% Ökostromanteil.
Wenn der Anteil weiter steigt, dann kommt es häufiger zu täglicher Überproduktion.
Die kann man dann z.B. im Sommer nicht verwerten.

Spannend sind dann schon Langzeit Speicher um Jahreszeitliche Schwankungen auszugleichen.
Für tageszeitliche Schwankungen ist Wasserstoff wohl eher ungeeignet. Auch wegen dem eher schlechten Wirkungsgrad.

Weil wir schon ein sehr großes Erdgas Netz haben, mit z.B. 3 Monaten 'Kapazität' finde ich Power2gas besser.
Das geht auch mit Wasserstoff + CO2.

Was meint ihr, wofür wäre 'Wasserstoff als Akku' geeignet? Und wofür eher nicht?

Grüße
Carl
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 28.01.2021 - 09:55 Uhr  ·  #63
Meine Meinung:

Wasserstoff für den häuslichen Bereich - da habe ich persönlich kein gutes Gefühl wegen dem nie ganz auszuschliessendem Gefahrpotential.

Synthese und ggf.Umwandlung mit CO2 ausserhalb urbaner Umgebung wäre schon wegen der Bindung von CO2 eine umweltfreundliche Lösung, gute Alternative wie mir scheint. ^_^
FamZim
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 28.01.2021 - 11:07 Uhr  ·  #64
Hallo

Der Aufwand die Solarenergie mit Wirkungsgrad 20 % zu nutzen ist ja halbwegs Rentabel wenn es gesponsert wirt.
Dies alles dann mit 5 % zu Wasserstof zu machen ? gleich 1 % Gesammtwirkungsgrad und auf den Strom dabei zu verzichten, ist nur als Geschenk wirtschaftlich.
Zusätzlich dann in Hochdruckspeicher pressen kostet auch wieder Energie, besser in Gasometer wie früher Gichtgas ist eher Rentabel, wenn das so bezeichnet werden sollte.
Für die Raumfahrt sind Unkosten ja egal oder ?
Zum Vereisen der Platten kommt es eher nicht im Winter da keine Überkapazität zu erwarten ist und der Strom mit lehr geblasenen Platten so genutzt wirt.
Ausserdem erwärmen sich die Platten in der Sonne auch, und durch Kühlung sind diese Effektiver.
Aber nichts für mich.

Gruß Aloys.
XXLRay
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 28.01.2021 - 20:55 Uhr  ·  #65
Zitat geschrieben von Carl
Wasserstoff für den häuslichen Bereich - da habe ich persönlich kein gutes Gefühl wegen dem nie ganz auszuschliessendem Gefahrpotential.

Naja, das Gefahrenpotential dürfte mit einem herkömmlichen Gasanschluss vergleichbar sein.
Menelaos
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 28.01.2021 - 23:42 Uhr  ·  #66
wo gibts denn da mal Komplettpakete? Mit hydrid oder Druckspeichern...überall nur Werbung dafür was mal kommen soll aber nie was wirklich erwerbbares....
Carl
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 09:12 Uhr  ·  #67
@XXLRay: "Naja, das Gefahrenpotential dürfte mit einem herkömmlichen Gasanschluss vergleichbar sein. "

Ja, eben!
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 12:20 Uhr  ·  #68
also nochmal .... ein 40-50 kWh Bleispeicher kostet ca 2500 Euro , hällt ca 20 Jahre 10 tausend watt PV kosten mit der Technick vielleicht 5-6000 Euro ,.... um was gehts grade ?
Erdorf
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 12:46 Uhr  ·  #69
Vielleicht um im Sommer Energie zu Speichern und im Winter zu nutzen?
Vielleicht sogar als Wärme zu nutzen?
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 13:27 Uhr  ·  #70
Absotut , bei einem GasNetz, weches Monate lang Energie speichern kann, macht selbst 50% Wirkungsgrad Sinn
Erdorf
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 13:35 Uhr  ·  #71
Ja, für Leute mit Gasanschluss oder Gastank könnte das passen.
Ich meine man könne ca, 10% Wasserstoff ohne weitere Wandlung z.B. ins Gasnetz einspeisen.
Che
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 14:41 Uhr  ·  #72
@ FamZim: "Gesamtwirkungsgrad 1%"? Elektrolysezellen haben lt. WIKI um 62,5% Wirkungsgrad, größere auch mehr.
Daher mit PV 0,2*0,625=0,125 also 12,5%.

@ Wieso: Generell wäre es wohl denkbar, auch mit Blei für den Winter zu speichern. Vlies-Zellen haben auch nach 6 Monaten noch 80% der Ladung. Wie das bei "PanzerPlatten" in Flüssigkeit ist, weiß ich allerdings nicht. By the way, wo kommt eigentlich der begriff "Panzerplatten" her?

Nun aber mal energetisch: Mein Heizwärme-Verbrauch im Jahr beträgt etwas mehr als 2 MWh, also 2000 kWh. Natürlich hauptsächlich in der sonnenarmen Zeit.
50 kWh Bleispeicher kosten 2.500 EUR.
2000 ..............also.............100.000 EUR! Da kann man sich schon mal nach Wasserstoff umsehen.

Selbst wenn im Oktober und ab März kräftig mit PV nachgeliefert wird, das war ja nur die Heizleistung für 3 Zimmer.

@ Max: Finde den Bericht nicht mehr, wo ne ehem. Mühle mit H2-Technik ausgestattet wurde.
Ersatzweise hier die vielleicht bekannten Links:
https://www.homepowersolutions.de/produkt#content
https://www.pv-magazine.de/202…ers-picea/ , auch mit Leserdiskussionen.

Bezüglich Gefährlichkeit noch:
Die H2-Strecke findet außerhalb vom Wohnhaus statt.
Große Li-Blöcke im Keller sind übrigens auch nicht ungefährlich.
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 14:56 Uhr  ·  #73
Zitat
Nun aber mal energetisch: Mein Heizwärme-Verbrauch im Jahr beträgt etwas mehr als 2 MWh, also 2000 kWh. Natürlich hauptsächlich in der sonnenarmen Zeit.
50 kWh Bleispeicher kosten 2.500 EUR.
2000 ..............also.............100.000 EUR! Da kann man sich schon mal nach Wasserstoff umsehen.


sorry , aber wie Krank rechnest Du ? das sind ca 3000 kW PV , das wird Dir doch langen !!!
Che
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 29.01.2021 - 14:58 Uhr  ·  #74
Speicherkapazität! Und dafür die Kosten.
Erdorf
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 08.02.2021 - 12:41 Uhr  ·  #75
Hallo zusammen,

Das Fraunhofer IFAM entwickelt eine wasserstoffspeichernde Paste.

Das ist noch kein Produkt, klingt aber interessant, wie ich finde.
Was meint Ihr?

Grüße
Carl
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 08.02.2021 - 14:17 Uhr  ·  #76
Die Herstellung der Paste dürfte wohl etwas Energie- und Material-aufwendiger sein als herkömmliche Betankung in Drucktanks, wegen der versprochenen Energiedichte natürlich trotzdem interessant.

Im kleinen KFZ Personenverkehr empfinde ich Wasserstoff allerdings ganz allgemein wegen der hohen Verluste durch die Umwandlungsprozesse sowohl bei der Erzeugung als auch bei der Nutzung als nicht sehr effizient und nicht ideal.

Zumal Elektroautos mit ihren Akkus auch als Pufferspeicher vernetzt werden könnten oder ähnlich wie Nachtstrom genutzt z.B. Und/oder sie könnten in den Haushalten als Notstromversorger eingesetzt werden zumindest zur Überbrückung kleinerer Stromausfälle.

Nicht jeder nutzt sein Auto täglich, meins z.B. ist z.Z. ein Aixam Mopedauto welches die meiste Zeit im Stall steht und mir nicht die Haare vom Kopf frisst, mir aber doch ein wenig Unabhängigkeit gibt wenn es mal gebraucht wird. 2020 habe ich das ganze Jahr über nur einmal nachgetankt, 18 L Diesel, der Tank ist noch halbvoll!

Gerade dieser Aspekt der Notstromversorgung auch wenn Haushalte zum Laden keine eigene Wind oder Solarquelle nutzen wäre für mich ein starkes Argument für Akkus im Auto. Also LIFEPO4 als momentan gut verfügbare sicheres langlebiges und leichtgewichtiges Speichermedium.

Wer lange Strecken zurücklegt kann auch Hybrid mit vernünftigem Akku fahren, es gibt auf dem Markt sicher auch Hybridfahrzeuge die rein elektrisch den gesamten näheren Umgebungsverkehr abdecken und bei Mehr - Bedarf dann mit Diesel, Benzin oder umgerüstet mit Gas fahren können.

Jedenfalls stände so was auf meiner Wunschliste wenn ich nicht selber mit viel bescheideneren Transportmitteln zurechtkäme.
So ein Schaeffler Fahrrad zum Beispiel, 4 Räder, kleine Kabine für 2 Personen oder als Transporter, fahrbar als Pedelec!

Von schönen Dingen darf man ja träumen, das Schaefflerrad ist für rund 8000 Euro schon bestellbar!!!

Was allerdings aus meiner Sicht an Wasserstoff schon heute gut nutzbar und pragmatisch scheint ist die Möglichkeit es bei Überkapazitäten von Wind-Wasser und Sonnenstrom zu erzeugen und als Beimischung in ÖKO Gas wie z.B. Methan zu verflüssigen und in gasbetriebenen (dafür gibt es schon relativ günstige Umbaukits für normale Verbrennermotoren) nutzen.
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 08.02.2021 - 16:38 Uhr  ·  #77
@ Erdorf:
Mg-Hydridpaste nicht schlecht, aber: "Bei 350 Grad Celsius und einem fünf- bis sechsfachem Atmosphärendruck reagiert das Magnesium mit Wasserstoff zu Magnesiumhydrid."
Ist nicht allzu viel, muss aber bei Rückspeicherung von der eigenen PV gewuppt werden. Ob endotherm, wurde auch nicht gesagt.

Für mobile Anwendungen aber sicher Klasse, denn: "Verglichen mit Batterien hat sie sogar die zehnfache Energiespeicherdichte." Aber mal sehen, was es kostet. Alsbald und in einigen Jahren.

Das aber ist aus meiner Sicht falsch:
"Metallhydrid zu speichern hat den Vorteil, dass der Wasserstoff nicht stark gekühlt und auf 700 bar komprimiert werden muss."
Meines Wissens nach entweder stark gekühlt oder 700 bar. Kann mich aber auch irren.
Menelaos
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 09.02.2021 - 11:16 Uhr  ·  #78
Sowas in der Art gabs auch schon vor mehr als zehn Jahren. Habe mir die Produktvorstellung auf der Husum Windmesse angesehen. Da wars aber keine Paste sondern eine Art Pellets deren Struktur Wasserstoff gebunden hat so dass man sie qzasi als Schüttgut tanksn konnte. Fand und funde uch total klasse.

Aber sind wir mal ehrlich: Sowas SOLL sich doch gar nicht durchsetzen. Das ist doch von Industrie und Politik gar nicht gewollt. Technisch war das jedenfalls,schon damals ausgereift.
Che
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 09.02.2021 - 12:17 Uhr  ·  #79
Abwarten! Die Prämissen ändern sich mit der Zeit.
Carl
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Re: Wasserstoff als Akku

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Gepostet: 09.02.2021 - 13:10 Uhr  ·  #80
@Max:
Vor Jahren war in einschlägigen Medien ein "Hybrid oder Hydrid-Tank" von BMW - wenn mir die Erinnerung keinen Streich spielt - die Rede, gefüllt mit einem metallischen hochporösen Material an dessen gewaltiger Oberfläche Wasserstoff gebunden werden konnte. Von Marktreife war da nicht oder noch nicht die Rede.

Vielleicht Deine Pellets die im Tank bleibende Füllung?

Manchmal überschätzt man auch den Willen der Politik und Industrie neue Techniken verhindern zu wollen. Sie werden zwar mitunter nicht gefördert aber auch nicht zwingend gleichzeitig verhindert.

Die Märchen von freier Energie zum Beispiel, wo Erfinder und Entwickler von dunklen Mächten aus der Politik und Wirtschaft sogar umgebracht wurden sind dann schon ein krasseres Beispiel_

Mir hat gestern ein junger Mann was von Art Porter erzählt, freie Energie durch zwei Magnete die einander anziehen und deren Magnetfeld durch eine Spule getaktet neutralisiert wird wobei dann eine Pleuelstange das Hin und Her auf ein Schwungrad überträgt und so einen Generator betreibt der widerum mehr Strom liefern soll als die Spule für das Neutralisieren der Magnete zieht.

Bei Youtube sieht man dann tatsächlich, dass bei Stromzufuhr zur Spule was in Bewegung kommt aber die Knaben die davon reden dass freie Energie von der Wirtschaft und Politik nicht gewollt ist haben bisher auch bei diesem relativ einfachen Aufbau
den man mit Pfennigbeträgen nachbauen kann noch kein funktionierendes Modell hervorgebracht welches soviel Energie erzeugt wie es verbraucht - was ja für ein Perpetuum mobile nötig wäre.

Geschweige denn freie Energie die zusätzlich zum "ewigen" Lauf der Vorrichtung auch noch überschüssige Leistung abgibt.

Auf dem Markt findet man jede Menge Bauanleitungen, jede Menge 3 D Modelle, alles zwischen 15 und 50 Euro teuer genug aber kein fertiges Modell mit dem man einen Beweis antreten könnte.

Soll mir mal einer weismachen dass die Politik und die Industrie bei ebay und Amazon auch schon die Finger im Geschäft hat um die freie Energie zu verhindern.
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