20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

Messungen, Diagramme und Videos
 
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20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 14:12 Uhr  ·  #1
Hallo liebes Forum,

Einige kennen mich sicher aus dem "anderen" Forum welches Carl, Bernd und ich selbst (Andre) vor einiger Zeit gegründet haben. Die Arbeit dort ist für mich beendet, deshalb möchte ich gerne diese Plattform nutzen, meine kleine Entdeckung zu präsentieren. Ich hoffe auch, das dies hier stehen bleiben kann.

Aber nun zum eigentlichen Thema.

Als ich die allerersten Tests mit dem "C- Rotor" machte, viel mir durch Zufall auf, dass selbiger beim Abdecken der Gegenwindseite nicht unerheblich beschleunigte. Der Gedanke, diesen Effekt zu nutzen lies mich nicht mehr los. Ich erwähnte damals noch hier in einem anderen Thema, dass mir eine „durchgeknallte Konstruktion“ im Kopf rumsause. Nachdem ich die ersten Messungen, damals noch am kürzeren (165mm) Rotorblatt vornahm, bestätigte sich ein, so wie ich meine, doch erheblicher Leistungszuwachs.


Zu den Testergebnissen und Schlussfolgerungen:


Das erste Diagramm dient nur zum Vergleich zum normalen "C- Rotor". Ich hatte dies auch schon an anderer Stelle veröffentlicht. Die Ramenbedingungen aller drei Messungen waren identisch, Windstärke, Abstand von Windwand zum Rotor, Windwand und Rotorstandort, alle Türen und Fenster geschlossen usw.

Die Abdeckung funktioniert komplett selbständig, wird mit Hilfe der Windfahne hinten im richtigen Winkel zum anströmenden Wind gehalten. Der fordere Abdeckungs+Anströmteil selbst muß relativ steil angestellt werden und, so meine Erfahrungen, aus einem Teil „Anströmungsverstärker“ und einem Teil Abdeckung bestehen, sprich sie ist mindestens einmal geknickt. Je näher der Anströmungsverstärker+Abdeckung (ich nenn das ab jetzt der Einfachheit halber nur noch Abdeckung) am Rotor dran ist, um so besser die Leistung des Rotors.

Last die drei Diagramme auf Euch wirken.
(die Bezeichnung "aerodynamisch gerader Frontflügel" ist vielleicht etwas irreführend, bedeutet aber nichts anderes als das der Flügel senkrecht steht und der Vorflügel aerodynamisch geformt ist)

1. "original "C- Rotor""





2. ""C- Rotor" mit 'Buckelwalabdeckung' " also gezacktem Anströmungsteilende. DIe Bezeichnung Buckewalabdeckung entstand durch eine kleine Spinnerei im Vorfeld ;) )





3. ""C- Rotor" mit gerader Abdeckung" (hier sind die Zacken mit Panzertabe rückseitig abgeklebt und verdeckt, erkennt man leider sehr schlecht)






Fazit:
Vergleicht man nun beispielsweise den Original-Canstein mit den Werten der Messung mit Buckelwalabdeckung und der geraden Abdeckung, ergeben sich in den relevanten Drehzahlen folgende Leistungssteigerungen:





Die Windstärke in der Mitte des Rotors [automatisch zensiert] 3,6 m/s. An der vorderen Rotorspitze waren es 4,2 m/s und am Ende des Rotors noch 3,2 m/s. Das sind sicher keine optimalen Vorraussetzungen. Da aber alle Messungen unter den gleichen Bedingungen gemacht wurden, fällt diese kleine Unsauberkeit meiner Meinung nach überhaupt nicht ins Gewicht.


Hier nun ein Video, welches die Abdeckung von oben zeigt (2,5mb):

http://windikus.wi.funpic.de/a…n_oben.avi
(Das Video ist ausschliesslich für diesen Beitrag gedacht und darf nicht über irgendwelche Videodienste (youtube, myvideo o.ä.) oder anderweitig verbreitet werden, ich bitte dies zu respektieren)


Dieses Video soll verdeutlichen, wie und wo die Abdeckung wirkt. Ich habe lange überlegt wie ich das am sinnvollsten ausmessen kann, mir ist aber bis auf das Video nichts brauchbares eingefallen. Wie ihr seht, steht die Abdeckung tatsächlich vor dem "rücklaufenden" Flügel.

Die Windrichtungsnachführung pendelt sich nicht hinter dem Rotor ein, sondern etwas versetzt, fast diagonal zur Abdeckung. Vom Mittelpunkt des Rotors bis zum Beginn der Windrichtungsnachführung liegen beim 50-cm-Rotor ca. 40 cm. Die Nachführung ist 13 cm tief. Abdeckung und Windrichtungsnachführung liegen sich, wie schon erwähnt, (fast) direkt gegenüber.

Nun zu den Maßen der Abdeckung: Die Entfernung zum Mittelpunkt des Rotors beträgt bis zum Mittelpunkt der Abdeckung 35 cm. Den Grad der Anstellung hab ich nicht gemessen, sieht man aber ganz gut im Video. Breite des Abdeckteils der Abdeckung ist 7 cm, Breite des Anströmteils ist 5 cm. Höhe der Abdeckung ist 60 cm.
Ich hatte auch mit größeren Abdeckungen experimentiert, brachte aber nichts. Im Gegenteil, ragt die Abdeckung zu weit "in die Mitte" hinein, wird der Rotor gebremst. Anfangs dachte ich das die Walfischabdeckung die Verwirbelung hinter der Abdeckung minimiert, stellte aber dann bei den Messungen fest
das dies sich eher nachteilig auswirkt.

Im Übrigen ist die Größe und Form der Abdeckung so ziemlich genau die, welche ich im allerersten Versuch verwendet hatte. Alle späteren Modifikationen brachten keine Fortschritte.
Die Kombination aus Anströmung und Abdeckung entstand eigentlich in erster Linie aus dem Versuch die Abdeckung stabil vor dem Rotor zu halten. Insofern würde eine massive Vergrößerung der Abdeckung dahingehend kontraproduktiv wirken.


Ps: An dieser Stelle soll nochmal erwähnt werden, das man zum Zwecke des Filmens drehender Rotoren von oben normalerweise NICHT auf Bürostühle mit Rollen steigt ... ;)


Desweiteren sind im Messstand mit Abdeckung die doppelte Anzahl an Lagern verbaut, so das hier sicher auch noch das ein oder andere Quentchen Leistung vergraben sein könnte.
Es ist zu vermuten, dass man mit einem etwas größeren Vorflügel bei gleicher Flügeltiefe noch höhere Leistungen erzielen kann.
Den Kompromiss der Windschlüpfrigkeit, um bei "Gegenwind" (270°-360°) nicht zuviel Leistung einzubüßen, muß man nun nicht mehr so stark eingehen. Sicher liegen aber noch in Größe, Form und Anordnung der Abdeckung einige Prozente an Leistungszuwachs versteckt.

Die ganze Sache mal konstruktiv betrachtet, könnte man auf den (schon vorhandenen) Mast, unter dem Rotor ein Gleitlager aufbringen. Im einfachsten Fall eine Rohrhüllse (30-40 cm) die auf den Mast gestülpt und mit 3 senkrecht stehen Kugellagern aufgefangen wird. Die Kugellager sollten am Mast befestigt sein. An diese Hülse kann nun die Windfahne und die Abdeckung geschweißt/geschraubt werden und über dem Rotor gegeneinander abgestützt werden. Auf jeden Fall wäre diese Art der Befestigung der Abdreckung ohne Eingriff in vorhandene Rotorsysteme möglich.

Ich vermute, das diese Art der Leistungssteigerung auch bei Savonius Modellen funktionieren wird, bzw. bei allen Wiederstandsläufern.

Nachteil dieser Konstruktion ist der noch auszumerzende Sog und Abstoßeffekt, wenn ein Flügel die Abdeckung passiert. Da ich bei meiner Testkonstruktion allerdings wenig Augenmerk auf Stabilität und Versteifung gelegt habe, könnte dieser Effekt bei einem ausgereiften stabilen Windrad minimiert werden.

An die etwas bescheidenere Optik muß man sich aber einfach nur gewöhnen.

Meine sicher amateurhaften Recherchen ergaben, das es bisher nichts vergleichbares gibt.

....Edit: Wie sich aber im Laufe dieses Themas herausstellte, gab/gibt es schon Versuche dieser Art, wahrscheinlich auch vor meinen Messungen. Das Video dieses Versuchs ist im Beitrag von Uwe Hallenga auf Seite 2 dieses Themas zu sehen! ... Edit Ende .....

Viele die mit Abdeckungen arbeiten , bauten/bauen einen Mantel um den Rotor, der wiederum recht groß sein muß um den Rotor nicht abzubremsen. Ich hab spasseshalber mal einen Mantel aus Pappe um unseren "C- Rotor" gebaut. Die Leistung beim "C- Rotor" zumindest, brach regelrecht ein.


Diese Arbeit /Messung stammt aus dem April dieses Jahres. Wie man erkennen kann, ist die Abdeckung sehr provisorisch aufgebaut und besteht in der Hauptsache aus Pappe und PanzerTape. Kurz danach, erkrankte ich schwer am Rücken. Ich war für Wochen total außer Gefecht, bin auch jetzt noch nicht wieder hergestellt. Ich schreibe diese Zeilen aus einem kleinen Zimmerchen in der Reha. Gottseidank hat hier schon das moderne Zeitalter Einzug gehalten und es gibt einen Internetzugang ;)

Mein Plan war es, diese Abdeckung zu überarbeiten und mit präsentableren Materialien zu arbeiten um dann diese Arbeit zu veröffentlichen. Dem inneren Kreis von daswindrad.de war dies auch alles bekannt. Dieses Vorhaben habe ich nun aufgegeben. Wie sicher einige wissen, habe ich meine Arbeit als Admin im oben genannten Forum aufgegeben. Die Zustände dort waren für mich zum Schluß unhaltbar.

Ich MUSS mich nun auf meine Genesung konzentrieren, so wie die letzte Woche "drüben" gelaufen ist, gehts an die Substanz. Von Mitleidsbekunden bitte ich allerdings abzusehen ;)

Also nehmts mir nicht krumm, wenn ich die ein oder andere Frage zur Abdeckung nicht sofort beantworte und mir Zeit lasse.

Mit Carl von Canstein werde ich in Kontakt bleiben, wie und wo wir in Zukunft zusammenarbeiten werden, weiß ich noch nicht genau. Ich habe nie vergessen, das SEINE Erfindung und die Freigabe seines Patents überhaupt erst das ermöglichte, was ihr hier und anderso zum "C- Rotor"-Prinzip lesen könnt. Es soll auch erwähnt werden, dass ich nie alleine auf die Idee und die Art der Konstruktion des Messstands gekommen wäre. Hier hat der dritte Forengründer von daswindrad.de seine Verdienste.

Ich hatte schon den Gedanken die Windwand und den Teststand für einen guten Zweck zu versteigern, muss ich mir aber noch in Ruhe überlegen.


Noch ein paar Dinge zum Schluß:

Jeder hier kann natürlich nach Lust und Laune diese Abdeckung nachbauen, ausprobieren und weiter optimieren.

....Edit: Die Passage welche hier stand entfällt Edit Ende....

Es ist eine sehr langer Beitrag geworden, wenn ich auch meine, ein interessanter. Hoffe ihr habt Spass dran...


Gruss
Andre
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 14:33 Uhr  ·  #2
Einen schönen Teststand hast du da *dahinschmelz*
Ich hatte auch schon die Idee so eine Windfahne bei einem Savonius zu verwenden. Bin aber nie dazu gekommen, das wirklich mal praktisch zu probieren.
In dem Video sieht es so auch, als ob der Rotor rückwärts, also mit der schmalen Seite voran läuft. Tut er das wirklich, "saugt" deine Lüfterwand, steht der Rotor zwischen zwei Lüfterwänden oder wirkt das durch die Abtastrate des Videos nur so?
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 14:36 Uhr  ·  #3
Hallo XXLRay,

letzteres ist der Fall, die Abtastrate der Kamera erzeugt diesen optischen Fehleindruck, der Rotor dreht sich im Uhrzeigersinn. Es ist auch definitiv nur eine Windwand ... und die pustet ;).

Gruss
Andre
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 16:40 Uhr  ·  #4
Hallo Andre,

Ein sehr schöner Beitrag mit tollen Messergebnissen, find ich klasse, da hast du viel getüftelt.

Gruß
Max
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 16:42 Uhr  ·  #5
Danke Max.

Gruss
Andre
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 20:00 Uhr  ·  #6
Hallo ja, Andre hat hier eine tolle Sache reingestellt, die man auch mal beim Savoniusrotor ausprobieren sollte! Ich kannte Andre´s Erfindung zwar schon von unserem gemeinsamen alten Forum aus der internen Forumsecke, dennoch bin ich über Neuigkeiten wie die vergleichende Messtabelle und die Variante mit der Buckelwalabdeckung erfreulich überrascht worden. Wir hatten dort schon monatelang auf die Enthüllung von Andre´s Arbeit gewartet, es ist ein grosses Kompliment an dieses Forum, dass Andre seine Erfindung zuerst der Forengemeinschaft hier vorstellt!
Gruss, Carl
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 20:47 Uhr  ·  #7
Hallo Andre, hallo Carl, schön euch auch hier anzutreffen.

Gruß Klingei
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 21:07 Uhr  ·  #8
ist das hier jetzt "Cansteinforum- Reunion" ? :D

Gruß
Max
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 07.10.2009 - 21:20 Uhr  ·  #9
Na klar Max!
Wir müssen uns doch erst mal sammeln nach dem Schreck!
Gruss, Carl
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 08.10.2009 - 20:17 Uhr  ·  #10
Max hat ja recht, dies hier ist kein Ort um viel Gedöns mit privatem Kram zu machen. Die Threads werden auch so lang genug! :D

Also zur Sache: Andres nachführbahre Abdeckung hat unter anderem diese Bedeutung für uns:

Der Rotor mit seinen mechanisch beweglichen Teilen (sprich Verschleiss) und den durch Lastwechsel insbesondere beim hier beschriebenen Rotor besonders strapazierten Flügelelementen und Tragarmbefestigungen, die - wenn sie nicht mit viel Know How den Belastungen entsprechend ausgelegt sind - frühzeitig ihren Geist aufgeben können, kann bei gleicher Leistung um einiges kleiner gebaut werden.

Kleiner heisst auch stabiler. Manch einer weiss, dass eine Ameise, würde man sie masstabgerecht und mit gleicher proportionaler Verteilung aller Bestandteile vergrössern, bei irgendeiner maximal multiplizierten Baugröße ihr eigenes Gewicht nicht mehr tragen könnte. Sie würde also in sich zusammensacken.
Das ist jetzt nicht so lustig wie das Beispiel eines vielzitierten Physikprofessors, der seinen Studenten abverlangte: "Stellen Sie sich vor, die Kuh wäre ein Würfel", ist aber viel leichter zu verstehen!
Ein kleinerer Rotor ist weniger empfindlich, kostengünstiger und leichter zu warten oder zu reparieren, wenn nötig.
Es haben sich in der Zeit der Texaswindräder mit Millionen von solchen Anlagen meist auf Farmland in Amerika aufgestellt viel weniger Probleme mit Schäden an der Windfahne durch mechanische Beanspruchung oder durch den Winddruck ergeben als an der Windradrosette mit ihren vielen Flügeln selbst. Und dort war der Mechanismus der Flügelnachführung durch die Windfahne doch weit komplizierter und größer als die viel weniger aufwendige durch eine proportional bedeutend kleinere Windfahne nachgeführte Abdeckung von Andre.
Wer sich diese Spezifikationen einmal etwas nachdenklicher vor Augen hält oder schon viel Erfahrungen mit zerbrochenen Windrädern auf seinem Erlebnisskonto hat, weiss Lösungen wie diese von Andre zu schätzen.
Ich weiss nicht genau, bis zu welcher Baugrösse solch eine Vorrichtung sinnvoll sein kann - siehe das Beispiel der Ameise - für uns hier, die wir von Kleinwindanlagen begeistert sind, ist dies allemal ein Siebenmeilenschritt nach vorne. Das nächste Windrad, welches ich baue oder mir bauen lasse, wird eine nachführbare Andre-Abdeckung an einem Carlrotor haben! Ich habe den anderen Namen dafür nicht erfunden! Es soll, sehr geehrte Damen und Herren, ein Andre&Carl Rotor werden!
Gruss, Carl
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Das Prinzip im Freilandversuch und in GROSS

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Gepostet: 10.10.2009 - 09:29 Uhr  ·  #11
Dieses Video wurde von einem Leser gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v…re=channel

Scheint so, als wenn andere die gleiche Idee verfolgen und schon länger dran rumbasteln.

Gruß Uwe
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 10.10.2009 - 11:24 Uhr  ·  #12
Hallo Uwe!
Tatsächlich! Etwas schwer zu erkennen, aber wie bei Andre´s Konzept ist die Steuerfahne etwa diagonal zur Abdeckung ( selbige mit relativ schmalen den Abmessungen wie bei Andre) versetzt.
Egal, eine super Sache! Auf dem Video ist das ja schon eine ziemliche Baugröße!
Ich will mich mich bei dieser Gelegenheit gleich bei Dir und Deinem Forum zurückmelden! Ich war ja praktisch erzwungenermassen in ein anderes Forum gewechselt, dort war rein von der Entwicklung des Rotors, den wir dort bearbeiteten die Zusammenarbeit in der betreffenden Gruppe so wichtig, dass ich nach der abschliessenden Zusammenfassung die hier ins Forum gestellt wurde, nicht mehr gleichzeitig in zwei Foren aktiv sein konnte! Sonst wäre das oberflächlich geworden!
Gruss, Carl
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 10.10.2009 - 11:28 Uhr  ·  #13
Wow, dass ist ja ein Ding. Ich habe wirklich ewig lange nach so etwas ähnlichem gesucht, bin aber nie fündig geworden. Vielen Dank für den Link. Ich werde nun selbstverständlich meinen ersten Beitrag anpassen und auch auf dieses Video verweisen. Sieht wohl wirklich so aus das ein oder viele andere das selbe gedacht haben und das auch noch viel eher :). Habe sehr selten einen Savonius mit dieser hohen Beschleunigung und Drehzahl gesehen ... echt toll, was wohl auch die Wirksamkeit der Abdeckung hinweist ...

Also nochmal danke fürs Einstellen des Videos.

Gruss
Andre
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 11.10.2009 - 19:46 Uhr  ·  #14
Die meisten Ideen die einem einfallen sind halt auch schon mal wem anderes gekommen ;-)
Trotzdem eine Klasse Idee! Kann mich den anderen nur anschließen! Schöne Ergebnisse
und vor allem toll das man euch hier wieder trifft :-)

gruß
tofi
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 12.10.2009 - 07:38 Uhr  ·  #15
Hallo Tofi!
Schön, Dich hier wiederzutreffen!
Nun aber gleich zur Sache!
Andre´s Darstellungen sind alle von der Seite aufgenommen worden, für die Gäste und Mitglieder dieses Forums wäre es sicherlich sehr interessant, außer der ausführlichen Beschreibung im Text von Andre auch noch eine einfache schematische Funktionszeichnung mit Blick von oben, also als Draufsicht, auf die von einer Windfahne nachgeführte Abdeckung hier zur Verfügung zu stellen. Damit man den Winkel der Abdeckung zur Windfahne auch richtig sehen kann.
Vielleicht kann Klingei das machen? (Klingei hat schon einmal eine Cadzeichnung von unserem Rotor gemacht und dafür einen Preis gewonnen!)
Eine Zeichnung vereinfacht doch immer das Verständniss, wenn einer sowas mal selber ausprobieren will, ist das doch eine gute Orientierungshilfe!
Gruss, Carl
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 12.10.2009 - 09:06 Uhr  ·  #16
Hallo Tofi

vielen Dank für die Blumen :). Finds auch schön dich hier wiedezusehen. Es ist halt wie so oft
im Leben ... einmal verliert man und einmal gewinnen die anderen :D.

Ne im Ernst, ich glaubte wirklich was gefunden zu haben, was bißher so noch nicht gemacht wurde.
Hier gehts aber nicht ums gewinnen, sondern um gute Ergebnisse, inbesondere für die uns sehr am
Herzen liegenden Vertikalläufer, und wenn man ohne größeren Aufwand eine ordentliches Plus von
20 % - 25 % an Leistung herauskitzeln kann, ist das sicherlich nicht von Nachteil.

Beim Betrachten des Videos von Uwe Hallenga kam mir noch eine neue Idee der Konstruktion der
Abdeckung. Man befestige wie im ersten Beitrag beschrieben ein Gleitlager unter dem Winrad am Mast.
Am Gleitlager befestigt man nun die Windrichtungsnachführung welche aber nicht hinter dem Windrad läuft, sondern darunter. Die Abdeckung wird nun ordentlich versteift am Gleitlager befestigt. In etwa so..

I
I
I
I-----H-----DDD

I ist die Abdeckung
H das Gleitlager
D die Windrichtungsnachführung

Eine flache diagonale Versteifung zw. I und H würde die Abdeckung gut abstützen.

Selbstverständlich liegen sich hier Windrichtungsnachführung und Abdeckung nicht direkt gegenüber sondern sind
versetzt angebracht. Vorteil dieser Variante ist das der Rotor so bleiben kann wie er ist, ich schiebe nur
von unten die Abdeckung auf den Mast.

Carl, leider hab ich hier nur sehr beschränkte Möglichkeiten eine Zeichnung oder ähnliches anzufertigen.
Im Video sieht man aber eigentlich recht gut die Abdeckung von oben, und die Maße stehen im Text.
Ich würde jeden empfehlen die Abdeckung, sofern im Anstellwinkel variabel zu gestalten um Anpassungen vornehmen zu können.

Gruss
Andre
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 12.10.2009 - 09:59 Uhr  ·  #17
Tolle Idee! Bringt mich auch auf was:
Z.B. ein per Fernsteuerung aus dem Modellbau schwenkbares Leitwerk. So könnte recht fix die optimal Position ermittelt werden.
Ob das auch irgendwie als Sturmsicherung taugen könnte? :whistle:
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 12.10.2009 - 17:12 Uhr  ·  #18
Hallo werte Windfans,

Ich werde jetzt meinen Rotor vorstellen, den ich für ein Schulprojekt realisieren werde.
Damit ihr gleich mal eine Vorstellung bekommt, hier gleich mal ein Bild des fertigen Rotors.



Das Runde unterhalb des Rotors soll einen Generator darstellen. Es handelt sich dabei momentan noch mehr um einen Platzhalter, das muss ich zugeben :D.
Im unteren Bild ist ein Bild meiner Halterung für die Flügel zu sehen. Man kann sehr gut erkennen, wie die Schlitze geformt sind. In diese Schlitze werden dann einfach gebogene Bleche hindurchgeschoben und verklebt. Dadurch erhält man sehr einfach das Profil des Cansteinrotors.



Durch die Anordnung der Halterung für die Flügel auf zwei Ebenen erhält man eine sehr stabile Konstruktion. Der Rotor besteht komplett aus Aluminiums. Dadurch hat man auch keine Probleme mit Rost.

Ein Prototyp steht bereits in meinem Garten. Dabei sind die Flügeln nur auf einer einzigen Halterung geklebt worden. Das System ist das gleiche. Es ist schon erstaunlich wie gut der 2 Komponentenkleber hält.

Video meines Prototypen


Ich freue mich natürlich wenn wer Anregungen oder Verbesserungsvorschläge für mich hat.

Gruß Klingei
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 12.10.2009 - 21:23 Uhr  ·  #19
Hallo Andre

Du hast ja einen tollen Messstand zu Hause. Vielleicht könntest du mal deine Idee mit einer Messung ausprobieren. Da der Wind ja konstant von einer Seite kommt könntest du ja auch einfach einen Gegenstand vor das Windrad stellen. Man könnte sofort sehen, ob das irgendwelche Leistungszuwächse bringt.

Im alten Forum wurde eine weitere Verbesserung diskutiert.

http://www.rsdsolar.de/extra/fluegel9.jpg

Besonders gefallen hat mir die profilierung im Vorflügel. Ich denke da sind ein paar Prozent drin. Es wäre sehr leicht den Testflügel mit zum Beispiel einem Stück Karton auf die Form umzubauen. Wäre wirklich interessant, ob das was bringt.

Gruß Klingei
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Re: 20% - ?% mehr Leistung für den "C- Rotor"

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Gepostet: 14.10.2009 - 00:18 Uhr  ·  #20
Hallo Klingei! Wundere Dich nicht, wenn Andre nicht gleich antwortet, er ist auf Kur, hat einen kaputten Rücken der Arme! Deine Zeichnung ist super! Mich begeistert jedes Mal auf´s neue die Verbundfestigkeit dieses Designs im Bereich der Flügelbefestigung an Spant und Tragarm. Einfach reinstecken, kleben, fertig! Na ja, und dass die Tragarme nicht materialaufwendig aus einer Platte gefräst sondern sektionsweise aufgebaut und verschraubt werden, ist auch ein Schmankerl für den Herrn Ingenieur!
OK. Nichts wird am wenigsten beachtet und ist doch so ungemein wichtig wie die statisch perfekte Konstruktion mit genau kalkulierten Belastbarkeitswerten. Nur vollkommen unerfahrene Anfänger lassen sich in ihrer Begeisterung dazu hinreissen, einfach so draufloszubauen. Mir ging es da ja einmal auch nicht viel anders! Du hast mit Deiner Konstruktion eine hohe Verwindungssteifigkeit und Festigkeit im Flügelbereich erreicht, dass kann man, so finde ich, schon Deiner Zeichnung entnehmen - ohne das Dein Rotor es erst unter Beweis stellen muss! Na , ja, dann sei doch so nett und mach mal noch eine Zeichnung für diejenigen Bastler, denen Andre´s Beschreibung noch zu kompliziert sein könnte. Wenn gleich Andre.s Video ganz gut alles zeigt, ist doch eine einfache schematische Zeichnung der nachgeführten Abdeckung an Deinem Rotor als Draufsicht viel einprägsamer auch als abzuspeicherndes ausdruckbares Datenblatt!
Gruss, Carl
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