Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

 
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Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 02.12.2006 - 16:57 Uhr  ·  #1
Halli Hallo,
sind statt Edelstahlsechskantschrauben und Muttern (VA2 ec.) auch
galvanisiert verzinkte Schrauben, Muttern und Federringe geeignet.
Hat da jemand schon so seine Erfahrung sammeln können?
Bitte Info.
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Montage Kleinwindanlagen Schrauben

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Gepostet: 02.12.2006 - 17:03 Uhr  ·  #2
Antwort von kleinwindanlagen 02.12.2006 17:50Uhr
Betreff: Schrauben für Verbindung Kleinwindanlage

Nene, das geht auch schon mit verzinkten Schrauben. V2A ist zwar schicker, aber unnötig

Gruß Uwe
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Verschraubungen an Windrädern

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Gepostet: 04.12.2006 - 23:04 Uhr  ·  #3
zweifelsohne sind Verschraubungen aus rostfreien Materialien vor zu ziehen, aber auch leider am teuersten. In Bezug von Korrosionsbildung ist man hier am besten bedient. Sicherlich kann man das Argument von Uwe akzeptieren, jedoch habe ich nach vielen Jahren an Erfahrungen festgestellt, dass verzinkte Schrauben nicht das gelbe vom Ei sind. Auch ich verbaue vorwiegend verzinkte Schrauben, ärgere mich aber immer wieder, wenn Servicearbeiten anfallen und die Schrauben dann korrodiert sind. Die Frage ist eigentlich die, wie oft sind Verbindungen zu lösen und ist man bereit mit Mehraufwand konfrontiert zu werden ( abgebrochene Schrauben ect. ) . Ich bin fast sicher, dass auch Uwe schon des öfteren mit diesem Aspekt zu kämpfen hatte und froh darübergewesen wäre, hätte er rostfreie Schrauben eingesetzt. Zu beachten ist auch folgendes: Schrauben und Muttern in verzinktem Zustand, im Zusammenspiel mit anderen Metallen, neigen sehr oft zum Korrodieren, vor allem wenn sie Wind und Wetter ausgesetzt sind. Hier entstehen dann galvanische Prozesse und die einzelnen Metalle reagieren darauf. Ich möchte nur erwähnen, dass auch Schrauben aus V2A diesen Prozesen unterliegen, wie ja eindrücklich die einstürzenden Dach und Deckenkonstruktionen belegen. Ich persönlich behandle meine Schrauben und Muttern vor dem Zusammenbau immer mit Molycote Fett, da dieses extrem widerstandsfähig gegenüber Wasser-Regen-Umwelteinflüssen ist, wird ja nicht umsonst in der Wehrtechnik eingesetzt. Diese Thema ist immer wieder in Fachberichten zur Befestigungstechnik zu finden und nach wie vor ein ernstes Thema, vor allem wenn es sich um bewegende Teile handelt. Auch sollte man beim Windradbau nur Schrauben einsetzen die den ISO Normen ( DIN Norm ) entsprechen und keine billigen Schrauben aus dem Baumarkt-made in Korea verwenden. Festigkeitsklasse 8.8 sollte es schon sein beim Anflanschen des Rotors an den Generator oder beim Mastbau.


Gruss Bruno
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Re: Montage Kleinwindanlagen Schrauben

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Gepostet: 05.12.2006 - 07:16 Uhr  ·  #4
Zitat geschrieben von Zimmo
.... V2A ist zwar schicker, aber unnötig ....

Gruß Uwe


Das mit dem "Schicker" war wohl etwas sehr locker formuliert. Gemeint ist tatsächlich, das es eben halt "geht", aber Edelstahl hat viele Vorteile wie soderica auch schreibt.

Ich habe hier eine gute Edelstahl-Schrauben-Quelle und würde deshalb immer diese bei den meisten notwendigen Verbindungen vorziehen.

Zu beachten ist aber, das Edelstahlschrauben spröder sind als verzinkte Schrauben. Gerade bei bei Flanschen oder sehr stark beanspruchten Stellen würde ich a)entweder mindestens eine Stärke rauf (statt 12->14mm) b) oder aber gleich verzinkte "HV-Garnitur" verwenden.

Bei meiner Mastverbindung (Mast-Kopfstück) entstehen enorme Knick-Belastungen. HV-Garnituren heißen sie, weil sie ganz anders gehärtet und verzinkt sind und immer aus Schraube, Mutter und zwei U-Scheiben bestehen. Die sind ebenfalls sehr Rost-unempfindlich.



Gruß Uwe
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Schraubverbindungen und Korrossionsschutz

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Gepostet: 31.12.2006 - 14:51 Uhr  ·  #5
Kann mich den anderen nur anschliessen und ergänzend hinzufügen:

Für den konstruktiven Korrosionschutz ist es besser....

...wenn Alu-Bauteile verschraubt werden dass Edelstahlschrauben verwendet werden.

...wenn verzinkte Bauteile miteinander verbunden werden sollen sind verzinkte Schrauben/Muttern/Scheiben am besten zu verwenden.

....alle Schraubverbindungen und alle Kontaktflächen der zu verbindenden Teile mit einem Fettfilm zu versehen. Dazu nach der Montage noch mal alle Muttern/Scheiben und Schraubenköpfe so einfetten dass die Spalte an den Auflageflächen u. Gewindeüberstände mit Fett abgekapselt (zugeschmiert) sind. Besinders wichtig bei Aluteilen!!
Hierzu eignet sich neben den spez. Korrosionsschutzfetten am günstigsten eine "säurefreie VASELINE technisch". (z.B. aus technischem Handel o. Kfz Fachhandel).
Alternativ ein Schutzwachs z.B. aus der Sprühdose.(erhältlich auch im Kfz Zubehör).
Da Vaseline an der Haut sehr gut vertragen wird, pH neutral ist und Kunstoffe wie PVC-Isolierungen nicht angreift sondern pflegt, werden bei mir auch alle elektrischen Kontakte im Freien damit eingepackt. Wenn ein Schrumpfschlauch über ein Kabel oder Litzen kommt dann ist da bei mir auch Vaseline drunter. (Kwetschverbindungen/Crimpen ebenso!)
-schwarze oder gar grüne Kupferkontakte sind dann Vergangenheit und der Laderegler freut sich einer verlässlichen Spannungsversorgung.
-Achtung!- wo es nicht hingehört sind Schleifkontakte mit Kohlebürsten!!!

Hintergrund ist ganz einfach das erste physikalische Gesetz:
...wo eine Sache ist kann keine andere sein.... oder so ähnlich 😉
Kurz. wo Fett ist kann kein Wasser sein und dort weder sauren Umwelt-Schmutz ablagern oder korrosiven Strom leiten. Der Blitzschutz ist davon nicht betroffen!

Für jede Schraubverbindung empfehle ich unbedingt Stoppmuttern (z.B. Nylstop die mit dem Kunststoffring) zu verwenden. Die schonen das Gewinde gegenüber den Stahlstopmuttern und dichten das Gewinde vor Schmutz ab. (Schraubensicherungslack scheidet wegen dem Fettfilm aus!)
Wichtige Schraubverbindungen wie Nabenbefestigungen etc. sind noch besser bedient mit Schrauben und Muttern der Festigkeitsklasse 10.9. Dies sieht man eingeprägt auf dem Schraubenkopf. (8.8 ist jedoch absolutes minimum!)
Die Schrauben aus den Bausupermärkten sind in den allermeisten Fällen lediglich 4.8 und damit könnnt Ihr nur den Deckel vom Schaltkasten verschrauben!
Neben der Festigkeit der Schrauben ist aber ein gesundes Anzugsdrehmoment ganz wichtig! Wer seine Schrauben zu sehr anknallt, der reist die ja schon dadurch regelrecht auseinander!
...nach fest kommt lose!


Keine Korrosion = guter elektrischer Kontakt zwischen allen Bauteilen verhindern statische Aufladung und leiten den Blitz besser ab!
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Re: Schraubverbindungen und Korrossionsschutz

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Gepostet: 01.01.2007 - 01:01 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Windhose
Kann mich den anderen nur anschliessen und ergänzend hinzufügen:

Für den konstruktiven Korrosionschutz ist es besser....

...wenn Alu-Bauteile verschraubt werden dass Edelstahlschrauben verwendet werden.

...wenn verzinkte Bauteile miteinander verbunden werden sollen sind verzinkte Schrauben/Muttern/Scheiben am besten zu verwenden.

....alle Schraubverbindungen und alle Kontaktflächen der zu verbindenden Teile mit einem Fettfilm zu versehen. Dazu nach der Montage noch mal alle Muttern/Scheiben und Schraubenköpfe so einfetten dass die Spalte an den Auflageflächen u. Gewindeüberstände mit Fett abgekapselt (zugeschmiert) sind. Besinders wichtig bei Aluteilen!!
Hierzu eignet sch neben den spez. Korrosionsschutzfetten am günstigsten eine "säurefreie VASELINE technisch". (z.B. aus technischem Handel o. Kfz Fachhandel).
Alternativ ein Schutzwachs z.B. aus der Sprühdose.(erhältlich auch im Kfz Zubehör).
Da Vaseline an der Haut sehr gut vertragen wird, pH neutral ist und Kunstoffe wie PVC-Isolierungen nicht angreift sondern pflegt, werden bei mir auch alle elektrischen Kontakte im Freien damit eingepackt. Wenn ein Schrumpfschlauch über ein Kabel oder Litzen kommt dann ist da bei mir auch Vaseline drunter. (Kwetschverbindungen/Crimpen ebenso!)
-schwarze oder gar grüne Kupferkontakte sind dann Vergangenheit und der Laderegler freut sich einer verlässlichen Spannungsversorgung.
-Achtung!- wo es nicht hingehört sind Schleifkontakte mit Kohlebürsten!!!

Hintergrund ist ganz einfach das erste physikalische Gesetz:
...wo eine Sache ist kann keine andere sein.... oder so ähnlich 😉
Kurz. wo Fett ist kann kein Wasser sein und dort weder sauren Umwelt-Schmutz ablagern oder korrosiven Strom leiten. Der Blitzschutz ist davon nicht betroffen!

Für jede Schraubverbindung empfehle ich unbedingt Stoppmuttern (z.B. Nylstop die mit dem Kunststoffring) zu verwenden. Die schonen das Gewinde gegenüber den Stahlstopmuttern und dichten das Gewinde vor Schmutz ab. (Schraubensicherungslack scheidet wegen dem Fettfilm aus!)
Wichtige Schraubverbindungen wie Nabenbefestigungen etc. sind noch besser bedient mit Schrauben und Muttern der Festigkeitsklasse 10.9. Dies sieht man eingeprägt auf dem Schraubenkopf. (8.8 ist jedoch absolutes minimum!)
Die Schrauben aus den Bausupermärkten sind in den allermeisten Fällen lediglich 4.8 und damit könnnt Ihr nur den Deckel vom Schaltkasten verschrauben!
Neben der Festigkeit der Schrauben ist aber ein gesundes Anzugsdrehmoment ganz wichtig! Wer seine Schrauben zu sehr anknallt, der reist die ja schon dadurch regelrecht auseinander!
...nach fest kommt lose!


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hi Windshose,
super dein Beitrag, hoffentlich bringt er was. Meine mal aus meiner Sicht, dass es enorm wichtig ist, die richtigen Schraubverbindungen zu kennen und diese dann entsprechend zu verwenden. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass billige Schrauben aus dem Baumarrk zum Einsatz kommen und manche Konstruktion deshalb sprichwörtlich zu Bruche geht. Also nochmals: wer WKA`s baut, sollte wirklich nur das beste Material verwenden, denn die Gefahren mit billigem Material können sehr teuer werden ( Schadensersatzansprüche, ect. ) Schrottschrauben ala Baumarkt haben bei WKA`s nichts zu suchen!!!! Lieber 20 Prozent mehr bezahlen, dafür aber auf Nummer sicher, lautet hier die Devise. Betreffs Vaseline, bin ich aber mit Deiner Aussage nicht einverstanden, vor allem in Bezug auf Metalle. Luftfeuchtigfkeit, verschiedene Metallegierungen, wie ALU und V2A dürfen nicht mit Vaseline geschmiert werden, da die in der Vaseline enthaltenen Substanzen eine chem. Reaktion auslösen können und beim V2A eine Korrosion einleiten könnten. Im Flugzeugbau ist dieses Problem relevant erklärt und darf dort nicht eingesetzt werden. Diesbezüglich sollten Schraubverbvindungen immer mit ähnlich strukturierten Materalien vorgenommen werden. Eisen mit Eisen-Eisen-V2A, Alu mit Alu, Kupfer mit Kupfer usw, hier helfen auch keine Schmierstoffe, wenn versch. Materialien zusammentreffen. Fazit: gleiches hat sich immer gern, alles andere halte fern.

Gruss Bruno
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Schraubverbindungen und Korrossionsschutz

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Gepostet: 01.01.2007 - 19:06 Uhr  ·  #7
Hallo soderica!

Alles klar! nur... Kupfer mit Kupfer und Alu mit Alu ??
Na ja Aluschrauben verwenden wir in der Luftfahrt nirgends, die würden leider nichts halten nur bei Nieten und dann braucht mann aber reichlich davon! Dafür verwendet man aber z.B. eloxierte Stahlschrauben oder eben Titanschrauben. Aber auch reichlich Edelstahlschrauben aus V4A u.ä.!
Deshalb wird bei den Flugzeugen auch reichlich Korrosionsschutzwachs auf/über jede Verbindung gesprüht oder sogar Dichtungsmassen, um eben zu verhindern dass Kondenswasser in den Spalten eine Elektrokorrosion an den unterschiedlichen Metallen entsteht (elektr. Spannungsreihe) . Das hat man damit sehr gut im Griff.
Was passiert wenn man die Spalte nicht gut dichtet hat man ja auch bei der Aloa Airlines gesehen bei der eine ganze Rumpfsektion im Fluge abgerissen ist und ein Cabrio aus dem Flieger gemacht hat.

Bei Vaseline ist es wichtig eine NEUTRALE also pH neutrale zu verwenden!
minimum aber Säurefrei! Dann sollte die Vaseline auch recht steiff sein damit nicht eine "seifige Emulsion" entsteht. Diese ist u.a. verantwortlich für den Effekt den soderica wahrscheinlich meint.

Korrosionsschutzfett oder auch Wachse sind allemal am besten! Kostet aber ca. doppelt bis fünfmal so viel wie Vaseline. (1Kg Vaseline techn. ca. 12,-EUR -
Sprühwachs in kleinen Dosen bei 200ml schon schnell mal 20,-EUR)

Testet doch einfach mal blankes Metall mit den verschiedenen Schutzmitteln im Freilandversuch. Selbst wenn man Fett abwischt perlt das Wasser noch herrlich ab.

Nochmals zur Deutlichkeit für Alle:
wir reden hier von reiner Vaseline techn. und säurefrei .
Für andere verseifte Fette gilt diese Empfehlung nicht. Diese können sogar Korrosion beschleunigen!! Dafür schmieren diese dann aber die Lager hervorragend was Vaseline nicht so gut kann!

Also wer gut schmiert der gut...... oder holt mehr aus dem Wind :lol:


P.S. Alu und Korrosion ist vielleicht mal ein extra Thema den die ist ziemlich tückisch und wer schon viel weise Ausblühungen an seinen Aluteilen hat der muss da rann!
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Re: Schraubverbindungen und Korrossionsschutz

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Gepostet: 01.01.2007 - 19:52 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Windhose
Hallo soderica!

Alles klar! nur... Kupfer mit Kupfer und Alu mit Alu ??
Na ja Aluschrauben verwenden wir in der Luftfahrt nirgends, die würden leider nichts halten nur bei Nieten und dann braucht mann aber reichlich davon! Dafür verwendet man aber z.B. eloxierte Stahlschrauben oder eben Titanschrauben. Aber auch reichlich Edelstahlschrauben aus V4A u.ä.!
Deshalb wird bei den Flugzeugen auch reichlich Korrosionsschutzwachs auf/über jede Verbindung gesprüht oder sogar Dichtungsmassen, um eben zu verhindern dass Kondenswasser in den Spalten eine Elektrokorrosion an den unterschiedlichen Metallen entsteht (elektr. Spannungsreihe) . Das hat man damit sehr gut im Griff.
Was passiert wenn man die Spalte nicht gut dichtet hat man ja auch bei der Aloa Airlines gesehen bei der eine ganze Rumpfsektion im Fluge abgerissen ist und ein Cabrio aus dem Flieger gemacht hat.

Bei Vaseline ist es wichtig eine NEUTRALE also pH neutrale zu verwenden!
minimum aber Säurefrei! Dann sollte die Vaseline auch recht steiff sein damit nicht eine "seifige Emulsion" entsteht. Diese ist u.a. verantwortlich für den Effekt den soderica wahrscheinlich meint.

Korrosionsschutzfett oder auch Wachse sind allemal am besten! Kostet aber ca. doppelt bis fünfmal so viel wie Vaseline. (1Kg Vaseline techn. ca. 12,-EUR -
Sprühwachs in kleinen Dosen bei 200ml schon schnell mal 20,-EUR)

Testet doch einfach mal blankes Metall mit den verschiedenen Schutzmitteln im Freilandversuch. Selbst wenn man Fett abwischt perlt das Wasser noch herrlich ab.

Nochmals zur Deutlichkeit für Alle:
wir reden hier von reiner Vaseline techn. und säurefrei .
Für andere verseifte Fette gilt diese Empfehlung nicht. Diese können sogar Korrosion beschleunigen!! Dafür schmieren diese dann aber die Lager hervorragend was Vaseline nicht so gut kann!

Also wer gut schmiert der gut...... oder holt mehr aus dem Wind :lol:


P.S. Alu und Korrosion ist vielleicht mal ein extra Thema den die ist ziemlich tückisch und wer schon viel weise Ausblühungen an seinen Aluteilen hat der muss da rann!

hallo windhose
danke für die ausführlichen Erklärungen zur Vaseline, habe jetzt einiges begriffen, so zum Beispiel das mit der Verseifung. Ist ja eigentlich logisch, wenn da nicht ph neutrale Substanzen beigefügt sind, dass dann Korrosion auftritt. Habe seinerzeit einfach mit handelsüblicher Vaseline aus der Drogerie herumgbastelt ( war wohl das berühmte Schmiermittel- genannt Gleitcreme ........ ). Dem zu Folge alles klar, technisch reine Vaseline empfiehlst Du und ich nehme mal an, dass ich Dir vertrauen kann, denn Deine Erläuterungen nach zu urteilen, vermute ich in Dir einen Fachmann auf diesem Gebiet. Genau deshalb schätze ich auch solche Beiträge, wird man dadurch doch eines besseren belehrt und kann von den Erfahrungen nur profitieren. In diesem Sinne, Danke, habs aufgenommen und gespeichert werde dann auch mal techn. reine Vaseline einsetzen und nicht mehr das Nachttischen Fett.

Gruss Bruno
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 05.07.2011 - 17:04 Uhr  ·  #9
Naja, beim Stöbern bin ich auf diesen "alten" thread gestossen.
Was haltet ihr eigentlich von Zinkspray?
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 05.07.2011 - 18:17 Uhr  ·  #10
Ich denke, Zinkspray kann einen Mangel nur verdecken und dessen Auswirkungen herauszögern. Das eigentliche Problem behebt es nicht. Wenn man feststellt, dass man Probleme mit Korrosion hat, sollte man meiner Meinung nach an diesen Stellen auf Edelstahl umsteigen.
*!*!*!*!*
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 05.07.2011 - 19:48 Uhr  ·  #11
Hallo Tank,

Ich habe Zinkspray bei meiner Mastkonstruktion verwendet.
Ich hatte verzinktes Material verwendet.
Mit dem Zinkspray wurden die Schweißstellen gegen Korrosion geschützt.

Mindestens ein Jahr lang hat das gut funktioniert.
Ich werde demnächst nochmal genau auf die Stellen achten.

Gruß Frank
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 08.07.2011 - 20:35 Uhr  ·  #12
Noch geiler ist eigentlich Edelstahlspray. Seitdem ich das kenne wird bei mir nichts mehr verzinkt. Meiner Meinung nach ist das um Welten besser, wenn auch gut doppelt so teuer...aber wo auch immer ich das Zeug zwei bis dreischichtig aufgetragen habe, ist nichtmal ein Ansatz von Gammel zu erkennen, kann das also nur empfehlen! :-)

Gruß
Max
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 10.07.2011 - 09:30 Uhr  ·  #13
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Re: Montage Windkraftanlage Schraubverbindungen

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Gepostet: 10.07.2011 - 14:20 Uhr  ·  #14
nun, ich hab ne andee Marke aber ich denke das wird sich alles nicht viel nehmen... das günstige sollte es wohl auch tun. :-)
Meins ist auch so in der 20 Euro-Klasse...ist aber mit Faulheit zu begründen. Es ist gleich schin eine Art Primer mit "eingebaut" so dass das Zeuh auf allen möglich Untergründne haftet ohne dass man irgendwas vorbehandeln muss. Die Oberfläche mussd abei nicht mal frei von Fett sein, dass macht das Zeug irgendwie automatsich weg. Wies geht, keine AHnung...aber ich finds geil, gerade für Schweißstellen :-)
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