Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 25.08.2014 - 02:38 Uhr  ·  #1
Hallo,

Wir suchen nach eine optimalen Lösung zur mobilen Leistungsmessung von KWA's

Wir sind ein Startup in Gründung und entwickeln derzeit eine Oberflächentechnik zur Verbesserung der Aerodynamik an Rotorblättern die ihre Tests im Windkanal bereits erfolgreich absolviert hat und nun ihre Leistung am Einsatz einer KWA unter Beweis stellen soll. Bei der Oberflächentechnik handelt es sich um eine adaptive Blattprofilgestaltung. Die Technik stammt aus dem Bereich der Bionik und ist an das Gefieder von Vögeln angelehnt. Dabei formt sich durch die Anströmung das Profil selbständig und individuell an die vorherrschenden Strömungszustände aus ohne dass hier mit sensibler Regelungslogik darauf eingewirkt werden muss. Mehr Infos hier: http://www.af-ax.de/index.php/component/content/article?id=46

Ziel ist die Leistungssteigerung von Anlagen durch verbesserte Gleitzahlen der Blattprofile, sowie ein robusteres Verhalten gegenüber Strömungsturbulenzen im Wind, welche gerade im Binnenland das absolute Leistungsmaximum verschlechtern.

Derzeit wurde die Technik an Flügelsegmenten im Windkanal und an Modellflugzeugen erprobt. Nun soll der Feldversuch an Kleinwindanlagen folgen. Hierfür planen wir eine Anlage (HEYWIND 2.5kW) auf eine mobile Plattform zu bauen und hier konventionelle Rotorblätter unserer Rotorblatttechnik gegenüber zu stellen (siehe Bild):


Noch unklar ist für uns die beste Lösung für die Leistungsmessung so dass die Anlage stets die MPP's (Maximum Power Points) ausreizt.

Da wir ja durch den mobilen Betrieb die Leistung sofort in einem Widerstand verheizen ist nun die frage Wie und aus welchen Geräten wir die dem Generator nachgeschalteten Einheiten konfigurieren sollen. Denkbar wäre z.B. ein Aufbau wie bei einer Windheizung nur eben im Off-Grid Betrieb.


Damit jedoch letztendlich die Bremswiderstände über die MPP's optimal geregelt werden können wäre denke ich ein Wechselrichter von Nöten.
Derzeit wird ja die Produktion vieler Wechselrichter für Wind eingestellt. So z.B. der aeocon von Sieb&Meyer oder SMA Windy Boy. aeocon Wechselrichter sind sehr teuer
und für diesen Einsatz definitiv eine zu teure Lösung.

Von Windy Boy findet man noch einige preiswerte Exemplare auf Ebay. Könnte mir eine Kombi aus Windy Boy Protection Box 600 + Windyboy 5000 vorstellen (beides noch auf Ebay erhältlich). Laut Beschreibung gibt es wohl auch eine Off-Grid Einstellmöglichkeit im Wechselrichter, so dass dieser auch Insel-tauglich ist (bitte korrigiert mich wenn die info falsch ist).

anschließend schätze ich muss noch eine Last hinter den AC out des Windy Boys gesteckt sein, damit die MPP's auch real gefahren werden können
(oder wie korreliert die Spannungs-Regelung des Wechselrichters mit dem Lastwiderstand? Sinn macht denke ich am Ende ein Wechselrichter nur, wenn die Leistung am Ausgang ebenfalls verbraucht wird).

Hat jemand Erfahrung mit derlei Konfiguration und wenn ja ist diese hier geschilderte Lösung sinnvoll?

Ich Danke für Euer Feedback :)
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 25.08.2014 - 08:07 Uhr  ·  #2
Nee, für die Anwendung zum Testen wäre ne elektronische Last richtig.

Ein autonomes Ausregeln ist nicht so einfach von der regelungstechnischen Seite her ... Da wäre es aus meiner SIcht erfolgversprechender Strom und Spannung zu messen (loggen) und per elektronischer Last eben die Belastung zu simulieren, sprich zu variieren.

Auch Heizpatronen für Heizmühle halte ich für wenig effektiv. Warum nicht per Wärmepumpe verstärken?
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elektronische Last....

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Gepostet: 25.08.2014 - 10:36 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von vitis

Nee, für die Anwendung zum Testen wäre ne elektronische Last richtig.


was würdest da empfehlen? der Begriff ist für mich noch zu abstrakt dass ich mir eine genaue Lösung darunter vorstellen kann was für Geräte du damit meinst.

Zitat geschrieben von vitis

Ein autonomes Ausregeln ist nicht so einfach von der regelungstechnischen Seite her ... Da wäre es aus meiner SIcht erfolgversprechender Strom und Spannung zu messen (loggen) und per elektronischer Last eben die Belastung zu simulieren, sprich zu variieren.


geht wahrscheinlich um einen Spannungsregler, der über eine getaktete Spule die WPP-kurven abfährt. Müßte mal was überlegen mit was für geräte man sowas
programmieren kann. Die Zeit ist recht knapp für mich, daher sollte es am besten eine kombi aus Standartlösungen tun - sofern nicht allzu überteuert und überdimensioniert für diesen Zweck

Zitat geschrieben von vitis

Auch Heizpatronen für Heizmühle halte ich für wenig effektiv. Warum nicht per Wärmepumpe verstärken?


Das verstehe ich auch nicht warum man Windheizungen mit ohmschen Widerständen betreibt statt Wärmepumpen. Schätze jedoch dass die Wärmepumpe einen konstante Spannung (220V) verlangt damit sie den Betrieb aufnimmt... wenn's das noch nicht gäbe wäre das sicher ne durchaus rentable marktlücke ;)
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 25.08.2014 - 11:38 Uhr  ·  #4
Zitat
Zitat geschrieben von vitis

Auch Heizpatronen für Heizmühle halte ich für wenig effektiv. Warum nicht per Wärmepumpe verstärken?


Das verstehe ich auch nicht warum man Windheizungen mit ohmschen Widerständen betreibt statt Wärmepumpen. Schätze jedoch dass die Wärmepumpe einen konstante Spannung (220V) verlangt damit sie den Betrieb aufnimmt... wenn's das noch nicht gäbe wäre das sicher ne durchaus rentable marktlücke ;)


Wo soll da das Problem sein ? Ein 3000 watt Victron Multi plus Inselwechselrichter , ein Midnite classic MPPT Wind Laderegler , und eine kleine Lixxx Batterie oder Blei , dann hat man eine off Grid Anlage fuer Strom , mit Wind MPPT Regelung und Heizungssteuerung fuer Waermepumpe und zusatz Heizstab fuer nicht viel mehr Geld als "Windy Boy Protection Box 600 + Windyboy 5000"

Oder halt nur den Midnite Classic Wind Laderegler mit kleiner Batterie und DC -Waemepumpe

Gruss
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 25.08.2014 - 22:11 Uhr  ·  #5
elektronische Last z.B. sowas:

http://www.conrad.de/ce/de/pro…k?ref=list

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Last

Es ist praktisch ein großer regelbarer Lastwiderstand. Du kannst die zu verbratene Spannung und Strom, somit die Leistung einstellen und auch entsprechend die Werte auch wieder auslesen, wobei Spannung quasi der Drehzahl der WKA entspricht, der Strom dem Drehmoment.
Wenn Du nun mit Deinem Laster auf gerader Strecke konstante Geschwindigkeit (bei Windstille) fährst kannst Du durch Variation der Werte eben für die Anlage die optimalen Arbeitspunkte bei beliebigen Windgeschwindigkeiten ermitteln.
Die resultierende Kennlinie aus Windgeschwindigkeit, ideale Spannung bei idealem Strom und damit ideale Leistung ... Sprich optimaler Laststrom bzw. Leistung in Relation zu Spannung kannst Du dann z.B. nem Ginlong Wechselrichter verklickern.
Bei Eurer Konstruktion wird aber auch die Aerodynamik des Transporters mit ins Ergebnis mit eingehen.

Was die Wärmepumpe angeht ... zum Einen könnte man da nen Campingkühlschrank evtl. zweckentfremden, davon abgesehen, gibt es Split-Klimageräte, die auch als WP laufen und heizen können.
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 25.08.2014 - 22:24 Uhr  ·  #6
Zitat

Bei Eurer Konstruktion wird aber auch die Aerodynamik des Transporters mit ins Ergebnis mit eingehen.


Sie wird meines Erachtens nach sogar in einem derartigen Maß das Ergebnis beeinflussen, dass die gewonnenen Daten ziemlich weit von der Realität eines Standortes in freier Natur abweichen werden...

Dieter
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 31.08.2014 - 13:24 Uhr  ·  #7
Also, habe mal nach einer elektronischen Last geschaut. Die welche die Spannungen des Generators (300-400v) mit macht,
ist in der Regel kaum unter 12.000 euro zu haben - Zumindest nach meiner Recherche.

Sicher eine Lösung wenn man mal professionelle Tests machen will aber hierfür lohnt sich das (noch) nicht.

Der Anlagen-Hersteller meinte, dass der aeocon 4000 wohl das günstigste und einfachste wäre für derartige Tests.
Allerdings ist der mit seinen 4000 eur nicht gerade billig.

Dafür dass man nur MPP-Kurven regeln will und die Leistung eines Generators messen, ein etwas teures investment.

Habe auch schon überlegt Windyboy + Protection Box kosten ca 1000 eur. Allerdings bräucht man für ein komplettes Inselsystem wieder
einen laderegler weil der Windyboy wahrscheinlich eine Spannung braucht. Nur der Preis eines Sunny island hat es mit mind. 8000 eur auch in sich.

Habe auch schon überlegt für die Grid-Spannung einen Dieselgenerator zu nehmen und zusätzlich einen Lastwiderstand als virtuellen Verbraucher.
weiß allerdings nicht ob der Gedanke eher Blödsinn ist, weil vielleicht
der Windy Boy sich auf den Wechselstrom des Generators nicht einschwingen kann...

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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 31.08.2014 - 18:18 Uhr  ·  #8
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 01.09.2014 - 07:32 Uhr  ·  #9
Hallo

Um die Leistung zu verbraten braucht man eine Stromsenke, die kann man auch selber bauen mit geeigneten Transistoren auf großen Kühlkörpern.
Das hab ich auch schon gemacht , aus "gesammelten Werken" fast ohne Kosten.
Daran kann dann Spannung und Strom gemessen werden.

Gruß Aloys.
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 01.09.2014 - 19:43 Uhr  ·  #10
klaro, Leistung kannst Du verbraten, aber welche Leistung ist das dann in dem Konstrukt. Die vom Generator, die vom WR??? ... murks
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 07:36 Uhr  ·  #11
Melde mich spät zu Wort weil mir das ganze etwas komisch vorkommt.
Eine Leistungsmessung auf einem fahrbaren Untersatz ist ziemlich wertlos. Wka´s laufen mit Windgeschwindikeiten von 15- max 45 km/h.
Bei ab ca 40 km/h linearer Wind greift oft schon die Sturmsicherung.
Von Linearer Anströhmung kann bei diesem Aufbau aber keine Rede sein genauso wie die dass wenn minimaler Wind anliegt das der sich mit dem Fahrtwind addiert oder subtrahiert und mit der Richtung der Wegstrecke (schräg zum vohandenen Wind) komplett unberechenbar wird.
Das Problem einer Leistungsmessung kann ich auch nicht nachvollziehen...
Mpp Laderegler drann und großen Dumpload.
Mit Invertern die wiederumm bei verschiedenen Leistungen verschiedene Wirkungsgrade haben erhält man in Summe komplett verfälschte Resultate.
Kurzum: Selbst wenns umgesetzt wird, die Ergebnisse werden die genauigkeit eine Schätzung aus dem Bauch raus haben und mit realen Bedingungen an einem fixen Aufstellungsort kaum was gemeinsam...

Wenn dann Winkanal selbst bauen, große lange glatte Röhre mit leistungsstarken Gebläse und mehren Windmessern ingetriert so würden sich kleinere Anlagen mit 1-1,5 Metern Durchmesser ev halbwegs testen lassen aber auch nicht optimal.
Aber die Natur bringt das von Haus aus, man muss nur die Wetterwechsel abwarten dann hat man reale Ergebnisse wo auch das Ansprechverhalten auf Böen gemessen werden kann wie auch die und die korrekte Nachführung bei Richtungswechsel.
Alles komplex aber so ist das nunmal.
Eine Idee langwierig auszuarbeiten um sie aufwändig real umzusetzten die schon im Ansatz keine realen Daten bringt halte ich wenig sinnvoll.
Besser und einfacher ists da einfach ein kleines Grundstück in guter Windlage zu mieten und dort einige Monate Freilandmessungen vorzunehmen, das hat dann wirklich Aussagekraft.

Gruß Hans
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 12:01 Uhr  ·  #12
Hallo

Also ich finde die Möglichkeit mit dem Fahrzeug die Windgeschwindigkeit durch fahren genau einzustellen sehr geeignet für solche Messungen.
Keine beeinflußung duch die Wände in einem Windkanal duch Ausweichbeschränkung in alle Himmelsrichtungen.
Die abgebremste Luft benötigt hinter dem Repeller einen grösseren Strömungsquerschnitt, was im Windkanal nicht berücksichtigt wird.
Dann eine Geschwindigkeitsmeßung am Windrad und Windrichtungskorektur duch Windfahne.
Die Luft streicht so immer genau senkrecht auf den Repeller, auch wenn der Wind es von der Seite beeinflußt.

So kann der Repeller durch belastung mit dem Generator bewertet werden.
Durch belasten des Generators mit einer regelbaren Belastung wird nur die Last geregelt.
Nach möglichkeit das Drehmoment mit messen, für eine klare Aussage.

Wie die Leistung verbraten oder genutzt, wird hat mit dem Repeller überhaubt nichts zu tun.
Das ist eine reine Lastsimulation.
Das kann dann mit unterschiedlich profilierten Repellern gemacht werden.
Dann sucht man die beste Kombination aus.
Auswertung dann nicht in % sondern nach Leistungsertrag bei gleicher Geschwindigkeit !

Gruß Aloys.
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 13:01 Uhr  ·  #13
Zitat

Die Luft streicht so immer genau senkrecht auf den Repeller, auch wenn der Wind es von der Seite beeinflußt.


Glaubst Du auch an den Weihnachtsmann? Beim oben skizzierten Aufbau steht der untere Repellerand knapp einen Meter über dem Führerhaus, das den Luftstrom zum einen verwirbelt und zum anderen schräg nach oben lenkt. Hinter dem Führerhaus entsteht ein Sog, der den Luftstrom dann im Prinzip wieder schräg nach unten zieht. Mit einer senkrecht auftretenden Strömung hat das Ganze wenig zu tun. Mit einem gleichmäßig auf die gesamte überstrichene Fläche wirkenden noch weniger. Für eine einigermaßen sinnvolle Messung müsste der gesamte Repeller weit außerhalb des Turbulenzbereiches des Fahrzeuges angebracht sein. Also um etliche Meter höher. Bei der jetzigen Anordnung ist das von Hans angesprochene lockere Schätzen sicherlich genauer.

Und selbstverständlich beeinfusst seitlicher Wind den Luftstrom, der sich nun als Vektor aus zwei unterschiedlichen Windrichtungen darstellt und nur noch mit großem Messaufwand mit der linear gemessenen Geschwindigkeit des Fahrzeuges in Einklang zu bringen ist. Denn dieses erfordert eine absolut präzise Windmessung genau koordiniert mit der Bewegung des Fahrzeuges. Am besten verständlich mit zwei Extremen: Bei Rückenwind 30 km/h und Geschwindigkeit des Fahrzeuges 30 km/h steht die Turbine praktisch still. Bei Gegenwind von 30 km/h und 30 km/h des Fahrzeuges entsteht ein Luftstrom von 60 km/h...

Dieter
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 14:40 Uhr  ·  #14
Hallo

Ich habe gar keine Lust mich zu streiten, weis aber das das, was sich draußen auswirkt, oft nicht viel mit unseren Formeln und Berechnungen zu tun hat.
Deshalb schau ich lieber wie es draußen zu geht.
So streicht die ausweichende Luft nicht nur oben über das Fahrzeug, sondern an allen Seiten und unten drunter auch noch vorbei.
Ist der Mast in einer günstigen Position läuft der Repeller sehr neutral.
Ich halte die Tester auch nicht für so blöde das sie mit Wind , oder großem Seitenwind fahren.
Sie werden schon eine geeignete Strecke nehmen.
Ob die am Repeller gemessene Windgeschwindigkeit aus Vektoren oder sonstwas sind, ist der Natur auch egal, da zählt nur das Ergebniß.
Wer gerne rechnet, kann ja noch die Luftdichte und die relative Luftfeucht mit rein nehmen wenn er Langeweile hat.
Ich würde aber einfach möglichst bei gleichen Wetter und Fahrbedingungen die Messrepeller messen und den besten aussuchen.
Die Unterschiede werden zu anfangs über 2 stellige Prozente sein.

Probieren geht über Studieren!

Gruß Aloys.
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 16:21 Uhr  ·  #15
Nun ja das Problem ist das manche Hersteller mit theorethischen Werten planen die dann real nicht mal 50% der Leistung liefern.
Hier habe ich auch den Eindruck. Eine konstante Windgeschwindigkeit liegt sehr selten, meist ist es böig mit Windrichtungswechsel.
Eine Wka die optimal bei konstanter Windgeschwindigkeit und Windrichtung gut läuft kann komplett versagen wenn sich diese sich ständig abrupt ändern.
Dies mit einem fahbaren Untersatz nachzubilden ist kaum möglich das sollte nicht vergessen werden von den vorhergenannten abgesehen.
Es wird eine messbare Leistung erhoben werden können die nur dann zutrifft wenn jeder andere Nutzer sie auch genauso am Lkw montiert und durch die Gegend damit fährt aber mit einem Aufstellungsort in freier Natur wenig gemeinsam hat.
Zum testen ok als Vorabergebniss wenn nachträglich eine reale Aufstellung erfolgt und dann erst echte Messwerte erhoben werden.
Gruß Hans
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 02.09.2014 - 21:19 Uhr  ·  #16
Wobei ich übrigens sehr gespannt bin, welche Erkenntnisse sich aus den Tests ergeben werden. Meines Erachtens nach steckt in der Gestaltung von angeströmten Oberflächen noch ein Effizienz-Potential. Allerdings ist eine Effizienzsteigerung immer auch an ihrer langfristigen Alltagstauglichkeit zu messen - und (leider) auch an ihren finanziellen Aspekten. So nützt es nicht sehr viel, wenn ich durch welche Mechanismen auch immer, ein paar Prozent mehr aus einer Anlage rauskitzele, und ich danach einen deutlich höheren Wartungsaufwand habe.

Im Übrigen ist es auch der Natur nicht gelungen, das optimale Profil mit der optimalen Oberfläche für die ganze Palette der aerodynamischen Anwendungen zu entwickeln. So haben Schwalben, die hohe Geschwindigkeiten mit extrem engen Kurvenflug verbinden, einen vollkommen anders gestalteten Flügel als etwa ein Adler, der energiesparenden Thermikflug bevorzugt oder eine Möwe, die Techniken des Hanggleitens und längere auftriebsarme Streckenflüge kombiniert. Von unseren Tauben reden wir am besten nicht. Da sagen die Pfeifgeräusche eigentlich schon, dass sie aerodynamisch "veraltet" sind und noch einmal in den Windkanal müssten. Es sei denn, dass diese Aerodynamik Vorteile hätte, die sich mir auf den ersten Blick nicht erschließen. Das Aneinanderklappen der Flügel, das erheblichen Lärm verursacht, könnte man möglicherweise dann gleich mitbeheben. ;-)

Dieter
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 03.09.2014 - 19:03 Uhr  ·  #17
Hallo Felix? (Der Name steht jedenfalls in Deinem Link als AP)

Ich finde Deine Idee gut und möchte Sie daher auch eher unterstützen als zerreden.

Fakt ist, das alles hier bisher gesagte richtig ist (Messfehler, Fehler am Aufbau, Theorie und Praxis nicht vergleichbar etc.)

Aber Dir geht es soweit ich verstanden habe erstmal um den direkten Vergleich.
Gleiche Anlage - Einmal mit Standard-Rotor vermessen, einmal mit Deinem Rotor vermessen.

Dabei kommt entweder ein Patt zustande - beide Rotoren liefern bei LKW-Tempo x die Leistung y,
oder eben Dein Rotor erzeugt einige Prozent mehr Leistung bei identischem Tempo, wovon Du sicher überzeugt bist und es belegen möchtest.
Das sollte doch in einem Vergleich (Null Wind, identische Parameter, gleiche Fahrstrecke) möglich sein.

Wenn das soweit richtig ist folgender Vorschlag zur Umsetzung:
Billiger China-Inverter mit gut Leistung (2KW) und Digitialanzeige aller Parameter:
http://shtepower.en.alibaba.co…_LCD_.html

Kostet ca. 450 Euro bis Du ihn bei Dir stehen hast (Zollgebühren nicht vergessen)

Gekoppelt an den von Dir erwähnten Benzin-Generator mit Grundlast.
Eine Kopplung des 2KW-Grid-Inverters auf dessen 230V/50Hz (quarzgesteuert wäre gut) sollte möglich sein.
Als Last würden sich doch Heizlüfter anbieten.
Die sind hauptsächlich eine ohmsche Last und lassen sich oft in definierten Wattstufen einstellen und halten den Verbrauch nach dem Anlauf konstant.

An Deinem Bild zur Befestigung des Mastes auf der Pritsche ist mir der Spitze Winkel der Seil-Abstrebung nach vorne negativ aufgefallen.
Lieber den Mast weiter nach hinten setzen und der Gefahr des Umknickens vom Mast nach hinten vorbeugen.

Viel Erfolg,
Gruß
Michael
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 03.09.2014 - 19:29 Uhr  ·  #18
Also von Grid tie Invertern würde ich komplett abraten da sie ungeeignet sind.
Warumm sollte man Strom hoch transformieren mit einem künstlich zusätzlich 2.ten Inverter mit Fremdstrom der Netzspannung generiert wenn Spannung und Ampere /Watt direkt vom Generatorausgang messbar sind ?
Grid ties sind gar außerdem nicht geeignet ein eigenes Netz aufzubauen und ein 230V Zusatznetz auf das die Leistung aufmoduliert wird.
Wäre umständlich und 2x um die Ecke damit dort mit weit verfälschten Wert ankommt wo man ohne dem sowiso schon viel exakter war.
Mpp Laderegler, als Last Dumload und dazwischen ein Wattmeter mehr braucht man nicht für eine Messung.
Hier ein Beispiel eines einfachen Wattmeters
http://www.ebay.de/itm/Hochgen…4adb35034a
Gruß Hans
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 03.09.2014 - 20:42 Uhr  ·  #19
ja genau MPPT Laderegler , wie schon paar mal hier gesagt , gute haben auch eine data logging software zum auslesen !

Zum beispiel der schon angesprochene Midnite classic MPPT , der speichert Data alle 2 sekunden

Zitat
the MidNite Classic 150 MPPT controllers also do probably the best data logging in the business for battery charging wind turbines. Using a PC with the MidNite Status Panel software interfaced with the controller via ethernet, the Classic will log every two seconds:
- Battery Voltage
- kWh
- total kWh
- FET temp in the controller
- input voltage from the turbine (usually much higher than battery voltage with a MPPT system)
- watts
- amp-hours produced
- PCB temp in the controller
- battery current
- input current from the power source
- battery temperature
- charge stage status


von hier http://forum.solar-electric.co…19557.html
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Re: Mobile Leistungsmessung einer KWA mit LKW

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Gepostet: 04.09.2014 - 21:58 Uhr  ·  #20
dann wundert mich auch nicht mehr wie so manche Anlagenkennlinien zustande kommen ...

Ach so, bin derzeit am Ostseestrand zum Urlaub. Also nen Teleskopmast auf LKW, hier an die Küste gestellt, Anlage hochgekurbelt und messen, könnt ich mir schon vorstellen.

Auf alle Fälle nicht mit schrottigem Equipment wie hier geplant ...

Teile aber bitte dem Forum mit wie der Handelsname lauten soll, damit man nen Bogen drum machen kann.
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