WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

 
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 22.02.2020 - 04:18 Uhr  ·  #41
Danke für die Infos, ich werde es beobachten. Der Vorbesitzer (wka 3 Jahre alt) hat es normal an 48v betrieben, zur Sturmsicherung hat er das Windrad dann in 24V betrieben, von daher denke ich, das es wohl keine Probleme geben wird, hoffentlich.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 23.02.2020 - 18:14 Uhr  ·  #42
Hallo

Aussagen wie diese:

Wenn du ein 48 V System an 24 V Akkus betreibst,
verbleibt die Hälfte der gespeicherten Energie im Generator und erwärmt die Spulen.

Sind vollkommen falsch ! es wird einfach nicht mehr Leistung generiert.
Sobald die Drehzahl erhöht wirt würde der Strom und damit das Drehmoment steigen und dem Windrad gegenhalten.
Steigt der Strom steigt auch die Drehzahl, und durch die Feldschwächung durch das Elektromagnetfeld muß auch noch etwas die Drehzahl steigen.
Diese ist aber insgesammt schon mal niedriger als beim Betrieb mit 48 V, und das Windrad daher leichter abzubremsen.
Ich halte es durchaus für Sinnvoll in Schwachwindgebieten ein grosses Windrad mit einem großen Generator, und nur mit der halben Betriebsspannung zu betreiben.
Erst wenn der Generatorstrom über längere Zeit ständig erreicht wirt würde Ich Elektronik oder besser dann die höhere mögliche Spannung nutzen.
Bei niedriger Drehzahl und Nennstrom, ist der Winddruck ja ausreichent für die Sturmsicherung, die es dann leichter hat.
Die Anströmung an den Blättern hat einen höheren Anströmwinkel, und es wirt wohl auch leiser sein wenn kein Strömungsabris dadurch entsteht.
Insgesammt ist MANN doch zufrieden oder ?

Gruß Aloys.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 24.02.2020 - 13:35 Uhr  ·  #43
Hallo Aloys,

"Wenn du ein 48 V System an 24 V Akkus betreibst,
verbleibt die Hälfte der gespeicherten Energie im Generator und erwärmt die Spulen.
Sind vollkommen falsch !"

vollkommen falsch ist anders, aber ja, es wurde vereinfacht ...
In unteren Drehzahlen, das hatte ich ja schon gesagt, schätze ich 5 .. 20 % ab.

"es wird einfach nicht mehr Leistung generiert."
Das ist genauso vereinfacht und physikalisch irreführend:
Die Leistung kommt vom Wind und vom Rotor und und nicht vom Generator.

"Sobald die Drehzahl erhöht wirt würde der Strom und damit das Drehmoment steigen und dem Windrad gegenhalten."
Das ist korrekt, so angeschlossen wird der Rotor immer stärker überbelastet als angedacht,
so dass sich die Rotor Drehzahl, Spannung und Leistung weniger stark entfalten kann wie angedacht.
Im Extremfall kann das dazu führen, dass der Rotor überhaupt nicht auf Drehzahl kommt, was hier nicht der Fall ist.

Es bleibt dabei:
In dieser Konstellation wird der Generator thermisch stärker belastet als angedacht.
Je höher die Drehzahl ist, desto mehr Leistung wird im Generator als Wärme umgesetzt.
Das kann funktionieren muss aber nicht ...

"... zur Sturmsicherung hat er das Windrad dann in 24V betrieben ..."
Wir haben weniger Drehzahl, weil der Rotor überlastet wird, dafür mehr Wärmeleistung im Generator.
Das klingt für mich auch so, als ob eine Dauerbetrieb mit 24 V sicher funktionieren würde ...

Grüße
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 24.02.2020 - 14:37 Uhr  ·  #44
Zitat geschrieben von Erdorf

Es bleibt dabei:
In dieser Konstellation wird der Generator thermisch stärker belastet als angedacht.
Je höher die Drehzahl ist, desto mehr Leistung wird im Generator als Wärme umgesetzt.
Das kann funktionieren muss aber nicht ...


Egal wie ich mich bemühe diese Aussage zu verstehen, dieses Phänomen bleibt erklärungsbedürftig.

VG
Frank
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 25.02.2020 - 03:11 Uhr  ·  #45
Hallo Feldweg,

"dieses Phänomen" nennt sich Ohmsches Gesetz und wird dort erklärt.

Vereinfacht ausgedrückt:
Wenn man von den 'angeboteten' 48 V des Generators nur 24 Volt verwendet,
verbleiben die restlichen 24 Volt im Generator und erzeugen da,
über die Widerstände der Wicklungen Wärmeleistung.

Deswegen ist es richtig was Levcuso macht, den Generator nur mit seiner halben Nennleistung belasten zu wollen.
Bei dann 500 Watt Ladeleistung auf 24 V, ist die Wärmeleistung im Generator genauso groß,
wie bei 1000 Watt Ladeleistung auf 48 Volt.

Für den Generator ist es eben nicht einfacher geworden,
weil nur 24 V und nur 500 Watt Ladeleistung entnommen werden!

Der Generator wandelt die Leistung vom Windrad + Rotor in elektrische Energie um.
Die Spannung im Generator ist linear zur Drehzahl des Rotors.
Das Bremsmoment auf den Rotor ist linear zum Strom der in den Akku fließt.
Die Spannung im Akku ist quasi konstant, (zwischen 26 V und 31V)
Je höher die Drehzahl ist desto höher die Generator Spannung und
desto mehr Spannung verbleibt in den Generator Wicklungen und erzeugt dort Wärme.
Nur über den Strom kann sich hier (ohne Elektronik) die Ladeleistung steigern.
Bei höherer Generator Spannung wird eine höherer Ladestrom erzeugt,
weil die Widerstände ja (fast) konstant sind (Wicklungen, Kabel, Innenwiederstand vom Akku).

Bei 500 Watt auf 24 Volt haben wir etwa 20 A Ladestrom.
Bei 1000 Watt auf 48 Volt haben wir auch 20 A Ladestrom also gleiches Bremsmoment.

Der Rotor wird bei 24 Volt deutlich früher gebremst als bei 48 V,
was höhere Drehzahlen, Spannungen, Strom und damit Leistungen im Ansatz verhindert.
Deswegen kann die Schaltung sicher sein.

Grüße
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 25.02.2020 - 07:23 Uhr  ·  #46
Gut erklärt!
Die Verlustleistung im Generator errechnet sich aus dem Quadrat des Stromflusses des Generators multipliziert mit dem Innenwiderstand.

Ein 24V Generator hat beispielsweise 1 Ohm Innenwiderstand. Bei 20 A Abgabeleistung des Generators an die Batterie haben wir im Generator Wärmeverluste von folglich 400 Watt ( 20Ax20Ax1Ohm).

Ein 48 V Generator hingegen braucht bei gleichem Platz für die Wicklung doppelt so viele Windungen um statt 24V eine Spannung von 48V zu generieren. Der Draht ist also doppelt so lang und hat somit auch den doppelten Widerstand ( 2 Ohm ). Nun muss ja aber auch noch der Querschnitt des Drahtes halbiert werden um die doppelte Länge auszugleichen. Dadurch verdoppelt sich der Widerstand erneut auf 4 Ohm.

Nun rechnen wir nochmal die Verlustleistung bei 20 Ampere Abgabestrom aus:

20A x 20A x 4 Ohm = 1600 Watt Verlustleistung. Im Generator ( wenn er es denn überhaupt hergibt) entsteht nun also eine Verlustleistung von 1600 Watt statt 400 Watt - er wird also thermisch vier mal mehr belastet. Entsprechend niedrig ist also auch der Wirkungsgrad bei weniger Wind.

Nehmen wir mal mittlere Windgeschwindigkeiten an bei denen nur 10 Ampere erreicht werden.

Beim 24V Modell: 10x10x1= 100 Watt Verlustleistung und 24V x 10 A Abgabeleistung = 240 Watt
beim 48V Modell an 24V Batterie: 10x10x4 = 400 Watt Verlustleistung bei 240 Watt Abgabeleistung

Nun ist der Rotor mit seiner Schnelllaufzahl aber ( hoffentlich - bei den Chinesen ist das immer so eine Sache) vernünftig auf den Generator und das verwendete Spannungssystem abgestimmt. Nehmen wir mal einfach an dass es so ist, dann haben wir im ersten Fall eine Gesamtleistung aus Verlustleistung und Abgabeleistung von 100 Watt Ladeleistung und 240 Watt Verlustleistung = 340 Watt.

Das ist auch das was der Repeller bei angenommener Windgeschwindigkeit x leisten kann.
Im zweiten Fall wäre die Gesamtleistung bei 400 Watt + 240 Watt = 640 Watt, also quasi das doppelte.

Das packt der Repeller natürlich nicht und wird deutlich stärker abgebremst - so weit bis seine Abgabeleistung wieder der Bezugsleistung aus Verlusten und Ladeleistung entspricht. Dafür dreht er dann bei noch immer gleicher Windgeschwindigkeit natürlich deutlich langsamer als er sollte. Entsprechend fällt sein Wirkungsgrad mächtig ab da die Profile dann nicht mehr im optimalen Winkel angeströmt werden. Repellerwirkunsgradverluste mit eingerechnet kann die Anlage dann nur mit etwa 6 Ampere laden statt mit 10. ( 6x6x4= 144 Watt Verlustleistung+ 6x24 = 144 Watt Wirkleistung = 288 Watt. Die Differenz zu den 340 Watt die vorher möglich waren verpufft im Wirkungsgradabbau des Repellers.

Ich hoffe ich habe das verständlich erklärt ;-)

Jetzt könnte man hinsichtlich (Sturm)Sicherheit noch weitere Aspekte beleuchten: Den Kurzschlussstrom bzw. die Kurzschlussleistung.

Die Richtige Auslegung und das Zusammenspiel von Rotor und Generator ist schon eine Wissenschaft für sich...

Die Kurzschlussleistung wird rein rechnerisch bestimmt und beschreibt das maximale Leistungsvermögen eines Generators. Man bestimmt sie aus der Leerlaufspannung und dem Innenwiderstand des Generators. Dabei vernachlässige ich jetzt mal der Einfachheit halber den Wechselstromwiderstand (Wurzel aus 3)...

Die Formel für die Kurzschlussleistung lautet P=UxU / R ------ U=Leerlaufspannung

Maximal 1/4 dieses Wertes ist das was der Generator maximal an eine Last abgeben kann, allerdings auch nur bei (höchstens! - aber wir rechnen mal damit...) 50% Wirkungsgrad - mehr geht nicht ( zumindest nicht ohne weitere Hilfsmittel wie MPP)

Nehmen wir wieder Zahlen an:

angenommen der 24V Generator erreicht eine Ladespannung von 24V bei 3 m/s mit seinem einem Ohm Innenwiderstand.

Bei 12 m/s ist dann die Leerlaufspannung etwa 4 mal so hoch wie bei Ladebeginn - also rund 100 Volt.
Die Kurzschlussleistung liegt dann bei rund 100V x 100V / 1 Ohm= 9200 Watt.
1/4 davon kann abgegeben werden - also 2300 Watt. Das sind dann rund 90A.

Beim 48 V Geni sähe es so aus: er erreicht bereits bei 1,5 m/s die 24V. Also knapp 200 Volt bei 12 m/s

Die Kurzschlussleistung ist also die selbe, rund 9200 Watt - muss ja auch! Allerings ist der entsprechende maximale Abgabestrom dann nur halb so groß ( 9200 Watt / 200 Volt).

Bedeutet also dass die angenommene Windanlage mit den angenommenen Werten "nur" maximal 45 Ampere - sprich 1,1 KW an Leistung abgeben kann und dabei einen Wirkungsgrad von 50% hat. Eine mechanische Leistung von 2,2 KW darf also nicht überschritten werden, sonst gibt es kein steigerndes Bremsmoment mehr und der Rotor dreht durch!

beim 24 Volt Geni wäre die maximal aufnehmbare mech. Leistung doppelt so hoch, also 4,4 KW.
Das ist also linear zur Drehzahl - die Leistung des Windes nimmt aber kubisch zu. Bei doppelter Drehzahl des Rotors haben wir also die Achtfache (!!!) Leistung. Alles was darüber hinausgeht beschleunigt den Rotor also ins "unendliche" weiter hoch

Es macht jetzt wenig Sinn ohne konkretes Beispiel weiterzurechen, was ich aber damit sagen möchte ist, dass es zwar Richtig ist dass der 48V Generator am 24 V Netz den Rotor bei starkem Wind stärker abbremst als die 24 V Variante, allerdings auch nur bis zu einem bestimmtem Punkt. Wo er bis zu einem bestimmten Wind noch "unterfordert" läuft, nähert er sich durch die Kubische Leistung des Windes bei Starkwind dann doch schnell seiner Auslegung SLZ an - der Repellerwirkungsgrad nimmt zu. Die mechanische maximale Abbremsfähigkeit des Generators allerdings hat sich halbiert.

Genau das ist es was einem erstmal klar werden muss - bei Sturm ist nicht etwa der 48er sicherer sondern der 24V Generator der eine deutlich höhere Spitzenleistung abfangen kann. Zudem hat der 48er aber auch schon deutlich vorher so hohe Verlustleistungen dass er verglüht. Es kommt also auf explizite Werte an - und die Chinesen sind oft recht sparsam mit Kupfer und die Widerstände der Generatoren somit oft recht grenzwertig hoch. Ggf. niedrig genug für die Anwendung nach Auslegung aber für den hier besprochenen fall dann vielleicht auch nicht.

Wird hier nicht die mechanische Sturmsicherung angepasst gibts bei richtig Krawall kein Sicherheitspolster mehr.
Das ganze Gedöns mit der Kurzschlussleistung beruht nun auch noch auf der Grundlagenannahme dass Generator und Verbraucher den selben Widerstand haben. In der Praxis bei Akkuladung ist dem natürlich nicht so. Die maximale Kurzschlussleistung sinkt somit nochmal deutlich ab - und zwar entsprechend den Widerstandsverteilungen.

Wenn wir vom Fragesteller konkrete Werte bekommen dann kann man das ganze ja mal durchspielen und rechnerisch schauen wie es sich darstellt :-)

Um all das Blabla nochmal zusammenzufassen:
Die Möglichkeit besteht, dass die 48er Anlage am 24 V System eben NICHT sturmsicherer ist denn:

1. ist die Verlustleistung im Generator sehr hoch und es besteht die Gefahr eines durchbrennen
2. Ist die maximal mögliche Leistung die dem Rotor entgegengestellt werden kann um die Hälfte niedriger so dass auch ein unkontrolliertes Durchdrehen des Generators wahrscheinlicher ist als bei der 48V Version. Es ist daher sinnvoll, die Sturmsicherung anzupassen.

VG
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 25.02.2020 - 11:08 Uhr  ·  #47
Vielen Dank für der großen Ausflug in die theorethische Physik.
Ich kann aus Zeitgründen auf einige der Wirrungen in den letzten beiden Beiträgen nicht eingehen und möchte die user auch nicht bloß stellen.

Nur den einen Denkanstoß möchte ich geben: Das diskutierte System ist ab dem Moment kein 48 V -System mehr, ab dem Zeitpunkt wo es mit 24 V betrieben wird.

VG
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 25.02.2020 - 11:56 Uhr  ·  #48
eben! Daher eegeben sich auch andere elektrische Eigenschaften.

Mit Bloßstellen hat das nichts zu tun, es ist ein Forum und wenn dubgewisse zusammenhänge anders siehst oder sie verstehst dann stelle sie gerne dar und wir reden darüber.

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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 25.02.2020 - 13:33 Uhr  ·  #49
Hallo Feldweg,

ich kann keine "Wirrungen" in den Beiträgen von Max und mir erkennen.
Bitte nimm dir, wenn dich das Thema interessiert, die Zeit konkreter darauf einzugehen.

Es gelten hier mindestens folgende physikalischen Zusammenhänge (in Theorie und Praxis):

Ohmsches Gesetz: U = R * I
Elektrische Leistung: P = U * I
Elektrischer Widerstand: R = roh * l / A
Mechanische Leistung: P = 2π * M * n
Windleistung: P = π/2 * r² * v³ * Luftdichte * Wirkungsgrad (vereinfacht)
Rotor Drehzahl: n ~ v (variable über die Schnelllaufeigenschaften des Rotors)
Rotor Drehmoment: M ~ v²
Generator Bremsmoment: M ~ I
Generator Spannung: U ~ n ~ v

Weiterhin gilt:
Ist das Drehmoment des Rotors (~ v²) größer als das Bremsmoment des Generators ~ I, beschleunigt der Rotor.
Ist die entnommene Leistung kleiner als die verfügbare Leistung, beschleunigt der Rotor.
Der Rotor wird, je nachdem unterhalb bzw. oberhalb seiner ausgelegten Schnelllaufzahl betrieben.
Ich glaube zu wissen, dass es bei zu starker Abweichung zum Abriss der Strömung kommt.

Das alles in seiner Gesamtheit korrekt zu verstehen ist nicht einfach.
Für keinen von uns!

Danke Max, für deine Ausführungen
Insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, wo dann das Drehmoment auf den Rotor (~ v²),
größer wird als das Bremsmoment (~ I) und der Rotor ohne zusätzliche Maßnahmen durchdrehen kann.
Hinweis: der Strom I und das Bremsmoment
steigt bei Akkuladung ohne MPP nur linear mit der Spannung (~ v).
Ich nehme mit, dass der Rotor, so eingesetzt, früher aus dem Wind genommen werden sollte.

Grüße
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 27.02.2020 - 11:50 Uhr  ·  #50
Hallo

Mal ehrlich, welches Windrad läuft denn mit der auf dem Generator angegebenen Spannung.
Das laufen sie doch nur bei maximaler Lasst, und dazu nur mit obtimal eingestellter Lastkurve mit einem teuren Gerät.
Also im allgemeinen immer mit niedrigerer Spannung wie angegeben.
Da sind doch 24 V Betrieb mit einem 48 V Generator vollkommen normal, so sehe ich das jedenfalls.

Dann noch zur Wärmeendwicklung im Generator!
Die richtet sich nach dem CU Widerstand, und dem Betriebsstrom.
Nehmen wir mal an das bei 20 A eine Verlustleistung von 200 W entsteht, dann wären dazu eine 10 V höher liegende Erregerspannung nötig, also 34 V bis 38 V um den Acku mit 20 A zu laden.
So hoch ist dann auch die Drehzahl einzustufen.
Verlust ist dann 10 V von 38 V also 26 %.
Das ist aber auch schon die Vollast für 500 W Ladeleistung.
Bei geringerer Ladeleistung liegt der Wirkungsgrad dann aber höher mit weniger Verlusten.
Wie sähe es denn mit Elektronik aus, die müste ja auch schon bei 24 V die Arbeit aufnehmen, also auch mit Unterspannung.
Sie muß aber auch bezahlt werden, und wenn sich das Windrad kaum bezahlt macht dann mit Elektronik noch später.
Die 200 W Verlust entstehen nur bei 20 A Laststrom egal welche Spannung man nutzen will .
Bei 12 V wären die Verluste in % auch höher aber es bleiben immer 200 W Verlust.
Was nutzt es denn wenn bei Betrieb mit 48 V alle besser WÄRE ? das gibt es doch nur bei Sturm, und da wirt abgestellt.
Um welche Art Generator handelt es sich denn um einen Dualscheiben Generator oder normal mit Eisen zwischen den Spulen?

Gruß Aloys.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 27.02.2020 - 12:07 Uhr  ·  #51
Danke Aloys!
Dein Betrag tut gut.

Es gibt sie noch, die Leute mit Durchblick.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 27.02.2020 - 13:48 Uhr  ·  #52
:-D

Auweia...
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll außer das das bitte goffentlich keiner liest und dann glaubt verstanden zu haben wie das alles funktioniert. Aloys - das ust wirklich ganz grober Unfug was du dir da zusammengedacht hast.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 28.02.2020 - 18:36 Uhr  ·  #53
Hallo

Na dann noch etwas Unfug .
Der Mensch denkt und die Natur lenkt !
Warum forschen Menschen mit milionen ? nicht um der Natur etwas vor zu schreiben, sondern um zu erfahren wie es geht.
Und wenn es zufriedenstellent läuft ändere Ich nichts, schon gar nicht für viel Geld .

Gruß Aloys.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 29.02.2020 - 11:39 Uhr  ·  #54
Hallo Aloys,

"Wie sähe es denn mit Elektronik aus ..."

Mit Elektronik ist das kein Problem.
Die Elektronik ist wie ein stufenloses Getriebe zu verstehen.

Gegenüber der Batterie werden 24 V und höhe Ströme gefahren.
Gegenüber dem Windrad Hohe Spannungen und geringe Ströme gefahren.

Genau die geringeren Ströme sorgen dann für eine geringere Wärmeleistung im Generator.

Wir hatten schon festgestellt das so ein Betrieb möglich ist und natürlich auch seine Vorteile und seine Nachteile hat.
Mit den meisten Nachteilen kann Levcuso 'leben', damit das der Generator durchbrennen kann wohl eher nicht.

Deswegen sollte das Windrad (wie auch immer) früher aus dem Wind genommen werden
als beim 48 Volt Betrieb angedacht.

Grüße
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 29.02.2020 - 18:32 Uhr  ·  #55
Ja die Elektronik !

Das Windrad liefert doch gar keine 48 V da die Drehzahl zu niedrig ist, bei Schwachwind vieleicht 15 bis 20 V .
Erst mal braucht man bei direktem Laden auch halbe Drehzahl.
Man kann aber auch mit 15 V und Elektronik schon 24 V laden , nur dann ist der Generatorstrom höher als der Ladestrom, und die Leistung auch noch gering.
Erst wenn die 24 V und annähernt 20 A erreicht werden, kann mit Elektronik mehr geerntet werden, was aber nur selten der Fall ist, wegen schwachem Wind.

Gruß Aloys.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 29.02.2020 - 23:47 Uhr  ·  #56
Natürlich liefert das Windrad auch bereits bei Schwachwind die entsprechende Nennspannung.
Eine 24 V Anlage wird auch bei einer Drehzal bereits min. 24 volt liefern die einer Windgeschwindigkeit von etwa 2,5-3 m/s entspricht sofern sie sinnig ausgelegt ist. bei 12 m/ sind es entsprechend etwa das vier bis fünffache, also irgendwas um die 100-120 Volt. Alles natürlich Leerlaufapannung versteht sich. Die Lastspannung wird natürlich vom Akku geregelt und wird nicht groß über 28V ansteigen, bei kleinen Ladeleistungen und leerem Akku noch etwas drunter. Die 48V Anlage liefert entsprechend doppelte Leerlaudspannung, geht also bei z.b. 12 m/s hoch bis auf gute 250 Volt. LEERLAUF!!!
Die Lastspannung hingegen bleibt auf Systemspannung des 24 v Systems.

Hier sehen wir dann wieder den Grund für die höheren Verluste. Es fällt im viel mehr Spannung ab. Teils durch den Widerstand der Batterie, teils durch den des Generators. Bei gleichem Stromfluss aber hoherem Wicklungswiderstand des Generators ist das dann bei der 48er Anlage eben deutlich mehr als bei der 24er.

Ich kann an den physikalischen Gesetzen nichts ändern. Sie werden sich aber auch nicht dafür interessieren ob du sie verstehst oder es anders siehst. Es ist einfach ein Fakt, dass es so ist wie von mir vor einigen Posts und auch jetzt nochmal mit einem anderen Ansatz beschrieben.
Du musst dich bitte mit der Materie beschäftigen, dann wirst auch du die Zusammenhänge verstehen.
Es schweift jetzt aber auch deutlich ab und ich habe all diese Zusammenhänge bereits an anderen Stellen im Forum mehrfach erklärt, sogar verschiedene Rechentools gebastelt und hier onlinebgestellt mit denen man all solchen Kram berechnen kann, Kennlinien für Wrchselrichter erstellen oder ganze Generatoren für den Selbstbau auslegen und berechnen kann. Ich bin der Meinung die wichrigen Zusammenhänge zu durchschauen und ebenso sicher, dass du es nicht tust. Das muss ja nicht so bleiben aber dann stelle bitte Fragen die aufzeigen wo etwas unklar ist und ich versuche nach bestem Wissen sie zu beantworten. Es ist aber nicht zielführend und für andere User zudem verwirrend, irgendwelche falschen Behauptungen zu posten und sie als Fakt darzustellen ohne die physikalischen Grundlagen zu studieren. Die wichtigsten Gesetze hierzu wurden von bereits erwähnt und am praktischen Beispiel erklärt.

vg
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 01.03.2020 - 04:32 Uhr  ·  #57
Ich will nicht an irgendwelchen gesetzmäßigkeiten rütteln, lediglich meine praktischen Erfahrungen mitteilen, Theorie und Praxis unterscheiden sich dann ja doch eher oft.
Was ich noch erwähnen wollte, das Windrad erreicht lange nicht die Drehzahlen wie im 48v betrieb

Gruß Jörg
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 01.03.2020 - 07:55 Uhr  ·  #58
Es ging inbdem Fall auch nicht um dich sondern um Aloys. Es ergab sich eben dieser kleine Diskurs um darzustellen warum ggf. dies und das passieren KANN - nicht muss...
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 01.03.2020 - 22:19 Uhr  ·  #59
Zitat geschrieben von Levcuso

Was ich noch erwähnen wollte, das Windrad erreicht lange nicht die Drehzahlen wie im 48v Betrieb.


Vielen Dank für deine Rückmeldung Levcuso, genau das habe ich erwartet. Denn im 24 V Betrieb ist wirkt der Akku mit evtl. vorhandener Ladeelektronik wie eine Last mit halben Widerstand, verglichen mit den 48 V System.

Und deine Anmerkung mit " Theorie und Praxis" geht mir runter wie warmes Öl.

Viele Grüße,
Frank

PS.: Ich bin seit vielen Jahren in techniklastigen Foren unterwegs und erschrocken über so manche Binsenweisheit die hier hartnäckig verbreitet wird.
Und da machen es auch die hier hinein kopierten Fachtexte nicht richtiger. Keinen user der schon etwas länger dabei ist, kann man damit blenden. Die Kunst wäre es mit wenigen treffenden Sätzen die Sachverhalte zu verdeutlichen. Dabei muß man aber auch erkennen wen man vor sich hat, um nicht mit dem Urschleim anzufangen und zu enden.

Und eins noch:
Obwohl es hier ziemlich ruhig ist, fühle ich mich bestens unterhalten.
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Re: WKA mit 48V an 24V Batteriebank? Geht das?

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Gepostet: 02.03.2020 - 15:58 Uhr  ·  #60
Ich habe keine Lust, mich von so einem Forentroll wie dir beleidigen zu lassen nur weil ich mir Mühe gebe die Zusammenhänge zu erklären die auch du ganz offensichtlich nicht verstanden hast. Seit deiner Anmeldung hier hast du nur Unfug gepostet und mit Spitzfindigkeit reumgemeckert wo immer es geht.

Ich schaue mir das aber auch nicht ewigkeiten an ohne zu handeln.
Was willst dubuns eigentlich mitteilen? Was ist die Intention für deine Anmeldung hierbim Forum und hast du auch sinnvolles beizusteuern oder kannst du nur rumpöbeln so dass wir annehmen müssen dass dein Username deinen Intellekt spiegelt?

vg
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