FuSystems SkyWind NG

Bewertung der Anlage
 
 
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FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 07.12.2014 - 10:39 Uhr  ·  #1
Hallo Zusammen!

Wir planen unseren Grundbedarf an Strom teilweise durch Windstrom zu ersetzen. Bei der Recherche bin ich auf die Mikrowindkraftanlage von FuSystems gestossen. Auch von den Rotorblattproblemen der Vorgängermodelle habe ich gelesen. Gibt es bereits erste Erfahrungen zu der wohl noch recht neuen Variante "SkyWind NG" von FuSystems?


Vielen Dank


Greenmeister
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 07.12.2014 - 13:41 Uhr  ·  #2
Also FU Systems wurde schon im Forum erörtert. Aber positives hab ich noch nie drüber gelesen.
Kannst ja bischen nachrecherieren. Die Wka hat im Prinzip alles was bei einer richtigen Wka nicht vorhanden ist.
Keine Sturmsicherung, keine vernünftige Nachführung, kaum Repellerfläche und ein mieses Profil das sich besser zum Mulchen in einem Rasenenmäher eignet. Ist eine Anlage für Menschen denen wichtiger ist das sie anders aussieht als das da wirklich mal Strom rauskommt.
Gruß Hans
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 07.12.2014 - 16:12 Uhr  ·  #3
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 25.12.2014 - 12:42 Uhr  ·  #4
ist halt immer wieder schade oder vielmehr entsetzlich, das Redakteure immer wieder meinen "Hauptsache viel Text" und dabei vergessen sich auch mal Gedanken über Plausibilität zu machen oder auch einfach mal jemand "Externes" mit technischem Sachverstand zu fragen.

So sorgt auch die Presse mehr oder weniger direkt oder indirekt für Fehlkäufe und Unterstützung für solche windigen Gesellen die es einen Dreck interessiert ob ihr verkaufter Müll auch nur jemals Strom produzieren wird, die Garantiezeit überlebt und nicht auch direkt in Betrieb andere Menschen in Gefahr bringt durch mangelhaftes Material oder falsche Technik.

Bitter
Uwe
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FuSystems SkyWind

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Gepostet: 28.12.2014 - 15:37 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von greenmeister

Hallo Zusammen!

Wir planen unseren Grundbedarf an Strom teilweise durch Windstrom zu ersetzen. Bei der Recherche bin ich auf die Mikrowindkraftanlage von FuSystems gestossen. Auch von den Rotorblattproblemen der Vorgängermodelle habe ich gelesen. Gibt es bereits erste Erfahrungen zu der wohl noch recht neuen Variante "SkyWind NG" von FuSystems?


Vielen Dank


Greenmeister


Hallo !

Ich habe zwar keine Erfahrung mit der neuen Firma FuSystems SkyWind, wohl aber mit der Firma FuSystems (Vorgänger) und deren BreezeBreaker. Da die neue Anlage ähnlich aussieht und nur geringfügig verändert scheint, kann ich vielleicht meine Erfahrungen mitteilen.
Zum Vergleich möchte ich meine jetzige Anlage, eine Black 300, heranziehen.
Die BreezeBreaker war im Vergleich zur Black lauter. Bei stärkerem Wind ist der Unterschied sehr groß!
Bei böigen Wind drehte sich die Anlage oftmals aus dem Wind und brauchte recht lange bis sich die Anlage wieder richtig herum drehte, was wohl auf die fehlende Heckfahne zurück zuführen ist.
So kam es bei böigen Winden dazu das die Anlage wenig lief bzw. einspeiste. Böen bzw. Verwirbelungen sind in dieser Höhe , wofür diese Anlage konzipiert ist, aber zu erwarten (Giebel, Bäume, andere Gebäude).
Rückfragen bei der Lieferfirma ergaben, das ich zunächst abwarten soll bis mehr Wind kommt und sich die Anlage "einlaufen" müsse.
Im vergleich zur Black lief die Anlage sehr spät an und speiste dem entsprechend spät ein.
Da die Anlage als Hobby dient hatte ich an den Ertrag nicht die ganz großen Erwartungen, aber das sie sowenig (fast Garnichts) brachte wunderte mich doch sehr. Glaubte ich anfangs noch an einen Installationsfehler, obwohl sie von einem Elektrofachbetrieb angeschlossen wurde, wurde mir später nach unzähligen vergeblichen kontaktversuchen (E-Mail, Telefon, Einschreiben) sowohl bei der Lieferfirma als auch bei FuSystems, klar, das etwas nicht stimmt. Übrigens belief sich der Ertrag im Zeitraum eines Jahres auf 1,4 kwh. Ich bitte von etwaigen Beileidsbekundungen abzusehen!!
Im Vergleich: Die viel kleinere und günstigere Black brachte es im ersten Jahr auf 20 kwh. Wie gesagt, es ist Hobby.
Später fand ich im Netz die ersten Berichte das es zu Rotorblattbrüchen kam. Die Lieferfirma (für mich war nur noch der AB erreichbar) schickte noch einen Brief wo ich auf die Gefahr aufmerksam gemacht wurde und ich mich im falle von Garantieansprüchen an die Herstellerfirma wenden soll (die ebensowenig für mich erreichbar war). Da die Halterung und Kabel vorhanden waren entschied ich mich zu einem weiteren Versuch in Sachen Kleinwindkraft, diesmal mit einer Black. Beim Abbau des BreezeBreaker waren auch hier Haarrisse am Rotorblatt zu erkennen.
Fazit: Nach meinen Erfahrungen bezweifle ich das die Anlage ausreichend getestet und erprobt ist und die angegebenen Erträge bringen kann. Von Langzeit Tests ganz zu schweigen.
Grüße aus der Eifel
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 20.02.2015 - 14:40 Uhr  ·  #6
Also soweit ich jetzt in Erfahrung bringen konnte lag das Hauptproblem damals bei den Wechselrichtern. Das waren wohl fast immer die 'Windyboy LV'. Die wurden deswegen eingestellt weil nicht richtig funktionierend...

Unter anderem haben die bis zu 100 Watt verbraucht durch Stromdurchleitung auf die Turbine
Die Zähler funktionieren nicht und speichern nur manche Tageserträge und andere nicht
Durch die fast eine Minute Startzeit geht viel Energie verloren

Traurig das bei einem Laden wie SMA sowas passieren kann.. die Teile stammten wohl noch von der ersten Sunyboy-Serie.
Falls ihr so ein Gerät seht - Finger weg.
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 16.10.2016 - 19:20 Uhr  ·  #7
Ich finde es sehr schade mit welcher negativen Einstellung hier offensichtlich von vornherein herangegangen wurde. Das Ergebnis aus einem öffentlichen Windtestfeld spricht für mich jedenfalls eine sehr klare Sprache. Ist heute auf Facebook veröffentlicht worden, Ich kann jedem objektiv Interessierten einen Blick nur empfehlen: https://www.facebook.com/FuSystemsSkyWind/ bzw. direkt auf der Seite des Windtestfeldes: http://www.energieforschungspark.at/

Viele Grüße, der Windbert




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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 17.10.2016 - 21:22 Uhr  ·  #8
Leider bekomme ich die Werte für die Skywind auf der Webseite nicht angezeigt. Insbesondere das Bild, das auf der Facebookseite veröffentlicht wurde und nach dem die Skywind eine höhere elektrische Arbeit als die Black 300 erbracht haben soll, bekomme ich nicht reproduziert.

Was heißt hier außerdem "negativen Einstellung ... von vornherein herangegangen"? Der Facebook-Post ist erst zwei Tage alt! Das konnte vorher noch keiner wissen.
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 17.10.2016 - 21:57 Uhr  ·  #9
Hallo

Die Windräder von Schachner sind ja wohl kaum zu schlagen, mit im Schnitt 4 facher Leistung zu den anderen, immer gerechnet von angegebener Leistung zu der erbrachten Leistung in 24 St .

Gruß Aloys.
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 18.10.2016 - 10:01 Uhr  ·  #10
Hallo Windbert,

solche Einzelmessungen wie von dir angegeben sind nicht belastbar.
Man braucht schon Messwerte über mehrere Monate um belastbare Vergleiche machen zu können.

Mal sehen ob so etwas dann auch veröffentlicht wird.
Bitte gerne dann hier posten.

Grüße
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 18.10.2016 - 14:38 Uhr  ·  #11
Also laut dem Testfeldbetreiber steht die Anlage da seit Mitte August. Und bei einigen Moderatoren herrschte hier die Meinung vor, dass die Anlagen überhaupt nicht funktionieren:

Zitat geschrieben von doelle4

...Die Wka hat im Prinzip alles was bei einer richtigen Wka nicht vorhanden ist.
Keine Sturmsicherung, keine vernünftige Nachführung, kaum Repellerfläche und ein mieses Profil das sich besser zum Mulchen in einem Rasenenmäher eignet. Ist eine Anlage für Menschen denen wichtiger ist das sie anders aussieht als das da wirklich mal Strom rauskommt.
Gruß Hans


Nun steht die Anlage in einem öffentlichen Testfeld und prompt ist das Ergebnis "nicht aussagekräftig" :D :D
Ich habe mich ja bereits genug zum Thema China geäußert - aber wenn zum Beispiel eine Black 300 wirklich ab 2m/s einspeisen würde, müssten dort fast jeden Tag (wenn auch geringe) Erträge zu sehen sein...

Ein einfacher Vergleich von Ertrag zu Rotorfläche zwischen den ganzen Anlagen liefert doch ein recht klares Bild ab. Natürlich werden nicht alle Masten gleich hoch sein, aber eine erste Übersicht ist mit mehreren Betriebstagen und Volllaststunden wohl problemlos möglich:


Ich hab mir erlaubt Deine Formatierung etwas umzustellen und grafisch lesbarer zu gestalten. Ich hoffe is so OK ? Uwe




Letztlich ist der Ertrag in einem Testfeld das was für mich zeigt ob eine Anlage etwas bringt oder nicht. Und hier sehe ich von mehreren Anlagen genau das! Das ein Verti nicht die gleiche Effizienz macht wie die normalen bestätigt sich da auch mal wieder recht deutlich. Warum solche Daten erst so spät kommen verstehe wer will, für mich ist die Tendenz jedenfalls ziemlich klar.

Vielleicht kommen ja in Zukunft noch ein paar mehr Hersteller in das Feld und machen die Daten öffentlich vergleichbar. Würde dem Kunden sicherlich einige Entscheidungen erleichtern. Ich werde das Ganze jedenfalls im Auge behalten.

Grüße, der Windbert
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 18.10.2016 - 16:36 Uhr  ·  #12
Vom Ansatz her ja ok, aber mehrere große ABER gibt es schon doch noch denn SO geht es natürlich auch nicht.

Die Idee mit dem Vergleich von sehr kurzen Ertragsperioden ist ja ganz Reizvoll, aber nur wenn alle Anlagen im Vergleich auch tatsächlich unter exakt gleichen Bedingungen laufen. Ob sie das nun in Lichtenegg gerade tun und so einen Vergleich erlauben ist für mich gerade nicht zu erkennen.

Das Testfeld Lichtenegg hat sich gerade auf das Vermessen von Kleinwindanlagen spezialisiert und kann zertifizierte Vermessungen nach allen Regeln der Kunst und Norm nach DIN IEC64100-12 durchführen. Es stehen dort bereits etliche Anlagen und wenn ich mich recht erinnere nicht unbedingt nur zur Leistungsvermessung, sondern auch für Langzeittests mit Extrembedingungen. Das Testfeld liegt aber auch nicht einfach in großem flachen Gelände, sondern auf einem Bergrücken und nicht alle Anlagen stehen dort in einer Reihe. Da sich aber in einem Freifeld die Windrichtung durchaus mal flott ändert und dreht werden nicht immer alle Anlagen gleichzeitig und gleich angeströmt und so wäre ein einfacher spontaner Vergleich einzelner recht kurzer Produktionsperioden unzulässig.
Für eine Leistungskennlinienvermessung nach DIN IEC 64100-12 werden sehr hohe Anforderungen an den Standort zur Vermessung und an das Messequipment selbst gestellt und bei der Vermessung werden erst einmal alle Werte erfasst. Für die "zertifizierte" Leistungskennlinie selbst müssen die Daten aber gefiltert und u.a. unzulässige Windrichtungssektoren ausgeklammert werden, weil in dem einen Sektor zum Beispiel eine andere Anlage oder ein Hindernis Einfluss hat. Wie viele Anlagen in Lichtenegg tatsächlich parallel für die Leistungskennlinienvermessung laufen und ob die auf der Homepage gezeigten Tageswerte aus solchen parallelen Messungen stammen oder aus einer „normalen“ Langzeitevaluation weiß ich noch nicht (werde es aber nachfragen).

Es entsteht schnell ein falscher Eindruck wenn man also sich nur die aktuellen Kurzzeitdaten ansieht. Könnte es sein das zB. die Black gerade aus irgendeinem Grund abgeschaltet wurde? Einfach so auf „Null“ zu gehen während die Anderen munter weiter produzieren ist doch sehr auffällig. Bei welcher Windrichtung? Welche Anlage stellt welche andere Anlage bei welcher Windrichtung in den Schatten? Wurden während der Vergleichsphase vom Hersteller Änderungen an der Anlage durchgeführt? Es bleiben doch immer ein paar Fragen umso eine Schieflage zu erklären.

Für so einen einfachen Vergleich hat das Testfeld in Zeeland/Holland vor Jahren alle Anlagen auf gleiche Höhe in gleicher Fläche hübsch nebeneinander aufgereiht. Aber nur bei richtiger Windrichtung quer zur Montagereihe wäre so ein Online-Vergleich möglich (in Lichtenegg natürlich auch). Natürlich kam der Wind auch mal quer und die Erste in der Reihe hätte Glück gehabt, aber hier ging es auch nicht um den Online-Vergleich sondern um Jahresergebnisse mit einer Langzeitmessung. Die erfassten Leistungskennlinien (so genau oder ungenau sie auch immer waren) dienten der Orientierung zwischen Herstellerangaben und der Realität im Freifeld. Hier gab es sicherlich berechtigte Kritiken und Fehler, aber es war auch ein erster einfacher, interessanter und wichtiger Vergleich bei dem übrigens die Vertikalen supergrottig abgeschnitten haben.


Nur damit das auch nochmal hier ganz klar und deutlich wird: Ich habe nichts grundsätzliches GEGEN die Anlage so ala: "Ich mag die nicht" oder "die ist blöd". Der Hersteller selbst kann mir sympathisch sein oder wie diesem Fall eben nicht, das hat mit der Anlage selbst jedoch nichts zu tun, aber sehr wohl mit der Geschichte der Entwicklung. Die alte Anlage Breezebreaker hatte ich selbst und konnte einige Tests und Messungen durchführen. Es war gruselig... Punkt Aus Ende.
Mit exakt gleichen großspurigen Tönen, Versprechungen und Behauptungen taucht der gleiche Entwickler mit fast der gleichen Anlage aber mit neuem Namen wieder auf. Vom Marketingkonzept und auch vom Anlagenkonzept hat sich nichts geändert. Das man da dann doch verständlicher Weise elektrisiert und mit großen Vorbehalten reagiert sollte für jeden leicht nachvollziehbar sein.
Ziel des Forums war immer "Information". FÜR den Betreiber und Kunden und in vielen Fällen auch FÜR den Hersteller und Händler. Und da wo Müll verkauft und angeboten wird wollen wir entsprechend darauf hinweisen und warnen. Nicht nur einmal ist ein Hersteller nach massiver Kritik aus dem Forum mit technischen Nachbesserungen und deutlich realistischeren Zahlen positiv aufgefallen ... für alle Beteiligten zum Vorteil!

Das Rotorblatt sieht noch fast genauso aus (OK, die Sollbruchstellen mit den 8 Löchern und Nieten in Nabennähe wie beim alten Blatt sind nicht mehr da), das Material wurde angeblich auch geändert. Die Schwingungsprobleme die ein Zweiblattrotor gegenüber einem Dreiblattrotor zwangsläufig hat sind aber geblieben. Das so typische seitliche Kopfschütteln der Anlage das ein bisschen wie das Parkinsonsyndrom beim Menschen aussieht ist in einigen YouTube-Videos deutlich zu sehen. Bei höheren Drehzahl sieht man es dann nicht mehr, man kann es aber spüren und dann meist im Gebälk darunter deutlich hören. Auch die sehr schnellen Seiten- und Pendelbewegung die man in den Videos sehen kann sorgen für extremste Belastungen an der Rotorblattnabe und erklären sich aus einer "Überreaktionen" auf den Windrichtungswechsel. Also der Wind wechselt tatsächlich die Richtung, aber nur um ein paar Grad und eben nicht so weit wie es die Windanlage selbst vortäuscht. Das würde eine Windfahne zwar nicht ganz verhindern können, aber zumindest deutlich beruhigend wirken.
Ob am Generator, der Wicklung und dem Generatoranschluss gegenüber dem Vorgänger etwas verändert wurde kann ich noch nicht sagen, hoffe es aber doch sehr!

Das Gutachten "Geräuschemissionen und immissionen ..." vom TÜV-Nord ist eigentlich auch nicht so richtig das was ich sonst unter Schallgutachten kenne. Der TÜV hat hier nicht selbst was gemessen, sondern eine Schallausbreitungsberechnung durchgeführt und das auf der Basis von Herstellerangaben. Also der Hersteller sagt dem TÜV wie laut die Anlage ist und versichert dem TÜV das er das alles richtiggemacht hat. Dieser hat dann berechnet wie laut es theoretisch in X-Metern Entfernung noch ist. Notwendig, aber sehr schlicht das Ganze.
Echten Wert hat das also eigentlich keinen und ein Bauamtsmitarbeiter der das auch tatsächlich liest (und nicht nur das TÜV-Logo erkennt), könnte das zwar wohlwollend akzeptieren, muss er aber nicht. Ein Nachweis im klassischem Sinn ist das nicht, sieht aber fast echt aus und ist auch nur ein Beleg für die Marketingstrategie des Herstellers.


Natürlich kann die Anlage Strom produzieren und vielleicht auch gar nicht so schlecht ... wie auch immer ... keine Ahnung. Es gibt auch sicherlich noch schlechtere Beispiele um sich im Vergleich zu messen. Aber warum macht der Hersteller dann so ein Geschiss um die Leistungskennlinie aus Grevenbroich? Meine begründeten Bedenken und Sorgen waren dem Hersteller lange bekannt (er liest hier ja auch mit) und es wäre ein Leichtes gewesen diese auszuräumen. Natürlich muss er keine Testanlage zur Verfügung stellen wie es andere Hersteller bereits getan haben, aber es wäre um einiges einfacher und schneller gewesen und viel von dem hier geschriebenen wäre vielleicht nicht nötig gewesen, wenn denn die technischen Daten halbwegs gestimmt hätten.

Das Testfeld Lichtenegg bietet sicherlich zur Zeit die besten Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Leistungskennlinienerfassung und Langzeittest mit Extrembedingungen. Ich warte gespannt auf belastbare Zahlen und Leistungsdaten aus Lichtenegg die auch entsprechend bewertet und kommentiert wurden. Tja, und natürlich hoffen wir darauf, dass der Hersteller die echten Daten dann auch freigibt ohne sie vorher freihändig zu bearbeiten und grafisch zu verstümmeln.


In diesem Sinne.... viel Rückenwind
Uwe Hallenga




PS...
... Ach ja übrigens: So eine Leistungskennlinienvermessung ist nur ein einzelner Aspekt einer guten Kleinwindanlage. Die Qualität insgesamt und damit auch die Langlebigkeit aller Einzelkomponenten ist Entscheidend für eine sinnvolle Investition (Rotor, Generator, Generatorlager, Drucklager, Mastlager, Rostschutz, Montage, Wartungsaufwand, Kabel, Mast, Wechselrichter, Bremsschalter, Zulassung..........
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 18.10.2016 - 17:16 Uhr  ·  #13
Hallo zusammen,

ich denke auch, das mit den Messwerten der Black300 irgendetwas nicht stimmt.
Ich würde, mit den bisherigen Informationen, diese Messwerte der Black300 nicht als vergleichende Referenz nehmen.
Das wäre unseriös und eben nicht belastbar.

Grüße
Händler
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 18.10.2016 - 22:10 Uhr  ·  #14
Hallo Freunde,

gibts da auch eine Windmessung, mit Vergleich zum Standort der Anlagen untereinander?
Die Windrichtung halt und den Plan, am 14.10. zum Beispiel.
Hab ich diesen sehr wichtigen Wert vom Windmessmast übersehen?
Aber klasse Bilder dabei.
PS. Die Windy Boy muss keiner schlecht reden.. die haben hundertfach funktioniert, und funktionieren noch immer..
Ein gescheiter DC Schutz muss aber sein!

Schönen Gruss,

Cerco
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 19.10.2016 - 05:49 Uhr  ·  #15
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 26.10.2016 - 15:29 Uhr  ·  #16
Hui, hier ist ja was los!

Zuerstmal Uwe: Ich sprach von einer "ersten Übersicht" die sich mit den Daten mehrerer Tage verschaffen lässt. Funktioniert eine Anlage oder funktioniert sie nicht? Stimmen Aussagen wie
Zitat
die Blätter sind besser zum mulchen geeignet und bringen keinen Strom
oder nicht? Von exakten Daten oder gar einem Abgleich von Kennlinien war überhaupt nicht die Rede. Es wäre doch völlig abwegig ohne Rahmendaten wie Masthöhen und Windgeschwindigkeiten einen exakten Vergleich durchführen zu wollen?...

In Uwe´s letztem Post war nun jedoch auch noch (jedenfalls bis vor kurzem? Jetzt wegen 'Missverständlichkeit'^^ geändert?) quasi garkein Testfeld geeignet um Daten zu gewinnen. Lichtenegg aufgrund der
Zitat
sich um den Platz rangelnden Anlagen
und der unebenen Geländeoberfläche noch am wenigsten. Doch nun ist es plötzlich das Testfeld, welches
Zitat
sicherlich zur Zeit die besten Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Leistungskennlinienerfassung und Langzeittest mit Extrembedingungen
bietet ???

Ich frage mich langsam wirklich was du hier treibst...

Immerhin bist du nun ehrlich genug selbst zu erkennen, dass du den Hersteller nicht magst und die entsprechende Objektivität dann einfach verloren geht. Was du leider noch nicht erkannt hast ist, dass du eben nicht einfach irgendein Forenmitglied bist das hier seine Meinung kundtut, sondern der Profi. Deinen Posts entnehme ich aber, dass du noch nie einen SkyWind im Einsatz hattest und auch keine eigenen Daten sammeln konntest...
Gerade bei deinem Hintergrund als Profi und Gutachter sollte man sich doch ohne Informationen aus erster Hand nicht öffentlich äußern... So hinterlässt das Ganze einen faden Beigeschmack.

Gruß, der Windbert
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SkyWind-Generator gut, Masthalterung ganz schlecht

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Gepostet: 24.02.2017 - 09:24 Uhr  ·  #17
Meine Erfahrung mit Skywind FU ...
Ich habe jetzt seit vier Monaten den Skywind auf dem Dach und noch keine KWh Ertrag, aber über 4 kWh Leistungsaufnahme des Inverters im Standby! Das Hauptproblem scheint zu sein, dass sich das Lee-Windrad nicht in den Wind dreht. Falls es das mal macht, was auch schon für wenige Minuten zufällig mal vorgekommen ist, so ist sogar eine ordentliche Leistung vorhanden - aber wie gesagt, das ist extrem selten.
Die Montagefirma war bisher fünf mal auf dem Dach und hat den Mast neu ausgerichtet. Das Hauptproblem besteht nämlich darin, dass die Aufsparrenhalterung nur an drei Punkten über drei Dämpfungselemente befestigt ist. Diese Punkte bilden ein sehr spitzes Dreieck. Diese Art der Befestigung ist jedoch nicht verwindungssteif und "verbiegt" sich unter der Windlast und offenbar auch durch die exzentrische Aufhängung der Generatorgondel. Folglich steht dann der Mast nicht mehr exakt senkrecht und das Prinzip des Lee-Windrades ist quasi unwirksam. So kommt es, dass sich das Windrad irgendwie ausrichtet, jedoch nur zufällig mal in den Wind. Ich bin mit dieser Erkenntnis nun nicht alleine, auch ein Mitarbeiter des Herstellers der Sparrenhalterung hat mir mündlich bestätigt, dass eine Dreipunktbefestigung weder vorgesehen noch sinnvoll ist und wahrscheinlich auch für die Standsicherheit nicht ausreicht. Jedesmal unmittelbar nach einer Neuausrichtung des Mastes mittels Mastwasserwaage (unbedingt zu empfehlen!) hat sich das Windrad auch nahezu perfekt bei sehr geringen Anströmgeschwindigkeiten in den Wind gedreht, wenngleich sich der Rotor auch nicht immer gedreht hat. Das bestätigt indirekt die oben geäußerte Vermutung! Es war leider nie ein dauerhafter Effekt.
Sowohl der Hersteller als auch die Montagefirma wehren sich massiv gegen diese Erkenntnisse, so dass ich inzwischen juristische Schritte gehen mußte, um die Funktionsfähigkeit herstellen - oder alternativ alles abbauen zu lassen. Der nächste und aus meiner Sicht letzte Schritt bei der Herstellung der Funktionsfähigkeit wird sein, die Dreipunktbefestigung gegen eine Vierpuntkbefestigung zu tauschen, um wenigsten die Verwindungssteifigkeit der Sparrenhalterung zu verbessern. Es ist für mich wirklicht verblüffend, wie stur sich sowohl Hersteller als auch Montagfirma gegen eine Analyse des mechanischen Verhaltens mit dem einzigen Argument "wir haben alles richtig gemacht" wehren!
Falls jemand im Forum am Fortgang der Dinge interessiert ist, berichte ich dann gerne über den Erfolg oder Mißerfolg ...
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 24.02.2017 - 12:28 Uhr  ·  #18
Hallo Alternativer!

Das ist sehr interessant, bitte her immer weiter über solche Anlagen berichten, Positives als auch negatives. Nur davon kann die Gemeinde leben und lernen.

Das mit der fehlenden Windnachführung ist bei der Anlage natürlich echt ein Problem.

Aber dass das Teil mal so gar keinen Strom produziert ist natürlich alles andere als Sinn und Zweck ...
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 24.02.2017 - 12:31 Uhr  ·  #19
Hallo

Ich hab mal Bilder von den Zweiblattrotoren angesehen!
Also wenn der senkrecht steht, ist da kaum eine Angrifsfläche mit Hebelarm die den ausrichten kann !
Ein 3 Blatt wäre da schon besser wegen Hebelarm.
Man könnte eine Kugel (Ball) mit Verlängerung vor den Rotor an einem Gestänge plazieren.
Der hat einen hohen Wiederstand wenn der Wind von der Seite kommt und kann das Problem lösen.

Gruß Aloys.
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Re: FuSystems SkyWind NG

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Gepostet: 11.03.2017 - 18:26 Uhr  ·  #20
Meine Erfahrung mit Skywind FU ... Fortsetzung

Inzwischen hat die Montagefirma die Sparrenhalterung mit einer vier-Punkt-Befestigung versehen und siehe da, die Stabilität des Mastes hat sich deutlich verbessert. Allerdings hat sich trotz exakter Ausrichtung des Mastes - und der Monteur hat sich darum sehr bemüht - das Windrad nach wie vor nicht richtig in den Wind gedreht. Nun hat sich auch erstmalig der Monteur mal sehr genau die Gondel und deren Befestigung angesehen und festgestellt, dass diese seitens des Hersteller nicht korrekt im Winkel angeschweißt wurde! Das ist offenbar der fundamentale Fehler, der dazu führte, dass jeder Ausrichtungsversuch des Mastes ins Leere liefe. Jetzt wird die Gondel abmontiert, beim Hersteller repariert, dann bei mir erst einmal vermessen, da ich natürlich vorsichtig geworden bin, und dann wieder aufgebaut. Ohne meine Hartnäckigkeit wäre das wohl nicht so gekommen ...
@ FamZim: Keine schlechte Idee, dass mit der Kugel, aber nicht so einfach zu machen! Aber ein sauber ausrichtetes Lee-Windrad sollte sich immer erst einmal in den Wind drehen. Die beiden Flügel bei SkyWind machen insofern Sinn, da das Windrad zwar erst bei ca. 3,5 - 4 m/s anläuft, sich aber dann recht schnell dreht. Dadruch kommt es zu weniger Stroboskop-Schatten und Vögel erkennen das schnell drehende Windrad eher als Scheibe und fliegen nicht hinein. Soweit ich das aufgrund der wenigen tatsächlichen Betriebsstunden (eher Betriebsminuten ...) beurteilen kann, scheint das Windrad an sich strömungstechnisch recht ordentlich zu sein. Aber darüber später mehr, wenn die anderen Fehler behoben sind.
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