Kugelpumpspeicher unter Wasser

 
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 49
Beiträge: 1518
Dabei seit: 12 / 2009
Betreff:

Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 09.11.2016 - 15:56 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

ich bin auf folgende, für mich neue Technik, zum Strom Speichern gestoßen:
http://forschung-energiespeich…er_Wasser/


Zitat aus dem Artikel:

"Funktionsprinzip des Tiefseespeichers"
...
Das neuartige Konzept des Meeres-Pumpspeicherkraftwerks nutzt das Meer selbst als oberes Speicherreservoir.
Dabei wird ein künstlicher Hohlraum, mit einem Durchmesser von 30 Meter, in großer Wassertiefe geschaffen,
sodass der hydrostatische Wasserdruck das Energiepotenzial darstellt.
Aufgrund des anstehenden Druckgefälles kann bei Einströmen des Wassers in den Hohlkörper mit Hilfe von Turbine und Generator elektrische Energie erzeugt werden.
...
Umgekehrt kann überschüssige elektrische Energie, beispielsweise aus regenerativer Erzeugung, zum Herauspumpen des Wassers aus dem Hohlkörper verwendet werden."

Für mich klingt das vielversprechend, zumindest dort wo man 100 Meter Wassertiefe und mehr zur Verfügung hat.
Was haltet ihr davon?

Grüße
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 53
Beiträge: 659
Dabei seit: 12 / 2013
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 09.11.2016 - 17:49 Uhr  ·  #2
Super geile Idee!!!

Finde ich gut.
Nur kann man sie nicht in unmittelbarer Umgebung der Windparks auf den Meer nutzen, weil dort mit Sicherheit das Wasser aus "logischen Gründen " nicht all zu tief ist ! ;-)
*****
Avatar
Geschlecht:
Herkunft: St. G. im Schwarzwald
Beiträge: 321
Dabei seit: 11 / 2006
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 09.11.2016 - 17:58 Uhr  ·  #3
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 71
Beiträge: 820
Dabei seit: 08 / 2014
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 09.11.2016 - 18:29 Uhr  ·  #4
Hallo

Ja kuhle Idee aber nicht so einfach, ich komme da schon auf einen Auftrieb des Innenraumes von 16 000 Tonnen :fgrin:
Also nicht transportierbar ausserhalb von Wasser.
Die dicke Betonhülle bring auch noch Auftrieb, also mindestens 20 000 T Gesammtgewicht damit die nicht Wegschwimmt.
Hmm große Schiffe sind aber auch noch schwehrer :'(
Wenn es also Neuigkeiten gibt in der Sache --

Gruß Aloys.
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 53
Beiträge: 659
Dabei seit: 12 / 2013
Betreff:

Kugelpumpspeicher unter Wasser... Warum unter Wasser?!?

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 04:12 Uhr  ·  #5
Als ich das zuerst gelesen hatte fand ich die Idee super.

Ist sie im "Prinzip" immer noch, aber auf anderes Weise.... Warum das Ganze unter Wasser.Kann man doch auch an Land im" eigenen Keller". Muß dann auch nicht soo groß sein ....halt für kleineren Bedarf!)
Ein großer Schwachpunkt, ist der enorme Aufwand und zu kompliziert! UND INEFFIZIENT!
Könnte ich bei mir im Keller besser! ;-)
( einfach leere Gasflaschen umdrehen und unten statt mit Druckluft mit WASSER füllen
Vorteil : Hydraulisch ist effektiver wie Pleumatisch (Kompressor[ Luft] hat einen sehr schlechten Wirkungsgrad.....)
und Wasser kann ich bei mir im Keller auch durch einen Turbine besser ( Wartung Kontrolle!) und effektiver in Strom umwandeln. Die Luft dient nur als (Druckblase!) für den Wasserdruck...
Also ganz einfach easy, nicht kompliziert und ich kann das ganze noch wie einen Art Wärmepumpe nutzen .... Luft kompremiert --> Wärme ....!

Die kann ich beispielsweise aus dem "Meer" nicht nutzen .... und die "Verlustwärme /energie" ist bei der "Unterwasserlösung" sehr hoch.

Ach ja: und für diejenigen, die meinen ich würde hier "Blödsinn" erzählen ..... es gibt leider schon eine Patentanmeldung von 2002, welche nach diesem "Schema" zu arbeiten scheint! ;-)

Gruß Ralf
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 71
Beiträge: 820
Dabei seit: 08 / 2014
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 09:59 Uhr  ·  #6
Hallo

Die unterwasser Lösung hat aber immer 70 Bahr Gegendruck, (700 mTiefe), und kann mit Enlüftung das gesammte Volumen ausschöpfen.
Der Druckverlust ist lediglich 0,3 Bahr wenn er voll ist.

Das kann man bei den Flaschen eben nicht.
Die müsten stark vorkomprimiert werden mit Luft , so auf 150 Bahr, die dann bei vollständigem Entlehren Abfeifen würde.
Ohne Kompression hätte die Flache nach halber Füllung erst einen Gegendruck von Plus ein Bahr.
Denkt mal an das Verhalten einer Luftpumpe, erst die letzen 2 cm kommt da Luft in den Reifen. (Energiespeicherung).

Wie groß war noch das Spezifische Gewicht von Beton ? wars nicht 2 ??
Dann braucht es also für 16 000 t Auftrieb im lehren Zustand noch mal 32 t Beton, und dann schwimmt das Ungetüm grade noch nicht.
Es würde wie eine Qualle im Wasser treiben.
Das ist bei einer 3 m Kugel noch einfacher zu beherschen.

Gruß Aloys.
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 49
Beiträge: 1518
Dabei seit: 12 / 2009
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 10:06 Uhr  ·  #7
Hallo Seti,

danke für die links.

Ein Zitat daraus:
"«Sicher ist, dass das Konzept erst ab 600 bis 800 Metern Wassertiefe im Meer wirtschaftlich anwendbar sein kann»,
sagte Puchta bereits bei der Vorstellung des Projekts zu Beginn des Jahres"

hmm, Schade da gibt es wohl nicht soo viele Standorte ...

Und im eigenen Keller wird da so wohl nichts werden, hihi

Grüße
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 53
Beiträge: 659
Dabei seit: 12 / 2013
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 11:58 Uhr  ·  #8
Hallo Aloys hallo Erdorf

Du hast Recht Aloys, das die Flaschen bei so und soviel Befüllung "den Druck" haben und bei der Hälfte "Abpfeifen" nur diesen zu vielleicht 80 % nutzen könnte (ca Wirkungsgrad einen Pumpspeicherkraftwerk...)
Auch das mit der Luftpumpe und erst die letzten 2 cm ...... gebe ich dir vollkommen recht ! ( deshalb ja ist der Luftkompressor u. a. so verlustreich ...)
Aber wenn man die Idee weiterspinnt und mit einem "Wasserkolben" arbeitet und sich im Keller zwei Druckkammer ( aus Flaschenbatterie..etc ) und so zwei Druckneveaus " künstlich erzeugt.
Entscheidend ist ja der Druckunterschied und das Volumen der Druckmasse ... ;-)
Eigentlich hatte ich mal vorgehabt mir aufs Dach 5 m ² Wassertank zu stellen und unten in den Keller fließen zu lassen ... hochpumpen --- > Energiespeichern
Runterfließen ---> Energie "abgreifen" (und zwar dann wann ich sie brauche.. )

Das ganze ist eine einfache Rechnung : Masse Wasser auf eine Höhe gepumpt und Fallhöhe wieder runter. Fazit, es lohnt sich nicht !!
zum einen ist die Fallhöhe zu niedrig und /oder das Volumen ( Wassermenge) zu klein !
Aufwand und Nutzen stehen in keinen sinnvollen Verhältnis!

Aber mit dieser Idee kriege ich drei, vier m ² Wasser auf ein "Höhenunterschied" ( im Mittel!) auf weit mehr als vlt 200 m . Mit wesentlich weniger Aufwand und kann dabei eventuell noch die "Abwärme" ( Wärmepumpe ) nutzen , ....gleich im Keller.. ;-)

Das als Pufferspeicher ( statt Batterie ) könnte ein guten Kosten -Nutzen -Vorteil statt Batterie sein.

Muß ich mir noch mal genauer durch den Kopp gehen lassen ! ( aber jetzt schon zu fast 95 % sicher das es sich rechnet ) ;-)

Gruß Ralf
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 72
Beiträge: 1290
Dabei seit: 11 / 2008
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 17:17 Uhr  ·  #9
Was Ralf da mit den Gasflaschen vorschlägt erinnert mich ein wenig an meine Hauswasseranlage. Da wird ja auch Wasser in einen Tank gedrückt, die Luftblase drinnen komprimiert bis zum Abschaltdruck und wenn Wasser abgerufen wird dekomprimiert sie wieder und ein Drucksensor schaltet die Pumpe wieder ein.

Ein Zwischenspeicher also, keine Ahnung wie effizient - was Wirkungsgrad betrifft - vielleicht auch für andere Anwendungen interessant?

Der Arbeitsdruck hält bei so kleinen Abmessungen nicht lange vor, der gespeicherte Druck hält sich allerdings ewig ohne Verluste solange man nicht den Wasserhahn öffnet. Also keine Selbstentladung :-)

Gruß, Carl
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 71
Beiträge: 820
Dabei seit: 08 / 2014
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 18:10 Uhr  ·  #10
Hallo

Beim Kugelspeicher schwankt der Druck lediglich um max 4 % , wie groß ist das bei einem Druckluft betriebenen Speicher denn?
Eine 20 L Gasflasche, die 200 Bahr ab kann, und mit 100 Bahr vorgespannt wirt fast bis 200 Bar lediglich 10 Litter.
Sie ist dann halb voll Wasser bei max Druck.
Im Schnitt also 150 Bahr und 10 l .
Verglichen mit 10 kg Wasser in 1500 m Höhe, oder.
Also dann 10 mal 1500 mal 10 (wegen Nevton) = 150 000 Wattsekunden.
Eine Stunde = 3600 sek , kommt dann 41,6 Wattstunden heraus, reicht dann für eine viertel Stunde Fernsehen :fgrin:

Gruß Aloys.
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 53
Beiträge: 659
Dabei seit: 12 / 2013
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 10.11.2016 - 22:44 Uhr  ·  #11
Hallo Aloys

Eine viertel Stunde Fernsehen ist mir zu wenig... ;-)

Meine "grobe Rechnung" sieht ungefähr so aus:

1000 l auf 2 x 10 bar Druckunterschied ( Kesselprüfdruck max 10 Bar zugelassen ! ) ----> 1000 l auf 200 m Höhe mal 10 Newton = 2.000.000 Wattsekunden ( ok ich kann nur die Hälfte davon "nutzen" )
----> 1.000.000 Wattsekunden ...

Hmmm auch nicht sehr viel... ;-)

( aber immerhin mindesten 1,5 Stunden Fernsehen !)

Mit höheren Druck und kleineren Volumen : 50 L iter Gasflasche x 20 x 200 bar Druckunterschied-----> kämen nach Deiner Rechnung ca 50 mal mehr raus ...
= 12,5 Stunden Fernsehen..;-)

Das sieht schon besser aus!

vor dem Haus (vergraben) hätte ich ein 5000 Liter Erdtank....den mit 5 Bar statt 200 ---> würde theoretisch auch nicht schlecht passen..

Das ganze als "Pufferspeicher".

Na wie auch immer, ich muß das noch mal durchdenken ... :-)

( Geschossenes System mit Unterdruck.... ohne "Vorspannung"..... zwei Rohre... )
*!*!*!*!*
Avatar
Geschlecht:
Alter: 72
Beiträge: 1290
Dabei seit: 11 / 2008
Betreff:

Re: Kugelpumpspeicher unter Wasser

 · 
Gepostet: 11.11.2016 - 08:01 Uhr  ·  #12
Ich finde die Idee gut, diese Speicherform - vorausgesetzt guter Wirkungsgrad bei den mechanischen Verlusten beim Komprimierten und Dekomprimieren - bietet bei bestimmten Anwendungen Vorteile.

Wäre es möglich, in etwa den Tagesverbrauch damit zu speichern also nicht die Energie für längere Zeiträume, könnte das Sinn machen. Ein Vorteil ist das der Pumpmotor variabel auf die Windgeneratorleistung ansprechen kann und so diesen nicht so komplett schon beim Anfahren ausbremst wie eine Heizpatrone.

Bei Speicherung über längere Zeiträume gibt`s zwar keine Selbstentladungspropbleme - leider über solche Zeiträume hinweg auch nur begrenzte Speicherkapazität.

Ist ja kein Nachteil, der Wind zwingt uns ja auch dazu, die Technik an seine Bedingungen anzupassen. Wenn`s nicht zu den Verbrauchergewohnheiten passt versucht man was anderes.

Gruß, Carl
Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0