Wirkungsrad von Windmaster 500

 
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Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 09.05.2017 - 19:39 Uhr  ·  #1
Hallo,
habe mir meine Ertragsdaten vom Windmaster mal genauer angeschaut und in Excel aufbereitet. Von der Anlage weiss ich den Strom, die Spannung und die eingespeiste Leistung. Wenn ich nun das Produkt aus Strom und Spannung nehme, sprich die eingerachte Leistung mit der abgegebenen vergleiche, erhalte ich nach meiner Auffassung den Wirkungsrad. Leider ist der weit unter den vom Hersteller angegenenen 95%.
Im Schnitt erhalte ich hier so ca. 40-60%!

Habe ich hier einen Denkfehler?
Ich weiss, ich habe den Cos-Phi ausser Acht gelassen, aber so viel kann der doch nicht verhageln, oder?

Gruß, Maerten.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 10.05.2017 - 04:40 Uhr  ·  #2
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 10.05.2017 - 12:12 Uhr  ·  #3
Hallo

Ich denke das es bei kleinen Leistungen schon sein kann durch den Eigenverbrauch der immer da ist.
Änlich wie bei einer Dioden-Gleichrichtung.
Spannungsverbrauch immer 1,5 V zb.
Bei 6 V bleiben nur 80 %, und bei 100 V aber 98,5 %.
Ich denke einen Cos-Phi gibt es nur bei "elektrisch erregten" Maschinen, durch den nötigen Magnetisierungsstrom.
Den gibt es aber bei permanent erregten Generatoren ja nicht.

Gruß Aloys.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 10.05.2017 - 18:05 Uhr  ·  #4
Hallo,

also Ihr seid auch der Meinung das wäre realistisch. Dass Hersteller gerne Angaben unter Idealbedingungen machen, ist man ja gewohnt, aber dass da so ein "Bauernschuh" reinpasst überrascht mich doch.
Möglicherweise sind die Verluste so hoch, da der Windmaster schon bei sehr niedriger Spannung anfängt einzuspeisen.
Was den CosPhi angeht, weshalb sollte es den bei Generatoren mit Magneten nicht geben?
Da sind doch auch Spulen drin, die haben Induktivitäten, und bei denen tut sich der Strom bekanntlich verspäteten. ;-)
Ausserdem habe ich einen Leistungsmesser drin, den kann man umschalten auf CosPhi, der zeigt immer unter 1 an.

Gruß, Maerten.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 10.05.2017 - 19:10 Uhr  ·  #5
Hallo Maerten

Jeder normale Asynkronmotor hat keine Magnete die das Magnetfeld erzeugen.
Dazu brauchr er einen Strom , der durch die Spulen fließt und das Feld so stark macht bis die Selbstinduktion die Netzspannung erreicht.
Das kann bei normalen Motoren locker mal 5 A sein.
Und das in allen Phasen.
Sind dann 5 A mal 400 V mal Wurzel 3 = so 2600 W die aber nicht als Leistung , bez Verlustleistung anfallen.
DIE verschieben aber nur dadurch den ganzen Kram !! und fallen als Cos Phi in der Rechnung auf.
Bei Volllast zb 15 A.
10 A Arbeitsstrom und 5 A Magnetisierungsstrom, = 15 A Gesammtstrom.
Generatoren mit Magneten benötigen diesen Magnetisierungsstrom überhaubt nicht.
Die Spannung wird durch die Magnete generiert.
Also auch keine Ströme zum Magnetisieren.
Ströme nur zum Nutzen des Generators, und dessen Leistung.

Gruß Aloys.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 10.05.2017 - 19:18 Uhr  ·  #6
Hallo Aloys.

Alles was Deine Erregerwicklung verbrät (Kupferverluste), macht Dir Deinen Wirkungsgrad schlechter, was Dir aber den CosPhi verschiebt ist die Blindleistung!
Das eine ist rein ohmisch, hier wird wirklich Arbeit verrichtet in Form von Wärme die erzeugt wird, im anderen Fall (Spule und Induktivität) ergibt sich eine Phasenverschiebung.
Wie gesagt, der Windradgenerator hat auch Spulen und Induktivitäten. Deshalb ist es für mich schon schlüssig, dass hier ein CosPhi von kleiner 1 entsteht.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 11.05.2017 - 09:55 Uhr  ·  #7
Hallo

Ein Asynkronmotor hat ja nur seine Motorwicklung, die auch für die Selbsterregung zuständig ist.
Da entstehen dann CU Verluste das ist klaar.
Und dieser Strom mal Netzspannung ergibt die Blindleistung, und verschiebt Strom gegen Spannung.
Beim Generator mit Magneten gibt es aber keinen Erregerstrom in der Wicklung.
Strom fließt nur bei Belastung des Generators mit Leistungsentnahme.
Also keine Blindströme im Normalfall.
Wenn da allerdings ein Trafo zwischen kommt braucht "dieser" wieder einen Selbsterregerstrom, der den Generator auch mit diesem belastet.
Mit reiner Gleichrichtung und dann zum Regler sollte das aber nicht vorkommen.

Gruß Aloys.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 11.05.2017 - 19:09 Uhr  ·  #8
Mein Leistungsmesser, das die Einspeiseleistung meines Windmasters misst, zeigt mir einen CosPhi von kleiner 1 an.
Werde morgen mal messen was bei dem WM angezeigt wird, an dem die Solarplatten hängen. Erzeugt der WM selber etwa eine Phasenverschiebung???

Gruß, Maerten.
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Re: Wirkungsrad von Windmaster 500

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Gepostet: 12.05.2017 - 11:52 Uhr  ·  #9
Hallo

In allen Elektronischen Wandlern sind Drosselspulen und Kondensatoren.
Die verschieben schon mal den Strom gegen die Spannung.
Spulen in den Induktiefen Bereich und Kondensatoren in den Kapazitiefen Bereich.
Der Cos Phi ist dann beide male unter 1 !! im günstigsten Fall ausgeglichen.

Gruß Aloys.
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