Meine erste Kleinwindanlage

 
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Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 23.01.2018 - 06:54 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

ich recherchiere nun seit einigen Wochen Dies und Das zum Thema Kleinwindanlagen und lande immer wieder hier im Forum, daher jetzt auch mit Account und ganz offiziell. :-)

Ich lebe ländlich im nördlichen Emsland, wenn es nach meiner Frau geht, fast schon Ostfriesland (nähe Papenburg) und habe ein recht großes Grundstück.
Ich spiele schon länger mit dem Gedanken einer KWA, aber beschäftige mich erst jetzt so richtig mit dem Thema.

In meinem Gebiet herrscht eine mittlere Windgeschwindigkeit von 5m/s.
Ich möchte die KWA zum einen aus Begeisterung an der Technik, zum anderen aber auch zur praktischen Nutzung installieren.
Alles in allem sollen sich die Kosten aber zunächst in Grenzen halten, falls es gut läuft, würde ich im Nachhinein das System aufrüsten.

Zu meinen bisherigen Überlegungen:
48V Wechelstromgenerator mit 3x6mm² Kabel an Grid-Tie Inverter mit Dump Load zur direkten Nutzung des Stromes im Haushalt. - Simplicity, keine Batterien etc.

Generator:
2KW System von Ista. Mir ist klar, dass der Generator nicht Top of the Line ist, aber was ich in diesem Thema gelesen habe: http://www.kleinwindanlagen.de…light=ista
klang gar nicht mal schlecht. Die Geräusche sind kein Problem, da der Generator ca. 75m vom Haus entfernt stehen wird und in einem knappen Kilometer sowieso eine Autobahn verläuft.

Mast: 8-10m Holzmast zwischen stählernen U-Profilen mit Bolzen und Kippfunktion. 4-Fache Abspannung mit Drahtseilen und Erdankern.

Inverter: https://www.ebay.de/itm/2000W-…1438.l2649
Auch hier ist mir klar, dass es sicherlich bessere Möglichkeiten gibt, die aber auch gleich wieder mehr Kosten.
Wie gesagt, dies ist mein Einstieg und die Kosten sollen sich in Grenzen halten.

Was mich aktuell verwirrt, ist folgendes:
Der Generator ist mit 48V angegeben. Der Inverter kann 45-90V verarbeiten, Raudi schreibt in seinem Thema zur Ista 2000 allerdings von Spannungswerten jenseits von Gut und Böse.
Nun habe ich natürlich Sorge, dass ich meinen Inverter Grille, sollte ich das System so in Betrieb nehmen. Bzw. das bis zu einer gewissen Drehzahl ertmal gar kein Strom produziert wird.
Vielleicht kann jemand meine Verwirrung aufklären.

Ich freue mich auf eure Antworten.
Vielleicht habe ich auch noch Fehler in meinem bisherigen Plan, aber dafür bin ich ja hier. :-)


Viele Grüße

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 23.01.2018 - 14:16 Uhr  ·  #2
Moin,

Mir haben Kunden von Ihrer Ista in SH beim Akkuladen 48 V berichtet.
Ab 6m/sec Wind beginnt die zu laden, 48 V Bleiakku.
Wenn's stimmt, wäre das nicht optimal, der Grid geht ON bei 45 VDC?
dann wäre der mehr AUS als an..
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 23.01.2018 - 18:16 Uhr  ·  #3
Hallo cerco,

die 2KW ista liefert direkt 48V AC, laut Hersteller.
Der Inverter läuft direkt mit Wechselstrom, es muss also kein Gleichrichter davorgeschaltet werden.

Wäre es sinnvoller via Laderegler und Gleichrichter zunächst auf eine Batterie zu gehen?
Ich wollte Verluste beim Umspannen vermeiden, daher direkt von 48VAC auf 220 VAC.

Gruß

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 23.01.2018 - 20:20 Uhr  ·  #4
Hallo,

ja, welche 2 kW?
Bitte wann, bei welchem Wind?
Schau mal, bisher las man da von Drehzahlen über 1200 u/min.
Wann habt Ihr soviel Wind?

Und jetzt , die andere Seite:
Wenn der Akkulader in DC um 6 m/sec.beginnt zu laden, nach Angaben des Kunden, dann wird auch der interne Gleichrichter in dem AC Grid Tie nicht ander's arbeiten..Also spät in Dein Netz speisen.
Dann rechnen die langsam, und wenns knallt eben auch.
Überspannung kann dann schnell das Problem sein.

Aber bitte: Ausprobieren, aber nicht zuviel erwarten.
Bloss der Aufwand mit dem Kabel und Mast.
Dann doch ein effektives System?
Cerco
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 24.01.2018 - 06:23 Uhr  ·  #5
Moin,

so, nachdem ich nun noch einiges hier im Forum über die Ista gelesen habe, bin ich weg von den Generatoren. Zu viele haben bereits negative bzw. enttäuschende Erfahrungen gemacht.

Was wäre denn eure Empfehlung für eine wirtschaftliche Lösung?
Und das Ganze dann mit Batteriepuffer oder ohne?


Gruß

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 17.05.2018 - 06:55 Uhr  ·  #6
So, auch wenn der Thread schon einige Monate alt ist, möchte ich hier dennoch anknüpfen.
Ich habe mir ende Februar eine KWA inkl. Turm aus China bestellt und zwar dieses schöne Stück:

https://www.alibaba.com/produc…fbaf2i39wE

3,2m Rotor, 9m Turm inkl. Abspannung, 2KW Nennleistung für zusammen 800€ zzgl. Seefracht, Zoll, MwSt und Logistik bis zu mir nach Hause, alles zusammen ohne detailliert nachzurechnen ca. 1300€

Verarbeitung ist absolut in Ordnung, der Repeller ist sauber gewuchtet und der Generator ist bockschwer. (inkl. Repeller und Fahne ca. 75kg)
Mittlerweile steht das gute Stück.



Die Anlage hat 48V Nennspannung und ich habe 2 22-60V Grid Tie Wechselrichter im Verbund laufen.
https://www.alibaba.com/produc…38d2AjmNEW


Bei niedrigen Windgeschwindigkeiten hängt der Inverter so bei 19-22V, braucht aber 25V um anzulaufen.
Meine Idee war es hier einen 10-30V Inverter hinzuzuschalten um auch die Schwachwindbereiche auszunutzen.

Nun zum eigentlichen Problem:
Gestern war so richtig schöner Wind, direkt von Norden, ohne Hindernisse.


Die Umdrehungen des Windrads haben sich kaum von vielleicht 50 rpm bei 4m/s auf 80 rpm bei 6-7 m/s gesteigert.

Im Peak wurden 67,2W für 1-2 Sekunden produziert. Ansonsten hängt er irgendwo bei 10-30W.
Die Spannung in der Zeit schwankte zwischen 22 und 30V (bei 30V würden die 67,2W erreicht)
Wenn ich den Generator vom Inverter trenne, dreht er logischerweise sofort hoch und auch die Spannung steigt.


In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass wenn der Generator zu früh belastet wird, er nicht auf Drehzahl kommt, kann das hier der Fall sein?

Was wäre eine Alternative zum aktuellen Setup? Vielleicht ein 48V Laderegler direkt an einem DC Inverter?
Würden in letzterem Fall gängige 12V Inverter funktionieren, gibt es Modelle mit denen hier gute Erfahrungen gemacht worden sind?


Grüße

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 17.05.2018 - 21:23 Uhr  ·  #7
Hallo Florian,

Glückwunsch zum Projekt, sieht schon mal ganz nett aus.

Zitat
In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass wenn der Generator zu früh belastet wird, er nicht auf Drehzahl kommt, kann das hier der Fall sein?


Zunächst müsstest Du die Kennlinie des Rotors hier einstellen. Meine Erfahrung sagt mir aber dass dein Rotor viel zu langsam dreht.
Zitat
Die Umdrehungen des Windrads haben sich kaum von vielleicht 50 rpm bei 4m/s auf 80 rpm bei 6-7 m/s gesteigert.


Zum Vergleich.
Mein Rotor hat 4,4 Meter Durchmesser. Bei 4 m/s lass ich ihn mit etwa 130 Upm laufen, bei 6 m/s locker 180 Upm.

Ein 3,2 Meter Rotor, mit einer Schnelllaufzahl von 7 (angenommen!) sollte bei 4 m/s etwa 170 Upm machen, bei 6 m/s dann etwa 250 Upm.

Ein Wort noch zu den 2 Wechselrichtern. Kannst Du uns erklären wie diese jeweils auf welche Kurve programmiert sind? Meiner Meinung nach ist es nicht so einfach hier einen sauberen Master-Slave-Betrieb zu programmieren. Günstiger wäre nur ein Wechselrichter mit der passend hinterlegten Kurve. Dann kommen die sich nicht gegenseitig ins Gehege :'(

Zitat
Was wäre eine Alternative zum aktuellen Setup? Vielleicht ein 48V Laderegler direkt an einem DC Inverter?


Laderegler werden bei Inselanlagen benötigt, bei Batteriebetrieb. Wenn Du einen solchen zusammen mit einem Netzeinspeisewechselrichter benutzt kommen die beiden Regelalgorithmen sicher NICHT miteinander klar.

Zitat
Würden in letzterem Fall gängige 12V Inverter funktionieren,...


Was genau meinst Du mit dieser Frage?

Wenn Du einen Link zur Betriebsanleitung/Bedienungsanleitung (PDF) deiner WR hier einstellen könntest sehen wir weiter.

mfG

strawberry
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 18.05.2018 - 06:48 Uhr  ·  #8
Hallo strawberry,

vielen Dank für deine Antwort.

Danke, ich bin bisher auch ganz zufrieden, wenn auch aktuell noch kein Strom fließt, so ist es irgendwie beruhigend dem Windrad zuzuschauen. :)

Eine Kennlinie habe ich hicht, aber dafür eine Tabelle mit Windgeschwindigkeit zu RPMs zu Volt, oder ist dies genau das?

https://www.alibaba.com/produc…3e5fzcXKRn

(m/s) (r/min) (V) (Watts)
3 115 27 115
4 144 48 251
5 202 56 672
6 264 56 1004
7 328 56 1406
8 364 56 1873
9 380 56 2128
10 393 56 2319
11 421 56 2504
12 438 56 2692
13 445 56 2791
14 458 56 2857
15 460 56 2907
16 468 56 2974
17 476 56 3035
18 482 56 3081
19 489 56 3109
20 490 56 3187

Oder ist es das was du mit "Kennlinie" meinst?

Zitat
Zum Vergleich.
Mein Rotor hat 4,4 Meter Durchmesser. Bei 4 m/s lass ich ihn mit etwa 130 Upm laufen, bei 6 m/s locker 180 Upm.


Da mein Repeller kleiner ist würde das ja mit der Liste gefühlt passen.

Zitat
Ein Wort noch zu den 2 Wechselrichtern. Kannst Du uns erklären wie diese jeweils auf welche Kurve programmiert sind? Meiner Meinung nach ist es nicht so einfach hier einen sauberen Master-Slave-Betrieb zu programmieren. Günstiger wäre nur ein Wechselrichter mit der passend hinterlegten Kurve. Dann kommen die sich nicht gegenseitig ins Gehege :'(


Ich denke die haben einen Standardwert drin. Mir ist klar, dass es kein Ginlong ist, aber ich wollte nicht nochmal 1,5 -2K für einen Inverter ausgeben.
Das Einzige, was ich in den Einstellungen setzen kann, ist "Current Adjust" für verschiedene Voltwerte von 23 bis 59 in 0,1A Schritten.
Dies funktioniert allerdings nur in den + Bereich, nicht negativ, nach meinem Verständnis kann ich die Last also nur ehöhen, nicht verringern.

Zitat
Laderegler werden bei Inselanlagen benötigt, bei Batteriebetrieb. Wenn Du einen solchen zusammen mit einem Netzeinspeisewechselrichter benutzt kommen die beiden Regelalgorithmen sicher NICHT miteinander klar.


Das beides zusammen nicht funktioniert ist mir klar, aber in einem anderen Thread hier im Forum hatte ein User die Idee, einen DC Inverter direkt an einen Laderegler zu hängen.

Die 12V Inverter Frage bezog sich auf das Szenario in welchem der Inverter direkt an den Laderegler geklemmt wird.


Mir ist gestern Abend beim täglichen "nach dem Windrad schauen" noch etwas aufgefallen, was ich auch bereits dem Hersteller mitgeteilt habe.
Es drehte sich wie bisher immer bei 3-4 m/s Wind mit ca. 50 Umdrehungen. Als ich unter dem Windrad stand habe ich ein leises quietschen oder fiepen mit jeder Umdrehung wahrgenommen.
Ich bin aktuell besorgt, dass etwas mit dem Generator nicht stimmt. Habe den Generator aktuell mittels Kurzschlusschalter gestoppt.
Gibt es hier Erfahrungen zu diesem Phänomen?
Ggf. muss ich den Turm nochmals herunterlassen und den Generator prüfen.


Gruß

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 18.05.2018 - 10:56 Uhr  ·  #9
Hallo Florian,

ein Permanentmagnetgenerator liefert eine Spannung im Leerlauf die praktisch linear mit der Drehzahl steigt. Weil dein Rotor abgewürgt ist kommt er nicht auf Drehzahl, der Generator kann nicht die für den WR nötige Spannung aufbauen.
Damit der Rotor richtig loslegen kann darf die Last bei kleinen Windgeschwindigkeiten nur sehr klein oder sogar Null sein.

Ich habe mir deine Kennlinie aus dem vorigen Beitrag mal genauer angeschaut. Mir scheinen die Angaben sehr optimistisch. Wie immer gilt: Es können theoretisch nur 59% der Windleistung genutzt werden... und der Rotor-, Generator-, Wechselrichter-Strang hat ja auch noch einen Wirkungsgrad !

Ich habe mal, immer noch optimistisch, mit 40%-Eta durch gerechnet. Dabei ist diese Tabelle entstanden.



Deine Angaben stehen den meinen gegenüber, zum Vergleich.
Die rechten beiden Spalten sollen für den Anfang mal meine Empfehlungen sein was die Programmierung der Lastkurve angeht. Ab 11 m/s habe ich "I-max WR" eingetragen weil mir die Angaben des Herstellers einfach fehlen.

Am Verhalten des Windrades wirst Du sehr schnell merken ob er abgewürgt wirkt oder eher "durchgeht".
Je nachdem den Strom etwas senken oder eben erhöhen. Es braucht natürlich einen windigen Tag wo viele verschiedene Windgeschwindigkeiten vorkommen um die Einstellungen zu prüfen. Das kann schon mal Wochen dauern :'(

Zum "Fiepen" oder Quietschen kann ich aus der Ferne schwer was sagen. Ich schlage vor das jetzt mal zu ignorieren und das Maschinchen "einlaufen" lassen.

Viel Glück
strawberry
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 18.05.2018 - 14:19 Uhr  ·  #10
Hey Strawberry,

Danke für deine Analyse der Kennlinie.
Ich fand die Daten auch sehr optimistisch, habe mich aber dennoch für das Modell aufgrund des attraktiven Preises und des recht großen Rotordurchmessers entschieden.
Ich erwarte definitiv nicht, die in der Herstellergrafik dargestellten Werte. ;-)

Ich gehe übrigens vom Turm zum WR mit 3x 10mm² und dann mit 230V über 3x4mm² noch ca. 75-80m zur nächsten Steckdose.

Vielen Dank für deine Mühe mit der Umrechnung, klingt definitiv realistischer, als das was der Hersteller angibt.

So, ich war im schreiben dieses Posts nochmal eben draußen, habe mit nur einem Inverter und den Einstellungen gespielt.
Mein Problem vorher war, dass ich nicht mehr als 20-22V bekommen habe. Wenn ich nun die Werte von dir nehme (Danke nochmals), diese setze soweit es möglich ist und dann speichere, funktioniert es.

Allerdings muss das Windrad mehr als 25V Spannung aufbauen, bevor der Grid Tie verbunden wird, andernfalls scheint eine nicht sichtbare Belastungseinstellung zu verhindern, dass die Voltzahl über 22 steigt.
Ich als Informatiker bezeichne die Dinger mal als Buggy as hell.

Ich habe eben über diese Methode eben bei moderaten Windgeschwindigkeiten von 3-5 m/s Werte von 30-100W erreicht, ohne jetzt groß feinzujustieren.
Achja, was scheinbar schlecht bis gar nicht klappt sind beide Inverter im Verbund, ich dachte zunächst ich halbiere die Strommenge, das klappt aber nicht wirklich gut wie es scheint.

Danke nochmals, jetzt habe ich zumindest einen Ansatz.

Florian

EDIT:

Der current adjust scheint also doch der Gesamtwert zu sein.
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 18.05.2018 - 22:48 Uhr  ·  #11
Hallo Florian,

hast Du keine Unterlagen mit der Lieferung erhalten wo genau erklärt wird wie die Einstellungen zu machen sind? In meinen Augen ist das recht unseriös.

Ich habe nach Unterlagen im Netz gesucht, leider aber nichts brauchbares gefunden. Seitenlanges Geschwafel nur nichts konkretes zur Einstellung der Kennlinie. Ich fürchte fast diese WR sind ungeeignet. Eine halbwegs passende Lastkurve ist das A und O bei einer WKA.
Zu viel Last -> der Rotor wird abgewürgt und stallt.
Zu wenig Last -> die mögliche Leistung wird verschenkt und der Rotor lärmt unnötig vor sich hin.

Viel Glück weiterhin.
strawberry
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 02:15 Uhr  ·  #12
Anbei die Anleitung.
Ist es dieser WR?
Anhänge an diesem Beitrag
Dateiname: Second Generation Us … bine.pdf
Dateigröße: 4.53 MB
Titel:
Information: Manual
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 09:05 Uhr  ·  #13
Hallo migimausi,

ich glaube schon dass es sich um genau diesen WR handeln muss. Diese Anleitung hatte ich auch gefunden.
Nur, in dieser Anleitung finden sich keine Angaben zur Programmierung der Lastkennlinie. Dafür gibt es Erklärungen zum Ein- und Ausschalten der Hintergrundbeleuchtung des Displays. Die Sinusform der Netzspannung lässt sich darstellen... und ähnliche Scherze.

Ich hoffe mal ganz stark für Florian dass das hier keine Nullnummer wird.

Allzeit genug Wind wünscht strawberry.
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 09:18 Uhr  ·  #14
Ja, der ist es.
Ich habe die Anleitung bisher nicht gepostet, weil kein Wort über die Belastungskurve verloren wird.
Was man den Chinesen aber lassen muss, ist die Mühe, die sie sich machen. (Könnte natürlich auch mit dem paypal Käuferschutz zusammenhängen) jedenfalls haben WKA Hersteller und WR Hersteller telefoniert und der WKA Hersteller, schickt dem WR Hersteller nun heute die Kennlinie, welcher dann prüft, ob diese angepasst werden kann.


Nichtsdetotrotz werde ich nächste Woche den 45-90V Inverter testen.

Heute steht ersteinmal das Herablassen des Windrads auf dem Plan, da die Geräusche lauter geworden sind und ich checken möchte was da los ist.
Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Repeller trotz Wuchtung nach Herstellung eine leichte Unwucht aufweist, da der obere Teil des Masts beim Anlaufen etwas wackelt.
Das wird lustig. ^^ 9m aufzurichten war schon lustig, die wieder herunterzubekommen sicher noch mehr. :D


Grüße

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 10:01 Uhr  ·  #15
Hallo

Nicht nur das Wuchten ist wichtig, auch der Spurlauf !( alle Blattspitzen auf gleicher Höhe), bringt alles bei langsamem Lauf zum wackeln.

Gruß Aloys.
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 13:56 Uhr  ·  #16
Sooo, das Windrad war unten und ist jetzt wieder oben.
Ging doch besser als erwartet.

Ich konnte bei der Gelegenheit noch einige Stellen mit Rostschutzfarbe überstreichen, die nicht optimal abgedeckt waren.

Die Ursache der leichten Unwucht war, wie ich aktuell vermute, der unterschiedliche Abstand der Blattspitzen.
Ich hatte hier bis zu 2cm Differenz, welche ich jetzt auf 1-2mm verringern konnte.
Der Spurlauf sollte aufgrund der Bohrlöcher ind den Flügeln und den Löchern in deren Aufnahme bei korrekten Flügelspitzenabstand passen.

Da es heute mehr oder weniger Windstill ist, muss ich mir das die nächsten Tage noch genauer anschauen.
Aber die eine Brise die vorbeigeschneit ist, hat das Windrad auf ca. 100 rpm ohne sichtbares Wackeln des Turmes gebracht. :)

Die Ursache des Quietschens konnte ich nicht ausfindig machen, also etwas WD-40 in den Übergang von Nabe auf Generator gesprüht, ordentlich in beide Richtungen gedreht und Ruhe ist. 8-)
Ich hoffe das bleibt nun auch so, aber auch das muss ich abwarten.

Deer Inverterhersteller hat sich noch nicht wieder gemeldet, ich bin daher gespannt auf kommende Woche, dann soll auch mein 45-90V Inverter eintreffen.
Windtechnisch ist die kommende Woche auch absolut okay.


Aber ich verstehe mittlerweile, warum die meisten Menschen sich einfach Solar aufs Dach klatschen und gut.
Es ist einfach soooo viel einfacher. Wenn man nicht Spaß an KWAs hat, sollte man lieber die Finger davon lassen, das ist bisher zumindest meine Einschätzung.

Grüße und allen ein angenehmes Wochenende

Florian
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 14:33 Uhr  ·  #17
Moin Freunde, bitte, diese Probeme liegen doch nicht an der Sache Klein-WKA an sich...hmhh: schau mal bitte:

diese Anlaufprobleme, dieses scheinbar Unfertige müssen nicht sein, wenn zum Beispiel die Kennlinie passend programmiert ist, im passenden Wechselrichter, und mit den passenden Schutzeinrichtungen. Und wir bauen zb. in V2 A , und der Spurlauf passt eben einfach sofort.

Aber , man glaubt es kaum, das kostet Zeit in der Vorbereitung und erfordert vom Verkäufer eigene Tests. Na ja. Billig eingekauft , aber jetzt schon den 3. Wechselrichter aus CN... da hätte es fast schon ein kplt.eingemessenes, DIN konformes System aus Old Germany gegeben...

Hier wird einfach mit den Schnäppchenkunden aus D experimentiert, kann das sein?
wart mal, wenn die Beschwerdefristen weg sind, wie der Support dann läuft. Und bitte Obacht: diese CN Inverter (meine jedenfalls) schalten einfach ab, wenn die für 1000 W Dauerlast nicht gebauten Komponenten anfangen heiss zu werden.Dann muss die Ersatzlast passen bitte!
Das die Herstellung eines fertigen, sicheren Systemes immmer leicht ist ,hat ja keiner gesagt, man kanns aber so verkaufen..

toi toi toi, und VOR stärksten Böen abschalten , runterbremsen , das wäre sicher gut?

An Pfngsten sind die Geschenke am geringsten, bis auf den hlg. Geist:-)
Cerco
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 19:38 Uhr  ·  #18
Hallo Florian,

Zitat
...jedenfalls haben WKA Hersteller und WR Hersteller telefoniert und der WKA Hersteller, schickt dem WR Hersteller nun heute die Kennlinie, welcher dann prüft, ob diese angepasst werden kann.


Welche Kennlinie? Die optimistische Kennlinie? Oder eine irgendwie geartete realistische Kennlinie?
Nach meiner Erfahrung sollte die Kennlinie vom Betreiber frei programmierbar sein. Ich würde niemals einen Wechselrichter kaufen wenn der Hersteller mir da den Zugriff verweigert.

Es spielen sehr viele Faktoren wie Lufttemperatur, Verwirbelungen, Thermik... am Standort der Anlage eine Rolle. Da sollten kleine Nachjustierungen möglich sein.

Ich habe von 5 auf 4,4 Meter umgebaut. Ohne Anpassung des WR an den neuen Rotor hätte es nur die "Option des auf den Müll werfen" gegeben. Nach 20 Jahren gibt es den Hersteller nicht mehr !!!
Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Lass Dich nicht über den Tisch ziehen, sparen am falschen Ende kann teuer werden.

Zitat
Aber ich verstehe mittlerweile, warum die meisten Menschen sich einfach Solar aufs Dach klatschen und gut.

Wenn Du nur "ein Bisschen" im Forum gestöbert hast (hättest!) wäre Dir das auch VORHER klar geworden, denke ich :-/
Photovoltaik ist was für Faulpelze :-) ...das ist zu langweilig :-)

Weiterhin viel Spaß mit dem Wind.

strawberry
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 19:47 Uhr  ·  #19


Sie ist anpassbar, aber erst ab 23V und nur bis 52V, bin gespannt wie es bei dem Modell 45-90V aussieht und ob über das WLAn Modul mehr geht.
Das Problem ist ja, dass die Grundbelastung bereits den Generator abwürgt.

Und bzgl. der Herstelleranpassung geht es denke ich um die Startbelastung bei 22V, was ich auch als eigentliches Problem dargestellt habe.

Zitat
Ich habe von 5 auf 4,4 Meter umgebaut. Ohne Anpassung des WR an den neuen Rotor hätte es nur die "Option des auf den Müll werfen" gegeben. Nach 20 Jahren gibt es den Hersteller nicht mehr !!!


Wow, das nenne ich mal eine Lebensdauer.

Zitat
Wenn Du nur "ein Bisschen" im Forum gestöbert hast (hättest!) wäre Dir das auch VORHER klar geworden, denke ich :-/
Photovoltaik ist was für Faulpelze :-) ...das ist zu langweilig :-)


Das war nicht negativ gemeint. ;-) Ich interessiere mich sehr für das Thema und weiß sehr wohl, dass es aufwendiger und weniger profitabel als Photovoltaik ist und das sogar hier in Norddeutschland.
Wobei ja das eine das andere nicht ausschließt. :D
Das wird dann mein nächstes Projekt. 8-)
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Re: Meine erste Kleinwindanlage

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Gepostet: 19.05.2018 - 20:15 Uhr  ·  #20
Zitat geschrieben von Achilles


...

Aber ich verstehe mittlerweile, warum die meisten Menschen sich einfach Solar aufs Dach klatschen und gut.
Es ist einfach soooo viel einfacher. Wenn man nicht Spaß an KWAs hat, sollte man lieber die Finger davon lassen, das ist bisher zumindest meine Einschätzung.

Grüße und allen ein angenehmes Wochenende

Florian



Hallo

Damit magst du wohl Recht haben. Neben meinen beiden WKA besitze ich auch eine Fotovoltaik- sowie eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung. Nun, bei diesem sonnigen Wetter und hohem Sonnenstand, haben die Windkraftanlagen tatsächlich keine Chance gegen die Sonnenenergie. Doch sobald sich das Wetter ändert, der Himmel stark bewölkt ist und die Windgeschwindigkeit zunimmt, bricht die Solarenergie ein. Insbesondere ab dem Spätherbst beginnt sich das Blatt allmählich zugunsten der Windenergie zu wenden. Ganz zu schweigen von den Nächten. Da tut sich hinsichtlich der Fotovoltaik rein gar nichts. Die Windräder drehen sich aber.
Es ist eben vor allem ein Hobby, das, wenn alles optimal funktioniert, den Stromverbrauch im Haushalt senkt und sich erst in einigen Jahren rentiert.

MfG
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