Helix Turbine

als langsamläufer?
 
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Helix Turbine

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Gepostet: 05.05.2020 - 15:38 Uhr  ·  #1
Hallo liebe Freunde des Windes,

nach vielem mitlesen, habe ich mich nun doch getraut einen neuen Thread aufzumachen...

Kurz zu meiner Person:
Ich bin 27 Jahre jung, verheiratet, habe eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker gemacht und bin nun zur Hälfte mit dem Techniker ( Maschinenbau ) fertig. Tätig bin ich im Bereich der Hochdruckamaturen für Kraftwerke aller Art. Der Hausbau steckt auch in der Planungsphase und da sind natürlich die energetischen Fragen essentiell. Da man den zukünftigen Kindern einen „sauberen“ Planeten hinterlassen und mit gutem Beispiel vorangehen möchte, bin ich der Ansicht, dass jeder zur Energie-Wende beitragen kann. Gehe aber noch weiter und nehme jeden in die Pflicht es auch zu machen und damit meine ich nicht die EEG-Umlage...

Ausgangssituation:
Das vorhandene Grundstück ist mit ca 1000m^2 relativ groß und hat laut Windkarte 1981-2000 eine Windgeschwindigkeit von 4,5m/s. Die tatsächlichen Geschwindigkeiten am zukünftigen Arbeitsplatz der Turbine in 10m Höhe werden ab nächster Woche gemessen. Wenn man aber annimmt, dass das Jahresmittel sich irgendwo bei 4m/s einpendeln wird, kann man doch mit etwas Idealismus und Liebe den Wind „ernten“ ? Hocheffizient wäre das natürlich nicht, aber „Kleinvieh macht eben auch Mist“. Die Horizontalläufer, obwohl effizienter, sehen meiner Frau nicht spektakulär genug aus. Also muss ein Vertikalläufer her...

Die Gorlov Helix Turbine macht natürlich optisch einiges her, aber so richtig Informationen zu der als Langsamläufer konnte ich bisher nicht finden. Obwohl theoretisch machbar?

Grob gesponnen, dachte ich da an eine Wirkfläche von 12m^2 und einen Jahresertrag von ca 1400kW/h. Theoretisch soweit so gut, aber wäre halt ein „großer Onkel“ in 10m Höhe, den es zu bändigen gilt.
Ist das euren Erfahrungen nach überhaupt realisierbar?

Das Ziel ist später eine Inselanlage aus PV, Solar-Thermie und eine WKA zu besitzen.
Sehr idealistisch, ja und ich hoffe nicht zu ambitioniert, das mit einer Helix als WKA zu erreichen...

Freundliche Grüße
Cello

PS: Eine Antaris wäre echt die Notlösung :D
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Re: Helix Turbine

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Gepostet: 06.05.2020 - 06:19 Uhr  ·  #2
Hallo Cello,

mit einem Jahresmittel von 4,5 m/sec wirst Du kaum in Bereiche vorstoßen die ökonomisch viel bringen aber darauf scheint es Dir nicht anzukommen.

Da es wegen der Optik eine Vertikal-Anlage sein soll und das mit einer Wirkfläche von 12 m2 würde ich bei Dir einen H-Darrieus-Rotor vorschlagen evtl. die weiterentwickelte Version als Helixläufer.

Als Fachmann für Spanverarbeitung bringst Du sicherlich Kenntnisse in Materialkunde evtl. auch für Statik mit was bei einem Selbstbau vorteilhaft sein kann - Tipps wie der dass ein Darrieus-Rotor in dieser Baugröße sturmfester gebaut werden können als
viele andere Vertikal-Bautypen können Dir vielleicht weiterhelfen.

Die Realität ist, dass auch an Standorten mit relativ wenig Windaufkommen Spitzen auftreten können die dann das Konstrukt auf eine sehr harte Probe stellen.

Gruß. Carl
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Re: Helix Turbine

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Gepostet: 27.06.2020 - 13:50 Uhr  ·  #3
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