Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

Windkraft aus den Beinen
 
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Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 14:50 Uhr  ·  #1
Liebe Zeitgenossen*innen

Wir haben einen Kredit bekommen für ein Fahrrad Kino zu entwickeln. Ich möchte keine Diskussion beginnen über den ökologischen Unsinn im Vergleich zum Strompreis usw. Das ist allen beteiligen auch klar. Im Vordergrund steht die spielerische/motivierende körperliche Betätigung (insbesondere von Senioren) verbunden mit einem Studentenprojekt.

Der Plan momentan sieht wie folgt aus:
1. Jedes der 10 Fahrräder wird aufgebockt und treibt einen BLDC Motor an. Die Spannung pro Motor wird zwischen 24V-30V betragen. Eine LED-Anzeige pro Motor wird den Fahrern anzeigen, ob sie zu langsam oder zu schnell "fahren"
2. Jeder Motor wird einzeln gleichgerichtet und parallel an 2 Autobatterien mit je 50Ah angeschlossen (24V System)
3. Von diesem 24V System wird per DC-DC Wandler ein Laptop, ein LED-Beamer und eine Soundanlage angetrieben.

Wir haben die Leistungen usw. berechnet, haben jedoch noch folgende Fragen:
1. Brauchen wir einen Ladecontroller? Oder gar keinen, oder einen pro Fahrrad? Leistung pro Fahrrad ca. 150W. Wenn ja, was für einer ist zu empfehlen?
2. Brauchen wir einen Hochlastwiderstand, z.B. einen Tauchsieder in Kombination mit dem Ladecontroller/Überspannungselektronik, damit die Batterien nicht überladen werden können?
3. Flüssig Blei-Säure Batterien hätten wir genommen. Ist das gut?
4. Wir hätten E-Scooter Motoren genommen. Aber gibts da auch noch bessere Alternativen? Die Drehzahl ligt zwischen 3500-4200rpm, nominal 150W, peak 250-300W

Vielen Dank für eure Hilfe
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 15:14 Uhr  ·  #2
Was Euch zunächst mal weiterhelfen könnte ist die grundlegende Kenntnis der durchschnittlichen Leistung eines normalen Radfahrers auf ebener Strecke mit 15-20 kmh die in etwa bei 100 W liegt.

Wenn das ein Oma Opa Kino für Senioren werden soll denen man ausser der Gymnastik auch noch Kinovergnügen gönnt vielleicht etwas weniger, max 50 W.

10 Fahrräder leisten dann max 500W von denen noch 1/3 Ladeverluste und mechanische Verluste abgezogen werden dürfen.

Ein Radrennfahrer kann höhere Leistungen erbringen, Ihr könntet natürlich Sondervorführungen für Athleten einplanen falls die Omis und Opis den Akku nicht voll kriegen.

Spass beiseite - Ladegeräte braucht Ihr wahrscheinlich nicht, denn um einen Akku vollzuladen - vielleicht bei 12 V 100 AH Akku reicht das vielleicht gerade mal für eine Filmvorführung und den Ladezustand könnt Ihr ja mit einem Multimeter manuell messen und ggf. Kaffe damit kochen als Zugabe falls jemand zu eifrig getrampelt hat.

Ein 12V 100AH Akku hat eine Speicherkapazität von 1200 W, um den von leer auf voll zu bringen müssten 10 Spitzensportler etwa 2 Std. trampeln - um auch noch vom Kino was zu haben also mit etwa 100Wh jeder!

Alles klar?

Wenn die Akkus nur als Zwischenpuffer genommen werden wird die Vorstellung eines Filmes nie wegen zuviel Stromverbrauch ausfallen, bei Bedarf kann man dann eben etwas lustvoller in die Pedale steigen!
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 15:18 Uhr  ·  #3
Hallo,
Willkommen im Forum :D

Ich kann immerhin bei einigen Fragen helfen

Zitat
1. Brauchen wir einen Ladecontroller? Oder gar keinen, oder einen pro Fahrrad?

Nein, ist nicht zwingend erforderlich.
Man könnte einfache PWM Solar Ladecontrollern verwenden.
Einen oder mehrere, je nach maximalem Ladestrom der Controller.
Mehrere Generatoren können nach der Gleichrichtung auf den selben Controller geklemmt werden.
Das hätte dann den Effekt, dass es, wenn der Akku voll ist, einfacher für alle zum Treten wird.
Das könnte eine nette Rückmeldung an die fleißigen Treter sein :-)
Hiervon bräuchtet ihr dann zwei oder drei Controller:
24V 30A Laderegler mit Display

Zitat
2. Brauchen wir einen Hochlastwiderstand, z.B. einen Tauchsieder in Kombination mit dem Ladecontroller/Überspannungselektronik, damit die Batterien nicht überladen werden können?

Nein, ist nicht zwingend erforderlich.
Bleisäure Akkus, gasen bei Überladung (H2 + O2 = Knallgas) aus.
Ihr müsst die Zellen öffnen können und Wasser nachfüllen können.
Es kann sein, dass 50Ah etwas zu wenig sind für diese Art des Betriebs bei vielleicht 1kW Ladeleistung.
Wenn ihr PWM Solar kontroller einsetzt, kommt es nicht zur Überladung.

Zitat
3. Flüssig Blei-Säure Batterien hätten wir genommen. Ist das gut?

Ich denke schon, die kann man halt überladen, müssen aber immer wieder voll geladen werden,
besonders vor dem Lagern und ca. alle 3 Monate während des Lagerns oder
permanent beim Lagern an ein kleines 'Float' Ladegerät hängen.
Alternativ z.B. Blei Gel Akkus, dann aber mit zwingend mit PWM Solar Kontroller

Zitat
10 Fahrräder leisen dann max 500W von denen 1/3 Ladeverluste und mechanische Verluste abgezogen werden dürfen.

Ja, sehe ich auch so. Hinzukommt, das Senioren eher langsam und über Kraft treten möchten.
Das kann vieleicht mit einer Gangschaltung kompensiert werden. Wenn nicht, sollte man eine geringere Drehzahl annehmen.
Dann könnte es sein, das die erforderliche Spannung ca. 25.6 V nicht erreicht wird.

Grüße und viel Spass mit eurem Projekt, klingt lustig :P
Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 16:41 Uhr  ·  #4
Hauptanliegen ist hier also die Fitness.

Da Fahrrad, hatte ich soeben an Nabenantriebe als Generatoren gedacht.
Hatte mal einen vermessen. topic.php?p=53527#real53527
Also etwa 15 V DC bei 150 u/min im Leerlauf.

Gibts auch mit Planetengetriebe. Dann kleiner, aber lauter. Getriebe eben. Beispiel BAFANG

Einer von Schachner ist auch mal vermessen worden.
Wohl etwa 20V DC bei 100 u/min.

Rad könnte sogar drin bleiben, als Schwungrad.

Allerdings ist zu erwarten, dass E-Scooter Motoren alsbald angeboten werden wie Sauerbier.
Da ist das natürlich preislich eine Option.
Empfehle dann Reibradantrieb, über das Hinterrad der Fahrräder. Müsste bei 150W noch gehen.

Zu den anderen Dingen fällt mir auch noch was ein, nur wäre mir das heute zu viel Arbeit. :-)

Grüße, Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 17:05 Uhr  ·  #5
Vielen Dank für die Antworten.

Also die Senioren-Veranstaltungen finden nur ab und zu statt. Normalerweise sind junge 20-30 Jahre alte sportliche Studenten für die Stromerzeugung zuständig. Wir wissen von einem Prüfstand dass jemand junges problemlos 150W für mindestens 30min schafft.

Also Eingangsleistung wenn alle 10 Fahrräder von Studenten gefahren werden ca. 1.5kW. Ich würde persönlich gerne ein Wirkungsgrad von >=65% hinbekommen.
Die Senioren werden wohl so 60-80W pro Fahrrad liefern. Die Batterie sind nur zur Überbrückung da oder halt bei den Senioren für die Defizite auszugleichen (sonst ist halt die Filmlänge invers proportional zum Alter der Teilnehmer). Die Verbraucher sind noch nicht exakt festgelegt, aber mit rund 500W veranschlagt. Also sollte das problemlos gehen, auch wenn nicht alle Fahrräder besetzt sind.

Zwei Fragen noch:
1. Der Solar PWM Regler schliesst doch die Kabel kurz wenn der Akku voll ist, nicht?
2. Was passiert wenn die Motorspannung z.B. 30V ist, die beiden Akkus aber theoretisch in dem Moment mit 26V geladen werden sollten? Fällt dann die Spannung einfach zusammen auf 26V, da die Last grösser wird? Bzw. warum gibt es dann in der Lichtmaschine eines Autos überhaut einen Laderegler? Der ist doch da, die Spannung am Ausgang konstant zu halten.
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 17:13 Uhr  ·  #6
Hallo,

Zitat
Der Solar PWM Regler schliesst doch die Kabel kurz wenn der Akku voll ist, nicht?

Jain, es gibt Solar PWM Regler, die Öffnen den Eingang und welche die schließen den Eingang kurz.
Soweit ich weiß vor allem sehr alte Regler hatten den Eingang kurz geschlossen.

Den Eingang schließen wäre bei dir nicht soo toll.

Ich weiß nicht genau was dieser Solar PWM Regler macht,
Es ist beides möglich, kurz schließen unwarscheinlicher.

Grüße
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 19:48 Uhr  ·  #7
Deine Frage:

"Was passiert wenn die Motorspannung z.B. 30V ist, die beiden Akkus aber theoretisch in dem Moment mit 26V geladen werden sollten?"

Wenn das Bleisäure Flüssig Akkus sind dann machen denen 30 V Ladespannung in der Regel nicht viel aus zumindest solange sie noch nicht proppenvoll sind.

Wenn Du bei normalen Flüssig Säure Blei Akkus von 26 V redest, das wäre dann in etwa die Ruhespannung einige Zeit nachdem zb. 2 solcher 12V Akkus zu 24V linear Verschaltet auf 29 V vollgeladen wurden, im KFZ meist mit Ladespannung von dann 14,5 V beim 12V Autoakku.

Das eine Volt mehr welches die Motoren mit 30 V einspeisen verkraften die Akkus auch voll ein kleines Weilchen, die Akkus gasen auf Dauer allerdings solange bis der Akku trocken ist.

Ein bissche gasen ist aber bei einem stationären Akku gut, so wird die Säure etwas bewegt so das sie sich nicht schichtet. Im Fahrzeug wird sie immer gut durchgemischt aber bei einem Akku der steht darf man zu diesem Zweck ruhig ein Weilchen gasen lassen, Ein paar Minuten eben.

So gesehen wenn sowieso jemand bei den Vorführungen als Monitor dabei ist genügt schon ab und an ein Blick dahin und man spart sich den Ladereglerganz.

Und kauft für das Geld mehr Akku Speicherkapazität.

Zumal man mit mehr Akkukapazität den echten Mehrwert als Speicher und deshalb auch weniger Kontroll - Wartungsaufwand bekommt..
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 07.02.2021 - 20:26 Uhr  ·  #8
Zitat
2. Was passiert wenn die Motorspannung z.B. 30V ist, die beiden Akkus aber theoretisch in dem Moment mit 26V geladen werden sollten? Fällt dann die Spannung einfach zusammen auf 26V, da die Last grösser wird?

Ja, der Akku lässt keine andere Spannung zu, bzw. dann fließt Strom in den Akku.
Im Grunde kann das so wie du das sagst nicht passieren, weil die Motorspannung nur mehr als im Akku betragen kann, wenn der Motor nicht am Akku angeschlossen ist, also im Leerlauf ist.
Sobald verbunden, wird die Spannung vom Akku vorgegeben, also Umot = Uakku (Simon Ohm).

Zitat
Bzw. warum gibt es dann in der Lichtmaschine eines Autos überhaut einen Laderegler? Der ist doch da, die Spannung am Ausgang konstant zu halten.

Die Spannung gibt der Akku vor, es wird der Erregerstrom geregelt.
Genauer gesagt, muss die Spannung des Akkus zuerst einmal erreicht werden, dann erst fließt Strom.
(Es sind ja Gleichrichter Dioden verbaut, sonst würde sogar entladen)
Die Spannung wird beim Generator größer je höher die Drehzahl.
Bei der Lichtmaschine im Auto, wo das Magnetfeld mit dem Erregerstrom gemacht wird,
erhöht sich die Spannung auch über einen höheren Erregerstrom, der geregelt wird.
Damit kann man auch bei kleiner Drehzahl schon den Akku laden und überlädt den Akku nicht.

Grüße
Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 09.02.2021 - 19:54 Uhr  ·  #9
Nun mein angekündigter Senf:

Man muss schon nach Höchstleistung auslegen. Also 10*150W=1500W.
Wenn nichts abgenommen wird, was ja möglich ist, wären das bei 25V ca. 60A.
Das verlangt schon nach mindestens 100Ah Batterien 12V, in Reihe.

Zum Antriebskonzept nochmal:
Dringend mit Gangschaltung, damit jeder seine individuelle Belastung auswählen kann!
Und das Pushen lassen von LEDs – vielleicht für junge Leute. Ich selber würde da ein Handtuch drüber legen und in mich rein horchen, was meine individuelle Optimalbelastung ist.

Da Spannungen durch die Batterie nahezu konstant gehalten werden, mit Rückwirkung bis in den jeweiligen Drehstrombereich, geht Leistungsermittlung nur durch Stromauswertung.
Entweder nach dem jeweiligen Gleichrichter, mittels Shunt o. magnet. Sensor ,
oder mittels Strom-Spannungswandler AC (ein kleiner Trafo) in jeweils einer Phasenleitung der Generatoren.

Das ist gewiss ein schöner PV-Laderegler, Erdorf. Aber was macht der, wenn Batt. voll?
Also PV kurz schließen nicht. Wäre ganz was neues.
Nein, er schaltet die Batt. ab und lässt die PV aus meiner Sicht im Leerlauf. Kein Problem.
Das heißt, es fehlt die Umschaltung auf Ersatzlast, wie sie für Windkraft üblich ist, (aber nicht immer vorhanden).

Seperate Windkraft-Laderegler ohne MPPT scheint es nicht mehr zu geben. Immer hybrid mit PV, wobei für den Teil wohl auch nichts mehr ohne MPPT.
Müsste man den PV-Teil unbenutzt lassen.
Gibt für 48V z.B. sowas. 1000W Wind 1500W Solar Für 24V ne Version bis 600W Wind. Genügt aber nicht.
Ganz unten ein Schaltplan, der die Ersatzlast zeigt.

Aber geschaltete Ersatzlast, wäre sowas hier überhaupt brauchbar?
Ist sie zu klein, läuft die Spannung hoch. Ist sie zu groß, belastet es die "Generatorknechte" über Gebühr.
Auf jeden Fall würde man "an den Pedalen" was merken.

Nachdem ich bisher ausreichend längs gedacht habe, sei mir ein Querdenken gestattet.

Woran ich denke ist analoge Verheizung der überschüssigen Energie im Sinne einer einstellbaren sehr stark verstärkten Z-Diode. Neben der Z-Diode selbst und ner Ansteuerung ein Grab von ca. 20 Darlington-Leistungstransistoren auf gemeisamem Kühlkörper. Der dann mit Lüftern, am besten Querstromlüfter, die mit der Walze.
Ließe sich mit einem Poti geringfügig justieren, vielleicht auf 13,6V*2=27,4 V. Noch keine Gasung. Lt. Auskunft Erdorf o.K.

Die tritt bei voller Batterie sehr sanft gleitend in Aktion, ohne dass die an den Pedalen was merken.
Wenn einer entgegnet, der Preis! 70 EUR für Transistoren, vielleicht 40 für den Kühlkörper, 2 Lüfter noch.
Dem sei gesagt, dass Niederspannungslasten 24V 1500W auch erhebliches Geld kosten können.

Diente auf jeden Fall als Schutz vor Überladung. Den brauchte man, denn bis 1500 W wegelektrolysieren, bei 100 Ah Batterien, das geht nicht gut.

Schutz vor Tiefentladung fehlt. Aber vielleicht gehts auch ohne. Wird schon zu merken sein, wenn der Beamer dunkel wird und die Musik leiser.
Anders noch: Der WR 230V schaltet ab. Allerdings: Mit welcher zeitverzögerung schaltet er wieder ein?
Der Laptop wird nicht abstürzen. Der schaltet sofort um auf internen Akku.

Wer trotzdem auf den Schutz vor Tiefentladung nicht verzichten will, man kann sowas auch kombinieren mit einem PV - Laderegler. Sollte aber im Eingang 60A vertragen. Ausgang weniger. 1500W weden wohl nicht gebraucht.
Wenn der die Batt. dann abgeschaltet wird, übernimmt die Leistungs-ZD, in Echtzeit.

Frage an Erdorf: PWM-Technologie, was heißt das genau? Fährt der im Gegensatz zur MPPT nach ner Kennlinie?
Dann wäre zu fragen, wie verträgt die sich mit der "Fahrradanwendung"?
Wenn nicht, oder man ist sich nicht schlüssig, beim Quergedachten solo hat man die Fragen nicht. :-)

Um es auf die Spitze zu treiben: Braucht man die Stüzakkus wirklich?
Beim Wechselrichter DC-AC darf ne gewisse Höchstspannung nicht überschritten werden, vielleicht 32V.
Das wird vom der Power-ZD verhindert.
Dsw. darf die Spannung nicht unter die Tiefentlade-Schwelle sinken. Das sollte den Stramplern gelingen, zu vermeiden.
Wird doch wesentlich mehr Energie erzeugt, als gebraucht. Sehe ich das richtig?

Gebe noch zu erwähnen, dass anstatt der Akkus auch sog. GoldCaps zur Pufferung eingesetzt werden können.
Nicht unbedingt billiger, aber sie kennen keine gefährliche Tiefentladung.

Genereller Hinweis:
Bei allen Teillösungen Gedanken ausschweifen lassen, und alle Varianten bewerten. Am Ende erst einen Entschluss fassen. Zwischendurch Tests. Antrieb-Generator-Gleichrichter-Stromauswertung erst mal an einer Einheit testen, bevor gleich 10 Einheiten eingekauft werden. Würde ich jedenfalls so machen.

Grüße, Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 09.02.2021 - 20:20 Uhr  ·  #10
Hallo Che,

Zitat
Das ist gewiss ein schöner PV-Laderegler, Erdorf. Aber was macht der, wenn Batt. voll?
Also PV kurz schließen nicht. Wäre ganz was neues.
Nein, er schaltet die Batt. ab und lässt die PV aus meiner Sicht im Leerlauf. Kein Problem.
Das heißt, es fehlt die Umschaltung auf Ersatzlast, wie sie für Windkraft üblich ist, (aber nicht immer vorhanden).


Alte Regler vor 20 Jahren, hatten wohl mal kurz geschlossen. Ich denke auch die Regler lassen einfach
keinen Strom mehr in den Akku und belasten den Generator nicht mehr, wenn die Spannung erreicht ist.
Stufenlos über PWM wird eben soviel Strom gepulst das die Spannung am Akku stimmt.
Damit sollten dann alle Probleme gelöst sein!
Die Treter werden weniger belastet (weniger Strom = Weniger Kraft) und merken das auch dann.
Keine LEDs, Ersatzlast oder so nötig.

Der von mir verlinkte Regler kostet 30 Euronen für 30 A (700W), wären vielleicht 3 nötig.

Keep it simple (as long as possible).

Grüße
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 09.02.2021 - 22:46 Uhr  ·  #11
Zitat
Das ist gewiss ein schöner PV-Laderegler, Erdorf. Aber was macht der, wenn Batt. voll?


Che ? was soll deine lange Ausführung , braucht niemand hier


Du verbreitest hier im Fachforum sehr viel Unwissentheit


"Das ist gewiss ein schöner PV-Laderegler, Erdorf. Aber was macht der, wenn Batt. voll?
Also PV kurz schließen nicht. Wäre ganz was neues.
Nein, er schaltet die Batt. ab und lässt die PV aus meiner Sicht im Leerlauf"

klingt so als ob du fast gar nix verstehst
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 04:55 Uhr  ·  #12
Sich vorzustellen wie so eine Anlage funktionieren könnte ist eigentlich nicht weniger Pleplem als zu glauben das jemand Bock haben könnte länger als 5 Minuten zu kurbeln um irgendein Kino zu gucken.

Untertitel des Threads war: "Wind aus den Beinen für Windkraft"

Das ginge auch mit einem Teller Erbsensuppe und einem Windgenerator der hinter den Beinen aufgestellt wird.
Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 08:17 Uhr  ·  #13
Wieso, hau doch nicht so auf die Kacke, wenn de mal was besser weißt! Oder willste das von anderen, wenn Du Dich mal irrst?

Anstatt rum zu motzen schreibste einfach, wie das ist, fertig.

@Erdorf: Ja wenn das so ist mit dem PWM-Einsatz. Zum Ladeende immer weniger Durchlass.
Bleibt aber immer noch das Problem hier, dass die Generatorspannung dann ansteigt.
Ergo, die Trampler haben weniger zu tun.
Das ist nicht Sinn der Sache.

Wer es schafft, meinen analogen Überenergievernichter auf digital um zu stellen, wieder mit Mitteln der PWM, bingo!
Dann ohmsche Last sicherheitshalber 2000W/(24V)² = 3,5 Ohm
Zur PWM gehört immer noch eine Drossel, ein Kondensator und eine Freilaufdiode.

Übrigens: Das Abschalten des WR bei Unterspannung stellt einen Schutz gegen Tiefentladung dar!
Ginge also gänzlich ohne PV-Laderegler.
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 13:55 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von Che

Nun mein angekündigter Senf:

Man muss schon nach Höchstleistung auslegen. Also 10*150W=1500W.
Wenn nichts abgenommen wird, was ja möglich ist, wären das bei 25V ca. 60A.
Das verlangt schon nach mindestens 100Ah Batterien 12V, in Reihe.

wenn batterie voll , steigt man halt vom radl ab , wo ist das problem ?

Zum Antriebskonzept nochmal
Dringend mit Gangschaltung, damit jeder seine individuelle Belastung auswählen kann!
Und das Pushen lassen von LEDs – vielleicht für junge Leute. Ich selber würde da ein Handtuch drüber legen und in mich rein horchen, was meine individuelle Optimalbelastung ist.

Da Spannungen durch die Batterie nahezu konstant gehalten werden, mit Rückwirkung bis in den jeweiligen Drehstrombereich, geht Leistungsermittlung nur durch Stromauswertung.
Entweder nach dem jeweiligen Gleichrichter, mittels Shunt o. magnet. Sensor ,
oder mittels Strom-Spannungswandler AC (ein kleiner Trafo) in jeweils einer Phasenleitung der Generatoren.

Das ist gewiss ein schöner PV-Laderegler, Erdorf. Aber was macht der, wenn Batt. voll?
Also PV kurz schließen nicht. Wäre ganz was neues.
Nein, er schaltet die Batt. ab und lässt die PV aus meiner Sicht im Leerlauf. Kein Problem.
Das heißt, es fehlt die Umschaltung auf Ersatzlast, wie sie für Windkraft üblich ist, (aber nicht immer vorhanden).

Wind weht weiter aber vom Fahrrad kann man einfach absteigen , ist Dir das entgangen ?

Seperate Windkraft-Laderegler ohne MPPT scheint es nicht mehr zu geben. Immer hybrid mit PV, wobei für den Teil wohl auch nichts mehr ohne MPPT.

bitte nicht so einen Unfug erzählen

Müsste man den PV-Teil unbenutzt lassen.
Gibt für 48V z.B. sowas. 1000W Wind 1500W Solar Für 24V ne Version bis 600W Wind. Genügt aber nicht.
Ganz unten ein Schaltplan, der die Ersatzlast zeigt.

Aber geschaltete Ersatzlast, wäre sowas hier überhaupt brauchbar?
Ist sie zu klein, läuft die Spannung hoch. Ist sie zu groß, belastet es die "Generatorknechte" über Gebühr.
Auf jeden Fall würde man "an den Pedalen" was merken.

nochmal , zb geht ne Klingel los und die Fahrer steigen einfach ab vom Fahrrad

Nachdem ich bisher ausreichend längs gedacht habe, sei mir ein Querdenken gestattet.

Woran ich denke ist analoge Verheizung der überschüssigen Energie im Sinne einer einstellbaren sehr stark verstärkten Z-Diode. Neben der Z-Diode selbst und ner Ansteuerung ein Grab von ca. 20 Darlington-Leistungstransistoren auf gemeisamem Kühlkörper. Der dann mit Lüftern, am besten Querstromlüfter, die mit der Walze.
Ließe sich mit einem Poti geringfügig justieren, vielleicht auf 13,6V*2=27,4 V. Noch keine Gasung. Lt. Auskunft Erdorf o.K.

Die tritt bei voller Batterie sehr sanft gleitend in Aktion, ohne dass die an den Pedalen was merken.
Wenn einer entgegnet, der Preis! 70 EUR für Transistoren, vielleicht 40 für den Kühlkörper, 2 Lüfter noch.
Dem sei gesagt, dass Niederspannungslasten 24V 1500W auch erhebliches Geld kosten können.

Diente auf jeden Fall als Schutz vor Überladung. Den brauchte man, denn bis 1500 W wegelektrolysieren, bei 100 Ah Batterien, das geht nicht gut.

Schutz vor Tiefentladung fehlt. Aber vielleicht gehts auch ohne. Wird schon zu merken sein, wenn der Beamer dunkel wird und die Musik leiser.
Anders noch: Der WR 230V schaltet ab. Allerdings: Mit welcher zeitverzögerung schaltet er wieder ein?
Der Laptop wird nicht abstürzen. Der schaltet sofort um auf internen Akku.

Wer trotzdem auf den Schutz vor Tiefentladung nicht verzichten will, man kann sowas auch kombinieren mit einem PV - Laderegler. Sollte aber im Eingang 60A vertragen. Ausgang weniger. 1500W weden wohl nicht gebraucht.
Wenn der die Batt. dann abgeschaltet wird, übernimmt die Leistungs-ZD, in Echtzeit.

Frage an Erdorf: PWM-Technologie, was heißt das genau? Fährt der im Gegensatz zur MPPT nach ner Kennlinie?
Dann wäre zu fragen, wie verträgt die sich mit der "Fahrradanwendung"?
Wenn nicht, oder man ist sich nicht schlüssig, beim Quergedachten solo hat man die Fragen nicht. :-)

Um es auf die Spitze zu treiben: Braucht man die Stüzakkus wirklich?
Beim Wechselrichter DC-AC darf ne gewisse Höchstspannung nicht überschritten werden, vielleicht 32V.
Das wird vom der Power-ZD verhindert.
Dsw. darf die Spannung nicht unter die Tiefentlade-Schwelle sinken. Das sollte den Stramplern gelingen, zu vermeiden.
Wird doch wesentlich mehr Energie erzeugt, als gebraucht. Sehe ich das richtig?

Verbrauch und Generation geschehen ja wohl eher zur gleichen Zeit , da ist bei richtiger Ausslegung wohl eine Überladung der Batterie ausgeschlossen , und wie gesagt , kann man ja Absteigen vom Rad
Gebe noch zu erwähnen, dass anstatt der Akkus auch sog. GoldCaps zur Pufferung eingesetzt werden können.
Nicht unbedingt billiger, aber sie kennen keine gefährliche Tiefentladung.

Genereller Hinweis:
Bei allen Teillösungen Gedanken ausschweifen lassen, und alle Varianten bewerten. Am Ende erst einen Entschluss fassen. Zwischendurch Tests. Antrieb-Generator-Gleichrichter-Stromauswertung erst mal an einer Einheit testen, bevor gleich 10 Einheiten eingekauft werden. Würde ich jedenfalls so machen.

Ich würde mir überlegen nur 1 Generator ,1 Batterie, 1 MPPT Regler und die Fahrräder eher mechanisch verknüpfen ( bedarf aber mehr Gedanken grade )



Grüße, Che


Gruss Lars
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 14:57 Uhr  ·  #15
Wenn das als Unternehmer mein Projekt wäre würde ich zuerst mal prüfen ob überhaupt ein Bedarf für Trampelkinos vorhanden ist oder ob einer wenigstens generiert werden könnte. Und dann erst investieren oder auch nicht.

Etwas was über eine anfängliche Neugier oder mitleidige Teilnahme der erhofften "Kinosportler" hinausgeht zum Beispiel.

In welchem Rahmen wird dieses Projekt finanziell gefördert? Ist es eine Studienarbeit für ein technisches Fachgebiet oder ist das ein wirtschaftlich orientiertes Vorhaben?

Es fällt etwas schwer so eine Idee überhaupt ernst zu nehmen ohne den tatsächlichen Hintergrund zu kennen.
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 15:11 Uhr  ·  #16
Das war in meinem Dorf ca 1000 Einwohner , and der Irischen Küste , bei dem jährlichen Kurzfilm Festival " Fastnet Short Film Festival"

"The schedule ends with a novel cinematic experience, in the form of a movie drive-in for cyclists – who also supply the electricity for the cinema’s projector, sound system and movie player via a pedal-driven dynamo. The bike-powered cinema, devised and built by Gavin Harte – a carbon coach and sustainable development consultant from Schull, Co Cork – requires six pedallers on stationary bikes on stands to keep a comfortable pace. Members of the audience can take turns to contribute.

“I made it in a moment of madness, really. I work in education and climate change, and I was struck by how we take energy for granted. I built it as an interactive way to demonstrate how much energy we use in ordinary routine activities,” says Harte."


https://www.irishtimes.com/cul…a-1.603215

ca 15 Sitzplätze in einem Zelt auf der Hauptstrasse , glaube es waren 4-6 Fahrräder und als Eintrittskarte musste man strampeln, wenn zu wenig Strom geladen war , war sehr imposant diese Instalation und wohl mein intensivstes Kinoerlebniss der letzten 10 Jahre

Gruss Lars
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 17:35 Uhr  ·  #17
Ein solcher Zweck heiligt die Mittel O-)
Che
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Re: Aufbau Inselanlage für Fahrradkino

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Gepostet: 10.02.2021 - 18:29 Uhr  ·  #18
Lars, es stand nirgends geschrieben, dass die Energieerzeugung im Vordergrund steht, sondern
"Im Vordergrund steht die spielerische/motivierende körperliche Betätigung (insbesondere von Senioren)".
So war es zu lesen.
Und wenn da fleißig getreten werden soll, mit Leistungsüberwachung per LEDs, dann ist es schon real, dass wesentlich mehr Energie entsteht, als verbraucht wird.
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