Energieinseln

Chancen und Risiken
 
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Energieinseln

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Gepostet: 02.05.2021 - 10:31 Uhr  ·  #1
Dieses Thema ist speziell wieso gewidmet.

Zunächst ist anhand des Bildes in diesem Beitrag zu fragen, was denn mit der erheblichen Überschussenergie im Sommer geschehen soll.
Bei "auch im Winter nur über PV" wäre es noch viel mehr.

Ich meine, bei autarken Insen, ohne Verbindung zum öffentlichen Netz.

Gewiss Gewerbe mit 23 kWh Tagesbedarf. Aber das kann man alles runter rechnen auf ca. 10 kWh für ein Einfamilienhaus mit 4 Bewohnern.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 02.05.2021 - 17:02 Uhr  ·  #2
Oh , ist das ernst gemeint ?

Nun gut ... ist ja eher egal ob ein öffentliches Netz vorhanden oder reine Insel Anlage da es ja rentabler ist den eigenen Strom zu nutzen da die Einspeisevergütung ja monatlich sinkt und die jetzigen 7,7 cent pro kWh wohl gut nochmal fallen in der nächsten Zeit ..... , die Möglichkeit Einzuspeisen is sehr wohl von Vorteil , nur bei einen Bezugsstrompreis von 4 mal teurer wie die Einspeisevergütung .... dann doch nicht soooo reitzvoll und da finde ich grade nun die BHKW themen hier im Forum sehr schön , da so eine Idee einen Stromengpass und Heitzungsenpass im Winter der PV verlässlich zur Seite steht , egal ob Netz oder nicht ;)

Steigen wird wohl der Strombedarf von Einfamilienhäusern , da ja mehr und mehr elektrisch geheizt und gefahren wird ....

Anbei eine kleine Untersuchung von mir grade " Zu erwartende Ertragsdaten laut PVGIS von einer PV in Mittel Deutschland (Göttingen)
Anlagengrösse 10 kW 70° Anstellwinkel und die Verbräuche"

Leider funkzioniert die real Daten Bank von sonnenertrag.eu immer noch nicht aber eventuell kannst Du ja auch hier forschen https://www.sunnyportal.com/Te…tList.aspx
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 09:25 Uhr  ·  #3
Gut argumentiert und auch gut dokumentiert!
Bild allerdings so kleinpixlig, dass ich mir das nochmal nachgestellt habe auf PVGIS.

Wenn Zusatzverbräuche wie WW-Erwärmung und gar E-Auto, dann reichts im Winter allerdings nicht mehr zur Autarkie alleine mit PV.
BHKW ist dies bezüglich interessant. Aber auch da muss man ganz genau rechnen, wie überall bei solchen Planungen.
Es gibt nämlich inzwischen auch Nidrig- bzw. sogar Niedrigstenergie-Häuser.
Da brauchts in der Kategorie A+ für 100m² Wohnfläche nur höchstens 1500 kWh Heizenergie im Jahr, vornehmlich im Winter.

Angenommen, es entstehen bei einem Dieselaggregat 60% Wärme, dann verbleiben 600 kWh E-Energie.
Erscheint in der Grafik so, als ob das sogar reicht, auch für den Betrieb eines E-Autos.
Erscheint aber nur so.
Denn reichlich 750 kWh dann sind der Bedarf pro Monat. Die 600 kWh E-Energie aus dem BHKW aber die Erzeugung für die gesamte Heizperiode.

Das heißt, ohne Mithilfe des öffentlichen Netzes wird es dann nicht gehen. Es sei denn, es stehen noch andere Quellen zur Verfügung, wie z.B. Windkraft, Wasserkraft, gar ein Pumpspeicher-Kraftwerk an der Steilküste.?
Letztere Lösungngen sind aber nicht für Jedermann möglich und durchaus kostenintensiv in der Anschaffung.

Wenn aber kein E-Auto die Überschüsse verbraucht, wäre ich schon dafür, sie im Sommer inns öffentliche Netz ein zu speisen anstatt sie ungenutzt zu lassen. Hat die Allgemeinheit auch noch was davon und der Betreiber sogar noch einen kleinen Gewinn, der die Zählergebühren vermutlich übersteigt.
Voraussetzung natürlich, der Netzanschluss würde dem Nutzer nicht Kosten von 50.000 oder mehr verursachen, Preise, die ich staunend zur Kenntnis genommen habe. Dann gäbe es für Autarkie ganz andere Argumente.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 11:15 Uhr  ·  #4
Hallo

Überschüsse verfallen ganz einfach wie ungenutzter Wind oder Dächer ohne Solar !!!

Gruß Aloys.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 11:37 Uhr  ·  #5
Das eben ist auch nicht unbedingt notwendig!
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 14:29 Uhr  ·  #6
Eine Insel ist eine Insel und hat keinen Netzanschluss als Speicher.

Gruß Aloys.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 18:26 Uhr  ·  #7
Zitat
Bild allerdings so kleinpixlig, dass ich mir das nochmal nachgestellt habe auf PVGIS.


Das stimmt nicht , du must halt mal mit der rechten Maustaste auch drücken nach dem Anklicken des Bildes mit der Linken, und dann auf das Plus/ Lupe , dann ist eher zu gross ;)

Und desweiteren , geht es nicht um eine entweder oder Lösung , bzw eine Konkurrenz zwischen Inselanlagen und Netz angeschlossenen Anlagen

Ich persönlich bin ja eher Insulaner geworden in Irland , weil ich mich gegen die Energiepolitik gesträubt habe , einem (mir sehr geliebten) Land das als sehr Grün beschrieben wird , abe mit vielen unterschwelligen katastrophalen Energetisch traurigen Tatsachen , wie zb erst vor 2 Jahren kam die Politik darauf , den Eigenheimer den Grünen Strom zu vergüten , was in DE seit 30 Jahren Normalität ist , erst vor einem Jahr wurde entschlossen endlich aufzuhöhren (irgendwann in 10 Jahren) die Moore und CO2 Speicher in der schönen Landschaft trockenzulegen um den Torf in Heitzkraftwerken bei ca 30 % Wirkungsgrad zu verheitzen für Strom ........auf meinem Land in Irland stehen ca 6 Masten die den Strom an die Nachbarn liefern von der ehemaligen staatlichen ESB (Electric Supply Board) ist auch ok soweit , nur hat mich nicht inntressiert da angeschlossen zu werden an den damaligen Drecks Strom und Sei$$ Politik !!


Zurück zum Thema , es gibt überhaupt kein Versus von Autarke Insel gegen Netzanschluss Anlage !! da gibt es keine Partei noch eine Fraktion , nur , wenn ich persönlich nicht an der Nadel hängen will von einem System das ich falsch finde , dann bleib ich an der Nadel oder steig aus .

Merkel und Co haben es geschaft den Ausbau an Erneuerbaren Energien es möglichst schwer zu machen und Deutschland als einstiges Vorzeigekind ist zu meinem Bedaueren, ist in ein Loch gefallen ,

ich seh nicht ein, warum ein Bürger mit einem Windrad oder PV Export ca nur 1/4 vergütet bekommt vom aktuellen Strompreis , wenn er 4 mal mehr Bezugsstrom zb von Braunkkohlestrom bezahlt ( weil die Politik versagt )

Wenn jemand ein ein EinfamilienHaus plant , dann würde ich dies so autark wie möglich auslegen

Gruss Lars
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 19:03 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von wieso


Wenn jemand ein ein EinfamilienHaus plant , dann würde ich dies so autark wie möglich auslegen

Gruss Lars


Da kann man auch seinen Altbau Sanieren. Ich habe 2014 angefangen meine Hütte relativ Nebenkostenfrei zu bekommen, was dann irgendwann im Rentenalter zu gute kommt.
PV aufs Dach, Vordach angebaut für mehr PV, Speicher und BHKW installiert.
Die PV Vergütung deckt knapp den Heizölbedarf, mein Netzbezug liegt bei ca. 160KWh im Jahr. Kosten für Heizung und Strom sind somit nicht mehr wirklich vorhanden. Und Spaß machts ohne Ende.
Es gibt noch ein paar kleine Flecken auf dem Dach wo noch das eine oder andere Modul mit Modulwechselrichter Platz finden wird, aber dann sind alle brauchbaren Flächen belegt.
Leider macht Windkraft hier keinen Sinn, sonst hätte ich da auch schon was am laufen.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 20:19 Uhr  ·  #9
Hallo Aloys,

Zitat
Eine Insel ist eine Insel und hat keinen Netzanschluss als Speicher

Genau, das primäre Ziel einer Strominsel oder gar Energieinsel ist es immer genügend Strom zu haben. Bei Stromüberfluss, wenn der Akku voll ist, wird die PV und alles andere eben runter geregelt.

Stromüberfluss ist ein Luxusproblem um das man sich erst einmal hier nicht kümmern muss. Stromüberfluss braucht man nicht verhindern oder gar reduzieren.

Es gibt Möglichkeiten den Stromüberfluss auch noch später sinnvoll zu nutzen. z.B. eAuto, Heizen Bewässern, Bepflanzung, Holz spalten, sägen, Wasser erwärmen ...

Es gibt auch Netz gebundene Strominseln, das kann ich am Titel nicht erkennen und ist eben anders. Da kann man die Überschüsse ins Netz verkaufen. Viele machen das auch und verdienen sich damit im Sommer die Kosten für den Strom im Winter. In den Details sind solche Netz gebundenen Strominseln anders.

Grüße
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 21:25 Uhr  ·  #10
Macht ja auch nix , eigentich die genaue Definition , da der Wissenstand sich angleicht und die Intressen nach Autarkie auch .

Ist doch auch schön so den Konzernen wegzulaufen um diese überflüssig zu machen .....
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 21:39 Uhr  ·  #11
Zitat geschrieben von stromsparer99

Es gibt noch ein paar kleine Flecken auf dem Dach wo noch das eine oder andere Modul mit Modulwechselrichter Platz finden wird, aber dann sind alle brauchbaren Flächen belegt.


Du hast noch Hauswände übrig :D Süd, Ost und Westflächen, selbst Nordflächen gehen auch :D :D :D

Grüße
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 22:34 Uhr  ·  #12
Na ja , das mit den Nordflächen....Brigen ca. 10% vom Ganzen. Aber wer sich um die Krümel vom Kuchen kümmern möchte.
Sorry, aber ich bleibe bei diesem Bild.

Ansonsten: Ich habe auch netzgekoppelte "Inseln" gemeint.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 22:39 Uhr  ·  #13
Es ist halt doof wenn du deine Krümel bei Bewölkung mit der Taschenlampe suchen musst :D

Nordflächen bringen soviel wie alle andere Flächen wenn es bewölkt ist. Eine Strominsel bei Sonne zu betreiben kann jeder.
Das sind die Details die eben anders sind bei echten Energieinseln ohne Netzanbindung.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 22:50 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von Erdorf

Zitat geschrieben von stromsparer99

Es gibt noch ein paar kleine Flecken auf dem Dach wo noch das eine oder andere Modul mit Modulwechselrichter Platz finden wird, aber dann sind alle brauchbaren Flächen belegt.


Du hast noch Hauswände übrig :D Süd, Ost und Westflächen, selbst Nordflächen gehen auch :D :D :D

Grüße


Süd habe ich schon mit Vordach versehen und oberhalb eine Reihe an der Fassade. Eventuell gehen darüber noch 3 Module. Soll aber auch noch hübsch aussehen.
Die anderen Fassaden machen wenig Sinn, da kommen die Kosten nicht rein.
Momentan habe ich nur noch Platz für 3 Module auf der Westseite neben dem Kamin ( wurde wegen Verschattung ausgelassen ) Mit Modulwechselrichter würde das passen, habe noch eine Gaube, da würden 2 auf der Nord und 2 auf der Südseite drauf passen. Da würde ein Modulwechselrichter ausreichern.
Mein Nebengebäude hat ein reines Norddach mit 45Grad Gefälle und steht im Schatten des Nachbargebäudes.
Im Winter käme da so gut wie nichts. Mal sehen vielleicht fällt mir noch was brauchbares ein um kostengünstig Strom zu erzeugen oder zu speichern.

Hatte noch eine Idee für ein PV Tisch im Garten, wollte meinen Gartentisch ersetzen gegen einen Tisch mit 3 Zellen als Tischplatte. Bin mir aber noch nicht sicher wie man sowas anmelden kann.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 04.05.2021 - 23:04 Uhr  ·  #15
Zitat
Momentan habe ich nur noch Platz für 3 Module auf der Westseite neben dem Kamin ( wurde wegen Verschattung ausgelassen)

Bei Verschattung besser parallel verschalten und einen Modulwechselrichter verwenden.

Zitat
Mein Nebengebäude hat ein reines Norddach mit 45Grad Gefälle und steht im Schatten des Nachbargebäudes.
Im Winter käme da so gut wie nichts.

Nordflächen sind vor allem bei Bewölkung interessant, je flacher desto besser. Kannst ja, wenn du willst, mit PVGIS abschätzen wie viel dir das bringt.

Grüße
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 05.05.2021 - 05:44 Uhr  ·  #16
ich hatte mein erster PV Modulfeld 1,6 kw angefangen auf mein 30 Grad dach gen Westen zu montieren als PV noch ca 3,50 Euro pro Watt kostete , hab das wieder abgebaut nach messungen und in den Garten gestelt bei 65 Grad nach Süden , später kam dan noch eine 2,4 kW gen Süd-West dazu , idealer weise brauccht man auch noch eine kleine gen Ost-Süd damit veringert man die Belastung der Batterie wenn zeitgleich zum Verbrauch auch Strom produziert wird , und dies ist ja oft Morgens und Abends der Fall ..... die Wasch und Spühlmaschiene kann man ja anstellen wenn man aus dem Haus geht morgens oder via Timer Mittags anstellen , der Steile Anstellwinkel ist halt erheblich von Vorteil in den "Übergangszeiten " Anfang März bis Ende September ist 100% dann Selbstversorgung nur von der Sonne kein Problem ... 8-)
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 05.05.2021 - 06:45 Uhr  ·  #17
Bezüglich Nordflächen nochmal, Erdorf:
Zu solcher "Krümelsuche" kommt es, wenn z.B. Windkraft ganz außer Acht gelassen wird.
Hattest mir zwar vorgerechnet, dass es sich rechnen könnte,
dabei aber außer Acht gelassen, dass PV auch Befestigungselemente braucht, dass Installation auch Geld kostet, wenn man sie machen lässt, und dass dann auf den WR von der Fa. üblicherweise nochmal 100% drauf geschlagen wird, wie auf die Platten womöglich auch.
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 05.05.2021 - 08:33 Uhr  ·  #18
Ich finde Brennstoffzellenheizungen ganz interessant, z.b. von Viesmann:

https://www.heizungsfinder.de/…-vitovalor

Man kann sie nur als Brennstoffzelle betreiben bei geringer Grundlast, dann hat man ca. 750 Watt bei 1 Kw Thermisch, ansonsten eine normale Gastherme die bei Bedarf zuheizen kann. Anschaffungskosten mal außer Acht gelassen kostet mich die KWH dann etwa 12 cent, wobei natürlich auch die "darin enthaltene" Wärme genutzt wird, diese mal rausgerechnet dann noch knapp 5 cent.
Abzüglich der staatlichen Förderung kostet das ganze mit vernünftiger Installation dann gute 25.000€.

Für eine Strominsel aber natürlich ggf. eine tolle Sache.

Braucht man z.b. nur 5 Kw Solar statt 10. Man spart sich das Dieselaggregat und es wird die Batteriebank geschont oder sie kann kleiner ausfallen. Zudem heizt man vorwiegend in der dunklen Jahreszeit, kann dafür aber komplett und redundant netzautark sein.

Man spart sich grob überschlagen z.b.

5000€ an PV
2000€ am Akku
1500 € an Dieselaggregat für die Winterzeit (und das ist ja noch nichmal ein bhkw dann).
Dazu pro Jahr gute 250€ an Zählern und Grundgdbühr.

Sicherlich immer noch keine billige Heizungsanlage aber ich denke über die Jahre kann sich das "rentieren" wenn man ohnehin eine neue Therme braucht. Auf jeden Fall ergänzt sich das meiner Meinung nach sehr gut mit PV.

Als ich mich vor zwei Jahren schonmal grob mit sowas beschäftigt hsbe war das alles noch nicht so richtig marktreif und noch im Probebetrieb.

Mir würde die kleinste 11 Kw Therme im Prinzip reichen und meine Thermen sind auch beide erst 2 und 5 Jahre alt, allerdings plane ich noch ein Bauvorhaben auf meinem Hintergrundstück mit großer Garage und "Lagerfläche" im Erdgeschoss und drei kleinen Wohneinheiten im Dach. Da hätte ich dann mit insgesamt 6 Wohneinheiten die Strom verbrauchen genug Abnehmer und vernünftige Betriebsstundenzahl für Therme und Brennstoffzelle. Das ganze arbeitet zudem quasi lautlos und braucht wenig Platz und Pflege.

Was meint ihr?
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 05.05.2021 - 09:23 Uhr  ·  #19
Hallo Max,

technisch finde ich Brennstoffzellenheizungen besser als klassische BHKW. Weniger Laut, weniger Abgase.
Preis/Leistung ist eine andere Sache, vom Gefühl her meine ich klassische BHKW wären da besser.

Auf Netz würde ich bei einem Objekt das vermietet wird, nicht verzichten wollen.
+ Versorgungssicherheit, auch gegenüber zukünftigen Mietern, wenn mal was nicht klappt
+ Im Sommer kann man PV Strom verkaufen
+ Im Winter kann man Strom zukaufen (spart das Diesel Aggregat als Notstrom)

Und ja, nicht nur Südflächen für PV verwenden, spart Akku und eine Brennstoffzellenheizung oder BHKW ergänzt sich super mit PV. Wichtig bei einem Mietobjekt finde ich, das alles voll automatisiert läuft und dass es in der Regel nur Kontrolle braucht, am besten aus der Ferne über Internet ...

Um die Grundgebühr vom Netz wieder rein zu bekommen, müsstest du ca. 3000 kWh pro Jahr Strom für 8 ct/kWh verkaufen. Das ist z.B. mit Süd PV gut realisierbar. Dem Mieter dann die Wohneinheiten von Anfang an Warm + Strom über Nebenkosten anbieten?

Grüße
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Re: Energieinseln

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Gepostet: 05.05.2021 - 10:35 Uhr  ·  #20
"Mieter im Klassischen Sinne" gibt es bei mir nicht. Mein jetziger Mieter im Dachgeschoss zahlt eine feste Wohnflaterate. Da es sich um eine Einliegerwohnung handelt bin ich auch von der Heizkostenverordnung befreit und muss daher nicht abrechnen. Er zahlt eine sehr faire Pauschale für alle ynebenkosten inkl. Internet und Strom. Da unsere Wohneinheiten in etwa gleich groß sind und,beide von zwei Personen bewohnt werden teilen wir einfach alle Kosten durch 2. Das ist also unproblematisch. Objekt 2 ist ein ebenfalls freistehendes kleines Haus auf dem selben Grundstück. Es wird als Ferienhaus vermietet - gier trage also auch ich selbst die Kosten.
Das dritte Objekt das dezeit erst in Planung ist wird voraussichtlich ebenfalls als Fewo mit 2 kleinen Singleapartments vermietet werden. Das dritte Apartment würde ich als Studentenbude zum Festpreis vermieten (ich wohne nur 20 Meter entfernt,vom Hauptgebäude des hiesigen Hochschule) und später mein Büro dort einrichten wenn Nachwzchs kommt und das jetzige Arbeitszimmer zum Kinderzimmer umfunktioniert werden muss.
Für die Fremdenzimmer / Erienapsrtments ist Saison hauptsächlich von April bis Oktober. Danach kehrt Ruhe ein und es verirren sich nur noch vereinzelt Monteure die dann aber auch nur Abends da sind. Im Winter werden also nur 2 bis drei der 6 Wohneinheiten durcgehend genutzt werden und bei allen spare ich selbst bei jeder gesparten Kwh mit. Das ist also was anderes als bei dem im PV-Threat angesprochenen Mietshaus mit 12 WE. Für den Neubau wäre die Heizungsanlage also Inkl. meiner Werkstatt für 4 Nutzungseinheiten zuständig. Zudem kann ich sie (bis auf den eigengenutzen Werkstattteil voll absetzen. Wo ich den produzierten Strom verbrauche ist dann auch egal. Am Ende bin eh ich es der Strom, Wasser und Wärme für alle Nutzungseinheiten zahlt. Ich denke schon dass es sich lohnen kann da eine einzige Große Energieinsel von zu bauen - mal ganz abgesehen dsvon dass es eh mein Traum ist.

Da alle Gebäude eigene Hausanschlüsse haben spare ich dann drei Mal Grundebühr und Zählerkosten bzw. würde ich höchstens noch einen Anschluss aktiviert lassen um sommerlichen Überschuss einzuspeisen wobei der bei vernünftiger Auslegung der PV Größe auch so groß gar nicht ausfallen muss zumal auch noch die Anschaffung eines Elektroautos geplant ist das ich auch bequem tagsüber laden kann da ich nich jeden Tag damit zur Arbeit fahren muss. Ob da wirklich so viel übrig bleibt was es sich lohnen würde einzuspeisen?

Auf jeden Fall wäre das ein tolles Projekt das sicherlich viel Aufwand macht und Hirnscmalz kostet aber meiner Ersteinschätzung nach durch die vielen miteingebundenen Nutzungseinheiten und deren Verbrauchsmuster über die Jahre durchaus kostensenkend, mindestens aber kostendeckend sein kann. Das tolle Gefühl der Kapitän einer Energieinsel zu sein kommt dann noch oben drauf :-)

Man müsste das wirklich mal durchrechnen...
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