Heimspeicher und Windkraft

 
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Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 02.01.2022 - 12:35 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

das Thema wurde ja schon mehrfach angeschnitten, aber noch zu wenig grundsätzlich diskutiert: wie man Kleinwindräder in bestehende Solaranlagen mit Heimspeichern integrieren kann.

Mittlerweile werden die meisten Solaranlagen ja gleich mit Speichern (meist mit 48V) eingebaut und viele rüsten nach. Hintergrund ist die zunehmende Wirtschaftlichkeit, wenn man den Eigenverbrauch erhöht und somit weniger teuren Fremdstrom beziehen muss. Diese in meinen Augen positive Entwicklung bedeutet ja auch eine große Chance für die Kleinwindkraft, indem man zur ohnehin vorhandenen Infrastruktur, noch ein Windrad mit anschließt und somit seinen Autarkiegrad kostengünstig und umweltfreundlich erhöhen kann.

Jetzt ergibt sich aber oft das Problem, dass diese Batteriespeicher oft nur auf Solarbetrieb ausgelegt sind und bereits entsprechende Laderegler oder sonstige Überwachungssysteme mit eingebaut haben. Alles vom Fachmann installiert und offiziell abgenommen. Da wird es dann schwierig, einfach sein eigenes Windrad mit anzuklemmen. Vor allem weil man nicht weiß, wie die Elektronik darauf reagiert.

Deshalb die Fragen:
Gibt es Möglichkeiten in so ein abgeschlossenes System eine Kleinwindanlage zu integrieren und ist das zulässig? bzw.
Gibt es Heimspeicher, die einen problemlosen Parallelbetrieb erlauben? Was muss man beachten?
Wie könnte also eine unkomplizierte Standardlösung aussehen, so dass möglichst viele Leute diesen Weg auch gehen können?

Der Markt wäre potentiell riesig...
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 02.01.2022 - 16:49 Uhr  ·  #2
Ja, ein intresanntes Thema ....
Eine Schande ist es , dass dieses Thema so komplex ist .

Ca 31 cent kostet nun die kWh vom Stromerzeuger , es rechnet sich dann erstmal , diesen Strom nicht zu beziehen , der Überschuss an Produktion von Solar , wird ann eingespespeisst und vergütet bei nun leider nur noch "bei 6,18 Cent pro Kilowattstunde" bei Wind ist es ca die Hälfte , aber warum ist das so ?

Wenn ich eine Pflanze kaufe als Gartenbauunternehmer , oder als Kleiderverkäufer, Klamotten krieg ich einen Rabat .


Manchmal hat man Glück und kann das Produkt für den halben Warenwert einkaufen !!!!

Wass ich sehr schmutzig finde, ist das der Erneuerbare Energiestrom von Uns erzeugt , aufgekauft wird und uns dann mit einem 4-8 fachen Betrages wieder verkauft wird .... aber klar und zurück zum Thema der Traurigkeit der Überproduktion , denn wenn Du eine Windkraftanlage mit on Board einer PV - Batterie - Idee nimmst , dann stellt sich sogleich die Frage nach den Verbrauchern um den say 30 cent pro kWh gegenzurechnen , denn je mehr Solarstrom Du mit Windkraft verdrängst umso unwirtschaftlicher wird diese , oder anders gesagt , die Unstände so anpassen , dass man eher auf alles schei$$en kann

Grus Lars
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 03.01.2022 - 05:45 Uhr  ·  #3
^_^ Mit Solar und Wind Selbstversorger sein oder zu werden, je unabhängiger um so besser, das ist ein lohnendes Ziel.

Wer das machen kann hat wirklich Glück!

Selbst nur mit Speichertechnik ganz ohneNetzeinspeisung dürfte sich das lohnen, denn die bürokratischen Hürden, die zusätzliche Technik und der schriftliche und geistige Aufwand und die damit verbrachte Zeit lohnen die magere Einspeisevergütung kaum noch.

Zumindest nicht für kleine Hausanlagen.

Bei Einspeisung muß man sich wirklich überlegen, ob die investierte Zeit und Geld jemals wieder reinkommt zumal es für das Einspeisen in unserer volatilen von politischen und naturbedingten Ereignissen bestimmten Zeit auch keine 100% Zukunftsgarantien gibt.

Die Garantien sind meist nur das was wir glauben und nicht das was wir wissen! Die Zukunft vorhersagen läßt sich nicht , mit einem autarken Energieversorgungssystem vertraut man wenigstens sich selbst!
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 09.01.2022 - 16:16 Uhr  ·  #4
Zitat
Mit Solar und Wind Selbstversorger sein oder zu werden, je unabhängiger um so besser, das ist ein lohnendes Ziel.


Emotional betrachtet ist das schön - finde ich auch. Aber im Sinne der Energiewende wäre eswahrscheinlich besser, wenn alle Stromerzeuger und alle Speicher miteinander vernetzt sind. Damit erreicht man die beste Auslastung der Speicher und spart viele Ressourcen.
Wenn das Smart-Grid erstmal aufgebaut ist und jedes Haus über intelligente Stromzähler verfügt, kann man mit dem eigenen Strom sogar handeln - ihn also günstig einkaufen wenn er billig ist (bei Sonne und WInd) und teuer verkaufen, wenn es Strommangel gibt (in der Dunkelflaute). Das ist alles in Arbeit, aber dauert leider noch eine ganze Weile..

Nur nochmal zurück zum eigentlichen Thema - wie kann man nun eine Kleinwindanlage in ein bestehendes Solar-Speicher-System einbinden ohne Probleme mit der Elektronik zu bekommen? Gibt es da Lösungen oder geht es nur mit einem speziellen Speicher, der keine Regelelektronik eingebaut hat?
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 09.01.2022 - 21:20 Uhr  ·  #5
Zitat
Nur nochmal zurück zum eigentlichen Thema - wie kann man nun eine Kleinwindanlage in ein bestehendes Solar-Speicher-System einbinden ohne Probleme mit der Elektronik zu bekommen? Gibt es da Lösungen oder geht es nur mit einem speziellen Speicher, der keine Regelelektronik eingebaut hat?


... Das ist halt ertwas schwer über einen Kam zu schehren , denn es gibt ja DC und auch AC Solarspeichersystheme und auch in sehr unterschiedlichen Voltspannungen bzw Konfigurationen , zusätzlich kommt ja noch die 3 Leiter dazu manche Solarsystheme bedienen alle 3 Phasen manche nur eine .... Obendrauf kommt ja noch die Einspeisevergütung und die Stromzählerstruktur , also muss ja legaler weisse klar sein, dass der vergütete Strom von der PV kommt , nur macht ja wenig Sinn den Solarstrom im Haus mit Wind zu verdrängen . Obwohl dann ja der eingespeisste Solarstrom ja etwas verdient , während Windenergie das Haus versorgt , aber selbst dies ist wieder komplex , da es ja unterschiedliche Einspeisevergütungen und Regeln gibt ...

Hmm , aber Andere hier habens ja auch gelösst und wissen wohl mehr .

Ich würd wohl für die Windanlage ein seperates Systhem planen und den Strom der die PV Anlage nicht einbringen kann zur Haus Versorgung damit ausgleichen

Gruss Lars
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 10.01.2022 - 08:23 Uhr  ·  #6
Alternativ könnte man mit dem Windrad einfach nur Warmwasser bereiten und/oder die Heizung unterstützen. Wasser hat die höchste Speicherkapazität aller Stoffe, wenn es die Wärme zeitlich unbegrenzt speichern könnte wäre das die unkomplizierteste Speichermöglichkeit, billiger als jede Akkulösung mit Elektronik.

Ein Warmwasserspeicher funktioniert als Puffer, ideal für ein Windrad.

Wobei man die mit dem Wind erzeugten Energie für andere Zwecke auch noch abzweigen kann. Z.B. für eine zweite Akkubank, dann aber mit Windladereger. Jedenfalls könnte man das als Möglichkeit evtl. nachrüstbar für später offenlassen.

Die Frage wäre auch in welchen Dimensionen Windkraft zur Hausenergie beitragen soll, ob der Standort geeignet ist und wie groß das Windrad werden soll. Für ein kleines 200W Windrad welches dann in Schwachwindgebieten keine 20W erzeugt wäre ein Warmwasserspeicher kaum in Betrieb zu halten.

Heizen verbraucht am meisten Strom weshalb das natürlich - wenn man sowieso Wasser heizt - eine tolle Lösung zum Unterstützen dieser Verbrauchs Variante ist.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 10.01.2022 - 14:11 Uhr  ·  #7
Carl .... das stimmt und ja auch ein wichtiger Punkt das mit dem Heisswasser bzw Heitzen

eine kWh Gas-Heitzung lag 2021 bei ca 6,22 Ct/kWh und billiger wirds wohl nicht werden , dass entspricht fast dem, was man aktuell bei Solareinspeisung bekommt (wenn man neu das aufbaut)

Also könnte man dann , eher eine Warmwasserbatterie mit datunehmen in eine Speicher -Lösung , ganz abgesehen von anderen Möglichkeiten wie Wärmepumpe und E-Mobil

Da kann man schon recht viel selbst erzeugten Strom verbrauchen , bevor der Überschuss ins Netz geht


Aber @ Zephyrus ,
hasst Du ein konkretes Beispiel, an dem man mal etwas konkreter werden kann , oder ist die Frage eher generell ?
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 13.01.2022 - 14:43 Uhr  ·  #8
Also diese Parallelsysteme wie Warmwasserspeicher oder Extra Batteriebank sind natürlich auch interessant, aber idealer, überschaubarer und auch ressourcenschonender wäre es doch, die vorhandene Solar-SPeicher und Einspeise-Infrastruktur einfach mit zu nutzen (bzw. besser auszunutzen) indem man noch ein Windrad mit dranhängt.

Die Einspeisevergütung wird ja zunehmend immer weniger. Solange kein Smart-Grid aufgebaut ist kann man das wahrschenlich zunehmend vergessen. Dann kommt es vielmehr darauf an, den Eigenverbrauch so hoch wie möglich zu halten, weil das spart dann richtig Geld. Deswegen machen die Speicher denke ich Sinn und dann verdrängt auch der Windstrom keinen Solarstrom, sondern dann wird jeder Strom gleich wertvoll.

@wieso
Ich möchte mir demnächst eine kleine Solaranlage anschaffen mit Speicher. Die meisten Firmen wie z.B. Enersol bieten immer diese Komplett-Speicher-Systeme wie den "sonnen-Speicher" an. Bevor ich da jetzt in eine Einbahnstraße abbiege und mein Windrad nicht mehr unterkriege, wollte ich das mal diskutieren, weil das ja auch allgemein ein Zukunftsthema /Problem werden könnte...
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 13.01.2022 - 15:26 Uhr  ·  #9
Das Hauptproblem ist, dass die meisten Systeme auf PV hin optimiert sind und für Wind keinen Platz bzw. keinen Eingang bieten.
Es gibt daher nur sehr wenige Systeme, die beide Energieträger unterstützen.
Und die die es gibt, sind zumeist chinesischer Produktion. Diese Hybridsysteme haben zwar alle Ein und Ausgänge, fressen aber recht viel Ressourcen und gehen nur von einer "normalen" Blei- oder LiFePo-Batterie aus.
Europäische Systeme sind zumeist teuer und haben zumeist auch nur Eingänge für PV, aber dafür ein integriertes einheitliches abgestimmtes Batteriesystem. Allerdings verlangen diese Systeme aus Laderegler-/Wechselrichter zwingend ganz bestimmte vorgegebene Batterien. Für Fremdanbieter wird da jede Garantie abgelehnt.
Also entweder günstige chinesische Systeme mit "alles" ;-), aber man muss selbst die Parametrierung und die zusammenpassenden Einzelteile herausfinden, oder aber teure europäische Systeme (z.T. eben ohne Windturbinenanschluss), aber dafür untereinander abgestimmte Systeme.

Nur so als Beispiel:
Ich habe ein 3,6 kWp PV-System von SMA, das vor rund 7 Jahren rund € 16.000 mit Bleibatterien gekostet hat. Ich muss nun die Bleibatterien mit zertifizierten LiFePo's um weitere € 16.000 ersetzen.
Paarallel dazu habe ich ein chinesisches Windsystem mit drei Microwindturbinen und mit LR und Wechselrichter angeschafft. Dieses hat mir bis jetzt ca. € 5.000,00 gekostet. Allerdings sind in diesen Kosten auch vier verschiedene Typen von Ladereglern enthalten, bei denen ich aber noch herausfinden muss, welche für mein Schwachwindgebiet optimal sind und den Rest werde ich bei ebay verkaufen.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 13.01.2022 - 19:17 Uhr  ·  #10
@WL01

Danke für deine Einschätzung - ..das habe ich befürchtet.. entweder alles selber zusammenstoppseln oder ein Sonne-Wind Parallelsystem aufbauen. Im Wesentlichen muss man beim Parallelsystem nur noch einen Wechselrichter mehr einkaufen, den man sich sonst hätte sparen können. Den Solarspeicher dafür etwas kleiner.. Aber ich finde es konzeptionell schwach, dass diese teuren Komplettsysteme keinen einzigen Eingang für irgendwelche zukünftigen Optionen bereithalten. Das wäre doch nicht teuer.. Dennoch möchte ich noch ein wenig suchen, ob es so etwas nicht doch irgendwo gibt..

Wie groß sind denn deine Windturbinen? Kann man Dein Projekt hier im Forum finden?
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 13.01.2022 - 22:17 Uhr  ·  #11
Also drei nominell 600Watt 48V vertikale Helixturbinen, die tatsächlich zusammen gerade 200wh/d bei 12V leisten.

 

 


Mein Projekt.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 13.01.2022 - 23:03 Uhr  ·  #12
Zitat
@wieso
Ich möchte mir demnächst eine kleine Solaranlage anschaffen mit Speicher. Die meisten Firmen wie z.B. Enersol bieten immer diese Komplett-Speicher-Systeme wie den "sonnen-Speicher" an. Bevor ich da jetzt in eine Einbahnstraße abbiege und mein Windrad nicht mehr unterkriege, wollte ich das mal diskutieren, weil das ja auch allgemein ein Zukunftsthema /Problem werden könnte...


Hallo Zephyrus ,

Warum stellst Du Dir nicht Deine Eigene Systhemlösung zusammen , ohne Dir Regeln von den Solarspeicher Anlagen von der Stange vorschreiben zu lassen ?
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 11:15 Uhr  ·  #13
@wieso

Ja dann wird es eben wieder sehr aufwändig die richtigen Komponenten zu finden und alles selbst aufzubauen und anzuschließen. Ich bin leider kein Elektriker. Ansonsten würde ich einfach zu einer Firma gehen und mir alles fachgerecht einbauen lassen inklusiv der Anmeldeformalitäten usw.

@WL01

Danke für die Bilder - sieht ordentlich aus :-). Was hast du denn für einen Eindruck von den grünen Hybrid-Ladereglern? Nutzt du die nur für WInd oder hängt da auch Solar dran? Ich wollte mir die auch schon mal fast bestellen, kann mich aber nicht so recht entscheiden..kann man da die Leistungskurve einstellen?
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 11:58 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von Zephyrus
Danke für die Bilder - sieht ordentlich aus :-). Was hast du denn für einen Eindruck von den grünen Hybrid-Ladereglern? Nutzt du die nur für WInd oder hängt da auch Solar dran? Ich wollte mir die auch schon mal fast bestellen, kann mich aber nicht so recht entscheiden..kann man da die Leistungskurve einstellen?
Leistungskurve gibt es keine, man kann letztenendes nur die Volts fürs Umschalten der Stromversorgung von Batterie auf Leistungsausgang einzustellen und ab wann die Leistung in den Dumploader abgeleitet werden soll.

Formal also diese Parameter:

In Wirklichkeit nur Floating Charge, Disconnect und Recovery.

Derzeit teste ich gerade meine zweite Konfiguration, also Laderegler, die keine eigene Stromversorgung benötigen. Doch die bringen bei meinem Schwachwindgebiet nur so 6 bis 12V. Da löst der Wechselrichter noch nicht aus (0 Leistung). Ich versuche das mit einem StepUp-Converter zu erhöhen, was aber bis jetzt noch nicht so richtig funktioniert hat. Sobald man die Batterie als zusätzlichen Puffer dazwischenschaltet, werden die 12V der Batterie zwar auf 17V erhöht und dann bringen die Turbinen so 48 Watt. Allerdings nur so lange wie die Batterie Leistung abgibt. Wenn die Spannung unter 11V fällt, dann schaltet das integrierte BMS ab und es wird trotz Wind wieder 0 Leistung abgegeben.

Habe jetzt noch die Option die grünen Laderegler als zusätzliche Energiequelle mit einem kleinen PV-Modul zu ergänzen (werde ich allerdings erst im Frühjahr bei mehr Temperatur machen) bzw, den Eingang des Wechselrichter auch über die grünen Laderegler mit dem StepUp-Converter mit mehr Volt zu versorgen. Und dann habe ich noch die dritte Option die dritten Laderegler (die angeblich weniger Stromversorgung benötigen) mit meinem System zu testen.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 14:13 Uhr  ·  #15
Zitat geschrieben von Zephyrus

@wieso

Ja dann wird es eben wieder sehr aufwändig die richtigen Komponenten zu finden und alles selbst aufzubauen und anzuschließen. Ich bin leider kein Elektriker. Ansonsten würde ich einfach zu einer Firma gehen und mir alles fachgerecht einbauen lassen inklusiv der Anmeldeformalitäten usw.

Ja kann ich verstehen , wenn man die Anlage zur Netzeinspeisung nutzen will

Ansonsten sind ja die Anlagenkomponenten recht übersichtlich bestehend aus 3 Komponenten neben den Modulen ( Inselwechselrichter , Netzwechselrichter , Batterie )
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 14:33 Uhr  ·  #16
Inselsysteme sind tatsächlich verlockend wenn man die Verbraucher die man sowieso nutzt und die verbrauchsbedingt die teuersten Stromrechnungen verursachen mit dem selbst erzeugten Wind Wasser oder Solarstrom füttert.

Als da sind:

vielleicht an erster Stelle das ganze Jahr über das Elektrofahrzeug das man dann auch als Speicher nutzen könnte (wenn endlich die Hersteller mal gemerkt haben was umweltfreundliche Technik wirklich ist und wozu man sie nutzen kann).

Die meisten E- Autos können das ja noch nicht, zurück ins Hausnetz einspeisen) Ich finde erst dann lohnt sich das rundum.

Dann im Sommer die Kühlanlagen wie Aircondition, Tiefkühltruhe, Kühlschrank ...

und im Winter dann mehr Warmwasser, Heizung soweit dafür dann in der Jahreszeit genug Strom erzeugt wird.

Wird das alles genutzt dann sind die meisten Anlagen auch schon so ausgelastet dass man sich den technischen Mehraufwand und die zeitraubende Bürokratie fürs Einspeisen ins öffentliche Netz sparen kann weil sichs oft eh nicht rechnet.

Natürlich ist ein bundesweites Netz mit Hausspeichern und damit gekoppeltem öffentlichem Verbund eine tolle Vision, nur leider - soweit sind wir noch nicht. (Stichwort: Elektroauto als Pufferspeicher müsste erst noch so zur Verfügung stehen.)

Inselsysteme ließen sich jedenfalls auch später - sobald es Sinn macht - so einbinden dass auch bei Überschüssen im öffentlichen Netz viele Heimspeichersysteme eine Puffermöglichkeit bieten.

Rechnen sollte sich das. Wenn man so geplant hat dass man gerade soviel erzeugt was man verbrauchen kann dann gehorcht man meistens der Vernunft und dem durchschnittlichen Budget und nicht der Taube auf dem Dach.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 15:42 Uhr  ·  #17
@WL01

Ok dann werde ich wohl doch lieber nach einem anderen Regler umsehen.. Allerdings verstehe ich nicht ganz das Problem mit der eigenen Stromversorgung. Normalerweise hängt doch der Regler an der Batterie und bezieht aus ihr den Strom für seine eigene Versorgung. Sobald die Spannung der Windturbine über der der Batterie liegt, wird diese aufgeladen. Wenn die Windturbine zu wenig Spannung liefert, kann nachgeschalteter ein Stepup-Wandler diese auf das nötige Niveau heben..?

@carl

Ja das sind gute Punkte - das mit der Netzeinspeisung werde ich mir wirklich nochmal gut überlegen. Ich denke ich baue mir doch lieber eine Insel, nachdem meine Solarfläche sowieso sehr klein wird. Weh tut es halt im Sommer, wenn man im Urlaub ist, der Speicher voll ist und das meiste vom Sonnenstrom ungenutzt bleibt. In der übrigen Zeit könnte man wahrscheinlich den Strom ganz gut nutzen.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 15:46 Uhr  ·  #18
Zitat geschrieben von Carl
Die meisten E- Autos können das ja noch nicht, zurück ins Hausnetz einspeisen) Ich finde erst dann lohnt sich das rundum.
Grundsätzlich eine gute Idee, ob es sich jedoch lohnt ist hingegen die Frage.
Da ich ein Elektroauto habe, weiß ich, dass ich exakt dann laden möchte, wenn ich eigentlich den Strom des Elektroautos als Puffers brauchen würde. Nämlich am Abend und in der Nacht.

Man fährt in die Arbeit, kommt spät abends nach Hause und möchte dann sein Auto aufladen. Aber genau dann würde der Strom als Puffer benötigt. Ideal wäre hingegen das Auto zu laden wenn die PV-Anlage Strom erzeugt, nämlich unter tags. Aber exakt da bin ich in der Arbeit.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 16:09 Uhr  ·  #19
Zitat geschrieben von Zephyrus
Ok dann werde ich wohl doch lieber nach einem anderen Regler umsehen.. Allerdings verstehe ich nicht ganz das Problem mit der eigenen Stromversorgung. Normalerweise hängt doch der Regler an der Batterie und bezieht aus ihr den Strom für seine eigene Versorgung. Sobald die Spannung der Windturbine über der der Batterie liegt, wird diese aufgeladen. Wenn die Windturbine zu wenig Spannung liefert, kann nachgeschalteter ein Stepup-Wandler diese auf das nötige Niveau heben..?
Also die anderen Laderegler haben exakt das selbe Problem.
Natürlich hängt der Laderegler an der Batterie. Nur hängt an dieser Batterie auch der Wechselrichter. Und der saugt die Batterie bei mir innerhalb einer halben Stunde aus.
Und meine Windturbinen erzeugen zu wenig Spannung um gleichzeitig die Laderegler und die Batterie mit Strom zu versorgen. Die Triggerspannung der Wechselrichter bei einem 12V System liegt bei ca. 15 bis 17V. Deshalb die Idee mit den StepUp-Converter. Doch einerseits saugt auch ein StepUp-Konverter Energie und reduziert die Eingangsspannung um ca. 1 bis 2 Volt, bevor er die Spannung danach wieder erhöht. Somit hat auch der StepUp-Konverter eine Triggerspannung von rund 11V.
Wenn meine Windturbinen nach dem Laderegler z.B 11V Spannung erzeugen, reduziert sich die Spannung auf 9V, wenn ich den StepUp-Konverter anschließe. Ich muss daher schauen, dass meine Windturbinen zumindestens 13V erzeugen, damit die 11V Triggerspannung für den StepUp-Konverter auszulösen und dann nach dem StepUp-Konverter 18V auszugeben, um die Triggerspannung des Wechselrichter auslösen zu können.
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Re: Heimspeicher und Windkraft

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Gepostet: 14.01.2022 - 16:21 Uhr  ·  #20
WL01 , ja das sehe ich da auch das Problem , dass wohl viele haben , ist wohl auch ein politisches bzw betriebswirtschaftliches Problem . Und ob Autohersteller und deren Garantie da so locker mitspielen ist ja auch nicht selbstverständlich ( natürlich wen die Zyklen gemessen werden , dann sind die ja raus aus der Gewärleistung )

Wär doch genial mit dem E Auto auf die Arbeit fahren nur als Beispiel In eine Schreinerei mit 30 kW PV auf dem Dach und ich beim Möbelbauen lade Tagsüber das EV auf , und vergüte die Tankfüllung dem Betrieb zu sogar besseren Konditionen als der Staat das macht , dann muss ich abends nicht noch meinen Heimspeicher belasten , bzw könnte sogar ins Hauseinspeisen

Da sind recht viele Modelle vorstellbar .... da fallen mir vielle ideen ein :P
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