Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

 
Erdorf
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 11.07.2022 - 22:31 Uhr  ·  #21
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 09:56 Uhr  ·  #22
Interessieren sicher. Aber vor Allem liegt erst mal Arbeit auf dem Tisch, denn das müsste ich zunächst übersetzen.
Partizipiere daher gerne von Euren Erkenntnissen.

2 Anmerkungen noch:
1. Es ist MPPT für PV. Wäre zu prüfen, ob es auch für Wind geht.
2. Der Arduino hat nur 4 MHz Taktfrequenz. Wie groß ist die Refresh-Zeit für einen Durchlauf?
Kann man die auch bis runter auf ca. 0,2s reduzieren, für Windkraftanwendung?
Grüße, Che
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 10:55 Uhr  ·  #23
Für mich selbst derzeit eher uninteressant. Keine Zeit zum einarbeiten. Allerdings interessant genug das ich es erwähnen wollte.

Der pi 4 hat 4 X 1,5 ghz. Das sollte schnell genug sein. Verbraucht allerdings auch etwas mehr als der Arduino.
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 22:39 Uhr  ·  #24
So, habe jetzt auch den 500ter bestellt in MPPT. Als Akku nehme ich zunächst ein Blei Säure 12V 120AH den ich geschenkt bekomme. Zum Testen reicht es. Dumpload bestelle ich in fernost. Ist aber ja nicht so wichtig, nur im Fehlerfall der Bremse relevant. Bin gespannt, werde berichten.
Erdorf
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 22:44 Uhr  ·  #25
@Che,

bei deinem Vorwissen brauchst du den Text erst einmal nicht zu lesen.
Für eine erste Einschätzung reicht es dir vermutlich nur einmal die Bilder zu sichten.
Das geht vielleicht in 15 Minuten.

Und ja, es geht natürlich darum ob der Ansatz auch für einen Windladeregler DC mit MPPT geht.
Also was fehlt. Der PI kostet so 100 Euronen und hat Power ohne Ende.

Zitat:
The Raspberry Pi™ hardware board supports software pulse-width modulation (PWM) on all GPIO pins. When configured for PWM, each pin outputs a square waveform with variable frequency and duty cycle. The minimum PWM output frequency is 10 Hz.

Zitat
Kann man die auch bis runter auf ca. 0,2s reduzieren, für Windkraftanwendung?

Die PWM wird nur konfiguriert von der Software und im Hintergrund Hardware nah erzeugt.
Die analogen Inputs müssen aktiv von der Kernsoftware abgefragt und verarbeitet werden
und je nachdem eben die PWM steuern. Bei der Solar Variante wird die Kernsoftware mit python gemacht.
python hat overhead, weil ein Interpreter. Ich schätze das auch mit python schon weniger als 10 ms Abtastung möglich sind.
Zur Not ginge auch noch c/c++. Ich würde es mit python probieren (obwohl ich c++ kann),
weil man schneller mit python ist und früher Ergebnisse bekommt.

Grüße
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 23:09 Uhr  ·  #26
Bei Python bleiben. Es gibt unzählige Python Programmierer. Das ganze bei Git Hub Hosten und zum mitmachen einladen. Der pi kostet hier 60€.

Ich habe leider zu wenig Ahnung davon. Aber höchst interessant.

Hier gibts auch ein passenden DC DC wandler.

Der kann per gpio angesteuert werden.

Verdammt, warum bin ich zu blöd für den Kram. :-D
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 23:27 Uhr  ·  #27
Kaum droht der Kunde mit Auftrag, schon Antwort Schams sehr aktiv. Er hat eine kennlinie für die Black 48V. Auch lässt sich bei dem 500ter die bremsspannung einstellen. Denke 100V sind hier sinnvoll, oder? Der IC sitzt in einem Sockel. Den kann man für Änderungen einsenden. Vielleicht sogar selbst machen per programer. Das muss ich nochmal erfragen. Warum nicht gleich so?
Erdorf
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 23:53 Uhr  ·  #28
Wenn du ohne deine Bremse arbeitest, ja, dann sind die 100 V sinnvoll.
Wenn du mit deiner Bremse arbeitest, würde ich höher, auf 120 gehen
und wie che schon gesagt hat, beides parallel anschießen, nicht in Reihe.

So können beide unabhängig von einander bremsen und wenn deine Bremse anfängt,
belastet der Regler noch maximal, ggf.

Ja, klar, der rohe PI kostet nur so viel.
Man braucht noch ein wenig was drum herum, z.B. eine SD-Karte und Spannungsversorgung.
"An der Steckdose zieht der Pi 4 tatsächlich Strom: 4,22 W Leistung im Leerlauf"
Das macht 100 Wh am Tag und 30 KWh im Jahr.
Man bräuchte noch eine clevere Spannungsversorgung, welche den PI direkt aus der Windleistung speist.
Sonst fällt das damit für Windkraft in den meisten Fällen wie wir sie hier brauchen aus.

Grüße
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 12.07.2022 - 23:58 Uhr  ·  #29
So wird’s gemacht! Danke.
WL01
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 13.07.2022 - 07:26 Uhr  ·  #30
Zitat geschrieben von WL01
Also ich habe einmal bei Herrn Dipl.-Ing. Schwarz (Schams GmbH schams-solar@web.de) einen windMax500 per E-Mail bestellt. Geht alles nur per Vorauskasse und ich habe bereits 465 überwiesen. Warte jetzt auf die Lieferung. Bin sehr gespannt!
1 Einheit, windMax500, Windkraft MPPT-Ladegerät € 331.00
1 Kennlinienprogrammierung FX600 € 50.-
Transport € 10.-
Summe € 391.-
19% MWST € 74.29

Gesamt € 465.29
Neuer Stand dazu:
Nach eineinhalb Wochen nach Einzahlung des Betrages ist gestern ein Antwort E-Mail eingetroffen. Bestätigung des Zahlungseinganges und Hinweis, dass die Lieferzeit rund 3-4 Wochen dauern wird.
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 13.07.2022 - 08:16 Uhr  ·  #31
Uff. Das ist lang.

Noch eine Frage. Besser MPPT oder Kennlinie?
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 13.07.2022 - 22:27 Uhr  ·  #32
Die Welt ist verwöhnt und will alles sofort haben. Nicht dass sie es auch noch bei Kindern versuchen, wenn ihnen die 9 Monate zu lang sind.

Weiß nur nicht, wofür der WL01 einen WindMaxx 500 benutzen will. :-)

MPPT oder Kennlinie ist garnicht so leicht zu beantworten.
Ist es auch wirklich die Kennlinie für die 300-er 48V?

Generell:
Wenn die Kennlinie am Ende, so bei den Spannungen ab ca. 9 m/s ne übermäßige Leistungsanhebung hat,
wäre das ein Vorteil. Dann wird nämlich Die Leistung quasi gedeckelt. Mit der wird weiter geladen bis xy m/s.

MPPT kann sowas nicht.
Da hauts die Ersatzlast rein bei Spannung xyz, die zugehörig ist zu vw m/s: Und dann ist erst mal Ruhe, bis der Wind deutlich nachgelassen hat. So zumindest sollte es sein.

Refreshzeit inzwischen 1s. Für so ein kleines Windrad vielleicht gerade noch zulässig. Warn wohl auch schon mal 0,2

Wieso kommt Ihr bei ner 48-iger WEA auf 100V für die Ersatzlast?
Nehmen wir mal an, die 48V liegen bei 3 m/s an, wollt Ihr bei 100/48 * 3m/s = 6,25 m/s schon bremsen?
Bei 160V wären es 10 m/s. Das geht aus meiner Sicht eher in Ordnung.

Beim WindMaxx 500 kannste deine BR3 ansich weg lassen, zumindest irgendwann.
Denn mit der Berechnung der Dumpload muss ich zuvor mit den Herrn Schwarz mal reden.
Ich zitier das hier mal:

"Anschluss des Bremswiderstandes
Der Bremswiderstand wird am Ausgang DUMPLOAD
angeschlossen. Er dient zur Leistungsabführung bei
geladenem Akku, sowie als Überlastschutz bei zu starkem
Wind.
Ab einer gleichgerichteten Spannung von 160Vdc am
Laderegler schaltet ein Mosfet den Bremswiderstand
hinzu. Unterschreitet die Spannung den Wert 150Vdc wird
der Bremswiderstand abgeschaltet.
Empfohlene Dimensionierung:
Widerstandswert: R=150Vdc x 150Vdc /Pnenn
Leistung am Widerstand: P=150Vdc x 150Vdc /R
Beispiel: Pnenn=620W
R=150x150/620=36.3Ohm => 33Ohm
P=150x150/33=682W"


Letzteres mag rechnerisch richtig sein. Als Überlast-und Sturmschutz muss die Ersatzlast aber (kurz) so stark belasten, dass die Strömung abreißt. D.h. die Ersatzlast muss von der Ohmzahl eher ein Softkurzschluss sein, der allerdings vom WindMaxx auch ausgehalten werden muss.
Die kleine Hysterese von 160-150V=10V passt nicht dazu. Da würde es ein ständiges Hin-und Herschalten geben.

Also wenn es so bleiben muss wie bisher, beim WindMaxx, musst Du weiterhin mit der BR3 arbeiten.
Die muss von der Spannung leicht vorgelagert, z.B. bei 150V den Kurzschluss rein hauen. Wenn unzulässig dann mit der dazu passenden Last von vielleicht 10 Ohm (für DC) oder gar weniger. (Strom von 15A oder gar mehr fließt nur ganz kurz in voller Höhe, vielleicht 2 Sekunden).
Abschalten der Erstzlast erst bei z.B. 30 ...50V. Sonst gibts Relaisklappern.

So jedenfalls versteh ich das.

Das war jetzt lang, aber ging wohl nich kürzer.
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 13.07.2022 - 23:03 Uhr  ·  #33
Gibt kein zu lang wenn alles sehr informativ ist!

Warten ist nicht so das Problem. Wenn ich derzeit was für die it beschaffen will dauert das oft noch länger. So sind die Zeiten.

Die 100V kommen von mir. Als Hintergedanke das die Black eben nicht bis zur Bremse kommt. Nur halt im Notfall wenn der Wind zu stark wird. Wenn die Bremse einsteigt geht die Spannung abrupt von 110v auf 60v. Das hört man auch gut am Generator. Der „rumpelt“ kurz. Glaube nicht das es Lagerschonend ist. Im Moment mit meinen 2 angeschlossenen Lampen passiert das häufiger am Tag. Klar, fehlt ja auch die richtige Last. Ich würde die br3 ja weg lassen. Aber glaube das ich die eh für Orkan dran lassen sollte. Allein schon als stopschalter. Wenn parallel geht dann natürlich so.

Laut Herrn Schwarz ist die Kennlinie extra für die Black300 48v.
Hast du Kontakt zu ihm?

Deswegen ja auch meine Frage an wl01 ob er jetzt höhere Spannungen hat.
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 14.07.2022 - 21:20 Uhr  ·  #34
Bezüglich Lager mach Dir mal keine Sorgen bei Strömungsabriss durch Quasikurzschluss!

Werde morgen mal versuchen, mit dem Schwarz zu telefonieren.
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 15.07.2022 - 22:27 Uhr  ·  #35
War erfolglos. Sonst wird zumindest zu seinem Handy weiter geleitet, aber der gibt momentan vermutlich den Ferienopa.

Also ersatzweise zunächst geschlussfolgert aus dem, was man hat, das Prospekt z.B.

Ich Vermute, dass die Kennlinie am Ende ohne Leistungsüberhöhung ist.

Zudem gibt es Rotoren, da wäre ne Drehzahl- und damit Leistungsdeckelung so nicht möglich.
Habe mittels QBlade einen Rotor simuliert, den ich im Windkanal selber vermessen habe.
Hat D 1,60 mit folgenden Blättern http://www.geopolos.de/Entwick…age106.jpg Sind von Heyde. Gehen gut, haben aber als Arbeitsprofil Clark Y, das legendäre Profil, was quasi nie vollständig stallt.
Rotor-Simulation (bei 7 m/s, aber weniger wichtig) sieht so aus:

 

Soweit sehr schön, aber jetzt kommts:

 

Man müsste bei einer Drehzahl deckeln, die eigentlich etwa der Nenndrehzahl von 6 m/s entspricht,
um einigermaßen auch die Leistung zu deckeln. Und dennoch gelingt es nicht. Die Leistung steigt immer mehr.

Hier wird nachgewisen, dass die 300 u/min zur Nenn-TSR 5,5 bei 6 m/s gehört:

 


Nächstes Bild: Selbst bei so starker Belastung, dass sich bei 20 m/s nur 100 u/min einstellen, wird noch 160W umgesetzt.
Tendenz bis 24,3 m/s steigend. Das wäre der 50-Jahres Wind bei Mittelwind 4 m/s.

 


Fazit:
Bei solch einem Rotor müsste man schon den Kurzschluss rein hauen, um Sturmsicherheit zu erreichen.
Um das zu vermeiden arbeitet diese Anlage mit Helikopter-Abregelung.

Die Black wird sich gegen den Strömungsabriss nicht ganz so doll sperren.
Dennoch: Verwende die BR3 weiter! Mit den angepassten Lastwiderständen!
Ansonsten mit R-Werten so gering, wie der Generator es mechanisch zulässt.

Das ermöglicht Dir auch, in der Version MPPT zu arbeiten!
Ist zudem universell auch für andere Windräder nutzbar.

Die BR3 ist auch deswegen wichtig, weil die Bemessung der Ersatzlast, s. Prospekt, als Sturmsicherung und Überlastschutz unbrauchbar ist.
"Beispiel: Pnenn=620W
R=150x150/620=36.3Ohm => 33Ohm
P=150x150/33=682W"

Und was passiert, wenn der Wind vorher schon aufgefrischt ist, bzw. danach auffrischt, auf Werte, bei denen sowohl die 150V als auch die Watt-zahl wesentlich überschritten werden? Das hätte ich Schams Solar fragen wollen.
Meine Antwort: Die MOSFets zerhaut es. Die verbacken intern. Durch diesen Kurzschluss gibts dann endlich Strömungsabriss am Rotor, mal unterstellt, dass es der Generator mechanisch ausgehalten hat.

Diese 33 Ohm müssen aus meiner Sicht reduziert werden auf 10 Ohm oder gar noch darunter. Dieser höhere Strom von 15A oder gar mehr muss aber ausgehalten werden von allen beteiligten. Nur in dieser Höhe kurz, ca. 1 bis 2 Sekunden, aber eben doch. Danach sinkt er durch Strömungsabriss rapide und der Rotor trudelt ab ca. der 6. Sekunde nur noch bischen mit.

Auch deshalb ist die BR3 so wichtig, solange das nicht positiv beschieden wurde.

Windkraft ist kompliziert, gewiss. Aber was soll man machen?
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 16.07.2022 - 08:13 Uhr  ·  #36
Hallo Che,

vielen Dank für deine Analyse und Arbeit die darin steckt. Windenergie zu nutzen ist erheblich komplizierter als Sonne. Es gilt einiges mehr zu beachten. Das habe ich auch schon gemerkt.

Auch mir machen die Auftretenden Ströme bei einem Bremsvorgang über Ersatzlast sorgen. 6 Sek. können lang sein. Ich stecke zwar nicht so tief im Thema aber 15A ist enorm. Ich habe in der Ausbildung vor 25 Jahren einen Gleichstrommotor selbst gebaut. Kann mich erinnern das der Isolierlack der Wicklungen nicht sehr dick ist. Bei den dünnen Drähten in dem 48V Generatoren werden diese bei solchen Belastungen bestimm schnell sehr warm.

Die BR3 bleibt also definitiv (parallel zum LR) dran und MPPT auch aktiv. Bei mir gab es ebenfalls die Überlegung das ich dann den LR auch für andere Windräder nutzen könnte. Falls es irgendwann mal nötig wird. Immerhin hat die Black wohl auch schon gut 10 Jahre auf dem Buckel.

Andere Frage nebenbei. Auf Deiner Seite Geopolos.de ist ja eine Windsimilation bei Dachmontage. Wie verhält sich den Wind seitlich zu einem Objekt (Haus).
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 16.07.2022 - 12:20 Uhr  ·  #37
Zum Letzten zuerst. Steht unter Abb. 23. Feldlienien werden verdichtet, Geschwindigkeit nimmt zu. Aber nur, wenn der Wind leidlich senkrecht auf den First trifft.
Vor und Nachteile hatte ich im Artikel diskutiert. Rein rechtlich: Es kann sein, dass mit genehmigungsfreier Gesamthöhe die vom Boden gemeint ist, nicht ab Dachhaut!

Die z.B. 15 A fließen nur zu Beginn der Bremsung. Schon nach der 1. s sind es vermutlich nur noch 10. Dann gehts weiter abwärts, bis es nach 6s vielleicht nur noch 3A sind. Wegen der Kürze ist das, was ich mal Erwärmungsintegral nenne, nicht groß.
Hatte die Erwärmung von einem Scheibengenerator mit Rotor dran bei Kurzschluss mal versucht zu berechnen. Bin auf ca. 25°C gekommen, die auf die - z.B. 80°C - noch drauf kommen. Wäre vollkommen o.K.

Entmagnetisierungen gibt es dabei nicht. Zumindest nie davon gehört.
Bremsmomente sind bezogen auf die Drehachse, daher keine zusätzlichen Lagerlasten.
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 16.07.2022 - 14:42 Uhr  ·  #38
Hallo Che,

ich wollte eher wissen wie sich das auf z.B. einem Windrad auswirkt was neben dem Haus steht. Also nicht auf dem Dach montiert ist. Also Wirbel neben dem Haus bezogen auf die Windrichtung aus der der Wind auf das Haus trifft. Ich hoffe ist jetzt klarer ausgedrückt. Entschuldige.

Zum anderen. Ich brauche mir also keine Sorgen machen das die thermische Entwicklung in den Spulen zu einem Verschmelzen führt. Das ist gut. Danke.

Auch heute wieder viel Wind. Ist wieder andauernd am Bremsen. Schade das noch nichts angeschlossen ist womit ich mal die Leistung messen könnte. Ich werde mal versuchen den pi für meine solaranzeige mit dem LR zu koppeln. Dann kann ich die Werte (ladespannung und Strom) auslesen und in die dB zum auswerten schreiben. Meine HMIP-PSM kann auch Einspeisung messen. Damit hätte ich dann den Wert der tatsächlich hinter de WR rauskommt.

Ach so @Erdorf: Ich würde den Pi auf den Akku klemmen. USB Regler für 12/24 v gibts wie Sand am Meer. Außerdem mag der es nicht wenn der einfach ins bodenlose fällt. Die SD Karte kostet 5 Euro. Mein pi 4 zieht im ideel auch nur 2 Watt. Bei 5 Watt ist der schon fast unter volllast.
Che
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 18.07.2022 - 14:35 Uhr  ·  #39
Soeben mit Schams Solar telefoniert. (Der hatte mich sogar am Sonnabend versucht zu erreichen!)

Sind sicher Weltmeister in Schaltungsentwicklung. War aber wohl gut, dass ich die Besonderheit von Klein-WKAs mal angesprochen habe. Z.B. die Notwendigkeit, ab einer bestimmten Vw, drückt sich in der Spannung aus, Strömungsabriss zu verursachen. Es sei denn es gibt aerodyn. Abregelungen durch Furl-System oder Helikopter.

Auskunft Schams: FETs für die Ersatzlast halten bis 250V.
Bringt trotzdem nichts, wenn der Rotor mit überhöhter TSR läuft: Erhöhte Fliehkraft, erhöhter Lärmpegel,
und wenn der Wind noch mehr auffrischt, geht er dennoch durch.

Refresh-Zeit 1s, weil Rotor "Einschwingen" ermöglicht werden soll. Vielleicht gehts so.
Generell aber soll der Rotor so am Wind hängen wie sprichwörtlich ein Motor am Gas.

Optionale Kennlinie für Black 300 wohl ohne Leistungsüberhöhung am Ende. Es sei denn es werden Vorgaben geliefert.
Dann kann man auch bei MPPT bleiben und hat kein Gehuddel mit der richtigen Kennlinie.
Obwohl Arbeit nach Kennlinie schneller sein soll.
Chritz
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Re: Laderegler kaufen oder sogar Eigenbau

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Gepostet: 18.07.2022 - 15:03 Uhr  ·  #40
Super, vielen Dank! Dann MPPT, 120v dumpload für den Fall der Fälle, br3 parallel und beobachten. Habe ich richtig verstanden?
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