Skywind NG

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Windstrom
 
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Skywind NG

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Gepostet: 06.07.2023 - 12:54 Uhr  ·  #1
Habe seit 2 Jahren 2 Anlagen auf dem Dach montiert, 11m über Grund.
Aufgrund nicht gewuchteter Rotoren und/oder nicht ausreichend stabiler Montageteile
ist von einem Generator bei starkem Wind ein Rotorblatt gebrochen.
Die Anlagen haben pro Jahr ca. 150kWh Strom erzeugt.
LÄCHERLICH wenig, die Anlage amortisiert sich in 100 Jahren nicht:

150kWh x 0,35 €/kWh x 100 Jahre = 5.250 € Ersparnis an Stromkosten bei derzeit 0,35 €/kWh

Kosten der Anlage mit Montage ~ 11.000 €

Der Support von Skywind ist nicht nur schlecht, er ist so gut wie nicht vorhanden.

Von einem Kauf dieses "prämierten" Produkts kann ich nur dringend abraten.
Windbert
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 06.07.2023 - 15:25 Uhr  ·  #2
Das verstehe ich nicht. Du hast also Anlagen die nicht richtig funktioniert haben zwei Jahre lang laufen lassen? Und dabei haben sie dann nur wenig Ertrag erzeugt und sind jetzt kaputt gegangen?
Ich verstehe jetzt nicht wo das überraschend ist. Da hätte der Monteur gleich ran gemusst!? Die Rotorwuchtung ist bei allen Anlagen ein Thema und muss wirklich sorgfältig gemacht werden. Ich nehme mal an das ist bei unseren Großen nichts anderes als bei den kleinen mit hoher Drehzahl.
Carl
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 06.07.2023 - 17:38 Uhr  ·  #3
"Ich nehme mal an das ist bei unseren Großen nichts anderes als bei den kleinen mit hoher Drehzahl"

Im Prinzip ja, auswuchten ist auch bei kleinen nötig.

Dennoch - Vergleich Elefant Ameise - die kleinen haben den Vorteil dass sie proportional weniger Materialgewicht investieren müssen als die Großen, die daraus resultierenden Belastungen sind dann ein bisschen so wie beim Alifant. :-)
Che
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 14.07.2023 - 14:17 Uhr  ·  #4
Hat mir Ardo geschrieben, zum Generator:

"DC Motor mit Kohlebürsten und Ferritmagneten. Kohlebürsten befinden sich rechts und links vom Anschlußkabel unter den Blechen.
Kein Rastmoment, aber relativ "schmierig" schwergängig, ähnlich wie mit einem straffen Simmerring.
Läuft aber unter 3 Volt DC als Motor an.
Stammen aus den USA und werden dort in Jachten ( Booten) als Bugstrahlruder eingesetzt."

Wenn für Unterwasseranwendung, wird es schon einen straffen Dichtring geben.
Außerdem Reibung der Kohlebürsten auf dem Kollektor.
Das beides wird die Rastung überdecken, die solche Motoren grundsätzlich haben.

Auswuchten statisch im montierten Zustand geht also nicht.
Kann man dynamisch versuchen, indem der Generator angetrieben wird, mit den Blättern.
Che
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 14.07.2023 - 21:29 Uhr  ·  #5
Auf die Frage, ob des Windrad wenigstens einen Schleifringsatz am Azimuthlager hat, Antwort Nö.
Und das bei einem Preis von fast 3000 EUR! Und keinerlei Hinweise, dass die Ableitkabel ab und an entdrillt werden müssen.

Also nicht dass jemand auf die Idee kommt, ich propagiere das.
Es geht nur um evtl. Abhilfe für die, welche "ind die Kacke" gefasst haben.
Arngast
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 18.07.2023 - 14:11 Uhr  ·  #6
Eine Stromproduktion von fast 40kWh pro Jahr. Für eine Skywind sehr gut. Wie haben Sie gemessen? Haben sie den benötigten Betriebsstrom mit abezogen, gemeseen im Zweiwegstromzähler? Die Anlage verbraucht selbst ca. 85kWh im Jahr. Wenn der Verbrauch nicht eingerechnet wurde, hätten Sie zwei Verbraucher von ca. 40kWh p.a. installiert. Machen sie lieber den Fernseher an. ich habe meine abgebaut nach 9 Wochen : Produktion 2kWh und Verbrauch von 18kWh.
Zitat geschrieben von Windstrom

Habe seit 2 Jahren 2 Anlagen auf dem Dach montiert, 11m über Grund.
Aufgrund nicht gewuchteter Rotoren und/oder nicht ausreichend stabiler Montageteile
ist von einem Generator bei starkem Wind ein Rotorblatt gebrochen.
Die Anlagen haben pro Jahr ca. 150kWh Strom erzeugt.
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150kWh x 0,35 €/kWh x 100 Jahre = 5.250 € Ersparnis an Stromkosten bei derzeit 0,35 €/kWh

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Carl
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 18.07.2023 - 20:20 Uhr  ·  #7
Wie soll auch mit angewinkelten aber sonst völlig flachen Blech - Flügeln ohne jedes aerodynamische Profil nennenswert Energie erzeugt werden. Die Bleche taugen bestenfalls was für ein Schattentheater.in dem Eindruck mit einem schnittig anmutenden Design für ein Moulinexmesser geschunden werden soll.

Die FA Skywind ist der frechste Werbebetrug den wir bisher bei Kleinwindanlagen erlebt haben - die Medien machen immer noch volle Kanne mit bei diesem kriminellen Betrugsgeschäft und müssen sich auch daran messen lassen was sie bewerben.

Komisch dass anscheinend in München ein Innovationspreis dafür vergeben wurde, jedenfalls wird vollmundig damit geworben und viele Käufer fallen auch ahnungslos darauf rein
Che
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 19.07.2023 - 09:40 Uhr  ·  #8
Die solche Preise vergeben haben nicht zwangsläufig Ahnung von Windkraft. ;-)
Carl
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 19.07.2023 - 12:52 Uhr  ·  #9
ja, schon merkwürdig.
KaJu74
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 26.07.2023 - 09:28 Uhr  ·  #10
Meine Anlage wurde auch wieder demontiert und mit viel Verlust verkauft.

Suche aber weiterhin nach einer Alternative, ggf. auch als Vertikale Ausführung.
Carl
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 26.07.2023 - 10:57 Uhr  ·  #11
Du solltest vor allem Deine Standort Bedingungen prüfen bevor Du ein dazu passendes Windrad suchst oder Dich überhaupt für eines entscheidest.

Es sei denn Du siehst es eher als Hobby oder Liebhaberei.

Vorab kann man sagen dass es in Deutschland nicht viele Standorte gibt an denen die Investitionen wieder eingefahren werden können. Im durchschnittlichen Wind in Deutschland sind pro m2 Rotorfläche nur 3 bis höchstens 10 Watt Energie zu ernten, erst bei wirklich starkem Wind - so um 12 m/sec Geschwindigkeit wird in der Regel die Nennleistung der auf dem Markt käuflichen Windräder erreicht.
Che
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 27.07.2023 - 21:37 Uhr  ·  #12
Wobei diese 12 m/s an einem guten Standort wie 02708 Laucha bei Löbau mit 5,4 m/s Jahresmittelwind in 10 m Höhe
übers Jahr zu 2% auftritt. Klingt wenig, sind aber 175 Stunden.
Carl
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Re: Skywind NG

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Gepostet: 27.07.2023 - 21:59 Uhr  ·  #13
175 std im Jahr - wenn das ins Zeitfenster wo Solarpa<neele wenig bringen passt - nicht schlecht. Aber Jahresmittel 5,4 m/sec ist ja auch schon genug Argument für Windrad. :-)
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