Akkuschrauber

 
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Akkuschrauber

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Gepostet: 01.04.2007 - 22:23 Uhr  ·  #1
Moin moin!
Bin noch neu hier, beschäftige mich aber schon seit längerem mit dem Thema Windkraft und bin jetzt im Aufbau einer 1,8 m Anlage. Auf der Suche nach einem einfachem und günstigen Generator bin ich im Baumarkt vor den 18V Akkuschraubern stehengeblieben und dachte mir es wäre doch gar nicht so dumm, mal einige Tests durchzuführen. Nach einiger Suche entdeckte ich doch tatsächlich noch Modelle mit Metallgetriebe für zwischen 40 und 50 Euro und es ergab sich folgendes:

bei 300 U/min 14 Volt im Leerlauf, 18 Volt bei 400 und 20 Volt bei 500.

Hab leider kein Amperemeter um den Strom zu messen aber bei 500 U/min leuchten 2 50 Watt Autoscheinwerfer hell auf...tippe also auf 7 bis 10 A.

Der Drehzahlbereich scheint für einen Mittelschnellläufer Ideal und durch das Bohrfutter ist auch die Wellenaufnahme einfach zu gestalten. Die Dinger sind stabiler als sie aussehen. Was im Bohrbetrieb bis zu 30 Nm aufbringen kann, sollte doch auch einen gut gewuchteten Repeller vertragen können...

Nun stellt sich mir jedoch die Frage nach der Haltbarkeit, da so ein Akkuschrauber ja nicht unbedingt für den Dauereinsatz konzipiert ist, das Ding ansich aber einen durchaus stabilen Eindruck macht. Den Lautstärkepegel lassen wir mal aussen vor....besser is...

Leider ist ein sehr hohes Anlaufdrehmoment von Nöten. Die Welle lässt sich nur schwer von Hand drehen, weshalb ich mir über den Anlauf Sorgen mache. Dehalb wollte ich auf einen dreiflügler mit 1,8 m Durchmesser zurückgreifen....dachte da an die vom Preisleistungsverhältnis recht günstig scheinenden von http://www.windkraft-online.com/

Was haltet ihr vom Akkuschraubergenerator und meiner Wahl der Repellergröße?

MFG
Der Menelaos :roll: [url][/url]
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 02.04.2007 - 21:27 Uhr  ·  #2
Moin Menelaos!

Da ich keine genauen Daten des Schraubers kenne, kann ich nur aus dem Bauchgefühl heraus urteilen:
So wie du das nötige Anlaufdrehmoment beschreibst, bezweifele ich, dass dein 3-Blatt-Repeller damit überhaupt im sinnvollen Windbereich anläuft - auch bei nem Durchmesser von 1,80. Und wenn er dann anlaufen sollte, glaube ich nicht, dass die durchschnittliche Kraft durch den Wind ausreicht, ihn bei dem Widerstand auf die geforderten 300 Umdrehungen pro Minute kommen zu lassen :?

Aber wie gesagt: Das ist nur mein erster Eindruck und stellt keine letztendliche Wahrheit da - ich kenne ja keine Werte deines Schraubers!

Allerdings stand ich vor einiger Zeit vor einem ähnlichen Problem und habe mir in Folge die Finger wundgerechnet, ob, wie und bei welcher Windstärke und wievielen Newton entstehender Windkraft meine Mühle sich anfangen würde zu drehen. Das Anlaufdrehmoment meines Generatorkandidaten (13Nm) dürfte wohl ähnlich deinem Akkuschrauber sein und mein Ergebnis war sehr frustrierend... Gut, ich lebe in einem Schwachwindgebiet und hatte daher engere Limits ;)

Aber ich will hier niemanden entmutigen - mögliche Generatoren in dieser Größenklasse von Kleinwindanlagen sind spärlich genug gesäht, als dass man durch sturen Pessimismus jeden neuen Versuch gleich zunichte machen sollte! Zumindest durchrechnen könnte man es ja mal, wieviel Nm das gute Stück brauchen würde, um zumindest anzulaufen - das sagt ja schon ein bissl was aus...

Gruß
Thorsten
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 03.04.2007 - 00:39 Uhr  ·  #3
Hallo Thorsten,ich danke dir für deine Meinung. Klingt ja nicht so ermutigend. Dabei habe ich schon so eine schöne Konstruktion für den Generatormantel samt Masthalterung entworfen, speziel für den EInsatz von Akkuschraubern. Ist leicht, billig und schnell herzustellen....Ich werde das auf jeden Fall noch weiter verfolgen. Durchrechnen könnte ich das in der tat mal, hätte ich das genaue Anlaufdrehmoment meines "Generators", wieß aber nicht wirklich wie ich das ermitteln soll, hab dafür kein Messgerät. Vielleicht kann mir hier ja jemand einen Tip geben...?!
Leider habe ich auch keine Schnelllaufzahl für den von mir bestellten Repeller. Was ich jedoch habe ist ein Datenblatt für den Quirlserie, dass ich mir auf mailanfrage habe zuschicken lassen. Wen dieses interessiert, dem kann ich es gerne zumailen.
(Für mein 1,80m Quirl ergiebt sich z. B. dies: 5M/Sec = 300 U/Min und eine mech Leistung von 60 Watt.
8M/Sec = 640U/Min und mech. Leistung von bereits 240 Watt...und wenn ich alles mal grob überschlage und meinem Generator einen wirkungsgrad von nur 30 % gebe, dann dürfte das doch eigentlich recht gut hinhauen und ab guten 3 bis Anfang 4 Windstärken zu laden anfangen....hmm....Für genaueres brauch ich aber wie gesagt ne Methode zum Drehmoment bestimmen.Wenn sich diese Generatormethode dann noch als sinnvoll erwesien sollte, jedoch nicht mit meinem Repeller kompatibel sein sollte, werde ich einfach vom Generator rückwärts rechnen und mir einen Repeller auf Grundlage der "Rohrvariante" herstellen. Dafür gibt es wohl ein Exeltool, das auch die Schnelllaufzahl und Repellergröße berücksichtigt und mit dem sich Schnittmuster für die verschiedenen Rohr-GROB-Größen erstellen lassen sollen. WIrd mir wohl demnächst zugemailt. Dann kann ich ja (fast) alles kalkulieren und in die Praxis umsetzen. Ich werde dann über die erzielten Ergebnisse berichten und diese näher bewerten und bewerten lassen. Wenn alles klappt schreib ich ne Bauanleitung.
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 03.04.2007 - 08:10 Uhr  ·  #4
Hey Menelaos!

Ich habe mir damals mit "Bordmitteln" beholfen:
Paketschnur genommen, die ein paar Mal um die Welle meines Generators gewickelt bis sie hielt und an das Schnurende so lange Gewichte drangehängt, bis die Welle anfing sich zu drehen und die Gewichte gen Boden wanderten.

Das Drehmoment ist Vektorprodukt von Kraftarm mal Kraft in Newton:

(Danke an Wikipedia)

"F" = X kg * 9.81 m/s²
"r" = Radius der Welle in m (Achtung nicht Durchmesser, hatte mich verschrieben....)

In meinem Fall hieße das:

[ kg *9,81 m/s² ] * [r(Welle) in m] = x Nm
(Ich hoffe, ich hab hier nicht gerade Isaac Newton verärgert und Unsinn erzählt 😉 )

Damit sollte man wissen, welches Drehmoment grob nötig ist, damit die Welle zu drehen beginnt (wenn man direkt an der Achse ansetzt!). Da dein Repeller aber durch die Nabe erst weiter außen ansetzt, müsste man die ganze Sache umdrehen und für den jeweiligen Radius berechnen.

Wobei mein Latein an dieser Stelle endet: Da ich keine Ahnung habe, wie sich die ansetzende Windkraft über das gesamte Repellerblatt verteilt und wie ich ich diesen Kraftgradienten in eine halbwegs sinnvolle Funktion quetschen könnte, betrachte ich diesen Nm-Wert nur als groben Hinweis zum Abschätzen. Daher kann ich auch keine Aussagen treffen, ab wieviel Newton einwirkender Windkraft der Repeller auf X Ump beschleunigt wird etc...
Sollte jemand hier eine zündende Idee haben, wäre ich für jeden Vorschlag dankbar!

Mit dem Wirkungsgrad von 30% der vom Repeller eingefangenen und übertragenen Kraft liegst du ziemlich gut - hoffentlich zieht dir da das Getriebe des Schraubers nicht noch allzuviel davon ab :? Der Idealrepeller für den Schrauber müsste ja ein hohes Drehmoment liefern, aber zugleich auch einigermaßehn Flott unterwegs sein für die 300Upm. Im Nebenthread "Repeller aus Abwasserrohr" (http://kleinwindanlagen.de/Forum/phpBB2/viewtopic.php?t=763) sind auch ein paar BladeCalculators verlinkt - vlt hilft dir das beim Jonglieren mit den Zahlen weiter.

Btw: auf http://www.windkraft-online.com/ kann man sich kostenlos ne Analyse der regionalen Windbedingungen zusenden lassen (wie genau das im Endeffekt ist, sei dahingestellt). Gibt einem zumindest eine kleine Hilfestellung bei der Planung, mit wieviel Wind man am eigenen Standort rechnen kann und worauf das Windrad ausgelegt werden sollte.

Tja, dann viel Spaß weiterhin bei der Planung! :D


Gruß
Thorsten
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 03.04.2007 - 12:35 Uhr  ·  #5
Das mit der Paketschnur hatte ich auch schon mal irgendwo hier im Forum gelesen, nur schien es mir damals aufgrund der eben immer verschiedenen Wellendurchmesser nicht allgemein anwendbar. Das mit der Vektorrechnung schafft da abhilfe...sehr gut. Unabhängig davon war ich gerade eben beim KFZ Mechaniker meines Vertrauens und wir haben mitm Drehmomentschlüssel mal grob abgeschätzt. Für den Anlauf benötigt man irgendwas zwischen 1,4 und 1,6 NM...gar nicht so schlecht denke ich und nach dem ersten Ruck gehts noch leichter. Nun sind ja hier im Forum und auf verschiedensten Links schon so einige Berechnungen aufgeführt. Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich mal verschiedene Sachen zusammenschreiben und so eine Art Tafelwerk erstellen in der eben alle solche wichtigen sachen zusammengefasst sind, mit angefügten Exeltools für die verschiedenen Berechnungen, u.a. für die Drehmomentrechnungen und die für die Berechnung der richtigen Schnittmuster für den Rohrrepeller. Vielleicht hat jemand Lust, mir zu helfen oder unabhängig von mir so was zu starten...
Das wäre ein großer Schritt nach vorne denke ich und würde vielen Leuten hier helfen. Ich werde bei Zeiten berichten...
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.04.2007 - 12:27 Uhr  ·  #6
Moin Moin...
Hab mein Windrad jetzt fertig. Die 2-Gang-Schrauber haben sich leider nicht als sehr günstig erwiesen. Im kleinen Gang kam man kaum auf Ladespannung und im Großen war das Anlaufdrehmoment so hoch dass erst bei ner guten 4 auf der Beauford-Skala überhaup was zu drehen begann.
Die Eingangschrauber jedoch passen sehr gut zu meinem 1,80 m Dreiflügler. Anlauf bei 3,5 m/sec und bei 7 m/sec habe schon ca 5 A netto. Aber da sind bis zu 15 A dicke drin. So weit so gut. Fragt sich nur, wie lange das Getriebe (aus Kostengründen leider nur Plastik) das aushält....wir werden sehen. Als Generatorgehäuse habe ich Einschlaghülsen aus dem Baumarkt verwendet, die 7 mal 7cm Dinger. Da Passt alles genau rein und der schrauber muss nur noch ordentlich fixiert werden -und Schweißbar und verzinkt is auch schon alles...wunderbar. Am Hinteren Ende der Hülse (also an der Spitze) ist die Windfahne angebracht. Wenn man mal die teilweise angefallenen Versandkosten abrechnet, hab ich insgesamt für das Jetzige Modell ca. 90 Euro ausgegeben. Das nächste seiner Art kommt dann in 3 Wochen dazu- diesmal mit integriertem Laderegler, Helikoptersicherung und besserem Akkuschrauber....Fotos folgen...MFG
Max
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.09.2007 - 14:00 Uhr  ·  #7
So....wie bereits vor Monaten angekündigt... :roll: kommen jetzt ein paar Bilder meiner ersten Akkuschrauber-Anlage. Leider habe ich jetzt keine Bilder aus dem Laufenden Betrieb aber ich denke dass sich der Grundaufbau doch recht gut erfassen lässt. Nach einigen Veränderungen hab ich ihr mit 1,92meter im Durchmesser einen etwas größeren Repeller spendiert, der aufgrund seiner Größe auch bei Sturm nicht in den kritischen Drehzahlbereich kommt, dafür aber sehr durchzugsstark ist und schnell anläuft. Auch hat mittlerweile ein 24 V Schrauber mit Metallgetriebe seinen alten Plastikkollegen ersetzen müssen. Bisher konnte ich keinen Nennenswerten Verschleiß erkennen! Die Flügel aus 200er KG-Rohr habe ich am Computer grob berechnet ( Besten Dank an Oli an dieser Stelle ) und dann an die Gegebenheien vor Ort und meinen Schrauber angepasst. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Bis zu 25 A Ladestrom (beauford 6) konnte ich bisher messen, hatte jedoch noch nicht die Zeit für umfangreiche Messungen- meist ist eben genau dann Wind wenn ich in der Uni sitze. Auch läuft der Generator erstaunlich leise- die befürchteten Beschimpfungen durch Nachbarn werden wohl ausbleiben. Eine Ausführliche illusstrierte Bauanleitung ist in Arbeit und wird dann natürlich auch hier veröffentlicht werden wenn Nachfrage besteht. Diese Art WKA kann für um die 120 Euronen und 15 bis 20 Arbeitsstunden hergestellt werden, Austauschteile sind einfach zu finden und billig und auch optisch braucht sich der kleine Quirl wohl nicht zu verstecken.
:D
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.09.2007 - 17:26 Uhr  ·  #8
Hallo Menelaos,
das ist sehr beachtlich, das ist mehr als beachtlich. Kompliment für diesen
Versuch. Bilder konnte ich leider noch keine entdecken.

Die erzeugte Leistung Deines Schraubers läge damit ja wahrscheinlich
über der Leistung einer umgebauten Lichtmaschine. Das ist ja kaum zu
glauben, das hätte ich nicht gedacht, was hattest Du denn für einen
Verbraucher dran? Normal hätte ich darauf getippt, daß diese Schrauber
doch relativ feinen Draht benutzen und deshalb entsprechend hohen
Widerstand haben?


Gruß
Günter
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.09.2007 - 18:53 Uhr  ·  #9
Hallöle
Die Bilder......ja die Bilder werden wohl sehr bald folgen. Ich habe sie Uwe geschickt damit er sie für mich einstellt weil ich daran verzweifelt bin :lol:

[hier sind sie nun... :]













[der ADI :roll: ]


Als verbraucher hatte ich erst einen Autoscheinwerfer....und puff....durch. da ich die Anlage jedoch immer nur provisorisch aufstellen konnte, mit Anwesenheitspflicht sozusagen und leider auch nicht soooooo viel Zeit habe ( studenten haben es ja ähnlich schwer wie rentner...lol...) konnte ich wie gesagt noch nicht zu viel über die durchschnittliche Leistung herausfinden. Auch ist mein Elektronikequipment eher spärlich und so mußte ein uraltes analoges Multimeter bei meinen Versuchen sich opfern. Was ich da gemessen habe war aber glaube ich nur der Kurzschlussstrom, der Repeller hat daraufhin auch sichtlich abgebremst. Diesen Effekt habe ich jedoch beim Batterieladen nicht. Ob dann genausoviel Leistung übertragen wird, kann ich also nicht sagen. Also werde ich demnächst zu Conrad und mir eine kleine Messstation zusammenbauen. Dann kann ich meine Zahlen guten Gewissens veröffentlichen.
Der Motor ansich, also ohne Getriebebox ist nicht viel Größer als das Gelbe ausm Überraschungsei und lässt sich nicht so leicht öffnen. kann ich ja mal mit der Eisensäge bekannt machen das Ding und schauen wie es von innen aussieht. Es gibt leider kein Typenschild und auch die TEchnikerhotline kann man vergessen, die wissen gar nix.
Ich bin in Sachen Elektronik nicht so firm, hatte mir jedoch einen recht guten Wirkungsgrad erhoft, da ich den Schrauber ja eigentlich in seinem natürlichen Drehzahlfeld verwende, und ihn seitens des Repellers nicht überlaste. Ich benutze die neuen 24V Schrauber. Das passt echt gut.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass nach längerem Lauf bei viel Wind das ganze relativ heiß wird. deshalb habe ich im hinteren Teil des Generatörgehäuses noch einen PC Lüfter installiert, der perfekt ins Chasis passt und direkt saft vom Generator abgreift, sich also je nach Spannung selbst regelt und das Stauwärmeproblem gelöst war. Auch das Getriebe ist noch erstaunlich gut erhalten. Hier habe ich jedoch das Getriebefett komplett entfernt, alles gereinigt und durch etwas getriebeöl aus dem KFZ bereich ersetzt, was auch die Anlaufeigenschaften deutlich verbessert hat
. Nachdem ich mehr als 20 verschiedene Shcrauber zerstückelt und verbaut hatte, kam ich letztlich zu dem Schluß, dass es sehr wohl Unterschiede in Motorleistung (die ja NIEEEEEE angegeben wird bei den dingern) und Haltbarkeit gibt und gutes muß nicht imer teuer sein. Mein Testsieger kostete mich gerade mal 40 Euro. Leider kann man jedoch bei keinem Modell die Kohlebürsten austauschen, hier muss dann also die Praxis zeigen wie lange das gut geht. Für Hinweise und Ratschläge bin ich aber jederzeit offen
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.09.2007 - 21:34 Uhr  ·  #10
Hallo Menelaos,
sieht ja richtig edel aus das schlanke Teil, mein erster Eindruck war:
Da fehlt doch was , ja wo hat er denn............., mir fehlt da irgendwie der Generator.
Also so eine Leistung für so ein schlankes Teil, ich kann das immer noch
nicht glauben. Wie stark hast Du denn die Achse für die Aufnahme des
Mitnehmers für die Flügel gemacht? Oder hast Du gar das Bohrfutter dran
gelassen?
Also für Deine 1,90m Flügel bräuchte man ja schon so 18-20mm um auf
der sicheren Seite zu sein.

Wenn Du diesen "Abbremseffekt" der Flügel beim Batterie laden nicht,
oder nicht stark hast, so meine ich ist dies ein Zeichen dafür, daß Deine
Flügel soviel Power erbringen können, wie sie der Verbraucher im Moment
vom Generator abfordert.(Auch nicht schlecht)
Eventuell fallen die Flacheisen (Aus dem Balkenbau?) etwas zu dünn aus,
man unterschätzt hier die Kraft der Windboen.

Das Wärmeproblem ist weniger schön, war aber vielleicht zu erwarten da
man ja eigentlich kleinen Querschnitt der Wicklungen erwarten mußte.

Deshalb darfst Du dieses feine Teil wahrscheinlich keinem Sturm
aussetzen, sonst besteht die Gefahr, daß es Dir abraucht :roll:

Wäre nett wenn Du mal Deine gemessenen Ergebnisse mal später hier
einstellst, damit wir mal so einen Plan kriegen, wo die Vor-und Nachteile
liegen.


Gruß
Günter
Westerwald
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 23.09.2007 - 22:08 Uhr  ·  #11
Hallo Günter!
Nein Nein....ich hab den Generator nicht vergessen...da ist schon alles drin.
Dieses Design war mein ursprünglicher Gedanke. Zwischenzeitlich war ich davon abgekommen, verwendete als Welle ne 20er Gewindestange und 2 dazu passende Stehlager, alles auf ne schwere Stahlkonstruktion gequetscht und mittels Getriebe ähnlich der Anlage auf deiner Webseite versehen (Kette). Was dabei herauskam war funktionell aber unglaublich schwer und hässlich- Funktioniert aber und ist auch sicher nicht klein zu kriegen.

Doch irgendwie lenkte mich der Wunsch nach mehr Ästetik wieder zu meiner ursprünglichen Konstruktion zurück.
Ich verwende tatsächlich das Bohrfutter der Schraubers. Allerdings, und das hätte auch ich nicht gedacht, ist der von mir verwendete Akkuschlagschrauber sehr stabil. Als Welle dient eine 12er Gewindestange. Das hat wie gesagt auch bei windstärke 6 und 7 in böen gut gehalten und ist nicht irgendwie umhergewackelt oder hatt Spiel.
Wie man sicherlich gut erkennen kann ist der Repeller nicht als Schnelläufer ausgelegt. Dafür hab ich aber viel Drehmoment, was ich auch brauche und die Drehzahl stieg noch nie über die 400er Marke-so sollte es sein. Das ergibt bei starkwind sicherlich keine tolle Ausbeute des Drehmoments aber dient der sache erstmal ganz gut.
Bei der 2. Generation kommt ein etwas kleinerer Repeller zum Einsatz und ganz wichtiig eine Helikoptersicherung, die ab 12/sec einrastet und das Windrad dauerhaft verankert so dass es manuell wieder entriegelt werden muß. So beuge ich schäden und Überhitzung vor....wie ich hoffe...und der Lüfter ist ja auch noch da.
Die von mir im Voraus angegebene Leistung ist das, was ich mir aus stromstärke x Spannung ausgerechnet habe und meine Messgeräte waren echt nich so der Hit, nimms also mehr als Schätzwert und nicht als faktuelle Leistung. Wenn du mir sagen kannst wie ich es besser machen kann, so bin ich ganz Ohr.
Aber selbst wenn es nur 150 Watt sein sollten, wie ich bald genauer herauszufinden hoffe, habe ich mein Ziel erreicht. Klein, Leicht, einfach herstellbar mit relativ kleinem Arbeitsaufwand auch für ungeübte und optisch ansprechend...und in der neuen Generation dann auch sturmsicher und manuell abschaltbar.
Besten Dank für deine Eindrücke... :)
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 24.09.2007 - 18:44 Uhr  ·  #12
Moin menelaus! Super idee! So einfach , doch stabiler hab ich die helikopter Sicherung UND Drehlager der Land- version des Wsd1000 Windgenerator auch mit Baumarkt Teilen gebaut.Allerdings wird der WINZIGE MOTOR GENERATOR , SOLLTE DIE Sicherung mal NICHT GREIFEN(Eis, schnee regen) garantiert Gegrillt: Deshalb dann Vorher(!) still gelegt.Am Rotor sonst Windlast bis 6000 newton : das wird ENG im ORKAN. Wieviel hält dann DAS BLATT MATERIAL?Bis dann :cerco
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 24.09.2007 - 20:22 Uhr  ·  #13
Hallo Cerco,
Die Flügel sind äußerst stabil, allerdings sollte man ruhig 200er Rohr nehmen, um auch an den sich verjüngenden Flügelspitzen noch genug stabilität zu haben. Dieses bringt auch mehr Särke mit als seine kleinen Brüder.Inzwischen sind die Flügel nachgearbeitet und optimiert und vor allem lackiert. Das ist auch wichtig, da das Material sonstnach 1 bis 2 jahren anfängt spröde zu werden. Aber sag, wenn du mit Akkuschraubern experimentiert hast, was hast du für Leistungen erzielt?
Wie lange haben sie bei dir als Generator gehalten?
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 24.09.2007 - 22:36 Uhr  ·  #14
Moin menelaus! Damals gab es noch keine akku schlag schauber! Also sagt die erfahrung:deine Teile sind 1) für 24 volt(damals 14.8) und das Lager DÜRFTE stabiler sein. Zwei Dinge sprechen GEGEN Dauereinsatz:Das Lager des MOTORS+Getriebes. Die MOTORWICKLUNG. Die Wind Last im Sturmfall + Ausfall der Sturmsicherung!! Reche DAS NACH..bei mir warens Dach Ziegel--Cerco+grüße
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Welche Akkuschrauber halten am besten?

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Gepostet: 02.11.2007 - 15:09 Uhr  ·  #15
Wie ist der zwischstand läuft noch alles?

Die Idee mit Akkuschraubern hat ich auch schon.
Ich hab aber nicht weiter gegrübelt da ich dachte das ist nix für die Praxis (zu kurze lebensdauer und zuviel Kraftverlust durch Getriebe).
Das sich soetwas bewährt ist echt erstaunlich.

Bitte Verrat uns in deinem Schrauber Ranking die geeignetsten Modelle.

Wie hast du die Leistung gemessen?
Hast du eine entsprechende Last angeschlossen und zuerst Volt und dann Ampere (Messgerät in der Leistung zwischengeschlossen) gemessen und multipliziert ?
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 05.02.2008 - 18:51 Uhr  ·  #16
Als Last habe ich einen Bleigelakku verwendet. Hinter dem (billigen Solar- ) Laderegler habe ich dann den Ladestrom gemessen und den dann mit der Systemgesamtgesamtspannung multipliziert.

Ich habe heute mein neues Akkuschrauberwindrad( Durchmesser 2m) getestet und bei Winden zwischen 6 und 8,5 m/s Ladeströme von bis zu 16 A in Böen messen können.
Davon habe ich auch eine Aufnahme gemacht. Wer sich das Video mal anschauen möchte, kann dies hier tun:

http://www.kleinwindanlagen.de/html/menelaos.html

Meinen grundlegenden Aufbau kann aus den Bildern entnommen werden.


Für den Akkuschrauber gibt es noch eine ordentliche Halterung statt Paketschnur und Gewebetape :)
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 05.02.2008 - 19:15 Uhr  ·  #17
Schick mir doch die Bilder und das Video. Ich sorge dann schon für das Einstellen. ;-)

Uwe
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 06.02.2008 - 08:47 Uhr  ·  #18
Hallo zusammen,
Hallo Menelaos,
ein starkes Teil hast Du da gebaut, aber Deine Mittel werden auch schon
immer etwas aufwendiger. Deine Lagerung macht einen sehr soliden
Eindruck. Hast Du die Lager fertig gekauft oder irgendwie recycelt?

Ich wollte mir auch so etwas bauen für eine 40mm Durchmesserachse,
aber da bekommt man diese Lager nur mit 120mmX 185mm und
entsprechendem Gewicht, ich bin jetzt wieder davon ab und habe mir eine
Anhängerachse 450Kg belastbar mit Stummel (zum anschweißen)
bestellt.

Die Leistung von ca. 200Watt Deines Schraubers kann sich sehen lassen,
ich befürchte aber, da Du noch keine Sturmsicherung vorgesehen hast,
daß die Wicklung Deines Schraubers bei Windstärken über 12m/s
beginnt zu kokeln.
Du könntest jetzt bei Deinem Aufbau noch eine "Tilt up" Helicopter-
sicherung bauen, Du müßtest nur den Gondelaufbau kippbar anlegen.
Das Eigengewicht des Rotors und der Gondel nach vorn verlegen,
sodaß das Eigengewicht bei nachlassendem Starkwind die Gondel wieder
in Normalstellung zurückfallen läßt.
Sehr informative Bilder und ein starkes Video!
Es wäre interressant zu wissen, ab welcher Windstärke und welcher U/min
beginnt denn nun Dein Rad zu laden?

Gruß
Günter
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 06.02.2008 - 10:01 Uhr  ·  #19
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Re: Akkuschrauber

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Gepostet: 06.02.2008 - 11:47 Uhr  ·  #20
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