Hallo zusammen
Hier sind von mir auch noch ein paar Zahlen.
Mein Windrad hat 3,5kW und ich habe im letzten halben Jahr etwa 1300kWh erzeugt, wovon 50% durch unseren 5 Personen-Haushalt selbst verbraucht wurden. Die anderen 50% wurden eingespeist, was bei 9ct/kWh schon eine enorme Summe ergibt...
Das Windrad macht sehr viel Leistung wenn sehr viel Wind weht (Rekord 47kWh/Tag, die man dann auch nicht verbrauchen kann), das ist aber aufs Jahr gesehen nur an wenigen Tagen der Fall.
Zum Wechselrichter-Eigenverbrauch kann Ich bei meinem WindyBoy 3800 sagen, das dieser aus der Generator-Seite gespeist wird und damit gar keinen Eigenverbrauch hat.
Der Nachteil ist aber, das er für Synchronisierung mit der Netzfrequenz auch erst dann machen kann, wenn der Generator Strom erzeugt. Diese Synchronisierung dauert etwa 30s (ist wohl so vorgeschrieben). In der Zeit geht der erzeugte Strom verloren.
Alles hat Vor- und Nachteile
Ich habe auch noch eine 10kWP PV-Anlage. Die hat es dann noch auf 23% Eigenverbrauch geschafft (wenn der Wind nicht weht)
Der Gewinn der PV Anlage ist inzwischen über 4 mal höher als der des Windrades, wobei beide vergleichbar gekostet haben. Bis Anfang März war der Gewinn zwischen den beiden Anlagen noch vergleichbar. Wenn die Sonne scheint wird aber auch sehr viel Strom erzeugt (Rekord 60kWh/Tag).
Aber das Windrad dreht sich, während die PV-Anlage nichts macht
Zur ursprüngliche Frage: Die Einspeisung lohnt sich bei mir nicht wirklich. Wenn man mit seinem Strom etwas anderes Sinnvolles machen kann (Batterien laden oder auch warmes Wasser erzeugen) ist man immer besser bedient. Bei einem kleineren Windrad ist eine Einspeisung wirtschaftlich noch uninteressanter. Bei windigen Standorten mag das wieder etwas anders sein.
Gruß Klaus