Nur kleine Leistungen?
Das ist ein Irrtum. Zum einen werden 100.000 t Schiffe mit der Festmacherwinde so festgemacht, z.B. die Spring aus Stahlseil wird durch Losegeben der Toerns auf der Winde aufgefiert oder eingeholt je nach Manoever. Dabei dreht sich nicht etwa die Winde sondern es wird von Hand "Lose" gegeben. Das sind mitunter armdicke Stahlseile und/oder schenkeldicke geflochtene Seile bei grösseren Schiffen, mit denen ich selber schon, Du Che wohl noch nicht, gearbeitet hast.
Eine Möglichkeit, ein auch sehr grosses Schiff an der Pier zu "verholen" oder bei starkem Tidenhub zu sichern besteht darin die Stahlseile der Vorspring und der Achterspring mit Hilfe der Windenköpfe zu nutzen ohne dass hierfür die Schiffsschraube angetrieben werden muss.
Eine Seilbremse funktioniert in etwa so aehnlich, das Seil beim Schiff ist ja auch fest auf dem Poller an Land belegt, je nachdem wie stramm von Hand hinter der Winde und den dann mehreren Toerns darauf gezogen oder Lose gegeben wird funktioniert das in der Regel völlig ohne Gequalme wie eine Seilbremse eben auch.
So viel Drehmoment bringt kaum ein Windrad auf um eine Seilbremse zum Qualmen zu bringen. Ist das Drehmoment sehr hoch wird das über ein oder zwei Wicklungen mehr des Seils um die Rotorachse leicht angepasst.
Und wenn man möchte kann man statt das Seil direkt um die Rotorachse zu wickeln auch eine Trommel mit grösserem Durchmesser zum "Seilbremsen" nehmen, hat dann mit weniger Windungen mehr Bremskraft und weniger Verschleiss am Seil.
Und ja, kein Windrad wird mit dauerhaft unter Zug stehender Seilbremse betrieben, diese ist schliesslich nur zum Messen des Drehmomentes nötig, oder, was ja hier nicht zur Debatte steht, jedoch möglich ist, zum vollen Abbremsen und Festsetzen.