Die Aussage, dass erst ab 6 m/sec einigermassen Energie abzuernten ist, würde ich unterschreiben. Es ist immer noch sehr wenig verglichen mit der Nennleistung der Rotoren. Du kannst bei der Einschaltgeschwindigkeit von 3 m/sec nicht viel ernten, bei der 1 KW Anlage von KD (und jedem anderen vergleichbar großen Darrieus-Läufer) kann das nicht bedeutend mehr als 25-28 Watt sein. Bei 6 m/sec sind es um die 180 Watt, wenn es hoch kommt. Erst bei 13 m/sec hast Du die Leistung von 1250 W, die KD mehr als korrekt angibt. Warum sollte KD etwas so deprimierendes angeben wie die im Wind enthaltene Leistung bei Schwachwind? Man lügt dort nicht, das ist selten in der Marktwirtschaft der Vertikalläufer...
Du kannst Dir aus einer Tabelle von Horst Chrome, die hier irgendwo in den Tiefen des Forums schlummern müßte, die im Wind enthaltene Leistung für 1 qm Fläche, die bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten in m/sec und Windstärke nach Beaufort bis Orkan theoretisch drin ist ablesen, dann je nach angenommenem Wirkungsgrad und Größe eines Rotors dazu dessen mögliche Leistung in Watt errechnen.
Ich würde angesichts der unterschiedlichen Standortbedingungen, die nicht nur Windgeschwindigkeit sondern auch Böenverhalten und Turbulenz betreffen auch keine Angaben zur Leistung bei X Windstärke machen wollen. Das kann man bei Messungen im Windkanal tun, aber draussen messen ist ganz anders.
Die VK 58 mit 1250 W bei 13 m/sec hätte dann einen Wirkungsgrad von etwa um die 30%, also niedrig gegriffen und von KD zurückhaltend angegeben.
Die VK 58 hat übrigens eine Abschalt-Geschwindigkeit von 15 m/sec und nicht 13 m/sec. Das trifft nur für das kleine Modell der VK 17 zu, die mit 1 m Rotordurchmesser und den proportional dazu sehr langen Flügeln mit 1,70 m Höhe. Da ist die frühe Abschaltgeschwindigkeit angebracht, wer die Auswirkungen von Fliehkraft bei langen vertikal stehenden Flügeln mit entsprechend Hebelarm unter hohen Drehzahlen kennt, weiß, warum.