Wir alle warten noch immer auf Mess-Ergebnisse der von Mitglied: "Wartenstein" vorgestellten Helix-Turbine.
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Fakt ist, das keiner von uns sicher zu wissen scheint, welche Leistungsbeiwerte mit der Helixform im Vergleich zu senkrecht stehenden Blättern herausgeholt werden kann.
Manch einer geht davon aus, dass dadurch, das die Blätter diagonal stehen, immer ein kleiner Abschnitt der einzelnen Blätter in einem für den Vortrieb optimallen Anstellwinkel zur Strömung steht und so den Anlauf erleichtert, andere wiederum vermuten, dass durch die Schrägstellung der Blätter der Luftstrom umgelenkt und oben oder unten nutzlos als Randverlust abrauscht.
Ich selber gehe davon aus, das wir schlicht abwarten müssen, bis verlässliche Messdaten vorliegen. Eine Lanze für die Helixform bricht Khammas in seinem Buch der Synergien. Es gibt wohl kaum eine größere und umfassendere Sammlung von exotischen Bauweisen, das geht in dem Werk bald in die hunderte. Es sind alle dabei, auch die modernsten und ausgereiftesten nach dem gegenwärtigen Stand der Technik. Khammas ist ein Wunder für sich.
Der Wind oder die Strömung jedenfalls hat die Tendenz, Wirbel zu bilden, sie weicht Hindernissen aus und bewegt sich dabei auch in anderen als nur ihrer ursprünglichen Laufrichtung. Wenn Du den Stöpsel aus dem Waschbecken ziehst, kannst Du beobachten, dass im Wasser ein Wirbelschlauch entsteht, das hängt mit der Corioliskraft zusammen. Die Luftströmung verläuft meist waagerecht über die Erde, aber die Abweichungen durch Unterschiede in Luftdruck oder bei der Umgehung von Hindernissen haben es in sich! Ich habe bei meinen kleinen Vertikalrotoren die ich dauernd für Experimente baue bei lotrecht stehenden Blättern beobachtet, dass im Sturm nicht die untere Hälfte unter dem in der Mitte befindlichem Tragarm losbricht oder abklappt, sondern grundsätzlich immer die obere. Die untere bleibt wie sie ist oder wird durch Hebelwirkung nach innen zur Rotordrehachse gebogen. Da meine Rotoren selten größer als 50 cm x 50 cm sind, ist das sehr auffällig und kann nicht gut durch die verschieden hohe Windgeschwindigkeit in unterschiedlicher Höhe über dem Boden erklärt werden. Es hat also den Anschein, dass die Luftströmung eher nach oben hin ausweichen möchte und dabei mehr Druck auf den oberen Teil der Blätter ausübt. Das zu nutzen, ist vielleicht nicht die Idee bei den Helix-Erbauern, es könnte aber sein, dass ein solcher Effekt dort den Rotor vorteilhaft zu mehr Leistungsertrag verhilft. Wie gesagt: vielleicht.
Im Fazit würde ich sagen, dass wir die Helixform und ihre besonderen Eigenschaften noch genauer untersuchen müssen, bevor wir eine klare Aussage dazu machen können.