Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

Energiewende ins Nichts ??
 
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 07.06.2016 - 11:59 Uhr  ·  #41
Hallo Ralf,

Zitat
Ich warte eigentlich immer noch auf eine Antwort, wie man den Klimawandel ( CO 2) - anstieg wirksam bekämpfen könnte.


Der Klimawandel ist z.Z. nur zu einem Bruchteil von uns beeinflusst.
Der CO2 Anstieg hingegen ist hauptsächlich von uns beeinflusst.

Wie auch immer, ich denke es läuft auf 'Geoengineering' hinaus:
Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Geoengineering

Dort wird Forschung und Technik hingehen um dann tatsächlich den Klimawandel komplett von uns,
nach unseren Vorstellungen beeinflussen zu können.

Grüße
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 07.06.2016 - 15:31 Uhr  ·  #42
Hallo Erdorf

Ach das ist die neue Technik, ( so heißt die !) . Ja darüber habe ich auch ein Bericht gesehen. Da wollte einer <100.000 Wasserpumpen in den Ozeanen verteilen und Wasserdampf ( versprühtes Wasser ) hoch in die Luft sprühen.. ( Aber ist Wasserdampf nicht noch "Klimaschädlicher" als CO 2 ?!? )
Ein anderer hatte ein Kunststoff entwickelt mit dem er CO 2 aus der Luft filtern wollte ( riesige Fächer ) weltweit aufgebaut !?? ( Wären Bäume nicht einfacher und günstiger ?? ...und wer soll das aufbauen ..und was geschiet, wenn der Kunststoff gesättigt ist ( Filter voll ) wer wechselt den ?!?
Weltweit irgendeine Chemie in die Wolken sprühen !?? Wie soll das gehen ? was für ein Aufwand! Wer bestimmt wie wann wo ..? ( das Wetter sein soll!)

Sorry ...mal nüchtern betrachtet kommen mir diese bisherigen Ideen als reine "Spinnereien" ( nicht durchführbar !) ....allein das damit verbundene Risiko ist unverantwortlich....
Soll der Mensch "Gott" spielen ?!? Das muß alles Weltweit abgestimmt sein ... wenn überhaupt! Nur möglich mit einer Art "Weltregierung" ....

Aber mal ein wenig zurück!!

Die Menschheit ist meines Wissens für 5 % (bei Wikipedia sogar nur 3 % !)des Weltweiten CO 2 Ausstoßes verantwortlich ( sind auf den Menschen zurückzuführen !)....

...und nun strengen wir uns mal ein bisschen mehr an und sparen doch ganz großartiger weise vielleicht 10 % ein ( sorry ich kenne die Zahlen der Einsparungen der Klima kon... nicht !....)
dann wären wir nicht nur nach Adam Riese sondern auch nach meiner bescheidenen Rechenfähigkeit bei sage und schreibe ein 0,5 % weniger CO 2 - Gesamt- Ausstoß jährlich!

Boah : was für ein Ergebnis ! (damit können wir bestimmt das Klima nachhaltig beeinflussen.... klar! )

P.S. : Der Vorschlag das Meer zu düngen um Algen wachsen zu lassen kommt fast meinem Vorschlag s. o. gleich ( Erhöhung Lebende Pflanzenmasse) ... hmm doch nicht so abwegig .. ;-)

Gruß RAlf
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 08.06.2016 - 00:12 Uhr  ·  #43
Hallo Ralf,

Zitat
Aber ist Wasserdampf nicht noch "Klimaschädlicher" als CO 2 ?!?

Es ist schon komisch wie solche Klima Themen vermittelt werden, übrigens auch schon in den Schulen.

Wasserdampf in der Atmosphären hat den meisten Einfluss unsere klimatischen Prozesse
von "Schaden" kann überhaupt nicht die Rede sein.
In Form von Wolken wird über Tag die Sonnenstrahlung reflektiert
und nachts reflektieren die Wolken die Wärmestrahlung der Erde so dass die Erde weniger auskühlt.

Weiterhin ist Wasserdampf in der Atmosphäre das wichtigste Gas für den Treibhauseffekt.
Der Treibhauseffekt ist gut für uns alle ohne diesen Effekt hätten wir permanente Eiszeit
und Leben so, wie wir es kennen würde nicht existieren.
Die mittlere Temperatur würde dann −18 °C betragen!
Der Treibhauseffekt verhindert dass die Erde auskühlt indem er die Wärmestrahlung der Erde reflektiert und nicht ins All lässt.

Zitat
Die Menschheit ist meines Wissens für 5 % (bei Wikipedia sogar nur 3 % !)des Weltweiten CO 2 Ausstoßes verantwortlich

Ja das ist ungefähr die Größenordnung. Die anderen 95% CO2 sind in einem sogenannten CO2 Kreislauf
wo die CO2 Produzenten und Konsumenten in etwa in einem Gleichgewicht sind.
Dem von uns zusätzlich produzierten CO2 steht kein Konsument gegenüber so dass wir fast hauptsächlich
für den CO2 Anstieg in der Atmosphäre verantwortlich sind.

Diese CO2 Geschichte ist eigentlich relativ simple. In der Erde ist/war in Form von Gas/Kohle/Öl jede Menge CO2 gebunden.
Das ist alles über Millionen von Jahren aus Biomasse und letztendlich Sonnenenergie entstanden.
Wenn wir Gas/Kohle/Öl verbrennen, wird dieses CO2 wieder frei und klar die CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt.
CO2 selbst ist, in den bisherigen und den zukünftig zu erwarten Konzentrationen nicht für uns giftig.
Die Pflanzen benötigen CO2 sogar um daraus über die Photosynthese wieder Biomasse herzustellen.
Gleichzeitig verstärkt das zusätzliche CO2 den Treibhauseffekt positiv. Hierdurch steigt die Temperatur
auf der Erde, die Luft nimmt mehr Wasser auf, die Wasserkreisläufe werden intensiver, Eisflächen reduzieren sich,
das Pflanzenwachstum steigt, das Wetter wird intensiver. Das gesteigerte Pflanzenwachstum kompensiert dann
wieder CO2, die CO2 Konzentration sinkt wieder und der klimatische Regelprozess ist geschlossen.
Man könnte jetzt meinen: "dann ist ja alles gut".
Jain mit dem Temperaturanstieg kommt, ganz klar mehr "Leben in die Bude".
Das bedeutet mehr Leben in allen Bereichen und auch mehr Wetter.
Also mehr Wind/Stürme mehr Regen/Überschwemmungen mehr Tiere,Pflanzen,Insekten/Schädlinge und Unkräuter.
Wir benötigen vor allem Nutzpflanzen und wollen Ernteausfälle verhindern, das wird unter dann zukünftigen
neuen Bedingungen eine größere Herausforderung zudem müssen wir unseren Lebensraum zukünftig noch besser
gegen extrem Wetter schützen.

Zitat
Erhöhung Lebende Pflanzenmasse ...

Das geschieht, wie oben erläutert, sogar automatisch.
Was nicht automatisch geschieht, bzw. viel zu lange automatisch dauert,
ist das Einlagern der Biomasse in die Erde, so wie das die Natur bei der Entstehung von Kohle/Gas/Öl gemacht hat.
Das wären dann quasi, der Rückkehrprozess der Verbrennung von Kohle/Gas/Öl,
was sinnfrei wäre, auf den vorhandenen Nutzflächen, weil man die Biomasse direkt vergasen könnte
und aufhören könnte Kohle/Gas/Öl zu verbrennen.

Das Meer in als Nutzfläche zu verstehen ist schon ein interessanter Ansatz.
"Gegenwärtig wird im Ozean mehr als die Hälfte des jährlich durch den Menschen produzierten CO2's für sehr lange Zeit gespeichert."
url=http://www.futureocean.org/de/cluster/ueberblick/A3_CO2-aufnahme-des-meeres.php]Quelle[/url]
Natürlich ist das nicht unkritisch bzw. bedeutet wieder weitere Veränderungen die erforscht und beurteilt werden müssen.

So es nun mal, wir leben in ständiger Veränderung und müssen uns permanent anpassen. Alles was wir machen hat Wechselwirkungen.
Der Zeitgeist ändert sich und Techniken mit absehbaren kalkulierbaren Wechselwirkungen (Wind/PV ...) werden immer beliebter und das zu recht.

Grüße
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 08.06.2016 - 07:45 Uhr  ·  #44
Danke Erdorf für diesen "Grundlagenkurs". Das wird die Diskussion hoffentlich wieder auf eine realistische Basis stellen... Was die Erhöhung der Pflanzenmasse angeht, die findet nicht nur auf unserem Grundstück seit Jahren statt. Sie ist auch vom Weltraum aus zu sehen. Vor einiger Zeit bin ich auf einen Vergleich von Satellitenbildern der NASA gestoßen, der zeigt, wie in der Sahel-Zone die Vegetation die Sahara zurückdrängt.

Allerdings wird dieser segensreiche Effekt nahezu wieder zunichte gemacht, indem weltweit alljährlich viele Millionen Hektar Land in vegetationsfreie Asphalt- oder Betonflächen verwandelt oder mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden bebaut werden. Was im Übrigen die Hauptursache für die schnell wachsende Zahl von Überschwemmungen ist. Das Regenwasser des Supermarktparkplatzes und dessen Daches ist per Kanal zwei Minuten später ungebremst im "Vorfluter" (früher mal "Bach" genannt). Das Gleiche passiert natürlich in Städten, Dörfern und allen anderen "versiegelten" Bereichen. Und selbst die inzwischen nahezu toten Ackerböden haben einen hohen Prozentsatz an Speicherkapazität verloren. Der Regen geht dort als braun gefärbtes Oberflächenwasser sehr schnell den Bach runter...

Es bleibt viel zu tun...

Dieter
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 08.06.2016 - 09:59 Uhr  ·  #45
Das ist wirklich grauenhaft was da mittlerweile passiert und wenn man liest, dass die Kosten explodieren für etwas, was nicht mal in Betrieb gehen kann, dann ist es schon ganz bitter..
Allein die Tatsache was Dieter schreibt, dass die Kosten wenn er in Betrieb gehen würde, die Kosten einer Erneuerbaren Energie übersteigt, ist es für mich nicht nachvollziehbar warum da überhaupt noch Geld investiert wird...

Bleibt wieder der Gedanke, sich selbst mit Energie zu versorgen. PV und Wind ist dabei eine gelungene Kombi.
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 08.06.2016 - 20:49 Uhr  ·  #46
ist mir ein Raetzel warum PV und Wind nicht schon weiter sind , liegt wohl an Wahrnemungstoerung ...
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Re: Hans Werner Sinn,,hat er auch nicht ein bischen Recht ?

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Gepostet: 08.06.2016 - 22:19 Uhr  ·  #47
Zitat

ist mir ein Raetzel warum PV und Wind nicht schon weiter sind , liegt wohl an Wahrnemungstoerung ...


Warum bestimmte Dinge, die uns spätere Generationen als schwachsinnig um die Ohren hauen werden, immer noch weiter betrieben werden, ist ein kompliziertes Thema, das schon viele Bücher gefüllt hat und das auch noch in Zukunft tun wird.

Einer der Gründe liegt sicherlich darin, dass wir Menschen psychologisch im Prinzip ein gewisses Beharrungswünschen an den Tag legen. Das heißt, alles was eine Veränderung des persönlichen Umfeldes und Verhaltens erfordert, wird zurück gewiesen oder erst garnicht zur Kenntnis genommen. Es gibt hunderte von psychologischen Tests, die zeigen, dass man sich die Informationen aussucht, die zur eigenen Meinung passen. Selbstbestätigung eben...

Das Erkennen von komplexen Zusammenhängen mit anschließender Anpassung des eigenen Verhaltens ist eines des Wesensmerkmale von Intelligenz. Da dürfte es kollektiv sicherlich hapern, auch bei den politisch Verantwortlichen.

Und bei den Letzteren dürfte auch noch ein gerüttelt Maß an Eigennutz eine Rolle spielen, um das jetzt mal einigermaßen nett zu sagen. ;-)

Fazit: Wenn die Dinge logisch - wirtschaftlich wie ökologisch - betrieben würden, dann gäbe es sicherlich viele davon nicht.

Sonne, Wind, Wasser, Geothermik... können hundertfach den weltweiten Energiebedarf mit kontrollierbarer - und zurückholbarer - Technik erzeugen. Da muss man nicht mit Klima-Engeneering, Kernfusion, Atomreaktoren letzter Generation und anderen "bahnbrechenden" Technologien den Hexenmeister spielen...

Dieter
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