Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

Der Rotor selber ist "sein Bester Windmesser" .....! ;-)
 
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Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 04.08.2016 - 22:19 Uhr  ·  #1
Hallo Leute
Seit den ich in einem anderem Beitrag " Wind messen auf dem Dach - Wo am besten?" Mich über das Windmessen "allgemein" ausgelassen habe, frage ich mich warum versucht man eigentlich den Wind zu messen um dann auf die darin enthaltende Energie / Kraft zu schließen ( errechnen!) .....um dann wiederum bei dem Rotor auf die mögliche Belastung zu schließen ( über den Generator eine Belastungskurve einzustellen ) um den Rotor optimal Energie in Form von Strom zu "entnehmen" ( ohne ihn abzuwürgen).
Nun gibt man sich sehr große Mühe um "genaue" Werte (Windgeschwindigkeiten) zu erhalten mit sehr aufwendigen Messungen..... Mit dem Ergebnis das es die in der Natur /Draußen nicht genau genug sind ermitteln sind, um ein Rückschluß auf die Belastungskurve zu erhalten...
Letztendlich muß man doch immer noch den Rotor beobachten ob der nicht doch zu sehr abgebremst oder zu hoch dreht ! ;-)

ALSO warum nicht gleich "nur den Rotor beobachten" ( ist doch letzendlich egal wie der Wind weht !) der Rotor reagiert doch DIREKT darauf ( Er ist SELBST sein bester Windmesser !)
Man muß ich nur richtig "lesen" können.....
Meine Idee ist einfach die Drehzahl des Rotors zu nehmen ( Rahrradcomputer 2,95 € !) und zu ihn "Drehzahlabhängig" zu belasten.
Der Fahrradcomputer (Drehzahl) zeigt mir "indirekt " die Energie des Rotors an ( bei bestimmter Belastung ) .
Folgende Vorgehensweise schlage ich vor :
Ich gebe eine beliebige Belastungskurve am Wechselrichter ein und lasse den Rotor laufen... und mit Hilfe der tatsächlichen Drehzahl des Rotor kann ich erkenne wann und wo unter welcher Belastung der Rotor zu sehr abgebremst wird oder zu hoch dreht ....

Ich erhalte eine Tabelle, die Rotordrehzahl und belastungsabhängig ist .

Ich halte das für wesentlich einfacher und genauer und DIREKTER als über irgendwelche Windmesser. !

Man muß sich da ein wenig reinfuchsen und ausprobieren ,beobachten um den Rotor "richtig zu lesen" .. Aber DAS macht man ja auch in den anderen Verfahren über Windmesser genauso!
Ist also KEIN Unterschied! Nur mit Hilfe des Drehzahlmesser wird es sehr viel leichter und deutlicher zu erkennen sein! ...meine ich ;-)

Gruß Ralf
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 05.08.2016 - 08:00 Uhr  ·  #2
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 06.08.2016 - 13:06 Uhr  ·  #3
Hallo,

ich finde es schon sehr interessant auch den Wind als Wert zu haben. Auch um mal einen Vergleich zu den Herstellerangaben zu haben.

Bei mir steht die Anlage ca. 100 Meter hinter dem Haus, die kann ich so nicht sehen, und ich bin auch nicht immer zu Hause. So habe ich alles gespeichert und kann es mir später anschauen und die Belastung am Wechselrichter schrittweise anpassen und die Werte dann noch mal vergleichen.

Drehzahl wäre auch interessant aber ist nicht so einfach zu loggen. Könnte man sicherlich irgendwie über Hz Zahl ermitteln, nur wie?

Viele Grüße
Stefan
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 13.08.2016 - 10:25 Uhr  ·  #4
So nun habe ich alles beisammen um sowohl Wind als auch Leistung zu loggen...

Anbei die ersten Daten:

Viele Grüße
Stefan
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 13.08.2016 - 19:06 Uhr  ·  #5
Hi,

ich sehe das eher kritischer. Warum ? Ganz einfach !

Nehmen wir einen ganz normalen Binnenlandstandort. Der weist dann in etwas überall solche wechselnden Winde an, wie in deinem Graphen. So...jetzt kommt eine Böe. Die nimmt der Rotor auf (wobei die Böe da schon etwas anhalten sollte damit das passiert) und dreht schneller an. Wenn der Rotor und seine Masse dann auf höhere Drehzahl ist, ist die Böe weg und deine Kurve belastet ihn dann plötzlich mehr. Dann wird der Rotor wieder langsamer. Du läufst quasi immer hinter der optimalen Generatorleistung her. Wobei wir dann bei der Reaktionszeit wären. Die sollte den Wert dann auf jeden Fall im Millisekundenbereich verarbeiten. Das kostet dann schon etwas Rechenpower.

Mit der Geschichte des loggens sollte es wohl nicht allzu schlecht bestellt sein.
SmartPower! arbeitet ja auch mit der Generatordrehzahl die über die Hz-Zahl des Generators läuft. Da gibt es mit Sicherheit etwas auf dem Markt. Viele Einbaumultimeter müssten das können... .

Viele Grüße

André
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 13.08.2016 - 19:23 Uhr  ·  #6
Hallo,

verstehe nun nicht was Du damit sagen möchtest, wie und wann der Generator belastet wird, das steuert der Wechselrichter und da stelle ich bei einer Spannung X eine Belastung Y ein. Das hat doch eigentlich nichts mit dem loggen der Werte zu tun...

Oder was meinst Du?

Ja, mein Multimeter hat auch eine Hz Anzeige, aber wenn man das protokollieren möchte wird's schon komplizierter...

Viele Grüße
Stefan
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 13.08.2016 - 20:19 Uhr  ·  #7
Hi,

da hatte ich wohl doch etwas falsch verstanden.

Wenn du so ein Multimeterbaustein per PC abgreifen und Loggen willst, wäre vll. doch auch so etwas was für dich ?

Visualisierung mit FHEM

Ich hatte mal google schnell bemüht. Es gibt per Perl-Skript wohl Möglichkeiten, einen Baustein im Schrank auszulesen.
Musst du nochmal spezieller googeln.

Was genau hast du denn für eine Anlage und welche Steuerung ?

Viele Grüße

André
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 14.08.2016 - 07:51 Uhr  ·  #8
Moin André,

das dachte ich mir schon fast, denn wegen "Rechenpower" und "Reaktionszeit" kam mir das irgendwie so vor, als dachtest Du ich wolle die Anlage über einen PC Steuern...

Soll alles nur protokolliert werden.

Habe hier eine WTT3000 mit einem Ginlong und Windmaster als Wechselrichter.

Hier kannst Du dir die Erträge anschauen: Windstatistiken

Da die Anlage schon recht früh beginnt zu drehen und ich lt. Ginlong diesen am besten nicht unter 120 Volt belasten soll, habe ich noch einen Windmaster für den unteren Bereich angeschafft und schalte zwischen beiden Wechseltichtern mittels Spannungsmessrelais um. Bei 100 Volt zum Ginlong und bei 80 Volt zurück zum Windmaster. Klappt super...

Protokolliert wird über ein Bash Script, welches alle Komponenten zeitgleich abfragt. Die Log Datei wird alle 10 Minuten auf die Web-Seite kopiert.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 14.08.2016 - 20:05 Uhr  ·  #9
Moin und.Gratulation,

sag mal, wie hoch ist denn dabei die AC Wirkleistung im
Hausnetz?

Das ist ja das, was dabei im Haus ankommt?
Es ist schade, das man den Windmaster nicht mehr bei der EWE anmelden darf.
Bei den Messungen unserer WSD auf der technischen Hochschule waren bei. 2 Windmesswerten an einem Mast kaum gleiche Werte.
Aber Du hast ja einen sehr guten Standort, das kann man auch lehen.

Hut ab,

Schöne Arbeit...

Cerco
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 14.08.2016 - 20:19 Uhr  ·  #10
Die täglichen Gesamterträge kommen vom S0 Loggen aus dem Zählerschrank. Das ist also das was auch im Haus ankommt...

Die Solar Anlage ist angemeldet und bei meinen gut 1kW Grundlast und dem zusätzlichem Batteriespeicher wird die Windkraftanlage nie einspisen...

Viele Grüße
Stefan
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Wirkleistung in Echtzeit

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Gepostet: 14.08.2016 - 21:58 Uhr  ·  #11
Moin,

Zu den Werten hier mal ein Vergleich einer kleinen 1,8 M Anlage:
anbei die echten Wirkleistungen einer kleinen WSD 1000((nur 1,8 M) im bayerischen Schwachwind,
mitten in der Stadt, auf der technischen Hochschule, Amberg.
Man sieht, wie turbulent es dann an den meisten Standorten ist. Man sieht auch, das kleine
WKA durchaus einen Beitrag leisten können, dazu auch einge Monatserträge am Standort im Noden exemplarisch.

Also Leute, hoch den Mast, und sich trauen, es lohnt sich auf lange Sicht, ergänzt sich bestens mit Photavoltaik.

Cerco
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 14.08.2016 - 22:01 Uhr  ·  #12
.. man sieht auch, wie eine nur auf starken Wind hin abgestimmte Anlage ,(KWEA 2), nichts leisten kann..
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 15.08.2016 - 16:53 Uhr  ·  #13
Was ist denn KWEA II für eine Anlage? Und sind die Werte der Excel Tabelle im Sekunden Abstand?

Aber wenn ich das korrekt interpretiere liege ich da mit meiner Anlage gar nicht so schlecht...

Heute ist echt flaute, selbst dichter an der Küste drehen die Windräder sehr langsam bis gar nicht, war heute beim Kunden zwischen Leer und Papenburg...

Viele grüße
Stefan
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 15.08.2016 - 20:22 Uhr  ·  #14
Ja, heut war Wind mau...aber wir haben ja unsere Photavoltaik und Akkus.
Schöne Grüsse! Zum Vergleich der Sekunden Daten: Die Idee, das Windrad früh ans Netz zu bringen, ist richtig.
Jetzt nur noch den Verbtauch des Windmaster, des Ginlong,der Schutzeinrichtung, des Relais vor dem Vergleich mit den Daten des WSD 1000, (3x kleiner) bitte abziehen von Deinen Messwerten.

Hauptsache, wir stellen unter Beweis, das kleine WKA leistungsfàhig sind.....

Weiter gehts,

schönen Gruss

Cerco
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Re: Wind messen um den Rotor auf die "Last" abzustimmen ? Warum?

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Gepostet: 15.08.2016 - 21:25 Uhr  ·  #15
Sekundengenau kann ich das leider nicht ermitteln, denn mein S0 Logger speichert immer nur den aktuellen Zähler-Wert in 0,001 kWh Schritten. Aber der Zähler zeigt bei Wind-Stille nun -0,011 kW an, das wird vom Tagesertrag nun nicht abgezogen, denn der Zähler läuft nicht rückwärts. Aber der tägliche Ertrag den ich auf meiner Webseite einstelle ist dann die erzeugte Leistung abzüglich des Verbrauchs von Windmaster, Ginlong, Relais und Leitungsverlusten...

Viele Grüße
Stefan
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