Wind-Trichter

... oder wie mach ich aus wenig Wind mehr...
 
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Re: Wind-Trichter

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Gepostet: 04.09.2017 - 07:08 Uhr  ·  #21
"Aber zurück zum Windtrichter: Wäre möglich aber denke nur in seltenen Ausnahmefällen eine sinnvolle Sache."

Ja so denke ich auch. Bei "Windtrichtern" - ich schreibs mal in Anführungsstrichelchen - müsste man mit einigem Optimierungsaufwand rechnen.
Bei Dir scheint das durch natürliche Lage mit der Thujenhecke schon perfekt zu sein so dass - falls es Dich packt und Zeit vorhanden - alles für Dich offen steht.

Die Thujenhecke und Hauswand, in welchem Winkel stehen sie zueinander und welche Länge haben beide? Alternativ Öffnungsbreite am Windeintritt, Länge des Strömungsweges und Öffnungsbreite am Ende. Und an welcher Stelle - gefühlt - bläst der Wind am stärksten? Im Durchgang oder dahinter?

Das ist ja dann auch kein Trichter weil oben offen, eher als Leitfläche zu betrachten. Vermutlich sind Leitflächen effektiver als einfache zueinander invertierte Trichter die wohl auch nicht den Wirkungsgrad von Ummantelungen a la Mantelturbine erreichen.

Deine Inverter Split Anlage ist eine intelligente Lösung. 1200 kw Heizkosten verglichen mit im Schnitt 10 m3 Holzverbrauch und dem Staub im Haus bei Holzofen ist das schon eine überlegenswerte Sache. Allerdings ist Holzofen (bei mir mit Kaminfenster und dem Lagerfeuergeruch) auch ein Argument. Beides zusammen, Inverter Split und Kaminofen wäre dann natürlich der Hammer.

Gruß, Carl
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Re: Wind-Trichter

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Gepostet: 05.09.2017 - 17:45 Uhr  ·  #22
"Beides zusammen, Inverter Split und Kaminofen wäre dann natürlich der Hammer. "
Genau das habe ich auch ;-) Das eine macht in 2 Minuten Wärme per Fernbedienung und hält untertags alles auf 22-23 Grad.
Abends für Fernsehabend, am Wochenende oder bei Extrem Russen Kältewelle kommt der Kamin dazu je nachdem wie man Zeit hat und Wellness will.

Zum Trichtereffekt: In meinem Fall ist das eher die 6 Meter Hohe Hauswand die wie eine Ablenkleitfläche wirkt
Hauptwindrichtung zu 70% sind die beiden gelben Linien.

Thujenkanal links scheidet aus da das nur bei Süd West funktioniert.

Aber bei Nordwest Wind und Nordwind oder Nordostwind (Russenkälte) hab ich bei roten Kreis einen erhöhten Winddruck wo er an der Hauswand etlang pfeifft
In Frage käme für mich ein lautloser Ölfasssavonius 2 stufig (2 Fasshälften übereinander je 90 Grad versetzt)
Sowas in der Richtung halt, bloss auf 2,5-3 Meter Mast
https://youtu.be/hfT_qUOm-4g
Bräuchte aber noch ein geeignetes Getriebe...

Gruß Hans
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Re: Wind-Trichter

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Gepostet: 05.09.2017 - 18:45 Uhr  ·  #23
Hast Du denn Erfahrung mit Savonius-Rotoren? Ich frage das wegen dem Video, der 2 stufige dort ist nur unten an der Basis aufgelagert, gewöhnlich macht man auch oben ein Lager und setzt den Rotor zwischen 2 Pfosten mit Querbalken als Träger oben & unten.

Wegen der ausgeprägten Lastwechsel, das kann sich ganz schön aufschaukeln, gerade bei Ölfässern, die gewichtsmässig schon etwas empfindlicher bei sich aufbauenden Unwuchten sind.

Vielleicht hast Du ja schon einen Geni wg. dem Getriebe was noch fehlt? Sonst gäbe es gute langsamlaufende eisenlose Genis von ElWis in der Bucht, 500W und nicht extrem teuer. Die sind dann schon speziell für Savonius ohne Getriebe ausreichend und es gibt sie mit guten Edelstahllagern, Achse und Alu Gehäuse wetterfest.

Gruß, Carl
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Re: Wind-Trichter

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Gepostet: 06.09.2017 - 23:28 Uhr  ·  #24
Nein keine Erfahrung. Möchte ich aber wenn dann massiv für unkomplizierte 20 Jahre..
Habe gar nichts, auch keinen konkreten Plan ob ich das nächsten Frühling mache , in 2 Jahren oder nie. Ist so ne Idee.
Denke bei so einem Ding kommt man mit 200- max 300 Watt Generatorleistung locker aus.
Würde ein 2,5-3 Meter Eisenrohr mit Durchmesser 12-15 cm als Mast nehmen einbetoniert in massiven Betonblock.
Darinn ebenfalls ein verzinktes 5/4 Zoll Rohr oder so als Welle mit Lagern. Eins am Boden und eins wo das Rohr aus dem Mast rausguckt für ca 2 Meter wo die Ölfasshälften drann sind.
Bloss der Lagersitz innen ist ein Problem.
Daher wirds warscheinlich Eisenprofilrohr wo seitlich Stehlager mit Laschen drauf sind worinn die eigentliche Welle läuft.
Winkel Getriebe könnt ich dann in Bodennähe bequem anbauen wie auch Generator.

Das ganze soll kein Leistungswunder sein (geht gar nicht mit Savonius..) sondern ein lautloses unkomliziertes Designding das Nutzwert hat bis ins hohe Alter das in Hausnähe ist.
Meine FD 2,7 Meter habe ich nicht ohne Grund 60 Meter hinterm Haus auf freien Feld.
Ohne Getreibe wär bei dem Savonius natürlich besser wenn sich ein Generator findet, hab noch nichts passendes gefunden.
Der Logik nach müsste aber ein E- Fahrrad Motor gut passen und geeignet sein.
Hier einer: http://www.ebay.de/itm/20-Zoll…SwP6pZnH9m

Gruß Hans
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Re: Wind-Trichter

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Gepostet: 07.09.2017 - 07:03 Uhr  ·  #25
Klar lassen sich bei höheren Umlaufzahlen entstehende Unwuchtsgrößen und Lastwechsel-Auswirkungen auch durch eine stabile durch den Rotor nach oben geführte Achse mit darauf geführten Lagersitzen beherrschen!

Um die bei Starkwind bei gewichtiger Bauweise der Schaufeln möglicherweise auftretenden Unwuchten zu minimieren (selbst wenn gut ausgewuchtet durch Verformung der Halbschalen unter Stress möglich) gibt es auch Möglichkeiten, die Schaufelwände in Leichtbau herzustellen. Selbst die volle Abdeckelung der Schaufelwannen oben und unten ist für das Erreichen der Maximal möglichen Leistung nicht zwingend, für die Verhinderung von Flügelrandverlusten reicht auch eine S-förmige Verspantung an Stelle von kreisrunden Deckeln.

Wenn der Rotor ganz in der Nähe der Hauswand - als Leitfläche der Strömung - stehen sollte, dann wäre es möglich, eine Nutzung von Windikus Leitfläche mit ein zu beziehen. Windikus deckt mit seiner relativ winzigen Leitfläche welche einen kleinen Teil der gegen den Wind laufenden Schaufeln überlappt in einem passenden Stellwinkel so ab, dass die auftreffende Strömung hinüber zur mitlaufenden Rotorhälfte geleitet wird und dort für verstärkten Vortrieb sorgt, in einer Weise, dass auf der gegenläufigen Seite die Schaufeln durch die dort auftreffendeStrömung nicht mehr ausgebremst werden.

Die gegenläufige Rotorhälfte müsste in diesem Fall also ganz in der Nähe der Hauswand liegen und eine kleine von der Hauswand abgewinkelte Stellfläche müsste die Strömung zur mitlaufenden Rotorhälfte hinüberleiten, fast wie bei einem Wasserrad!

Dadurch - mit seiner nachgeführten Leitfläche - hat Windikus bis zu 20% mehr Leistung erzielt, gemessen daran, dass eine durch eine grössere Leitfläche wie Deiner Hauswand schon vorab verstärkte Strömungsintensität hinzukommen könnte, summiert sich das zu einer möglicherweise recht ordentlichen Leistung!

Zu dem verlinkten Fahrradnaben-Motor möchte ich Dir noch die Info geben, dass dieser ein Getriebe hat, wahrscheinlich ein Planetengetriebe mit relativ winzigem eingebauten Motor. Das macht man, um den Nabenmotor leichter zu machen, es kostet dadurch allerdings einige "Newtonmeter" mehr beim Andrehen von der Hand!

Wenn Du auf dieser Nabenmotor-Variate bestehen bleiben solltest, ich hatte in der Bucht einmal mehrere gekauft, das Stück 45 Euro, also die Hälfte des von Dir verlinkten Angebots. Nachdem ich meinen Irrtum - weil es sich eben nicht um getriebelose Motore handelt - einsehen musste, liegen sie noch bei mir (nutzlos) in der Verpackung auf Lager. Empfehlen kann ich sie allerdings nicht!

Es muß beim Savonius kein eisenloser Scheibengeni sein, das Drehmoment reicht in der Regel auch für einen guten permanent erregten Motor wie er in dem verlinkten Nabenmotor stecken dürfte. Allerdings setzt bei einem direkt betriebenen Permanentläufer in passender Größe ohne Getriebe der Anlauf bei Wind früher ein als mit Getriebe. Es ist damit eine Frage der zu erwartenden mittleren Windgeschwindigkeiten was für Dich zur Auswahl steht.

Gruß, Carl
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