Helikopter Regelung

 
 
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Helikopter Regelung

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Gepostet: 21.05.2019 - 15:18 Uhr  ·  #1
Hallo zusammen,

im Rahmen eine Projekt Arbeit muss ich eine KWEA planen und habe jetzt erfahren das die meisten Anlagen mit Helikopter-Regelung ausgestattet sind konnte jedoch keine Literatur oder Bilder zur Funktionsweise finden. (Google Suche und auch hier im Forum hat leider nichts gebracht). Wäre dankbar wenn ihr mir damit weiterhelfen könnt! Danke im Voraus!!

Geplant ist eine 5KW anlage mit Rotorradius von ungefähr 2,8m. Bin auch offen auf Vorschläge auf andere Sturmsicherungsmethoden.

MfG
MAN13
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Re: Helikopter Regelung

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Gepostet: 21.05.2019 - 15:21 Uhr  ·  #2
hallo,

so ganz genau hast Du wohl nicht geschaut ...
topic.php?t=3977

Grüße
seti_2
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Re: Helikopter Regelung

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Gepostet: 21.05.2019 - 21:45 Uhr  ·  #3
Hallo MAN 13,
seti2 hat Recht, es gibt eine Reihe Beispiele im Netz. Die Helikoptersicherung ist am einfachsten im Windkanal zu testen und zu justieren (Rohrlänge verändern oder Gewichte montieren), ist aber abhängig von der Last - also muss die Belastungskurve im Netzinverter dazu angepasst werden
Auf dem Testgelände meines Partners in Friesland haben die Windräder mit Helikoptersicherung bei Stürmen keine Probleme gehabt, denn die Mechanik ist einfach und robust, daher sicher. Die anderen Sicherungen erwiesen sich teils als störanfällig und führten in einigen Fällen beim ersten Sturm schon zum Totalverlust des Windrads.
Hier als Beispiel eine Inclin 1500 im Sturm "Lothar".

Grüße von Günther
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Re: Helikopter Regelung

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Gepostet: 03.06.2019 - 12:30 Uhr  ·  #4
Dann ist bei Helikopter-Anlagen die Chance groß, dass das Kippgelenk nach einem Eisregen nicht fest friert, da geschützt.
Ein großer Nachteil der Heli-Anlagen zeigt sich aber bei Generator-Kurzschluss, händisch bei Sturm ausgelöst oder vom Einspeise-WR. Es dreht nämlich den Generator entgegen der Drehrichtung des Rotors. Das kann auch die Windfahne nicht verhindern, zumal bei solchen Bauweisen wie bei der Inclin der wirksame Hebelarm arg verkürzt ist. (Bei Antaris, baugleich mit Heyde, da ursprünglich von ihm entwickelt, besser gelöst).
Spätestens ab Drehwinkel 180° greift dann der Wind, der Sturm, "unter den Rock". Hebt ihn schlagartig an, bis die Bewegung in Normalstellung ein jähes Ende findet.
Die WR von SOLARINVERTsetzen bei Netzausfall oder Überspannung standardmäßig auf Kurzschluss. Und da Ginglong nicht mehr liefert, was gibt es da momentan sonst noch?

Neuere Klein-Anlagen verwenden zunehmend die Eklipsen-Regelung, also das seitliche Aus-dem-Wind-Drehen, auch side-furling-System genannt. Dabei ist der Generator (inzwischen) exzentrisch zur allgemeinen Schwenkachse angeordnet, also seitlich versetzt. Dem Bestreben, die WEA dabei ständig seitlich aus dem Wind zu drehen, wird im einfachsten Fall begegnet, indem die Achse vom Windfahnen-Lager um 15 bis 20° nach hinten geneigt ist. Dadurch wird die Windfahne bei Schrägstellung gehoben, und entwickelt ein Gegenmoment. Das Gewicht der Fahne spielt also eine Rolle und kann neben der Lager-Neigung zur Abstimmung verwendet werden .
Funktioniert nicht mal schlecht, wie ich mich bei einer Piggott-Anlage überzeugen konnte. Auch dieses System ist wenig gefährdet, bei Frost zu blockieren.

Damit die Windfahne nicht ständig leicht pendelt, bevor sie die Anlage dem Wind nachschwenkt, hat man Mechanismen mit Anschlag und Feder-Rückstellung entwickelt. Allerdings, eine Zugfeder, die von Eisregen richtig schön verklebt ist und anschließend auch noch friert, entwickelt eine Losbrechkraft, welche wesentlich höher als die Federkraft ist!
Um kleiner zu bauen, sind Gasfedern eine Alternative. Idealerweise Gaszugfedern, da bei denen die Kolbenstange ganz eingetaucht ist, = kein Rauhreifansatz möglich. Aber, wesentlich teurer als Gasdruckfedern, vgl. ACE. Bezahlbar aber bei german.alibaba. Zoll+Porto - keine Ahnung.
Wenn auch Gasfedern augenscheinlich elegant sind, so bleibt doch ein systemtechnischer Nachteil: Der Gasdruck ändert sich alle 10°C um 3,7%. Gerade bei höheren Temperaturen würde das System zu spät auslösen.

Im Windkanal Eklipsen-Systeme eher noch besser überprüfbar als Heli-Anlagen, weil: Messdüsen sind, wenn nicht rund oder quadratisch, mehr breit als hoch. Gasfedern lassen sich durch vorsichtiges Gas-Ablassen (kann jeder) übrigens feintrimmen, aber nur im Druck nach unten.

@ MAN13_18: Habe Dir zu beiden Systemen Berechnungsansätze per PN zukommen lassen. Bitte Benachrichtigungs-Funktion bei neuen PN's aktivieren.

Grüße vom Che
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