Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

Peltier / Seebeck Elementanwendung
 
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 30.12.2013 - 10:02 Uhr  ·  #61
Ich möchte einwerfen dass der geringe Wirkungsgrad keinen Verlust bedeutet denn 97 % werden dann wieder als Wärme abgegeben was eigentlich ja der Sinn eines Ofens ist.
Es geht also nichts verloren, sondern ein geringer anteil der Heizwärme wird in weit eine höherwertige Energie umgewandelt und der rest wärmt wie eigentlich vorgesehen.
Eine 100% prozentiger Stromerzeugniss lt Datenblattangabe scheint mir abwegig denn lieber 60-70% für 20 Jahre als 100% für einige Wochen und dannach sind die Elemente hinüber durch eine kurze Temperaturüberschreitung.
Gruß Hans
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 30.12.2013 - 12:45 Uhr  ·  #62
ja, sehe ich genau so. Ich möchte halt weder zu viel Aufwand treiben, noch die Elemente riskieren. Neben den Industriepeltieren erwäge ich derzeit Versuche mit Metalldraht, also die Reihenschaltung von klassischen Thermoelementen. Dabei ist das Problem folgendes: Ich nehme 2 Metalldrähte, etwa aus Konstantan und NiChrome, und verschweiße sie alternierend. Dann müssen sich die Schweißstellen abwechselnd im heißen und im kalten Bereich befinden. Je länger die einzelnen Abschnitte werden, desto höher wird der Genertorwiderstand, also umso geringer ist die Strombgabe. Die handelsüblichen Drähte haben alle so um die 10R/m bei Materialien mit hohen Thermospannungen. :'( Nehme ich billigere Werkstoffe wie Eisen und Kupfer, dann sinkt die Spannungsdifferenz stark und die Anzahl der erforderlichen Elemente steigt dadurch stark an. :'(

Außerdem denke ich, dass es bei der Nutzung, sprich bei Stromabnahme, im Gegensatz zur üblichen leistungslosen Spannungsmessung, Verbrauchserscheinungen in den Schweißstellen auftreten werden. Oder nicht?
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 31.12.2013 - 22:03 Uhr  ·  #63
Der Aufwand, aus Draht einen Thermogenerator zu bauen, der zu mehr als reinen Demonstrationszwecken dient, erscheint mir reichlich groß zu sein. Ich habe auch schon mal auf diese Weise ein Thermopaar hergestellt und die Spannung gemessen. Ja, es funktioniert prächtig. Im Kleinen sogar erstaunlich einfach, aber wie viele Thermopaare brauchst du, um wirklich nennenswerte Leistung aus dem Generator herauszubekommen? Wie gut klappt die (gleichmäßige!) Wärmeübertragung zu den verbundenen Drahtenden und wie verbaust du das alles, daß es stabil, zuverlässig kontaktiert und zuverlässig mit Wärme versorgt bzw. die Wärme zuverlässig abtransportiert wird? Ich hab es damals beim Experiment belassen, bin aber gespannt auf deine Lösung.
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 02.01.2014 - 02:03 Uhr  ·  #64
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 02.01.2014 - 15:20 Uhr  ·  #65
ja, ich weiß, da ist nicht viel Spannung zu holen. Macht aber nix. Ich habe schon einmal die interessantesten Materialien bestellt. An ca. 100 Elemente denke ich schon. Und an kurze Distanz zwischen Heiß und kalt. Das dürfte nur die Frage der verwendeten Materialien und Konstruktion sein. Etwas professioneller, als dieser amerikanische Schüler bin ich schon ausgerüstet, mit Elektroniklabor und Werkstatt. Und WIG-Schweißen kann ich auch. O-)
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 25.01.2014 - 08:56 Uhr  ·  #66
So, Versuche und Berechnungen haben ergeben, dass sich diese Technik für meinen Zweck nicht eignet, denn der Aufwand steht in keinem guten Verhältnis zum Nutzen. Bleibt noch die Peltiergeschichte, die noch aufzubauen ist, so bald ich Zeit dafür finde. Die preiswerteste Alternative dürfte die Erweiterung der Solarfläche sein, denn von dort kommt wenigstens etwas an.
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 25.01.2014 - 09:16 Uhr  ·  #67
dennoch Respekt vor dem Versuch, hinterher ist man ja bekanntlich schlauer.
Leute die bereit sind über den Tellerrand hinaus zu schauen und die ausgetretenen Pfade verlassen sind heutzutage seltener geworden scheint mir.
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Re: Stromerzeugung mit Ofen -Thermogenerator

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Gepostet: 26.01.2014 - 00:12 Uhr  ·  #68
War mir eigentlich klar das man zuhause nicht günstiger fabriziert wie emsige Chinesen um 2,5 € pro Tag an automatischen Maschinen die heiß laufen.
Dein Eintrag hat mir aber vor Augen geführt welch einfacher physikalisches Prinzip dahintersteckt und das war auch sehr gut ;-)
Peltierelemente sind aber eher 2.Klassig geeignet, eher Seebeck / Thermogeneratoren suchen die sind dafür optimiert.
Gruß Hans
 
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Seebeck 250 W

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Gepostet: 12.07.2019 - 10:02 Uhr  ·  #69
Ich bin neu hier.
Nun ja, dieser Thread ist schon über 5 Jahre eingeschlafen.
Habe vor ca. 30 Jahren mal ein Savonius Windanlage (1 auseinander gesägtes Ölfass) ;) selber gebaut.
Und Jahre später wieder wegen Windmangel demontiert ( Schwarzwaldtal). Also i. M. kein Bezug zu Windanlagen.
Die Seebeck "Geschichte " hat mich hierher getrieben.
War vor ein paar Tagen auf diese Seite gestoßen.
Mit Seebeck 250W nachrüst- bzw. aufrüstbar

Und angefixt, weil genau dieser wassergeführte Ofen (Walltherm), habe ich schon 7 Jahren mit vollster Zufriedenheit in Betrieb.
Das Ganze ist unwirtschaftlich teuer - ca. 6000 € -.
Natürlich kein Massenprodukt.
War übrigens meine PV-Anlage von 1985 mit 800 Wp ( jetzt 3 kWp) auch nicht :D
Ich werde mir das Ganze gründlich überlegen.
Vielen Dank an die Thread Beiträge hier.
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