Nabendynamo

 
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Nabendynamo

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Gepostet: 29.06.2007 - 06:12 Uhr  ·  #1
Ich möchte meine Kinder an das Thema Windenergie heranführen mit einem kleinen Windrad im Garten. Spricht etwas dagegen einen Fahrrad-Nabendynamo zu verwenden?

Meine Kinder sind begeistert über ihre neue Fahrrad-Beleuchtung, die automatisch (bei Dämmerung) schon bei geringer Geschwindigkeit hell leuchtet und sogar minutenlang weiterbrennt, obwohl man nicht mehr fährt.

Wie würde ein Windexperte an dieses Thema herangehen?

Vielen Dank im voraus!
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 29.06.2007 - 12:13 Uhr  ·  #2
Moin und herzliche Grüße !
Das habe ich ganz am Anfang auch gemacht.
Klappt gut mit zb mit modernen Nabendynamos ohne starkes
Rastmoment.(Mal die Achse festhalten und Dynamo drehen - vorsicht
Anschlüsse)Wenn es nicht zu stark rubbelt :leichter Anlauf möglich.
Habe mit altem Dynamo mit starkem Rastmoment angefangen :
Schwerer Anlauf , starke Vibration (Wechselstromgenerator..)Gibt bei
einfacher Drehlagerung in Wasserrohr unter Umständen unangenehme
röhrende Geräusche - das war eine Pleite...Aber : Rohre mit etwas Spiel
vom Durchmesser nehmen, dickes Isoband zum Abdämpfen mit weiterhin etwas Spiel - Das Klappt. Blätter zb. vom Schrott oder Kühlanlagenhändler
: gut erhaltene Metallventilatoren , 3-5 Blättrig mit der gewölbten Seite
nach vorn in den Wind.(Die Blattmitte liegt von vorn gesehen tiefer.) Blätter durch gutes (!) aufleimen von Witterungs-
geschütztem Flugzeugsperrholz (Baumarkt)bis auf ca. 1 m max. (!)vergrößern.Vorher aber Ventilator mit passenden Gewindestangenstücken so oft wie möglich
am Dynamo (durch die Speichenlöcher) befestigen.Muttern sichern!!Recht
genau über Dynamo mit gleicher Länge der Gewindestangen.Gleiche Blattlänge sicherstellen , evtl Verklebung noch mit einigen M5 Schrauben mit Beilagscheiben sichern.Kabel durch Mastrohr nach unten.Gleichrichter
aus 4 Schottky Dioden bauen (MBR 16 45 mal 4)(Buch zb."Einfälle statt abfälle"Chr.K.)Ausreichend lange ,ca.75 cm,s mit lustigem Motiv zB. -stabil befestigte Windfahne.Windrad drehen ,Plus und Minus nachmessen(besser) dann an Akku 6 Volt anklemmen.Lädt auch bei mäßigem Wind mit ca 0.1 - 0.5 A.Für stärkeren Wind an 12 Volt..gibt dann 6 Watt.Besser ist eine Sturmsicherung zb .wie in o.G. Buch beschrieben noch dazu.Sonst Mast bei Sturm umlegen !An etwas größerem Akku ab 24 AH keine
Laderegelung erforderlich.Wenn auch mal Strom zb .in die 12 Volt Energiesparlampe fließt.Gegen Tiefentladen durch Tiefentladeschutz aus Autozubehör sichern(einen nehmen der bei Abschaltung keinen Strom(bzw.nur ein paar mAh) aus der Batterie zieht.Klackt beim Anschluss an die volle 12 Volt Batterie -wenn Lichtschalter oder Radio an.Und an ein windiges Plätzchen nicht hinter Büsche , Bäume.viel Spass !
*!*!*!*!*
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 29.06.2007 - 14:07 Uhr  ·  #3
Hallo zusammen,

was ist denn davon zu halten, wenn man ganz einfach nur ein kpl. Rad
d.h. Nabe mit Dynamo, Speichen und Felge ohne Schlauch und Mantel
benutzen würde? Hier hat man doch schon die halbe Miete im Sack.

Die Lagerung wäre bereits witterungsgeschützt, die Achse müßte auf einer
Seite stabil verlängert werden, zwecks ordentlicher Befestigung am
Mastaufbau.

Die Flügel werden einfach auf den äußeren Felgenrand geschraubt, oder
wenn ausreichend (oder zusätzlich) wird Folie wie bei einem richtigen
schräggestellten Flügel über jeweils zwei Speichen gespannt. Die
Speichen sind doch immer leicht versetzt in der Felge. (Peter Lustig,
Loewenzahn hats vorgemacht).

Ein Argument das man bedenken sollte und das den Nabendynamo in
meinen Augen als bedingt empfehlenswert erscheinen läßt, ist folgendes:

Ein Fahrraddynamo ist in der heutigen Zeit nach ganz bestimmten
Vorgaben gebaut. Normalerweise würde der Dynamo mit zunehmender
Geschwindigkeit immer höhere Spannung erzeugen und bei Erreichen
einer Überspannung würden die Fahrradbirnen durchbrennen und dies soll
ja nicht sein.
Bei den mir bekannten Dynamos ist das mit Hilfe von gezielt gewollten
Eisenverlusten (Wirbelstromverluste durch bestimmte Bauart)) erreicht
worden, d.h., je höher die Drehzahl, je höher die Eisenverluste und die
lassen die Spannung ab einem bestimmten Level nicht weiter ansteigen.
(Mag sein, daß es neuere Techniken gibt, die mir da nicht bekannt sind)

Mit einem Dynamo vorgenannter Bauart lassen sich also genau wie beim
Fahrrad zwei oder vielleicht drei Birnchen ansteuern, meiner Meinung
nach wird die erzeugte Leistung aber nicht ausreichen um z.B. eine 6V
Batterie oder gar eine 12V Autobatterie bei Normalwind zu laden. Aber ein
paar kleinere Accus (z.B.1,5V) aufzuladen ist sicher möglich.

Da aber cerco anscheinend damit sehr gute Ergebnisse erzielt hat, gilt
natürlich wie immer "Probieren geht über studieren"

Gruß
aus dem Westerwald
Günter
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 29.06.2007 - 14:20 Uhr  ·  #4
Moin Moin
Ich habe dazu sogar eine komplette Bauzeichnung mit Schnittmuster etcpp.. Ein Bild seht Ihr http://www.kleinwindanlagen.de/html/selbstbau.html gleich als erstes oben links. Wir haben in einem Workshop mit Kindern und Jugendlichen gleich mehrere davon Gebaut und die haben echt prima gelaufen. Mit Nabendynamos geht es sicherlich erheblich besser als mit den alten Felgendynamos die wir damals verwendet haben.

Es ist allerdings ein Kinderrad gewesen, aber es läßt sich sicherlich auch einfach umkonstruieren.
Bitte schicke mir Deine Adresse per Mail und ich schicke Dir den Plan zur Ansicht.

Gruß Uwe
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 26.10.2007 - 05:39 Uhr  ·  #5
Günter schrieb:

Ein Argument das man bedenken sollte und das den Nabendynamo in
meinen Augen als bedingt empfehlenswert erscheinen läßt, ist folgendes:

Ein Fahrraddynamo ist in der heutigen Zeit nach ganz bestimmten
Vorgaben gebaut. Normalerweise würde der Dynamo mit zunehmender
Geschwindigkeit immer höhere Spannung erzeugen und bei Erreichen
einer Überspannung würden die Fahrradbirnen durchbrennen und dies soll
ja nicht sein.
Bei den mir bekannten Dynamos ist das mit Hilfe von gezielt gewollten
Eisenverlusten (Wirbelstromverluste durch bestimmte Bauart)) erreicht
worden, d.h., je höher die Drehzahl, je höher die Eisenverluste und die
lassen die Spannung ab einem bestimmten Level nicht weiter ansteigen.
(Mag sein, daß es neuere Techniken gibt, die mir da nicht bekannt sind).


Hat jemand eine Idee, wie man mehr Leitung herausholen könnte?

Gruß
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 15.05.2008 - 17:33 Uhr  ·  #6
Ich hab mir jetzt mal einen Noname Nabendynamo vom Online-Auktionshaus meiner Wahl organisiert. Mann, hat der ein mieses Cogging, also starkes Rastmoment. Ich hab keine Ahnung, ob das bei Markenmodellen evtl anders ist. Mal sehn, was ich mit dem anstellen, kann. Vielleicht bau ich dafür einfach nen Langsamläufer und pack nen Spannungswandler dran um auf 12V zu kommen.
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 01.07.2008 - 22:43 Uhr  ·  #7
Und...was ist daraus geworden..?
Hat es in Verbindung mit dem Spannungswandler was gebracht oder hast du das Projekt fallen lassen...?
Wäre schön wenn du nochmal was dazu schreibst.
Gruß
Max
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 02.07.2008 - 07:27 Uhr  ·  #8
Das Projekt ruht noch. Das Rastmoment ist doch ganzschön extrem. grundsätzlich hab ich aber vor, da mal ein paar Rohrflügel dranzubauen. Ich komm halt momentan nur nicht dazu. Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, wie ich den Rotor einigermaßen zentriert an den Dynamo bekomme.
Es muss nämlich die Trommel und nicht die Achse gedreht werden, da die Spannungs-Anschlüsse entsprechend fixiert sind. So bleibt nur ein kleiner Stummel, um den Generator am Rest des Windrades zu fixieren.
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 02.07.2008 - 08:08 Uhr  ·  #9
Hi XXLRay,

vielleicht kannst Du ein paar konkrete Messungen (Leistung / Anlaufdrehmoment usw.) vornehmen und in
http://www.kleinwindanlagen.de…php?t=1401
veröffentlichen. Würde mich (und sicher viele andere auch) brennend interessieren.

Grüße
Jürgen
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 02.07.2008 - 08:41 Uhr  ·  #10
Ja, würde ich gerne machen, ich weiß nur noch nicht wie. Die Kontakte zur Stromabnahme liegen halt auf der Welle. Ich kann alsi nicht einfach die Welle mit nem Akkuschauber antreiben, weil dann mein Multimeter im Kreis rast. Da muss ich mir zunächst mal eine Konstruktion überlegen, wie ich die Trommel auf Drehzahl bringe.
Evtl kann ich die über nen Riemen antreiben, aber so ganz weiß ich noch nicht wie ich das umsetze.
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 02.07.2008 - 12:16 Uhr  ·  #11
Wenn du nur einen kleinen Stummel hast, kannst du es ja mal mit Kleber versuchen. Der Repeller wird ohnehin nur um die 80 cm werden wie ich annehme und es gibt da so einige Kleister die so bombenfest werden dass man es kaum für möglich hält...
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Re: Nabendynamo

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Gepostet: 02.07.2008 - 12:26 Uhr  ·  #12
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