Magnete einkleben beim Radnabengenerator

Welchen Kleber?
 
Carl
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Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 11.05.2026 - 07:57 Uhr  ·  #1
Hallo Freunde, ich habe ein Problem, mein Radnabenmotor wurde anscheinend vom Vorbesitzer mit seiner Anwendung in einem Fahrzeug auf holperigen Stecken eingesetzt, es gab bei der Funktionsprobe das Rätsel, warum dreht der Motor nicht rund.

Nachdem ich mit einem Messprüfer sämtliche Werte geprüft hatte, auch die der Hallsensoren konnte ich vorab mit einiger Sicherheit ausschliessen dass elektrisch etwas mit den Wicklungen oder der Platine mit den Hallsensoren im Argen ist.

Ich nahm an dass der Fehler mechanisch ist zumal es bei jeder Umdrehung ein eher metallisches Geräusch gab. Also aufmachen als letztes Mittel zur Fehlersuche.

Und ja, beim Abziehen des Magnetläufers - das Teil war sehr widerspenstig - sah man schon dass einige Magnete des 2 kw Läufers beweglich waren, man kann sie hin und herschieben, sie sind also lose.

Was tun? Alles saubermachen, klar, abschleifen und fettfrei machen, schon klar. Auch auf die Verpolung achten, am besten die vielen Magnete auf der Oberseite farblich so markieren dass sie nach Abnahme, Säuberung und Rauschliff auf der Klebseite wieder in der richtigen Reihenfolge in den Ring geklebt werden.

Die entscheidende Frage nun - welches ist der beste Kleber für das Vorhaben?

Bei Youtube habe ich schon ein Tutorial konsumiert, dort machte es jemand mit 2 Komponenten Kleber JB Weld. Den nutze ich auch oft. es ist ein Starkes hitzebeständiges Zeug, nur - ich habe bisher noch keine Erfahrung mit Mqgnete einkleben.

Es dauert ein bisschen bis man bei den vielen Magneten des 2 kw Nabenläufers alle ordentlich angeordnet hineinbekommt, meine Sorge ist deshalb die Härtungszeit des Klebers der ja relativ schnell eindicken kann.

Was nehmt Ihr für Kleber und was sind Eure Erfahrungen?
Che
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 11.05.2026 - 10:59 Uhr  ·  #2
Die kleinen Tuben 2K Epoxidharz aus dem Baumarkt, aber nicht 5 Minuten Epoxy, sondern in der Version Endfest.
Hat längere Verarbeitungszeit.

Wenn sich die Magnete noch an ihren Sitzen befinden wäre auch Sekundenkleber denkbar. Aber nicht als Gel sondern flüssig.
Zieht durch Kapillarwirkung rein in die Klebespalte.

Aber auch mal die Lager kontrollieren! Haben die zu viel Spiel, so dass die Magnete bereits die Spulenköpfe berühren, dann nützt auch keine Neuverklebung der Magnete.
Carl
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 11.05.2026 - 13:31 Uhr  ·  #3
Danke für den Tip, also 2 k Epoxy Endfest.

Lager sind voll ok, das war schon vor dem Abziehen des Magnetläufers zu erkennen, also lohnt sich hoffentlich die Mühe.

Beim Zusammensetzen wird wieder sehr hohe Anziehungskraft wirksam, der Magnetläufer muss dann wie eine Glocke auf die Scheibe mir der Achse gefügt werden, die geschlossene Scheibe auf der anderen Seite mit dem Gegenlager ist dann schon fest auf dem Läufer verschraubt.

Das Zusammensetzen kann ganz schön Wumm machen, gibt es da Tipps um Schäden zu vermeiden - abgesehen von gequetschten Fingern? Mit Abzieher geht da nichts, wegen der geschlossenen Scheibe über dem Aussenlager welches in die Motorachse geführt werden muss ist ein normaler Abzieher dafür nicht zu gebrauchen.

Loctite reinträufeln ginge wohl auch, die Magnete sitzen alle noch (wenngleich verschiebbar lose) im Ring. Nur eben dass es vielleicht besser wäre, den evtl. vorhandenen Dreck zu säubern und alles fettfrei machen. Da sind wahrscheinlich auch Reste von unter den losen Magneten.

JB Weld hat auch Kleber mit Hitzeresistenz bis 300° wenn ich nicht irre. Mal schaun, was am Ende am verlockensten ist:
https://www.google.com/aclk?sa…N4C&adurl=

Dieser Kleber (normaler JB Weld nicht der Hitzebeständige) hätte 4 -6 std Verarbeitungszeit was wohl auch ginge und noch mehr Festigkeit verspicht. Hat jemand Erfahrung damit? Die Schicht muss sehr dünn bleiben, der Spalt zu den Spulen ist nur knapp mit ca 1 mm weshalb mir dazu Erfahrungen weiterhelfen würden.

Wieviel Verarbeitungszeit beim Hitzebeständigen weiß ich nicht.

Der andere Kleber vom Baumarkt, das wäre dann wohl der hier, 90 minuten Verarbeitungszeit 2 k Endfest von UHU?

https://www.idealo.de/relocato…type=offer

Ok, der hitzebeständige bis 300° von JB Weld, das habe ich inzwischen recherchiert: 25 Minuten Verarbeitungszeit, etwas knapp. Frage außer dem Risiko der Verarbeitungszeit - wie dünnflüssig und damit als dünnstmögliche Schicht verklebar wäre der?

Hat jemand Erfahrungen dazu? Wegen der Wärmeentwicklung in Generatoren kann das ein Aspekt für die Dauerhaftfähigkeit sein, zumal bei nur einfach aufgeklebten Magneten.

Ich will da nichts überstürzen...
FamZim
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 12.05.2026 - 09:35 Uhr  ·  #4
Hallo

Ich klebe immer mit Endfest von UHU , den kann man auch nach einer Stunde noch verschieben und korigieren.
Zwischen die Magnete wenn möglich oder nötig Distansstückchen aus GFK oder CU Draht.
Ob das past kann man vorher trocken ausprobieren.

Gruß Aloys.
Che
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 12.05.2026 - 10:04 Uhr  ·  #5
Zitat
Loctite reinträufeln ginge wohl auch
Nur wenn Loctide auch Sekundenkleber hat. Schraubensicherung aber ist kein Kleber! Außerdem schon zu dickflüssig. Zieht nicht in die Verbindungsstellen ein.
Carl
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 12.05.2026 - 11:37 Uhr  ·  #6
Danke. :-)

Das Rätselraten geht weiter, die nächste Überraschung kam als ich die relativ leicht verschiebbaren rechteckigen Magnetscheibchen vom Eisenring abziehen wollte, darunter kommt blankes Metall zum Vorschein, keine Spuren von Kleber, auch nicht an den Kontaktstellen der ( insgesamt 46) Magnete zueinander im Magnetring.

Denn zumindest dort müssten sich beim Einkleben z.B. mit flüssigem Cyano Instant-kleber als dünnflüssigste Variante die durch Osmose beim Tröpfeln tief eindringt scharfkantige Reste finden lassen, der Ring ist innen so gut wie völlig glatt ohne Erhebungen, ohne Spuren von Kleber die man abschaben könnte.

Einzige Verunreinigungen die zu entdecken waren sind ein paar rostig braune krümelige Anhaftungen leicht schmieriger Konsistenz die auch magnetisch an den Magneten kleben, teils auch hartkrümelig wenngleich ohne größere Brocken.

Jedenfalls voluminös genug um im engen Spalt zwischen Magneten und Eisenkern der Spulen für Störungen zu sorgen.

Frage - sind die eng aneinander umliegenden Magnete funktionell so wie ein einziger Ringmagnet wirksam? Die Nord-Süd Polung der etwa 2-3 mm starken Magnetrechtecke verläuft auf den flachen Ebenen der ober und Unterseite und nicht an den Rändern.

Vielleicht genügt es alles penibel zu reinigen und ohne Kleber wieder einzusetzen so wie es vorher war? Jedenfalls bliebe so die Möglichkeit offen auch spätere Reparaturen oder Korrekturen noch zu verwirklichen. Einmal festgeklebt geht da ja nichts mehr ohne Totalschaden der Magnete.

Das sich die Magnete aus einer ursprünglichen Verklebung gelockert haben könnten ist kaum denkbar weil dann Kleberreste zu finden sein müssten. Und dass der Motor so auch funktioniert hat bis das unrunde Geräusch auftrat kann ich bezeugen. Es ist der Radnabenmotor eines "Freeduck" Kabinenrollers von Ducati.

Ich reinige und entfette jetzt erstmal den Eisenring und dann auch die einzelnen Magnete von noch anhaftenden kleinen Krümeln. Die 46 Magnete liegen jetzt erstmal dicht aneinander wie ein langes breites Band auf einer antimagnethaftigen Unterlage und warten auf alles Weitere...
Erdorf
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: 12.05.2026 - 20:13 Uhr  ·  #7
Wenn die losen Magnete die Ursache für die Probleme mit dem Motor waren,
würde ich verkleben, sonst kann das Problem ja wieder kommen.
Carl
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: Gestern um 07:31 Uhr  ·  #8
Genau lässt sich nicht feststellen ob die nur durch Magnetismus im Ring festsitzenden Magnete die Ursache des sich bei jeder Umdrehung erst bei mittlerer Rotationsgeschwindigkeit sehr deutlich in nur einem sehr kurzen Abschnitt der Drehbahn hör- und mechanisch als Abbremsung spürbaren Unregelmässigkeit waren.

Tatsächlich habe ich beim Säubern des Eisenringes keine Kleberspuren entdeckt, inzwischen jedoch auch die einzelnen Magnete vorsichtig gereinigt, es waren relativ viele magnetisch haftende Dreckspuren dran, tiefschwarz, teils auch zwischen den Fingern zerieben als körnig empfunden.

Zwar keine grösseren Stücke, eher so als wie zwischen Stator und Rotor im Spalt dazwischen zerrieben.

Zwei der dünnen Magnete hatten am Aussenrand kleine Ausbrüche die vielleicht erklären könnten was da stattgefunden hat.

Ich ringe noch mit mir um das weitere Vorgehen, wäge noch ab, ob vielleicht so wie nach Deinem Vorschlag Kleber eingesetzt wird, dann jedoch ganz sicher der Sekundenkleber den Che schon vorgeschlagen hat.

Einmal festgeklebt lässt sich nichts mehr ändern, es käme deshalb ein einzelnes Verkleben und Einsetzen der Magnete nicht in Frage.

Allerdings können die 46 Magnete schon vor dem Verkleben im Ring positioniert werden, sie haften dort ja und es lässt sich die exakte Position und die Abstande zum Rand des Eisenringes sehr genau vorab fixieren, nur durch die magnetische (sehr starke) Haftung.

Ich nehme an dass Che mit dem Sekundenkleber schon gearbeitet hat so dass zu hoffen ist dass er nach Aufträufeln am Rand in die Ritzen unter den Magneten kriecht und so alles bombenfest verklebt.

Die Lager hatten bei der Prüfung kein Spiel, ich werde das noch einmal checken, nach den bisherigen Beobachtungen scheint die Ursache eine Ansammlung der Reste von ausgebrochenem Neodym im Spalt zu sein.

Man sieht auch lokal Spuren auf den Magneten und den Statorflächen, Schleifspuren.
FamZim
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: Gestern um 10:42 Uhr  ·  #9
Hallo

Ich denke nicht das die Magnene "nicht" verklebt waren, sondern eher das sie durch Überhitzung und Schwingungen gelöst wurden.
Rate daher lieber zu einem etwas elastischen Kleber und nicht nach Seku, der glashart wird.
Das Magnete " geworfen" werden gibt es bei Modellfliegern auch, da geht es im Sekundentakt um 8 kw an 800 g Motore.
Die werden ohne Sensoren betrieben und kommen bei totaler Überlast in einen so genanten Synklost, also einen totalen Orientierungsverlust der Reglers.
Schaltet der dann nicht ab sondern überlastet das Spulensystem mit noch höheren strömen, schwingt die "Glocke" auch wie eine ,und durch diese Verformung geht die Verklebung kaputt, die Magnete verschieben sich und es gibt auch Magnetstaub.
Ewentuell sind die Magnete auch schon geschwächt, wenn geschrieben wird das sie nebeneinander liegen auf einen Platte.
Bei mir kommen sie immer aufeinander wenn nicht dafür gesorgt wird das sie auf Abstand befestigt werden.
Bei mir auf einem Eisenblech mit 2 mm Sperrholzzwischenlage, selbst da sind sie noch zickig.
Da Die Glocke rund ist und die Mags gerade ist dazwischen etwas Platz und der kleber füllt diesen Bereich aus.
Es erhöht nicht den Luftspallt, und überflüssiger Kleber wird seitlich heraus gedrückt und macht es seitlich stabieler.

Gruß Aloys.
Carl
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: Gestern um 13:43 Uhr  ·  #10
Dann wäre ja vielleicht doch der bis 300 GRAD hitzefeste Kleber von JB Weld eine Option? Das ist ein grauschwarzer 2 K Metallkleber, allerdings nur mit bis zu 25 Minuten Verarbeitungszeit.

Momentan ist da nur der Ring ohne Aussendeckel der gereinigt wurde. Mit dem zusammen dann als Glocke aufgesteckten und mit Schrauben gesicherten Deckel der innen mittig das Lager zum Aufstecken auf die feststehende Achse hat hätte ich dann eine Hilfe indem die Magnete schlüssig da bis zum Anschlag in die Glocke hineingeschoben werden können so dass nachher beim Zusammensetzen auf den Stator kein Magnet übersteht und so alles wieder zusammenpasst. Die Aussen- und die Innenscheibe sind drehbar auf der Motorachse, beide müssen bis zum Anschlag genau auf den Magnetring gesteckt werden, genauestens passend.

Herausquellender Kleber müsste vor dem Trocknen sehr sauber abgewischt werden, da ist Null Toleranz beim Aufstecken der Glocke auf die achsseitige Scheibe.

Die Magnete sind sehr stark, allerdings nur 2 mm dick, 15 mm breit und 40 mm lang. 46 Stück!

Spielraum für hartgewordenen übergequollenen Kleber an den Rändern wäre da keiner, beide Deckel schliessen aufgesteckt genau mit den Magneten ab weshalb ich natürlich erst bei Euch Rat geholt habe wg. Kleber etc.

Ich müsste auch nochmal nachschauen ob nicht an den Scheiben die ein Stück weit in den Ring aufgesteckt werden Nuten ein wenig über die Magnete überlappen und diese so werkseitig schon so halten und stabilisieren. Zwar klingt es sehr logisch dass der Kleber durch Abrieb verschwunden sein könnte, tatsächlich ist der Ring innen metallisch blitzblank, also wirklich ohne jede Spur von Kleber.

Vielleicht spielt es auch keine so grosse Rolle, extrem hitzefesten Kfz Motorkleber zu nehmen, der von Che vorgeschlagene 2K Keber endfest in 8 Std. wäre insofern vielleicht am besten weil dann mehr Zeit verbleibt um alles noch zu richten.

Sekundenkleber dann also besser nicht.

Die Magnete stossen sich ja ab wenn man sie am falschen Ende der Reihe im Ring einlegt, insofern meine Frage:

GENÜGT ES die Magnete in der Reihenfolge einzulegen dass sie im Stang eng aneinander im Eisenring anliegen und so MAGNETISCH ANEINANDER HAFTEN ? Das tun sie und lassen sich so auch bis an den Rand des Aussendeckels schieben.

Die Frage ist ob es eine Rolle spielt wie herum sie aufgebracht werden solange sie nur von selbst durch ihre Magnetfelder aneinanderpappend korrekt im Ring haften also nach dem Einsetzen auch ohne Kleber korrekt und sehr stabil so sitzen bleiben.

Ich frage wegen der Nord Süd Ausrichtung, soviel ist ja bei mir Hängen geblieben von der Forenlektüre.

Nachtrag:

Die Endkappe die nach der Säuberung wieder auf den Eisenring mit den Magneten gesetzt und mit Schrauben fixiert wird hat nach Überprüfung (eben gerade) keine nach innen überbordenden Rillen die über die Magnete reichen und sie in Position halten könnten. Es kommt dann also nur Kleber in Frage und dann wohl sicherheitshalber der von Che vorgeschlagene 2K Endfest vom Baumarkt - falls kein anderer Vorschlag mehr kommt.
Carl
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Re: Magnete einkleben beim Radnabengenerator

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Gepostet: Heute um 09:22 Uhr  ·  #11
Feedback zum bisherigen Fortschritt:

Weil es möglich ist bei diesem (teuren und schwer zu ersetzenden) Brushless NabenmotorMotor Fehler zu machen die nicht mehr rückgängig gemacht werden können bitte ich Euch darum mir das "Löchern und Nerven" zu verzeihen.

Online findet man nur wenige Tutorials zum Einkleben und ggf. Ersetzen von Magneten in so grosse Scootermotore, immerhin fand ich nach langer Recherche heute einen aus dem chinesischen übersetzten Text der mir klar gemacht hat was überhaupt genau in meinem Motor passiert war bevor ich anfing auf meine ziemlich aufwendige und zeitraubende Fehlersuche zu gehen.

Ich hatte ja schon erwähnt dass ich vor dem Ausbau alle messtechnischen Möglichkeiten ausgeschöpft hatte um eventuelle Schäden entweder an Motorwicklungen oder der Hallsensorik im Motor und Kontroller ausschliessen zu können.


Folgender ins Deutsch übersetzter Beitrag bringt die Symtome auf den Punkt die auch bei meinem Motor zu beobachten waren:

"Bei dem 4 kw Brusless Nabenmotor mit seinen 46 Magneten (wie bei mir) hatten sich die Magnete gelöst und so drehten sich nur die Magnete im Motor, nicht aber die Glocke mit dem Rad sobald von Kleinster Geschwindigkeit auf höhere Drehzahlen geregelt wurde."

Exakt das war bei mir auch der Fall, bei langsamer Rotation drehrte sich das Rad noch mit und sobald Gas gegeben wurde gab es Ruckler wenn das Rad ohne Bodenberührung frei lief und unter Last blieb das Rad einfach ganz wie blockiert stehen wobei dann noch die Schleifgeräusche der in der Glocke noch mitdrehenden Magnete zu hören waren. Also kein Drehmoment mehr da obwohl noch Laufgeräusche zu hören waren. Bei noch mehr Gas dann totale Blockierung bis zum Abschalten was dann aber neu gestartet wieder so lief wie bereits beschrieben.

Immerhin hätten wir so nun eine weitere Diagnosemöglichkeit falls man wieder mal sowas hat, man kann dann ohne den Motor zu öffnen genauere Vermutungen machen..

Ok, sonst habe ich online nicht viel auftun können ausser dass Rc Bastler die Magnete auch schon mal mit Schraubenfixierer festkleben und das es auch Sekundenkleber mit Hitzebeständigkeit bis 120 Grad C gibt. Mehr braucht man ja auch nicht weil Neodym Magnete bei grosser Hitze sowieso ihren Geist aufgeben, noch vor dem Kleber.

Und ja, es scheint auch Freaks zu geben die den Sekundenkleber mit Backpulver mischen, warum konnte ich noch nicht herausfinden.

Ist ja auch erstmal egal, ich muss die Magnete einzeln nacheinander einsetzen und dabei verkleben weil eine Schmiererei bei einer grösseren Klebfäche kaum vermeidlich wäre. Ich möchte jeden Magnet einzeln einsetzen und dabei dann das Klebzeug aussen sauber abwischen bevor der nächste Magnet drankommt.

Nun die Frage zur Anordnung der Pole:

Ich habe die Magnete ja beim Ausbau mit einem Holz zum Rand des Eisenrings herausgedrückt um sie dann leichter heraushebeln zu können.

Dabei hatte ich sie auf eine antimagnetische Unterlage gelegt in der gleichen Reihenfolge nebeneinander was bei 46 Magneten leider nicht immer genau eingehalten wurde.

Aloys sagte er stapelt die Magnete in solch einem Fall übereinander - gibt es dafür einen besonderen Grund ? Habe ich was falsch gemacht?

Die Magnete liegen also jetzt noch mit der gleichen Seite nach oben wie sie im Eisenring lagen nebeneinander in einer langen Reihe, nur möglicherweise nicht mehr überall genau der gleiche Magnet genau neben seinem ursprünglichen Nachbarn.

Ich möchte natürlich die Magnete in der richtigen Reihenfolge wieder einbauen und verkleben, hinterher lässt sich nichts mehr korrigieren.

Die Magnete liegen also jetzt wie ein langes flaches Band auf der antimagnetischen Unterlage, halten fest aneinander so wie vorher schon im Kreis in der Glocke, dennoch bin ich mir sicher dass ein oder zwei Magnete in diesem flachen Band nicht in der Reihenfolge geblieben sind wie sie ausgebaut wurden.

Ist das egal, kann man sie so wieder einbauen oder muss da eine Nord - Süd Positionierung ermittelt und eingehalten werden und wie?

Die 46 Magnete haben alle ihre Pole auf der Lauffläche zu den Statoren gerichtet und auf der Seite wo sie am Eisenring haften also auf den flachen Seiten und nicht an den schmaleren 2 mm dicken Rändern.

Sie haften alle schon in der originalen Anordnung alleine durch ihre Magneteigenschaft im Eisenring und aneinander, sie müssen dafür nicht mit Gewalt fixiert werden.

Genügt es also, sie so einzusetzen dass sie wieder im Ring und aneinander haften oder muss da noch eine andere Orientierung beachtet werden?

Mit KI habe ich folgendes gefunden und frage ist das korrekt so, kann ich das so machen:

"Bei einem 4 kW Brushless-Nabenmotor, insbesondere bei häufig verwendeten Direct-Drive-Modellen (wie sie oft in der 1kW-1.5kW Klasse und höher zu finden sind), sind 46 Magnete ein typischer Standard.
Die Anordnung der Magnete erfolgt nach folgenden Prinzipien:
Wechselnde Polarität: Die 46 Magnete werden im Rotor (der Außenglocke) fest verklebt, wobei sich die Polarität kontinuierlich abwechselt: Nord-Süd-Nord-Süd....
Ausrichtung: Die Flachseite der Magnete (Nordpol oder Südpol) wird auf den Metallring des Rotors geklebt, wobei die Seite, die vom Metall angezogen wird, nach innen zeigt.
Abstand: Die Magnete sollten möglichst gleichmäßig und ohne Spalt aneinandergereiht werden, um ein gleichmäßiges Magnetfeld zu erzeugen.
Montage: Aufgrund der hohen magnetischen Kräfte beim Einsetzen ist große Vorsicht geboten, um ein Zusammenknallen und Brechen der Neodym-Magnete zu verhindern."

Demzufolge könnte ich müsste ich also nur darauf achten das bei jedem Magnet immer die zum Metallring zeigende Seite vom Metallring angezogen wird und beim Aneinanderfügen an die anderen Magnete nicht vom jeweiligen Nachbarmagnet seitlich abgestossen wird?
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