Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

 
Windsearch24
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Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Gestern um 14:46 Uhr  ·  #1
 

Hallo liebes Forum

Ich überlege, ob ich auf meinem Grundstück in Baden Württemberg einen Windgenerator mit 10m Nabenhöhe aufstelle.
Der Globalwindatlas gibt für 10m Höhe einen Wert von 3,45m/s an.
Ich habe mir eine Wetterstation mit Windmessung und Datenlogger gekauft und auf einen freistehenden 10m hohen Teleskopmast an der Oberseite meines Grundstücks "am Hang" aufgebaut.
So schaut die Wetterstation, (bzw. später auf dieser Höhe an einem stabileren Mast ein Windgenerator) einige Meter über die Dächer hinweg, ohne an einem Haus montiert zu sein.
Damit werde ich dann mal 12 Monate Messdaten sammeln, wie es ausschaut.
Anbei ein Bild der Messdaten von den letzten Tagen:
Auf 10m Höhe an meiner Meßstation scheint hauptsächlich etwa zwischen 6 Uhr morgens und 20Uhr abends Wind zu gehen.
Nachts gab es nur an Ausnahmen Wind an anderen Tagen.

-> Wie ist das vom Sommer Winter Verhältnis her?
Im Winter geht wohl mehr Wind, wobei die großen Anlagen mit über 100m Höhe von anderen Windeffekten profitieren würden, welche auf 10m nicht vorhanden sind zwecks Bodenreibung, etc.
Bezüglich den Windgeschwindigkeiten im Sommer zur Tageszeit ist anscheinend damit begründet, daß die Sonne den Erdboden erwärmt und aufsteigende Winde hier etwas in Bewegung setzten.
Im Winter hat es jedoch ja kaum Sonneneinstrahlung, die das bewirken könnte.
(Ist dann das Ergebnis als schlechter, weniger Windgeschwindigkeit?)

Die Frage ist, wie eure Erfahrungen im Winter sind: Kommt da bei euch mehr Ertrag/ höhere Windgeschwindigkeiten auf 10m Höhe, als im Sommer. Oder weniger?

Vielen Dank

Windsearch24
Carl
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Re: Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Gestern um 16:09 Uhr  ·  #2
In den Übergangsmonaten und im Winter kann man gewöhnlich tatsächlich mit mehr Wind rechnen, insbesondere
während der Herbst, Winter- oder Frühjahrsstürme.

Das Sonneneinstrahlung thermische Reaktionen hervorruft ist richtig wenngleich in Wechselwirkung, Wind entsteht durch Druckausgleiche zwischen Hoch und Tiefdruck, der hohe Druck der Luft durch Erwärmung gleicht sich in Richtung kälteren Tiefdrucks aus.

An der Küste kennt man das anhand von auflandigen Windrichtungen nachts falls das Land kälter sein sollte als das Meer und umgekehrt ablandig wenn sich das Land mit der Sonne erwärmt.

An optimalen Standorten für dieses Phänomen hat man dann morgens und abends immer wiederkehrende an und abflauende Winde aus gleichen Richtungen.

Im Inland kann das auch der Fall sein, hängt von der Topographie, der Wärmeadsorption des Bodens und von weiteren Faktoren ab.

Gratuliere zu Deinem Projekt, ich wünsche Erfolg!
wtt-betreiber
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Re: Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Heute um 01:08 Uhr  ·  #3
3,5m/s ist ordentlich zugig für BaWü … hast Du mal evtl. die ersten 4 Postleitzahlnummern?
Herbst - Winter hat tendenziell mehr Wind, dann wann man eben auch Drachen steigen lassen kann ;)

Es ist aber meines Erachtens nicht unbedingt zielführend auf Maximalerzeugung auszulegen, die man dann ggf. nur zweimal im Jahr für ne Stunde hat.
Che
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Re: Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Heute um 09:28 Uhr  ·  #4
Der Globalwindatlas erzeugt den Jahresmittelwind aber um mind. 20% zu hoch. Auch werden Hindernisse am Ort natürlich nicht berücksichtigt.

Postleitzahlen bringen wenig. Wenn schon dann Polarkoordinaten vom exakten Standort.
Windsearch24
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Re: Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Heute um 10:56 Uhr  ·  #5
Hallo
Ich habe im Globalwindatlas meinen Standort exakt nach Koordination bestimmt.
Nicht nach der Postleitzahl, welche ein größeres Einzugsgebiet ist
Carl
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Re: Verhältnis Windgeschwindigkeiten im Sommer / Winter

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Gepostet: Heute um 14:23 Uhr  ·  #6
wtt Betreiber hat schon recht wenn er davon ausgeht das 3,5 m sec in Badenwürtenberg ein guter Werrt ist.

Manchmal bestimmen lokale Umstände ganz individuelle Windverhältnisse, die Strömung kann im Idealfall von Bodenerhebungen getunnelt und so verstärkt werden was auch durch Gebäude, Baumalleen etc. als Strömungsverstärker wirksam werden kann.

Ob eine Ferneinschätzung nur mit Koordinationsdaten oder Postleitzahl geht? Dann vielleicht mit Google Earth und viel gutem Willen. :-)
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