Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

 
Erdorf
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 15:51 Uhr  ·  #81
Hallo Jörg,

danke für das Teilen deiner Erfahrungen.
Das hört sich für mich alles sehr schlüssig an.

Ja, klar, es wird gerne gemessen/berechnet wie viel geladen und entladen wird.
Das wird leider technisch bedingt immer ungenauer, je länger man keine Vollladung hatte.

Bei Blei konnte man auf z.B. 10% genau an der Spannung den Ladezustand erkennen.
Geht so etwas Ähnliches nicht auch bei dir?
Ich lese gerade: "Zwischen etwa 20 und 90 % verändert sich die Spannung nur sehr wenig."

Mich würde noch interessieren wie du mit dem ungenauen Ladezustand klar kommst.

Danke
Che
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 16:15 Uhr  ·  #82
Was ich hier lesen musste hat mich doch einigermaßen entsetzt, und zwar Alles:
Zitat
Das BMS berechnet den Ladezustand und misst ihn nicht, kleine Ströme werden schlecht erkannt somit bemerkt das BMS leichte Ladung und Entladung nicht. Der Standby Strom vom Wechselrichter kann den Akku entleeren ohne das das BMS das messen kann. Am Ende zeigt das BMS 100% voll an obwohl leer.... bedeutet für mich in meiner Inselanlage das die Angabe über den Ladezustand völlig zu ignorieren ist.

Ich kann nur hoffen, dass es zumindest in Teilen nicht stimmt. Wenn aber doch, wer hat sich sowas ausgedacht, und warum?
Die Spannungen bei Ladezustand SoC 100% oder 80% und 20% oder 30% sind doch keine Verfügungsmasse!

Gewiss verändert sich die Spannung nur wenig, aber sie verändert sich, was elektronisch auswertbar ist. Hier ein Beispiel.

 


Falls es einen (geringfügigen ?) Temperaturkoeffizienten gibt, so kann der mit einfließen.

Aber warum sind die Schaltspannungen hier nicht genauso festgelegt, wie man das von einfachen Pedelec-BMS auch kennt?

LiFePO-Akkus mögen gutmütiger sein, aber normale Li-Ionenakkus mit z.B. Cobalt drin, mit der Methode oben betrieben,
da hätte man wohl bald den Brand im Haus.
Carl
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 17:36 Uhr  ·  #83
Solange er nicht durchgehend und dauerhaft mit einer ständigen Ladeendspannung, die bei einer LIFEPO4 Einzelzelle i.d.R.exakt 3,6 V beträgt dauergeladen wird besteht keine Gefahr dass die Zellen geschädigt werden. Über dieser Spannungshöhe soll man besser nicht laden, schon garnicht unkontrolliert ohne Überwachung des Ladevorgangs bis zum Erreichen der Ladeschlussspannung.

Die LIFEPO4 Technik ist relativ sicher wenn man nicht mit höherer Spannung läd als die geltende Höhe von 3,6 V als Ladeschlussspannung einer Einzelzelle.

Das kann man dann ja beliebig multiplizieren je nachdem welche Systemspannung der eigene Solarakku aufweist.

Trotzdem soll man nicht dauerhaft mit den 3,6 V laden sobald die Zelle diese Spannung erreicht hat. Man muss nach dem Vollladen mit dieser Spannung erlauben dass die Akkuzelle auf ihre Ruhespannung von höchstens 3,45 zurückfällt und danach - wenn weitergeladen wird oder werden soll dann nur mit der Erhaltungsladung die der Ruhespannung also maximal mit 3,45 V weiterladen.

Man kann natürlich auch schonender nur bis etwa 80% weiterladen also mit einer Spannung von 3,4 V pro Zelle etwa.

Vernünftige LIFEPO Laderegler schalten an einem tiefer gelegenen Spannungsnivel die Boostladung zu die dann wieder bis zur Ruhespannung im Boostmodus läd und/oder - je nach Ladegerät wieder bis zur vollen Ladeendspannung von 3,6 V von der der Akku dann in seine Ruhespannung zurückfallen darf bis die Erhaltungsladung wieder einsetzt.

Das Erreichen der 3,6 V ist in etwa gleichbedeutend mit einer vollzogenen Ausgleichsspannung.

Ich kann eigentlich nur empfehlen außer dem BMS auch noch einen spezifisch für LIFEPO4 geeigneten Laderegler zu nutzen!!!

Unbedingt!

Denn im Prinzip regelt das BMS nur die Zellspannung der einzelnen Zellen untereinander so dass diese möglichst auf gleicher Einzelspannung gehalten werden so das nicht etwa eine etwas schwächere Zelle das ganze Akkupaket beeinträchtigt.

Bestenfalls haben BMS noch Überlade und Tiefentladeschutz, Verpolungs- und thermischen Schutz sind jedoch keineswegs als Laderegler zu verwechseln. Sie gleichen als Hauptaufgabe nur die einzelnen Zellen untereinander an.

Ja und dann unbedingt darauf achten dass nie tief entladen wird, beides, zu hoch und zu tief verzeiht die LIFEPO Chemie nicht!

Und nicht bei zu tiefen Temperaturen laden, dann hat man sehr lange lange Zeit seine Freude an den ziemlich eigensicheren LIFEPO4 Speichern!

Klar, wenn man einen dicken Eisennagel durch eine Zelle hämmert kann durch Kurzschluss auch was in Brand geraten, Lithium Polymer Akku sind da wie schon Che sagt eine viel gefährlichere Sorte. Und natürlich - lange und zu hoch über die Ladeschlussspannung zu laden würde ich lieber auch nicht ausprobieren wie "sicher" das wäre!

Gruss, Carl
FamZim
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 18:16 Uhr  ·  #84
Hallo

So viel ich weiß ist ein BMS ein System welches nur den "gesamten" Akku vor über und unterladung schützt durch Unterbrechung der Anschlußleitung.
Es gleicht NICHT die Zellen untereinander an, dafür benötigt man ein Balanzersystem, mit Anschlüssen an allen Einzelzellen.


Gruß Aloys.
Levcuso
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 18:28 Uhr  ·  #85
@che, ich teile hier lediglich meine Recherchen und eigene Erfahrungen. Das berechnen des Ladezustandes ist definitiv bei den von mir genutzten JK BMS so, ein wohl auch bekanntes Problem. Seit ich das weiß kann ich damit arbeiten, bzw. beachte den angegeben Wert nicht.
Ich richte mich einfach nach der Spannung, für mich ist der Akku ab 25V leer.... bzw. arbeite ich mit dem Bereich von 25V bis 27.6V.

Ich sehe das eigentlich so, daß der Balancer mit meinen Einstellungen die Zellen ausreichend ausgleicht, so daß eine Ladung über der Ruhespannung nicht notwendig ist, also die Boostladung.
Ich werde weiterhin beobachten und bei Zeiten berichten.
Gruß Jörg

Das BMS muss natürlich einen Balancer haben, ich weiß nicht ob es BMS ohne Balancer gibt.
Erdorf
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Gestern um 20:01 Uhr  ·  #86
@che
Den SOC mittels Strommessung, meist über Shunt und dann Aufsummieren (berechnen) zu ermitteln, ist das Standard Verfahren für alle Akku Typen.

Durch das Aufzummieren (integrieren) ist es jedoch Anfällig für so Einiges.
Abtastinterval: es wird z.B. nur einmal pro Sekunde gemessen.
Schnelle Änderungen gehen verloren
Mit Shunt gehen kleine Ströme gerne unter.
Bei häufigen Wechseln zwischen Laden und Entladen spielt der Ladefaktor eine Rolle, dieser muss stimmen. Kann auch berechnet werden,
braucht dann aber 100% und 0% SOC Messpunkte.
All diese Fehler summieren sich auf und werden durch eine 100% Ladung zurückgesetzt.

Grüsse
Levcuso
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 07:44 Uhr  ·  #87
Noch mal kurz zum Thema Boostladung notwendig oder nicht:
Es gibt verschiedene Balancer,
einmal einen passiven der nur mit dem Überschussstrom während der Boostladung die Zellen ausgleichen kann. Somit Boostladung nötig, wenn auch nur gelegentlich.

Und den aktiven Balancer, so wie bei meinem BMS, der einstellbar ist und bei jedem Laden arbeitet. Boostladung dient dann nur zum schnelleren Laden, ansonsten nicht notwendig, eher besser darauf zu verzichten.

Meine Einzelzellen sind alle sehr gleich, nur die Ladezustandanzeige bräuchte die 0% - 100%, aber da kann ich gut mit leben bzw. ohne.
Carl
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 10:35 Uhr  ·  #88
Schlusssatz von Franks (Erdorf) letztem Beitrag: "All diese Fehler summieren sich auf und werden durch eine 100% Ladung zurückgesetzt."

Die Begründung liefert Frank mit wenigen Worten in diesem Beitrag auch, also nochmal kurz zurückscrollen und das Ganze aufmerksam lesen.
Erdorf
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 10:39 Uhr  ·  #89
Hallo Jörg,

an der Ungenauigkeit der SOC Berechnung kann man wenig machen,
sie sind technisch bedingt. Erst bei 100% SOC setzen diese sich zurück.

Eventuell gibt es bei dir die Möglichkeit im BMS etwas ein zu stellen: z.B. Ladefaktor oder Schweifstrom.
Hiermit kann man eventuell für den eigenen Anwendungsfall brauchbare SOC Anzeige erreichen.

Falls es Einstellmöglichkeiten bei dir gibt, wäre es vielleicht ein Versuch Wert,
weil du über die Spannung recht gut beurteilen kannst ob die veränderten Einstellungen nun einen SOC Wert liefern,
der besser zur Realität passt.

Grüße
Levcuso
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 16:09 Uhr  ·  #90
Soweit alles klar und ich denke auch von mir alles verstanden. Wie ich schon erwähnte kann ich ganz bewusst damit leben, das die SOC Anzeige bei mir nicht relevant ist, um die Anzeige zu sehen muss ich sowieso erst über Bt einloggen, das mach ich zweimal im Jahr oder so....
Und warum den Akku mit 100% Ladung belasten, wenn 80% für den Akku besser sind? Alle reden davon den Akku am besten nur zwischen 20% bis 80% zu nutzen für eine lange Lebensdauer. Und jetzt soll ich Boostladung machen um eine Anzeige zu kalibrieren die ich nicht benötige? Also wenn es keinen anderen Grund für die Boostladung gibt, bei aktivem Balancer, verzichte ich gerne darauf und habe vielleicht länger etwas von meinem Akku.
Gruß Jörg
Carl
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 17:35 Uhr  ·  #91
Jörg, ja eben nicht mit 100% belasten ist richtig! Nur eben den kurzzeitigen Ausgleich mit einmal auf 100% SOC ab und zu einplanen ist absolut gut denn Dein BMS zeigt nicht nur die angesammelten mit der Zeit auch den Zellausgleich beeinflussenden Fehlwerte an, die eigentliche Hauptaufgabe eines BMS ist doch gerade dass es die Werte jeder einzelnen Zelle registriert und bei Zellunterschieden, die sich auch bei gut angeglichen gekauften und installierten Zellen einstellen können die Zelle die weniger Ladung hat dann bevorzugt anzugleichen.

Die Ausgleichsladung bis zu 100 % ist so etwas ähnliches wie eine Kalibrierung weil das BMS dann auch dafür sorgt dass alle Zellen zuletzt bei 100% SOC stehen.

Anders wäre es, im täglichen Betrieb dauern knackevoll zu laden und auch leer bis auf Null. Das ist es was man vermeiden möchte um die mögliche Lebenserwartung des LIFPOS so schonend wie möglich zu verlängern.

Dem Akku schadet die gelegentliche Vollladung auf 100% nicht !

Z.B. altert der Akku auch ohne dass er benutzt wird, man kann auch bei voller Nutzungsmarge profitieren, er lässt vielleicht dann etwas früher nach, dann hast Du unter dem Strich vielleicht die gleiche Menge Energie genutzt wie ein paar Jahre länger bei besonders niedrigem Gebrauch.

Es ist ganz einfach ein guter Mittelwert nur bis 80% SOC zu Laden und nur bis 20% leerzulutschen.

Du bist relativ auch auf der sicheren Seite wenn Du alle halbe Jahr mal dann wenn Du sowieso Dein BMS mit App abfragst auch gleich ganz kurz mal auf 100% SOC volllädst und das Thema dann wieder für eine Weile vergessen kannst.

Hab ich auch so, allerdings nimmt mir derVictron diese Arbeit ab, vielleicht lädt er etwas öfter mal auf 100 % SOC als jemand der das manuell macht, mit Sicherheit läßt der Victron dann die Spannung sofort wieder auf die Schonungs - Einstellung absinken, der Akku ist immer nur sehr kurzzeitig auf Ausgleichhöhe.

Höheren Verschleiss hätte der Akku nur dann wenn er längere Phasen knackevoll bleibt, bei Voll erhöht sich nämlich in Lithiumzellen ganz allgemein der Innendruck und das läßt die Chemie da drin kristallisieren, die Elektronen werden dadurch auf ihrem Wanderweg behindert und die Kapazität leidet.
Che
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 18:06 Uhr  ·  #92
Solange die Abschaltspannung bei lediglich errechneten 80% SoC auch immer der richtigen entspricht, wäre es ja gut. Aber das klingt nach dem Gelesenen zweifelhaft.

Zunächst mal noch, Erdorf hat geschrieben:
Zitat
Den SOC mittels Strommessung, meist über Shunt und dann Aufsummieren (berechnen) zu ermitteln, ist das Standard Verfahren für alle Akku Typen.

Für die großen vielleicht.
Beim Wechsel der Zellen bei meinem E-Bike Akku hatte ich mir auch das BMS angesehen. Da war kein Kleinrechner drauf, den man ja zur Summierung benötigt.

 


Die dicken Brocken sind MOSFets zum Schalten. Schaltschwellen werden mit Komperatoren (speziellen Operationsverstärkern) erkannt, und das sehr sicher.
Da Balancer fehlten (die andere Seite der LP ist unbestückt), habe ich fortan ein BMS mit Passivbalancern verbaut.
Heute würde man für das selbe Geld eins mit Aktivbalancern bekommen. Z.B. https://www.nkon.nl/de/jk-smar…0s6pr.html Auch da sind die Schaltspannungen definitiv fest gelegt, s. Anhang, und teilweise editierbar.
Gilt sowas auch für die BMS der Großspeicher für das Haus?

Nachsinnend darüber, warum Ladezustände summierend berechnet werden:

1. Es könnte sein, dass die Analog-Digital Wandler in der Auflösung zu grob sind.
Exciter hat das für die so beschrieben, die standardmäßig in in der Arduino-CPU enthalten sind, und daher extra andere A/D-Wandler genommen.
Wäre bei BMS auch möglich. Allerdings sollen sie fast keinen Strom verbrauchen....

2. Die jeweiligen Ist-Spannungen sind nicht nur vom Ladezustand sondern auch vom Strom abhängig, der durch den Akku fließt.
Das ließe sich aber rechnerisch erfassen.
Wenn noch ne Abklingzeit nötig wäre, wie beim Bleiakku, dann eher nicht.

Solange über die Summationsmethode nicht vorgagaukelt wird, dass der Akku noch geladen werden könnte, obwohl er schon voll ist, oder im anderen Fall Tiefentladung (auch schon unter 20%) erfolgt, mag das ja angehen.

Es gibt in der Technik allerdings immer mal wieder "Lösungen", die noch garkeine sind.

(Man stelle sich das nur mal vor bei E-Autos, bei denen oft nur bis 80% geladen wird, weil es bis dahin schnell geht.
Wenn infolge dessen die Kapazität und damit die Restreichweite fehlerhaft angezeigt würde. Na Gute Nacht!)
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Erdorf
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Re: Inselanlage Umstellen von Blei auf Lifepo4

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Gepostet: Heute um 19:33 Uhr  ·  #93
Hallo Che,

Alle hochwertigen SOC Anzeigen verwenden diese Verfahren. Ich bin mir sicher dein eBike auch.
Sicher nicht im BMS da ist tatsächlich nichts drin was das könnte, da hast du recht.
Vermutlich im Controller.

Man nennt dieses Verfahren "bilanzierende Ladezustandsermittlung (Coulomb Counting)"
Sehr typisch für eBike, eAuto, Haus Akkus und Ladetechnik (Victron) und mehr.

Jedoch meist nicht alleine, wegen der genannten Nachteile und/oder mit entsprechendem Aufwand:
besserer ADC höher Messfrequenz, zusätzliche Berücksichtigung von Temperatur, Zellenspannung ...

Gut gemacht, lässt sich so nicht nur der SOC sondern auch der SOH (StateOfHealth Alterung),
so wie Ladefaktor (Wirkungsgrad) ermitteln.

Wie auch immer, ohne regelmäßige "voll" oder "leer" SOC Punkte driften die Aussagen dieses Messverfahrens mit der Zeit weg.
Das ist auch nicht üblich. In so gut wie allen Anwendungen wird entweder regelmäßig "voll" geladen oder regelmäßig "leer" entladen.

@all
Eine langsame, schonende 100% Ladung, bei positiven Temperaturen, ist unkritisch, dauert halt nur länger.

@che
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https://www.analog.com/en/reso…-tech.html

"The coulomb counting method, also known as ampere hour counting and current integration, is the most common technique for calculating the SOC"

Grüße
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